Akustische Reizüberflutung in der Großstadt um 1900: Als Ausgangsbasis und Bestandteil der Musikästhetik in der Moderne

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,7, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar (Musikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Urbanisierung und das Entstehen der modernen Großstadt, Anfang des 20. Jahrhunderts, spiegeln sich in der zeitgenössischen Kunst, Musik und Literatur wider. Das neue Lebensgefühl, dessen charakteristische Merkmale die Individualisierung, Entfremdung, Flüchtigkeit, sowie Medien- und Reizüberflutung darstellen, ist ästhetischer Bestandteil der zeitgenössischen Kultur. Zentrum dieser neuen Großstadterfahrung ist die Hauptstadt des Kaiserreichs, die Kultur- und Medienmetropole Berlin. Die Zahl der Einwohner von Berlin wächst in dieser Zeit von 826341 auf zwei Millionen Menschen. Eine vor allem junge Künstlergeneration verarbeitet die großstädtische Lebenswelt auf unterschiedlichste Art und Weise. In der Literatur beinhalten sie Form, Stil- und Sprachexperimente. In der Musik drücken sie sich durch neue Tonsysteme, Klangfarben, freie Rhythmik und das Verwenden von Dissonanzen als wichtigen Ausdrucksmitteln aus. Auf inhaltlicher Ebene findet man die ganze Emotionsvielfalt von Aufbruchsstimmung und Faszination über Skepsis und Angst bis hin zu Identitäts- und Orientierungskrisen. Es ergeben sich Generationskonflikte, denn Konventionen und Tabus werden systematisch gebrochen. Im Folgenden möchte ich mich mit der großstädtischen Reizüberflutung, insbesondere der akustischen, als maßgeblichen Einfluss auf die Komponisten dieser Zeit befassen. Anhand von Beschreibungen in zeitgenössischer Literatur, möchte ich dieses Phänomen belegen. Zuerst möchte ich nun die Entwicklung der großstädtischen Gesellschaft und die Urbanisierung darstellen. Im Anschluss werde ich anhand ausgewählter Literaturbeispiele die Entstehung der akustischen Reizüberflutung in der Großstadt veranschaulichen. Daraufhin werde ich die Auswirkungen dieser akustischen Reize auf die Individuen der großstädtischen Gesellschaft beschreiben. Zum Schluss möchte ich aufzeigen, dass auch die Komponisten dieser Zeit dadurch beeinflusst wurden. Denn die verschiedenen Strömungen dieser Zeit nahmen oftmals die Quellen ihrer Inspiration aus den Großstädten. Auch die Komponisten dieser Zeit verarbeiteten ihre in der Großstadt gemachten Empfindungen im musikalischen Schaffensprozess.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Feb 22, 2010
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Pages
13
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ISBN
9783640544103
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Best For
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Language
German
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Genres
Music / General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,3, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar (Musikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Improvisationen im Jazz werden nicht ausschließlich durch rein musikalische Kriterien beeinflusst. Musikästhetische Faktoren und außermusikalische Einflüsse spielen eine wichtige Rolle im Schaffensprozess. Um Jazzimprovisationen bewerten und verstehen zu können, ist die Kenntnis dieser vielfältigen internen und externen Beeinflussungsfaktoren notwendig. Formvorschriften, Kompositionen und Bandkonzepte spielen genauso eine Rolle, wie individuelle Vorlieben, Lösungen und Umsetzungen. Neben dem individuellen Geschmack und den Fähigkeiten der Musiker beeinflussen gruppenspezifische Methoden und Kommunikationsformen das Ergebnis. Soziale Interaktionen, Gruppenhierarchien, vorgefertigte Konzepte und persönliche Kompromissfähigkeit bilden weit reichende Einflüsse auf den Schaffensprozess. Gruppenintern zeichnet sich der Schaffensprozess aus einer Summe an Verhandlungen, Diskussionen, Veränderungen und Überarbeitungen, in die sich jeder Musiker einbringt und individuelle Kreativität durchsetzt aus. Als externe Faktoren gelten der Aufbau und die Ausstattung der Aufführungsorte, das Publikum, das Management, ökonomische Gegebenheiten sowie akustische Phänomene. Anhand unterschiedlicher Erfahrungsberichte etablierter Jazzmusiker sollen verschiedene Sichtweisen, die zum Schaffensprozess beitragen, beleuchtet werden. Im folgenden wird ein Querschnitt der typischsten Problemstellungen aus den Kapiteln 15 – 16 des Buches „Thinking in jazz“ von Paul F. Berliner gebildet. ...... (Auszug 1. Kapitel).....Nichts desto trotz wird innerhalb der Jazzcommunity vielfach betont, dass Jazz eine besonders demokratische Form des Musikschaffens ist. Die Verfechter dieser These behaupten, dass die oftmals mehr oder weniger führerlosen Gruppen den Schaffensprozess mit mehr oder weniger gleicher Arbeitsteilung und Zusammenarbeit gestalten. Max Roaches erklärt dies in einem Vergleich zwischen Jazzgruppierungen und den Orchestern in europäischer Kunstmusik: When a piece is performed, everybody in the group has the opportunity to speak on it, to comment on it through their performance. It’s a democratic process, as opposed to most European classical music in which the two most important people are the composer and the Conductor.1 Während auf der einen Seite alle Mitglieder der Gruppe über den musikalischen Verlauf entscheiden können, sind es im Rahmen europäischer Kunstmusik vor allem mehr oder weniger zwei Personen die diesen gestalten.....
