Der Bildbegriff in Platons Dialog „Sophistes“: Inhalt und argumentative Bedeutung

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Essay aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Bildbegriff in Platons Dialog „Sophistes“: Inhalt und argumentative Bedeutung Platons „Sophistes“ gehört zu den Spätwerken des Autors, der in seinen philosophischen Abhandlungen so gerne den Griechen Sokrates zur Hauptperson macht und mit seiner Hilfe im „dialektischen Verfahren“ so manche überraschende Erkenntnis gewinnt. In diesem Fall jedoch ist Sokrates zwar anwesend und gibt ein zu untersuchendes Problem vor, greift aber selbst nicht in den Dialog ein. Diesen prägt vor allem ein Gast aus Elea, den Theodoros in den Gesprächskreis mitgebracht hat. Das vorrangige Ziel soll es sein, die Frage des Sokrates nach dem Unterschied zwischen Sophist, Staatsmann und Philosoph zu klären, vorausgesetzt es existiert überhaupt ein solcher. Der Fremde wählt sich den Theaitetos zum Dialogpartner und schlägt nun die Vorgehensweise bei der Untersuchung vor. Die Methode Man einigt sich darauf, zuerst das Wesen des Sophisten zu ergründen. Dazu will man die Form der dihairetischen Untersuchung wählen. Bei dieser Vorgehensweise sucht man gewissermaßen den „Platz im System“ des zu definierenden Begriffes und geht dabei wie beim Passieren von Wegeskreuzungen vor, versucht also in diesem Fall dem Sophisten immer weiter zu folgen und ihn einzuengen, bis man am Ende der Reise und somit der Erkenntnis seines Wesens angelangt ist. Nachdem Theaitetos und der Eleate einen Beispielfall durchgespielt haben, gehen sie „in medias res“. Scheinwissen – der Bildbegriff Im Folgenden soll es nun darum gehen, wie die Dialogpartner den Begriff „Bild“ definieren. Dabei gilt es, nicht nur den Inhalt zu analysieren, sondern auch klarzustellen, warum diese Erklärung so wichtig ist. Was ist also die argumentative Bedeutung für die ganze Untersuchung? Im Laufe des Gesprächs kommt man an den Punkt, die Art des sophistischen Wissens zu bestimmen. Der Gast aus Elea stellt klar, dass doch das Wissen des Sophisten offensichtlich nur ein Scheinwissen sein kann, dieser aber nicht die Wahrheit besitze. Dazu findet er Zustimmung bei Theaitetos. Dies will man nun an einem Beispiel untersuchen und beginnt wiederum die Dihairese - Theaitetos stimmt zu oder hakt nach. Es geht nun also um eine Person, die behauptet alles erschaffen zu können und bei diesem Hervorbringen ist nicht das der bäuerlichen Tätigkeit gemeint, sondern das von Lebewesen. Pflanzen werden also im alten Griechenland nicht als Lebewesen betrachtet.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Nov 14, 2010
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Pages
8
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ISBN
9783640750078
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Best For
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Language
German
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Genres
Philosophy / History & Surveys / Ancient & Classical
Philosophy / History & Surveys / General
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Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die vertragsschließenden Seiten bestätigen feierlich, daß die Beziehungen zwischen ihnen auf völliger Gleichberechtigung, gegenseitiger Achtung der Souveränität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten beruhen. In Übereinstimmung hiermit ist die [DDR] frei in der Entscheidung über Fragen ihrer Innenpolitik und Außenpolitik [...].