Arten und Darstellungsmittel sexueller Interaktion am Beispiel eines Webchats

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,3, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für deutsche Philologie), Veranstaltung: Sprache und Sexualität, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits seit einiger Zeit ist in zahlreichen Magazinen wie der „Coupé“, „Praline“, „Wochen- end“ oder selbst der „Bild-Zeitung“ der Begriff Sexualität kein Tabuthema mehr, über welches aufgrund der Gefahr von Anstößigkeiten nicht geschrieben werden darf. Fernsehen, Buchautoren, ja selbst der Hörfunk stehen dem bis vor kurzer Zeit noch brisanten Thema, welches höchstens in privater, stiller Umgebung hinter den eigenen vier Wänden angesprochen wurde, mittlerweile offen und aufgeschlossen gegenüber. Vielfach wurde dies von Sprachwissenschaftlern erkannt und zum Anlass genommen, ihre Forschungen auch auf dieses Gebiet auszuweiten und zu konzentrieren. Im heutigen Informationszeitalter ist es daher unabdingbar, den Forscherdrang überdies auf neuartige Kommunikationsmöglichkeiten zu lenken. Eine wohl unbestreitbar revolutionäre Entwicklung stellt hierbei das Internet mit seinen zahlreichen Kommunikationsplattformen dar. Besonders hervorzuheben sind dabei die verschiedenartigen Chats, mit denen das Internet dem Nutzer aufwartet. Der Begriff „chat“ ist dem Englischen entlehnt und steht für „plaudern“ bzw. „schwatzen“. Früher geschah dies über den so genannten IRC (internet relay chat), welcher den Usern (Nutzern) jedoch ein umfangreiches Wissen über notwendige Befehlseingaben abverlangte und den Einsatz einer chatspezifischen Software (Telnet) forderte. Mit der Entwicklung neuartiger Webchats wurde dieser Nachteil beseitigt: Die User surfen über das Internet eine zentrale Chatseite an, bei der sie sich anmelden und unter fiktiven Namen einer Art Konferenzschaltung beitreten, deren einzelne Chaträume (Channel) meist durch ein zentrales Oberthema vorab charakterisiert sind. So finden sich bestimmte Themenchannel wie z.B. Jugendchannel im Sinne von „Teen-Spirit“ oder „Schueler“ und Channel für fremdsprachige Chatter wie „Europa“ oder „Bizim-Kanal“ wieder. Für diese Arbeit soll der Blick einzig und allein auf den erotischen Channeln liegen. Hierbei stellt der Webchat „Chatcity“ eine überaus geeignete Kommunikationsplattform dar, da er alle möglichen Unterhaltungsthemen in einem Chat vereinigt und somit ein breites Userspektrum bietet, an dem Untersuchungen bequem vorgenommen werden können. Zentrales Untersuchungsthema sollen dabei die Möglichkeiten sein, die sich den Usern für eine erotische bzw. sexual-verbale Kommunikation bieten; aber auch Schwierigkeiten der Onlinekommunikation sollen gleichfalls erörtert und vorgestellt werden.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Jan 4, 2007
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Pages
24
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ISBN
9783638584166
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Language
German
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Genres
Foreign Language Study / German
Literary Criticism / European / German
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1.8, Georg-August-Universität Göttingen (Philologisches Seminar), Veranstaltung: Literaturwissenschaftsvorlesung Barock, Sprache: Deutsch, Abstract: Zunächst zur Bedeutung des Emblems: Der Begriff entstammt dem Griechischen (emblema) und kann mit „Eingesetztes“ übersetzt werden. Die bedeutendsten Künstler befassten sich mit Ersinnung und Ausarbeitung von Emblemen (B. Cellini, Leonardo da Vinci). Seit dem „Emblematum liber“ des Andreas Alciatus stand unter dem Bild ein Epigramm (Subscriptio), das Motto und Bild interpretierte. Der Autor stellte dem Leser mit der Deutung des Emblems eine Aufgabe, die seine Bildung herausforderte und gab ihm eine Regel zur Lebensführung. Sinn und Wortschatz der sehr verbreiteten Emblem-Bücher fanden starken Nachhall in der Dichtung, besonders im Barock. So existiert eine Fülle von Emblemen im Barockzeitalter, die verschiedene Aussagen und Thematiken beinhalten. Größtenteils dienen sie der sittlichen und moralischen Belehrung. Aufgrund meiner Fächerkombination Deutsch und Biologie möchte ich anhand dieser Arbeit Natur- und Tierbeschreibungen in der Literatur des Barock näher untersuchen. Schwerpunktmäßig werde ich dabei auf Embleme eingehen, die verschiedene Eigenschaften, welche den Tieren zugeschrieben wurden, verdeutlichen. Es werden dabei folgende Tiere behandelt: Zum einen die wirklich existenten Tiere, zu denen der Löwe und das Krokodil gehören und zum anderen die mystische Tierwelt, vertreten durch das Einhorn.