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,3, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar (Musikwissenschaft), Veranstaltung: Analyse elektroakustischer Musik, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 1965 komponierte Werk „It’s gonna Rain“ ist die erste offizielle Tonbandkomposition von Steve Reich. Es gilt als ein Schlüsselwerk, das alle folgenden Tonbandkompositionen von ihm beeinflusste. Er befasst sich in diesem Werk zum ersten Mal mit Tonbandschleifen und Phasenverschiebung. Diese Techniken hatte er sich in den Jahren von 1963 bis 1965 am San Fransisco Tape Music Center angeeignet. Die erfolgreiche Arbeit mit diesen Techniken im Werk „It’s gonna Rain“ bewegten ihn dazu, sie auch in seinen folgenden Werken anzuwenden und zu verfeinern. Typisch für die frühen Werke von Steve Reich ist die Verwendung von relativ wenig musikalischem Material. Durch diesen sparsamen Einsatz der musikalischen Mittel wurde seine Kompositionsweise später als „Minimal Music“ bezeichnet. Der Komponist distanzierte sich aber von diesem Begriff und sprach lieber von der Kompositionsweise des „graduellen Prozesses“. Das minimalistische Repertoire ergab sich vor allem durch das Experimentieren im Tonbandstudio. Die Arbeit im Tape Music Center und seiner Mitarbeit an der Uraufführung von Terry Rileys Tonbandkomposition „In C“ 1965 prägten sein kompositorisches Denken maßgeblich. Die Verwendung von sprachlichem Material war elementarer Bestandteil seiner frühen Bandexperimente. Ein charakteristisches Merkmal seiner frühen Werke ist außerdem, dass er nicht komponierte, um eine klangliche oder melodische Melodie Idee zu fixieren, sondern, um zu hören, wie sich ein zuvor entworfener Prozess in der klanglichen Umsetzung darstellt.1 Speziell in „It’s gonna Rain“ wird das sprachliche Material durch die fortwährende Phasenverschiebung kontinuierlich verwandelt. Im Folgenden soll zunächst, nach einer kurzen Begriffsklärung, die Entstehung des Werkes dargestellt sowie dessen kompositorischer und historischer Hintergrund erläutert werden. Im Anschluss soll das Werk genauer analysiert werden. Dabei werden seine musikalische Anlage, Kompositionsweise, beabsichtigte und unbeabsichtigte Effekte, sowie die verschiedenen Ebenen der phonethischen Wahrnehmung untersucht.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,3, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar (Musikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Improvisationen im Jazz werden nicht ausschließlich durch rein musikalische Kriterien beeinflusst. Musikästhetische Faktoren und außermusikalische Einflüsse spielen eine wichtige Rolle im Schaffensprozess. Um Jazzimprovisationen bewerten und verstehen zu können, ist die Kenntnis dieser vielfältigen internen und externen Beeinflussungsfaktoren notwendig. Formvorschriften, Kompositionen und Bandkonzepte spielen genauso eine Rolle, wie individuelle Vorlieben, Lösungen und Umsetzungen. Neben dem individuellen Geschmack und den Fähigkeiten der Musiker beeinflussen gruppenspezifische Methoden und Kommunikationsformen das Ergebnis. Soziale Interaktionen, Gruppenhierarchien, vorgefertigte Konzepte und persönliche Kompromissfähigkeit bilden weit reichende Einflüsse auf den Schaffensprozess. Gruppenintern zeichnet sich der Schaffensprozess aus einer Summe an Verhandlungen, Diskussionen, Veränderungen und Überarbeitungen, in die sich jeder Musiker einbringt und individuelle Kreativität durchsetzt aus. Als externe Faktoren gelten der Aufbau und die Ausstattung der Aufführungsorte, das Publikum, das Management, ökonomische Gegebenheiten sowie akustische