“ Diese Formulierung entstammt dem Freundschaftsvertrag zwischen der UdSSR und der DDR aus dem September 1955. Auch wenn solche formellen Zugeständnisse nicht überbewertet werden dürfen, stellt Michael Lemke doch die Bedeutung dieses Abkommens heraus, die der DDR die Möglichkeit einer Rechtsbasis in bipolaren Verträgen mit der ehemaligen Besatzungsmacht und eines moralischen Zeigefingers bezüglich sowjetischer Verpflichtungen gab. Ebenfalls 1955 explizierte Chruschtschow auf der Genfer Gipfelkonferenz der Siegermächte seine Zwei-Staaten-Theorie und die DDR trat dem Warschauer Pakt bei, der das Gegenstück der NATO im östlichen Blocksystem darstellte. All dies mutet zunächst wie ein Fortschritt auf dem Weg zur eigenständigen Politik und aus der Aura der direkten Weisungen der Sowjetunion an. Allerdings scheint das paradox, wenn man sich bewusst macht, dass nur wenige Jahre zuvor noch auf dem Alexanderplatz für ein geeintes Deutschland und freie Wahlen demonstriert wurde. Die Proteste, die immer mit dem Schlagwort „17. Juni“ verbunden sind, waren jedoch nicht auf diesen Tag beschränkt und erfassten nicht nur Berlin, sondern breiteten sich auch auf die anderen Regionen der DDR aus. Ob dieser Protest als „Arbeiteraufstand“, „Volksaufstand“ oder „Revolution“ bezeichnet werden sollte, ist kontrovers diskutiert worden. Da an diesem Aufstand längst nicht nur Arbeiter beteiligt waren, scheint die These von Hermann Wentker angemessen, die impliziert, dass es sich hier um einen „von Arbeitern getragenen Volksaufstand mit revolutionären Zügen“ handelte. Hier sollen aber andere Fragen untersucht werden. Es waren im Wesentlichen sowjetische Panzer, welche die Juni-Proteste niederschlugen. War die SED-Führung so überrascht oder die KVP so schlecht vorbereitet? Was sagt uns der vehemente Eingriff der Sowjet-Armee über die Rolle Ostdeutschlands in Moskaus Plänen in der „Deutschen Frage“?
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Universität Potsdam (Historisches Institut), Veranstaltung: PS "Die Tetrarchie und Konstantin", Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 363 tanzten die Bürger der Stadt Antiocheia auf den Straßen. So jedenfalls berichtet es der Gelehrte Libanios. Der Anlass war derweil kein Steuererlass oder Kriegserfolg, es war eigentlich ein trauriger. Ein Mensch war gestorben. Dieser Mensch, der sich Alleinherrscher über das römische Imperium nennen durfte, spaltete das römische Volk wie vor ihm nur wenige. Während seine Gegner feierten, gab es eine ebenfalls große Zahl von trauernden Anhängern. Flavius Claudius Julianus war nur knapp zwei Jahre allein an der Macht. Trotzdem sollen sich die Untersuchungen hier nicht auf die Zeit zwischen 361 und 363 beschränken. Anhand der Leitfrage, die behandeln soll, wie es dazu kam, dass ein Kaiser eine völlig andere Religionsauffassung als seine unmittelbaren Vorgänger auslebte und wie sich dies auf seine Politik auswirkte, wird klar, dass der Untersuchungszeitraum den Beginn und die Mitte des 4. Jh. nach Christi Geburt einschließt. Es soll hier also in erster Linie um die Religionspolitik, aber auch den generellen Stellenwert des Götterglaubens zur Zeit des Kaisers Julian gehen, dessen posthum verliehener Beiname „Apostata“, also „der Abtrünnige“ bereits neugierig macht. Die Quellenlage ist in diesem Fall ausnahmsweise als gut einzuschätzen, da Schriften, zahlreiche Briefe des Kaisers und auszuwertende Materialien seiner Mitmenschen vorliegen. Um Julian zu charakterisieren werde ich auch seine Satire „Misopógon“ untersuchen. Im Bereich der Forschung sind vor allem die Namen Klaus Bringmann und Marion Giebel zu nennen. Letztere hat in ihrer Publikation „Kaiser Julian Apostata - Die Wiederkehr der alten Götter“ sehr genau die Kindheit des Herrschers beleuchtet und bedient sich dabei einer sehr menschlichen Vorgehensweise, welche gut nachzuvollziehen ist. Ein anderer Autor ist Benoist-Méchin. Er verfasste eine sehr umfassende romanartige Biographie des Kaisers. Wie bereits erwähnt, werde ich im Gliederungspunkt I kurz auf die Kaiser des 4. Jh. eingehen und Julians Entwicklung darstellen. Darauffolgend möchte ich im Teil II Julians politisches Vorgehen bewerten und abschließend in Punkt III einen kleinen Modellversuch wagen, indem ich spekulieren will, wie es hätte kommen können, wenn Julian nicht von einem Reiterspeer aus dem Leben gerissen worden wäre.
