Meteorologie. Über die Welt: Ausgabe 3

Oldenbourg Verlag
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Mit der "Meteorologie" liegt ein bedeutendes Dokument der Naturphilosophie des Aristoteles vor, der den später so benannten, wenn auch etwas anders definierten Wissenschaftszweig überhaupt erst begründet hat. Die Schrift ist in vier Bücher gegliedert, die unentbehrliche Nachrichten über die Meteorologie der Vorsokratiker enthalten; vor allem liegt in ihnen eine Fülle von Beobachtungen und Theorien über die Phänomene vornehmlich der Atmosphäre vor, die für die Naturwissenschaft der Jahrhunderte bis zur frühen Neuzeit maßgebend waren.
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Additional Information

Publisher
Oldenbourg Verlag
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Published on
Jan 1, 1984
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Pages
355
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ISBN
9783050048765
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Best For
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Language
German
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Genres
Philosophy / History & Surveys / Ancient & Classical
Philosophy / History & Surveys / General
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Die Schrift Peri psychês (De anima) besteht aus drei Büchern, es werden Aspekte der Erkenntnistheorie, der Philosophie des Geistes und der Handlungstheorie thematisiert.
Schon das erste Buch kennzeichnet die Schrift als eine naturwissenschaftliche, indem sie von den Meinungen, Positionen und Argumente der Früheren fast nur die der Physiker aufgreift und diese auf ihre Stichhaltigkeit untersucht. Dabei stellt Aristoteles fest, dass "Seele" bei diesen das bezeichnet, was für das Lebendigsein, die Wahrnehmung und die Selbstbewegung der Lebewesen ursächlich verantwortlich ist.
Im zweiten und dritten Buch legt Aristoteles seine eigenen Theorie dar. Nach grundsätzlichen Bestimmungen über die Seele erläutert er ihre vegetativen und biologischen Funktionen, sodann das Denkvermögen und das Bewegungsvermögen der Seele. Hierbei unterscheidet er vor allem: das "ernährende" Seelenvermögen, die Wahrnehmung, die Vernunft und die Fortbewegung. Nach diesen Seelenvermögen teilt er die Lebewesen ein. Alles Lebendige, hierunter fallen auch die Pflanzen, besitzt das "ernährende" Seelenvermögen (verantwortlich auch für die Fortpflanzung). Nur die Lebewesen (die Tiere) haben ein Wahrnehmungsvermögen, ein Teil der Tiere weist das Vermögen zur Fortbewegung auf. Jedoch der Mensch allein besitzt Vernunft. Hinzu kommen das Vorstellungsvermögen (phantasía) sowie das "Strebevermögen" (orexis), auf dessen Status Aristoteles nicht näher eingeht. Die ,Modernität' dieser Schrift des Aristoteles liegt unter anderem in der sorgfältigen Analyse der einzelnen Sinne, wie die verschiedenen Sinneseindrücke produziert werden und wie sie wirken.
Diese Schrift des Aristoteles wird häufig und zu recht als Fundgrube für zentrale Aspekte seiner Seelenlehre gesehen - Fragen des Leib-Seele-Verhältnisses, der Abstraktion, des sog. Gemeinsinns, der Intentionalität etc. Das Werk verdient es jedoch, auch für sich gelesen zu werden. De memoria et reminis-centia ist zunächst eine kurze Untersuchung, die sich an De anima anschließt. Als Untersuchung besitzt die Schrift eine gewisse Struktur, und verfolgt bestimmte Ziele, nämlich die Definition seiner Gegenstände. Gedächtnis und Erinnerung, die zu Gedächtnis führen kann, sind nach Aristoteles keine eigenen Vermögen. Sie werden durch Weiterentwicklung von in De anima bereits dargestellten Vermögen erklärt. Als Beitrag zur Aristotelischen Psychologie ist De memoria et reminiscentia Physik - nicht Erkenntnistheorie, sofern diese über die Erklärung von Erkenntnis hinausgeht. Hierin unterscheidet sich die Untersuchung grundlegend von den klassischen philosophischen Auseinandersetzungen mit Gedächtnisphänomenen von der Neuzeit bis heute. In gewisser Weise könnte sie daher eher als Beitrag zu empirischer Gedächtnisforschung zu verstehen sein. Aber diese Erwartung wird enttäuscht, nicht nur weil Aristoteles keine Experimente durchführt, sondern weil seine Erörterung doch viel mit der Erklärung von Wahrnehmung und Wissenschaft gemeinsam hat. Wie es hier anvisiert ist, umfaßt Gedächtnis nicht sämtliche Speicherphänomene (in etwa das Aufbewahren von Erkanntem), die Aristoteles' Psychologie zuläßt. Vielmehr baut seine Theorie auf einem dieser Vermögen auf, nämlich der Vorstellung. In erster Linie geht er vom persönlichen Gedächtnis aus, also Erinnerung an erkannte Episoden im eigenen Leben, um dann doch Erinnerung an allgemeine Inhalte in diesem Rahmen erklären zu können.
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