Phänomene. Anhand unterschiedlicher Erfahrungsberichte etablierter Jazzmusiker sollen verschiedene Sichtweisen, die zum Schaffensprozess beitragen, beleuchtet werden. Im folgenden wird ein Querschnitt der typischsten Problemstellungen aus den Kapiteln 15 – 16 des Buches „Thinking in jazz“ von Paul F. Berliner gebildet. ...... (Auszug 1. Kapitel).....Nichts desto trotz wird innerhalb der Jazzcommunity vielfach betont, dass Jazz eine besonders demokratische Form des Musikschaffens ist. Die Verfechter dieser These behaupten, dass die oftmals mehr oder weniger führerlosen Gruppen den Schaffensprozess mit mehr oder weniger gleicher Arbeitsteilung und Zusammenarbeit gestalten. Max Roaches erklärt dies in einem Vergleich zwischen Jazzgruppierungen und den Orchestern in europäischer Kunstmusik: When a piece is performed, everybody in the group has the opportunity to speak on it, to comment on it through their performance. It’s a democratic process, as opposed to most European classical music in which the two most important people are the composer and the Conductor.1 Während auf der einen Seite alle Mitglieder der Gruppe über den musikalischen Verlauf entscheiden können, sind es im Rahmen europäischer Kunstmusik vor allem mehr oder weniger zwei Personen die diesen gestalten.....
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,3, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar (Musikwissenschaft), Veranstaltung: Analyse elektroakustischer Musik, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 1965 komponierte Werk „It’s gonna Rain“ ist die erste offizielle Tonbandkomposition von Steve Reich. Es gilt als ein Schlüsselwerk, das alle folgenden Tonbandkompositionen von ihm beeinflusste. Er befasst sich in diesem Werk zum ersten Mal mit Tonbandschleifen und Phasenverschiebung. Diese Techniken hatte er sich in den Jahren von 1963 bis 1965 am San Fransisco Tape Music Center angeeignet. Die erfolgreiche Arbeit mit diesen Techniken im Werk „It’s gonna Rain“ bewegten ihn dazu, sie auch in seinen folgenden Werken anzuwenden und zu verfeinern. Typisch für die frühen Werke von Steve Reich ist die Verwendung von relativ wenig musikalischem Material. Durch diesen sparsamen Einsatz der musikalischen Mittel wurde seine Kompositionsweise später als „Minimal Music“ bezeichnet. Der Komponist distanzierte sich aber von diesem Begriff und sprach lieber von der Kompositionsweise des „graduellen Prozesses“. Das minimalistische Repertoire ergab sich vor allem durch das Experimentieren im Tonbandstudio. Die Arbeit im Tape Music Center und seiner Mitarbeit an der Uraufführung von Terry Rileys Tonbandkomposition „In C“ 1965 prägten sein kompositorisches Denken maßgeblich. Die Verwendung von sprachlichem Material war elementarer Bestandteil seiner frühen Bandexperimente. Ein charakteristisches Merkmal seiner frühen Werke ist außerdem, dass er nicht komponierte, um eine klangliche oder melodische Melodie Idee zu fixieren, sondern, um zu hören, wie sich ein zuvor entworfener Prozess in der klanglichen Umsetzung darstellt.1 Speziell in „It’s gonna Rain“ wird das sprachliche Material durch die fortwährende Phasenverschiebung kontinuierlich verwandelt. Im Folgenden soll zunächst, nach einer kurzen Begriffsklärung, die Entstehung des Werkes dargestellt sowie dessen kompositorischer und historischer Hintergrund erläutert werden. Im Anschluss soll das Werk genauer analysiert werden. Dabei werden seine musikalische Anlage, Kompositionsweise, beabsichtigte und unbeabsichtigte Effekte, sowie die verschiedenen Ebenen der phonethischen Wahrnehmung untersucht.
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