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Redeweise von der „Angst im Abendland“ geht auf den französischen Historiker Jean Delumeau zurück und bezeichnet die endgültige Abkehr von den Schrecken des 30-jährigen Krieges und des 17. Jahrhunderts, die den Großteil der Bevölkerung so einschneidend beeinflussten, dass die psychische Belastung kaum mehr zu übertreffen schien. Egal was im Jenseits noch warten sollte, schlimmer als das Erlebte konnte es schwerlich sein. Im Zuge dessen zeichnete sich das Ende der traditionellen Praxis der Strafpredigt ab. Bei der Bevölkerung zeigten sich differenzierende Auswirkungen. Während ein großer Teil nun sein irdisches Dasein möglichst ausschweifend nutzen wollte und sich nach Feiern und Festivitäten sehnte, begaben sich auch einige Menschen auf die Suche nach dem Inhalt des wahren Glaubens und den Möglichkeiten seiner Umsetzung im alltäglichen Miteinander. Doch fanden diese wirklich Anklang bei den Menschen? Wie fest waren die traditionellen Riten und der volkstümliche Glaube auf dem Land bzw. in der Stadt verankert? Versickerten die Reformversuche „im märkischen Sand“ wie P. Schicketanz konstatiert? Diese Untersuchung soll sich auf das Gebiet der Mark Brandenburg und den Zeitraum vom Ende des 17. bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts beziehen. Besonders die Gemeinden und Bewohner der Kurmark - speziell der Uckermark - rücken in den Fokus. Um Veränderungen aufzuzeigen, ist allerdings ein kurzer Rückblick auf die religiösen Bräuche des 17. Jahrhunderts nötig, der in Punkt I erfolgen wird. Im zweiten Abschnitt soll die Bedeutung der Religion in der frühneuzeitlichen Gesellschaft beleuchtet werden. Es liegt nahe, dass die diesbezügliche Entwicklung in den Pfarrsprengeln auf dem Land sehr stark vom jeweiligen Charakter und Einsatz des Seelenhirten abhing. Deshalb muss auch ein Blick auf die Geistlichen geworfen werden. (III.) Da diese zum kulturellen Bindeglied zwischen den Bildungsebenen und Lebensweisen wurden, ist besonders ihre Herkunft und Ausbildung zu analysieren. Hierbei ist im vierten Abschnitt auch zu vertiefen, inwieweit Bewegungen „von unten“, wie der „Pietismus“ oder die staatlichen Einflussnahmen Wirkung zeigen konnten. Was waren die Unterschiede zwischen Stadt und Land? Was bewirkte das Leben im direkten Umfeld von Bildung und Wissenschaft? Ein kleiner Einblick in das Leben des Pfarrers Johann Porst, der auf dem Land und in der Stadt wirkte, soll dazu gehören. In Punkt V schließt sich ein abschließendes Fazit an.
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,0, Universität Potsdam (Historisches Institut), Veranstaltung: PÜ Nachkriegszeiten, Sprache: Deutsch, Abstract: Es ist wahrlich nicht untertrieben, das Jahr 1945 als bewegtes Jahr zu bezeichnen. Der zweite Weltkrieg ging zuende und während sich östlich der Oder eine riesige Kolonne von Deutschen aus ihren Wohngebieten in Schlesien, Ostpreußen, den anderen Ostgebieten des Reiches in Richtung „Rumpfdeutschland“ in Bewegung setzte , fanden sich im Schloss Cecilienhof zu Potsdam die Staatsoberhäupter der alliierten Siegermächte ein. Die 13 Sitzungen Stalins, Trumans und Churchills, welcher nach der Wahl in England von Attlee abgelöst wurde, sollten Regelungen für eine gut administrierte Besatzung Deutschlands und eine friedliche Nachkriegswelt hervorbringen. Dabei galt es jedoch den Spagat zwischen dem Versuch der Vermeidung alter Fehler aus