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Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Biologie - Didaktik, Note: 1,3, , Veranstaltung: Verbeamtung auf Lebenszeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Unterrichtsreihe "Die Zelle als Teil eines Organismus" umfasst die Einordnung der einzelnen Zelle in die unterschiedlichen biologischen Strukturebenen: Ausgehend von strukturellen Gruppen (Produzenten, Konsumenten, Destruenten) und grundlegenden Stoffkreisläufen haben die SuS einen allgemeinen Überblick bezüglich des Zusammenspiels von Assimilation und Dissimilation erworben, wobei die Fotosynthese exemplarisch mit Hilfe historischer Versuche sowie eines Schülerversuchs zur O2-Entstehung am Modellorganismus Elodea erarbeitet wurde. Die Zellatmung wurde in ihren Teilschritten (Glykolyse, Zitronensäurezyklus, Atmungskette) im Detail mit Hilfe von Strukturdiagrammen, Schemazeichnungen und Computeranimationen erarbeitet. Über die diesem Unterrichtsentwurf zugrundeliegende Unterrichtseinheit zur Katalyse durch Enzyme soll schlussendlich die Rückkehr zur Organismusebene eingeleitet und ermöglicht werden, indem unter Rückbezug auf katalytische Reaktionen eine Anbindung an den Stoffwechsel von der Zelle bis zum gesamten Organismus in Form einer abschließenden Gesamtübersicht verfolgt wird. Thema der vorliegenden Stunde soll es sein zu klären, wie eine Steuerung und Beeinflussung der Enzyme selbst in punkto Aktivität und Wirksamkeit erfolgen kann. Als zwei grundlegende Mechanismen zur Hemmung bzw. Regulation der Enzymaktivität gelten sowohl die kompetitive als auch die allosterische Hemmung, deren Bedeutsamkeit nicht nur bei rein körpereigenen Reaktionsprozessen, sondern auch im Zusammenspiel mit anorganischen Komponenten wie Schwermetallionen oder mit energiereichen Strahlungsarten deutlich wird. Die SuS werden zunächst mit einer Grafik eines unbeeinflussten enzymatischen Reaktionsverlaufs konfrontiert, anschließend wird diese Grafik durch zwei Reaktionsverläufe nach Zugabe eines kompetitiven und eines allosterischen Hemmstoffs ergänzt; beide Vorgänge sind den SuS bislang unbekannt. Aus genannter Grafik wird die Problemfrage der Stunde entwickelt, in der die SuS nach Gründen für die veränderten Reaktionsverläufe suchen. Nach der Sammlung von geeigneten Hypothesen werden die SuS in arbeitsteiligen Gruppen mit den beiden unterschiedlichen Hemmvorgängen vertraut gemacht. Im Anschluss dieser Erarbeitung essentieller Grundlagen werden von den SuS darauf basierende Funktionsmodelle zur Verdeutlichung beider Vorgänge entwickelt, welche vor der gesamten Lerngruppe präsentiert werden.
Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Biologie - Ökologie, Note: 1,7, Studienseminar für Lehrämter an Schulen Arnsberg, Veranstaltung: Unterrichtspraktische Prüfung, Sprache: Deutsch, Abstract: Unterrichtsentwurf für die Unterrichtspraktische Prüfung in der Sekundarstufe II (Grundkurs 12) im Fach Biologie für den Erwerb des 2. Staatsexamens für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen. Der Entwurf beinhaltet die folgenden Punkte: Thema der Unterrichtsreihe, Sachanalyse und Einordnung der Stunde in die Unterrichtsreihe, Thema der Unterrichtsstunde, Ziele der Unterrichtsstunde, Kompetenzbezüge der Lernziele, Bedinungsanalyse, Hausaufgaben, geplanter Unterrichtsverlauf, Didaktisch-methodische Begründungen, geplante Tafelbilder und Materialien sowie Quellenangaben und Versicherung. Das zugrundeliegende Reihenthema "Biotische Faktoren" umfasst die vielfältigen Beziehungen, welche Lebewesen mit anderen Lebewesen eingehen. Die Schülerinnen und Schüler (nachstehend "SuS") haben sich bereits mit intra- und interspezifischen Beziehungen, mit Konkurrenz und verschiedenen symbiontischen Lebensweisen befasst. Die ökologische Bedeutung des Parasitismus wird schnell offensichtlich, wenn man berücksichtigt, "dass mehr als 50% aller Lebewesen parasitär sind oder zumindest eine parasitische Phase in ihrem Leben haben." In der Auseinandersetzung mit dem einzelligen Endoparasiten Plasmodium, welcher die gefährliche Infektionskrankheit "Malaria" beim Menschen verursacht, sollen sich die SuS in der aktuellen Stunde dieser Bedeutung bewusst werden und erkennen, dass auch der Mensch von der Gefahr des Parasitenbefalls nicht ausgenommen ist. Malaria gehört weltweit zu den wichtigsten vektorbedingten Krankheiten. Im Jahre 2001 lebten in 101 Staaten und Territorien 2,4 Milliarden Menschen oder 40% der Weltbevölkerung in malaria-gefährdeten Gebieten, 400-500 Millionen werden jährlich neu infiziert und über eine Million Menschen, meistens Kinder unter fünf Jahre, sterben jedes Jahr an einer Malaria-Infektion, weshalb die exemplarische unterrichtliche Behandlung dieser Thematik aktueller denn je erscheint. Die SuS lernen zunächst den komplizierten Lebenszyklus des Malariaerregers Plasmodium kennen und erfassen, dass dieser für die sichere Fortpflanzung und das Auffinden eines Wirts sinnvoll ist. Durch das ausgewählte Beispiel wird deutlich, wie wichtig das Funktionieren interspezifischer Beziehungen für die Verbreitung und Erhaltung einer Art ist. Nach Erarbeitung dieser essentiellen Grundlagen sollen die SuS Möglichkeiten erfolgreicher Bekämpfungs- und Vorbeugungsmaßnahmen in Bezug auf die Malaria überlegen und diese erörtern.
Examensarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Biologie - Zoologie, Note: 1,0, Georg-August-Universität Göttingen (Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie & Anthropologie), 72 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Melatonin war seit seiner Entdeckung als Neurohormon immer wieder Gegenstand zahlreicher Untersuchungen in Bezug auf seine Funktion, Struktur und Wirkung. Während eine ursprüngliche Rolle in Pigmentierungseffekten der Haut gesehen wurde, zeigte sich eine weitaus bedeutsamere Funktion als Mediator der Information Dunkelheit. Die klassische Vorstellung, dass Melatonin lediglich als Hormon des Pinealorgans sowohl bei tag- als auch nachtaktiven Vertebraten circadiane Rhythmen mit ausgeprägten nächtlichen Gipfeln aufweist und als Chronobiotikum wirkt, erfuhr durch die Entdeckung extrapinealer Bildungsorte, z.B. in diversen Zellen und Organen wie der Retina, der Haut, des Gastrointestinaltrakts, den enterochromaffinen Zellen sowie der HARDERschen Drüse und Leukocyten, eine beträchtliche Erweiterung. Schließlich rechtfertigt die Entdeckung von Melatonin in Bakterien, Protozoen, Pflanzen, Pilzen und Invertebraten von ubiquitärem Vorkommen zu sprechen. Außer dem Weg der Deacetylierung wurden auch Wege der Demethylierung und der 2-Hydroxylierung beschrieben, jedoch wiesen Hirata et al. (1974) einen völlig anderen, lange Zeit vernachlässigten Abbauweg des Melatonins in Form der oxidativen Pyrrolringöffnung nach. Aus dieser Pyrrolringspaltung des Indolamins