Theorie sozialen Wandels

Springer-Verlag
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Die soziologische Literatur zum Thema, sozialer Wandel' ist unuber sehbar geworden. Zieht man historische Studien und anthropolo gische Untersuchungen mit in Betracht, so wird jede Behauptung, man sei hinreichend und kompetent informiert, unglaubwiirdig, und jedes Buch, das darauf verzichtet, dem gequalten Leser den verloren gegan genen Dberblick zu verschaffen, sollte sich auf die berechtigte Frage gefagt machen, weshalb es eigentlich geschrieben wurde. Auch das vorliegende wird sich dieser Frage stellen mussen. Seine Zuriickhal tung indessen, die theoretische Landschaft, auch nur kursorisch, zu uberfliegen, hat ihren Grund: Ich vermute, ohne dies in dieser Schrift naher belegen zu wollen, dag auf solche Weise nicht mehr zu gewin nen ist als das verworrene Bild unterschiedlichster paradigmatischer Anspruche, verschiedenartigster theoretischer Perspektiven und einer Unzahl von Einzeluntersuchungen, die sich nur schwer einem einheit-' lichen theoretischen Gesichtspunkt fugen wollen. Und genau urn die sen geht es. Dieses Buch pladiert fur eine Vereinheitlichung der Vor schlage zur Erklarung sozialen Wandels und findet die Moglichkeit hierzu in einer Theorie struktureller Selektion. Es ist dabei von der Dberzeugung getragen, dag soziale Veranderung zwar jederzeit nur als Konsequenz individuellen Handelns vieler Einzelner zustandekom men wird, allein durch individualistisdie Handlungstheorien indessen nicht erklart werden kann. Hierzu benotigen wir erganzende und ei genstandige strukturelle Argumente, die plausibel machen konnen, wie soziale Veranderungen aus der Unmoglichkeit entstehen, die uberindividuellen Verkehrsformen stabil und reproduktionsfahig zu halten, auch gegen die erklarten Intentionen vieler der Beteiligten.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Mar 13, 2013
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Pages
276
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ISBN
9783322863324
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Best For
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Language
German
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Genres
Philosophy / General
Social Science / General
Social Science / Sociology / General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Amerikanistik - Kultur und Landeskunde, Note: 2,3, Freie Universität Berlin (John F. Kennedy Institut Berlin), Veranstaltung: PS North American History as Sports History, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt eine Legende in der es heißt, die Karriere des Muhammad Ali sei durch einen Fahrraddiebstahl in seiner Jugendzeit entstanden. Der zwölfjährige Cassius Clay Jr. rannte damals wutentbrannt zum nächsten Polizisten und drohte, den Dieb zu verprügeln. Der Polizist antwortete daraufhin amüsiert: “You better learn to box first.“ Wenn diese kleine Anekdote tatsächlich der Wahrheit entsprechen sollte, ist es erstaunlich, wie ernst Ali diesen Ratschlag nahm und wie unglaublich er ihn umsetzte. Muhammad Ali sollte die nächsten 27 Jahre im Ring verbringen, wobei er 108 Amateur Kämpfe und 61 Profi Kämpfe bestritt. Bevor ich mich mit der näheren Auswertung der Persönlichkeit Alis befasse, wird im folgenden Abschnitt kurz die Karriere Muhammad Alis nachgezeichnet. Danach werde ich auf die Kontroversen eingehen, die Ali zu seiner Zeit umgaben. Als zentralen Punkt werde ich verstärkt auf die Quelle aus einem 1992 erschienenen Buch “Muhammad Ali: His Life and Times“ von Thomas Hauser eingehen und untersuchen, ob und in wie weit Ali von der politischen und kulturellen Situation in den späten 1960ern profitierte. Dazu werde ich die Bedingungen der afro – amerikanischen Bevölkerung und speziell der afro – amerikanischen Athleten beleuchten. Cassius Clay, der schon als junger Boxer seiner Konkurrenz an Einstellung und Einsatz weit voraus war, gewann 1960 als 18 – Jähriger olympisches Gold in Rom. Schon zu frühen Zeiten fiel auf, dass Clay unheimlich gerne sein Selbstbewusstsein und seine Überlegenheit dem Gegner gegenüber zeigen wollte. Seine überheblichen Gestiken und seine rhetorischen Schlagsalven brachten ihm bald den Spitznamen “The Louisville Lip“, wobei er unter anderem frech und mutig vor vielen Kämpfen die Runde bekannt gab, in der er den Gegner k.o. schlagen würde. Diese Art von Selbstdarstellung brachte Clay viele Feinde, die seine Arroganz hassten, aber auch viele Bewunderer und Fans, die seine Leidenschaft und seinen Humor liebten. Bis zu seinem Kampf gegen Sonny Liston um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht 1964 wurde Clay von einer Gruppe weißer Geschäftsleute betreut. Während der Vorbereitung auf den Kampf mit Liston lernte er den Sprecher der Gruppierung “Nation of Islam“ Malcolm X kennen und war so sehr von ihm und seiner Philosophie beeindruckt, dass er kurz nach...
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