den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges und den individuellen ideologischen Ansprüchen der Bündnispartner zu meistern. Im Zuge eines sich entwickelnden Konflikts zwischen UdSSR und USA ging es oft nicht mehr um eine Prävention künftiger deutscher Aggressionen, sondern eher um Einflussgebiete zur Verwirklichung der jeweiligen Politik. In der Forschung hat man einerseits über die Regelung der Reparationsfrage diskutiert. Daniel Yergin nannte den später behandelten Kompromiss „einen bedeutenden Schritt zur Teilung“. Andererseits kam man zur Erkenntnis, dass die von Großbritannien gewünschten Ziele der qualitativen Verbesserung der eigenen Industrie und das Ziehen der „Hauer“, dem deutschen Kriegspotential, unzureichend erfüllt wurden. Auch um die bereits erwähnten Vertreibungen gibt es eine Kontroverse. Ist der Artikel XIII des Potsdamer Abkommens ein Freibrief? Kittel und Möller argumentieren hier gegen eine bloße Verhinderung einer erneuten „Fünften Kolonne“. Angesichts von Organisationen wie dem BdV, ist die Aktualität dieses Themas unbestreitbar und wird deshalb auch in dieser Arbeit angesprochen werden. Die von mir angewendete Methode wird in der Analyse des Potsdamer Abkommens und der Bewertung wichtiger Punkte in Bezug auf ihre Entstehung und ihre Bedeutung angesichts des sich entzündenden Ost-West-Konfliktes, liegen. Dazu ist ein Rückblick auf frühere Treffen der Anti-Hitler-Koalition jedoch unerlässlich. Diese kurze Abhandlung fragt nach Zielen und kann freilich nicht mehr leisten, als die Vielschichtigkeit der zu behandelnden Probleme bei einer Kompromissfindung betreffs der Behandlung Deutschlands in der Besatzungszeit darzustellen. Was in der Folge umgesetzt wurde, ist eine andere Frage.
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,0, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: I. Inhaltliche und methodische Vorüberlegungen I.1. Fragestellung Diese Arbeit soll sich in erster Linie mit der Politik Willy Brandts in den Jahren 1966-1969 befassen. Hierbei stellt sich die Frage, ab wann und warum Brandt ein sozialliberales Bündnis einer großen Koalition vorzog und wann er es für möglich hielt. Dazu sollen v. a. Brandts deutschlands- und außenpolitische Schwerpunkte und Konzepte betrachtet werden, um Gemeinsamkeiten mit den Liberalen sowie Differenzen mit dem Koalitionspartner finden zu können. Auf der anderen Seite war die FDP keine unveränderliche Konstante, weshalb ihre innerparteiliche Entwicklung Ende der 1960er Jahre beachtet werden muss. Auch als Parteivorsitzender und Vizekanzler war Willy Brandt nicht „die“ SPD. Vielmehr war sein Parteigenosse Wehner einflussreicher denn je. Seine „Umfassungsstrategie“ beinhaltete eine Fortsetzung der Koalition mit CDU/CSU, um die SPD an der Macht zu konsolidieren und regierungsfähig zu machen. Wie setzte Brandt also gegen seine innerparteilichen Kontrahenten die sozialliberale Koalition durch und welche Rolle spielt dabei die Bundespräsidentenwahl? Wieso wurde sie trotz der vergleichsweise geringen Machtbefugnisse des Amtsinhabers als so entscheidend bewertet, dass sogar Bestechungsversuche getätigt wurden? Weiterhin ist zu bemerken, dass die Koalitionsverhandlungen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses verhältnismäßig schnell abgeschlossen waren. Deutet dies auf umfassende Absprachen und große Einigkeit in politischen Fragen hin oder gab es andere Gründe für die „verdächtige Eile“ ?
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 1,3, Universität Potsdam (Institut für Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits seit einigen Jahrhunderten beschäftigen sich Philosophen mit dem Problem, das Immanuel Kant scheinbar so einfach in dem Satz: „Was soll ich tun?“ zusammenfasst. Doch muss nicht zuvor eine andere Frage gestellt werden, welche lautet: „Was kann ich tun“? Der englische Philosoph John Locke hat die Betonung nochmals anderweitig gelegt, nämlich auf das „Ich“. Das dieses Thema lange nicht so umfassend behandelt ist, wie es erscheint und somit immer noch von großer Aktualität ist, zeigt z. B. der Erfolg einer Nachmittagsserie in der ARD. Eine Frau kann sich nach einem Sturz an nichts erinnern. Ihr Retter macht sie glauben, sie wäre seine verstorbene Ehefrau, woraufhin sie unter anderem Namen unbewusst ihr früheres Umfeld davon überzeugt, trotz ihrem physischem Erscheinungsbild nicht die alte Barbara zu sein. Als ihr nach und nach einige ihrer früheren Taten – sie ist eine Mörderin – bewusst werden, stellt sich allen die Frage, ob sie dafür noch haften muss. Ist sie jetzt nicht ein neuer Mensch? Eine neue Person mit einer neuen Identität? So nimmt die Frage nach der Identität der Person also im gesellschaftlichen Leben und im Strafwesen einen ganz wichtigen Platz ein. J. Locke erkannte dies schon im 17. Jahrhundert und wurde auch gewahr, dass im umgangssprachlichen Miteinander oftmals sehr ungenau mit den diesbezüglichen Begriffen hantiert wird. Nachdem ich also zunächst - um den historisch-philosophischen Kontext nicht ganz außer Acht zu lassen - einiges zum Leben Lockes berichten werde, folgt die Analyse von wichtigen Begrifflichkeiten, wie „Mensch“, „Person“, „Substanz“, „Identität“, etc., die der englische Philosoph im 27. Kapitel des zweiten Buches seines „Essay Concerning Human Understanding“ gibt. Es folgt ein Blick auf seine Kritiker sowie eine Ausschau auf die Folgen, die Lockes Thesen für Gesellschaft und Strafwesen haben. Neben Lockes Essay waren die Arbeiten von Udo Thiel, Walter Euchner, Martina Herrmann und Sandra Ausborn-Brinker sehr hilfreich zum Verständnis der Thematik. Gleichzeitig wurde klar, dass der Anspruch der Arbeit auf die Einführung und Vorstellung der Problemstellung beschränkt ist.
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die vertragsschließenden Seiten bestätigen feierlich, daß die Beziehungen zwischen ihnen auf völliger Gleichberechtigung, gegenseitiger Achtung der Souveränität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten beruhen. In Übereinstimmung hiermit ist die [DDR] frei in der Entscheidung über Fragen ihrer Innenpolitik und Außenpolitik [...].“ Diese Formulierung entstammt dem Freundschaftsvertrag zwischen der UdSSR und der DDR aus dem September 1955. Auch wenn solche formellen Zugeständnisse nicht überbewertet werden dürfen, stellt Michael Lemke doch die Bedeutung dieses Abkommens heraus, die der DDR die Möglichkeit einer Rechtsbasis in bipolaren Verträgen mit der ehemaligen Besatzungsmacht und eines moralischen Zeigefingers bezüglich sowjetischer Verpflichtungen gab. Ebenfalls 1955 explizierte Chruschtschow auf der Genfer Gipfelkonferenz der Siegermächte seine Zwei-Staaten-Theorie und die DDR trat dem Warschauer Pakt bei, der das Gegenstück der NATO im östlichen Blocksystem darstellte. All dies mutet zunächst wie ein Fortschritt auf dem Weg zur eigenständigen Politik und aus der Aura der direkten Weisungen der Sowjetunion an. Allerdings scheint das paradox, wenn man sich bewusst macht, dass nur wenige Jahre zuvor noch auf dem Alexanderplatz für ein geeintes Deutschland und freie Wahlen demonstriert wurde. Die Proteste, die immer mit dem Schlagwort „17. Juni“ verbunden sind, waren jedoch nicht auf diesen Tag beschränkt und erfassten nicht nur Berlin, sondern breiteten sich auch auf die anderen Regionen der DDR aus. Ob dieser Protest als „Arbeiteraufstand“, „Volksaufstand“ oder „Revolution“ bezeichnet werden sollte, ist kontrovers diskutiert worden. Da an diesem Aufstand längst nicht nur Arbeiter beteiligt waren, scheint die These von Hermann Wentker angemessen, die impliziert, dass es sich hier um einen „von Arbeitern getragenen Volksaufstand mit revolutionären Zügen“ handelte. Hier sollen aber andere Fragen untersucht werden. Es waren im Wesentlichen sowjetische Panzer, welche die Juni-Proteste niederschlugen. War die SED-Führung so überrascht oder die KVP so schlecht vorbereitet? Was sagt uns der vehemente Eingriff der Sowjet-Armee über die Rolle Ostdeutschlands in Moskaus Plänen in der „Deutschen Frage“?
Martin Gerasch
Essay aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,3, Universität Potsdam (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Aristoteles' Nikomachische Ethik, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Glück ist weit ohne Wohlberatenheit? Was ist das höchste Gut, das der Mensch in seinem Leben durch eigene Aktivität erreichen kann? Dies ist die Frage, die Aristoteles in seiner Schrift „Nikomachische Ethik“ stellt und auf welche er sehr schnell das „Glück“ als Antwort präsentiert. Da dieses von ihm als Tätigkeit der Seele nach der ihr wesenhaften Tüchtigkeit definiert wird, muss also nach diesen Tüchtigkeiten oder Tugenden gesucht werden. Im Buch VI beschäftigt sich Aristoteles nun mit den dianoëtischen, also den Verstand betreffenden Formen der Tugenden. 5 Grundformen der Erkenntnis Aristoteles stellt nun die These auf, dass es fünf Grundformen gäbe, durch welche die Seele das Richtige erkennen könne. Zunächst das praktische Können, dann die wissenschaftliche Erkenntnis, weiterhin die sittliche Einsicht und abschließend philosophische Weisheit und den intuitiven Verstand. Im nachfolgenden Teil ordnet Aristoteles diese nun danach, ob sie sich auf veränderbare Dinge beziehen (dies ist der überlegende Teil der vernünftigen Seele) oder auf feststehende (der denkende Teil) und charakterisiert sie. Darauf aufbauend schließt er methodisch jene Teile aus, die auf Ausgangsprämissen basieren, aber über dieselben keine Auskunft geben können. Er ist also auf der Suche nach den Möglichkeiten der Einsicht in den gegebenen Unterbau aller Wissenschaft. Bis zum Abschnitt 10 erläutert Aristoteles noch nicht die richtigen Tugenden, aber schildert den Weg auf dem man zu deren Erkenntnis kommen soll. Die wissenschaftliche Erkenntnis Da wir die wissenschaftliche Erkenntnis als etwas, das exakt ist und ein Anderssein ausschließt bewerten, ist sie zum denkenden Teil zu zählen. Es gibt hier kein wahr oder falsch, sondern von der Gegebenheit der Vorgänge, die von den wissenschaftlichen Erkenntnissen differieren, wissen wir nichts. Aristoteles folgert daraus, dass unsere durch Deduktion und Induktion erzielten Ergebnisse notwendig und ewig sind. Diese Methode hilft uns also bei der Erkenntnis unveränderbarer Sachverhalte. So liefert uns die wissenschaftliche Erkenntnis sichere Schlüsse, die als Lehren weitergegeben werden können. Quasi wie im Mathematikunterricht.
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 1,3, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: „Jeder ist sich selbst der Nächste“ und „sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.“ Typischer Sprachgebrauch in unserem gerne als „Ellenbogengesellschaft“ bezeichneten Miteinander. „Der Zweck heiligt die Mittel.“ Als clever gilt, wer sich nicht erwischen lässt. Was Sokrates in Platons Schrift „Gorgias“ seinen Gesprächspartnern Polos und Kallikles plausibel machen möchte, ist scheinbar ein Bild, das heute vielen Menschen mehr durch biblische Märtyrer oder Helden aus längst vergangenen Zeiten bekannt ist. Ein Ideal, das sich bestenfalls in der ein oder anderen (Seifen-) Oper wiederfindet. Ist das Handeln nach moralischen Grundsätzen nur noch eine Tradition für sentimentale Idealisten, das regelmäßig in der Weihnachtszeit eine kurze Renaissance erlebt? Zugegeben ein recht schwarzes Bild der Wirklichkeit, denn in der Tat stellt sich die Frage nach der Begründbarkeit der Moral. Ob gläubig oder nicht, fragen sich doch viele Menschen, wieso man moralisch handeln sollte, wenn man den Verweis auf „Gottes Willen“ einmal außen vor lässt. Was sind die Vorteile, die uns auch mal augenscheinliche Repressionen in Kauf nehmen lassen? In Platons Schrift „Gorgias“ versucht Sokrates seinem Dialogpartner Polos eben dies zu erläutern. Danach muss er sich auch gegen die heftige Kritik des Kallikles wehren. Abgesehen von der Frage nach dem Nutzen des „guten Lebens“, stellt sich nämlich auch die Frage, worin dieses gute Leben überhaupt besteht. Im Zuge dessen gelangen die Begriffe von „Gerechtigkeit“ und „Wissen“ bzw. „Meinung“ in den Mittelpunkt. Allerdings legt Sokrates nicht nur im „Gorgias“, sondern auch in vielen anderen Schriften im Laufe der Jahre ethische Überlegungen dar. Darum soll hier neben genanntem Werk auch ein kurzer Blick in die „Politeia“ und „Timaios“ geworfen werden und Sokrates’ Moralbegründungen, Ansichten von der richtigen Verfasstheit der Seele und Charakteristiken der Führungsschicht im Staat analysiert werden. Zum Verständnis der Thematik waren insbesondere die Artikel von P. Stemmer , G. Römpp und W. Patt sowie die Bücher von U. Wolf, W. Pfannkuche, P. Gardeya und vor allem Pirkko Pitkänen eine große Hilfe.
Martin Gerasch
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Universität Potsdam (Historisches Institut), Veranstaltung: PS Rom und die Alamannen, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 1873 wurde auf dem Gebiet des heutigen Regensburg ein Kalksteinquader gefunden. Nichts besonderes, wäre da nicht die Inschrift, aus der hervorgeht, dass hier bereits unter der Regentschaft des römischen Kaisers Marc Aurel und seines Mitherrschers und Sohnes Commodus ein Legionslager mit Namen Castra Regina gegründet worden war. Es ist klar, dass dieses nicht das einzige in der römischen Provinz Raetien gewesen ist und auch darüber hinaus zeugt noch heute ein veränderter Getreidewuchs auf den Feldern vielfach von der Existenz einiger kleiner Kastelle. Warum wurde die Stationierung von Truppen am Limes, der Grenze zu den Völkern, die auf dem großen Gebiet, dass häufig als „Germania Magna“ bezeichnet worden ist, nötig? Ein kurzer Rückblick in die Zeit der römischen Expansion ist für die Beantwortung dieser Frage angebracht. Weiterhin soll auch die Beschaffenheit der Administration der Provinz eine Rolle spielen, denn in diesem Punkt herrscht in der Forschung keinesfalls Klarheit. So hat z.B. Gunther Gottlieb erhebliche Probleme bei der Feststellung und Charakterisierung regionaler Zentren abgesehen von Augsburg. Ebenfalls ist umstritten, inwieweit die Gliederung der Provinzen - denn das betrifft nicht nur Raetien - auf alteingesessene Stämme zurückgeht. Ein Vergleich der wichtigen Stützpunkte Castra Regina und Augusta Vindelicum darf darum nicht fehlen. Die zeitliche Obergrenze setzt der schleichende Niedergang des weströmischen Reiches, mit dem funktionale Veränderungen der Legionslager einhergingen. In der Zwischenzeit waren die einquartierten Soldaten jedoch nicht rund um die Uhr mit Kämpfen beschäftigt, denn schenkt man Drinkwater Glauben, so war die Gefahr vor den angrenzenden Völkern eher gering. Was waren also die praktischen Aufgaben? Ziegelfunde weit entfernt von eigentlichen Aufenthaltsorten der Legionen deuten auf eine hohe bauliche Tätigkeit hin. Ich werde in dieser Abhandlung also weitgehend chronologisch vorgehen. Einem Blick ins erste Jh. n.Chr. folgt die Analyse der in Raetien stationierten römischen Legionen und eine Beschäftigung mit der Entwicklung zweier Lager bis ins frühe fünfte Jahrhundert. Die eher dürftige Quellenlage beschränkt die Auswertung weitgehend auf Grabinschriften, Ziegelfunde, Militärdiplome, Münzen oder andere Alltagsgegenstände. Hilfreich waren insbesondere die detaillierten stadtgeschichtlichen Abhandlungen von Roeck und Dietz. Dort sind auch viele der Inschriften und Funde zu sehen.
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