resultieren als Metabolite die zwei substituierten Kynuramine AFMK und dessen deformyliertes Folgeprodukt AMK. Bereits in früheren Arbeiten konnte gezeigt werden, dass Saccharomyces cerevisiae Melatonin produziert, von außen aufnimmt und verstoffwechselt; ebenso, dass exogen gegebene Vorstufen in Melatonin umgewandelt werden können. Ziel dieser Arbeit soll es nunmehr sein zu überprüfen, ob auch die substituierten Kynuramine von Hefe aufgenommen und weiter verstoffwechselt werden können. Die Untersuchung dieser Substanzen erscheint insofern sinnvoll, als AFMK aus Melatonin auch auf diversen nicht-enzymatischen Wegen – also organismenunabhängig – entsteht und somit auch in Hefen erscheinen sollte. Zu untersuchen wäre, ob auch die oben beschriebenen, kürzlich entdeckten Substanzen oder weitere, durch radikalische Reaktionen erzeugte AFMK-Metabolite von Saccharomyces gebildet werden. Da Hefezellen kaum Pigmente enthalten, liegt ein Vorteil darin, dass bei Auswertung der interessierenden Edukte und Produkte keine Überlagerung mit zelleigenen fluoreszenten oder anderweitig farbigen Verbindungen zu erwarten sein sollte. Außerdem lässt die hohe Stoffwechselaktivität diesen Organismus als besonders geeignet erscheinen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1.6, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für Deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar: Einführung in die Erzähltheorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Max Frischs Roman „Homo faber“ erschien im Jahre 1957 und wurde ein noch größerer Erfolg als sein zuvor veröffentlichter Roman „Stiller“. Ebenso wie „Stiller“ ist der Roman „Homo faber“ eine in Tagebuchform konzipierte „Ich“-Erzählung. Frisch versucht, die Problematik einer Zeit aufzuzeigen, in der zwei Grundeinstellungen zum Leben miteinander in Konkurrenz stehen: einerseits die vorwiegend rational bestimmte Lebensweise, in der Wissenschaft, Technik und Mathematik fast ausschließlich die Denkweise beeinflussen; auf der anderen Seite Kunst, Mystik, Religion und Fantasie, die in der Anerkenntnis auch unerklärlicher Phänomene gipfeln. Allein die Bezeichnung „Homo faber“ impliziert den Typus, welcher der Protagonist Walter Faber verkörpert. „Faber“, lateinisch: der Schmied, steht für den produzierenden, erfolgreich schaffenden und arbeitenden Menschen; der Ingenieur Faber steht somit für den erfolgreich tätigen, allein vom Verstand bestimmten und geleiteten Menschen der damaligen und auch noch heutigen Zeit. Bei vielen Arbeiten Frischs findet sich der Grundgedanke der jeweiligen Erzählung im „Tagebuch 1946 – 1949“ wieder, so dürfte es auch bei der Entstehung des Romans „Homo faber“ der Fall gewesen sein. Ziel dieser Arbeit soll es sein, zum einen die Wandlung und Weiterentwicklung des Vollbluttechnikers Walter Faber vom mathematisch und rational denkenden Menschen, der alles durch Statistik und Rechnung bewiesen sehen will, zum naturbewussten und fiktionalen Gefühlsmenschen aufzuzeigen; zum anderen eben jenen Gegensatz von Natur und Technik, mitunter verkörpert durch den Protagonisten sowie andere vorkommende Charaktere, in seiner Entwicklung, Änderung und Darstellung aufzuzeigen und zu verdeutlichen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,7, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für deutsche Philologie), Veranstaltung: Ulrich von Liechtenstein - Frauendienst, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Person Ulrich von Liechtenstein (1200/1210 – 26.01.1275) ist sowohl der Autor des hier behandelten Werkes als auch der Protagonist seiner Erzählung. Zu Lebzeiten war er in der Steiermark beheimatet, gehörte einem wohlhabenden und einflussreichen Ministerialengeschlecht an und bekleidete einige bedeutende politische Ämter: In den Jahren 1244/1245 war er Truchsess unter Herzog Friedrich II., von 1267-1272 Marschall; im Jahr 1272 überdies Landrichter unter Přemsyl Ottokar und somit Vertreter des Landesherrn bei Gerichtsverhandlungen und Landtaidingen. Aus dem Zeitraum von 1227-1274 sind 94 Urkunden, in denen sein Name genannt wird, erhalten; acht dieser Urkunden stellte Ulrich eigenhändig aus. Der Roman Frauendienst entstand in der Mitte des 13. Jahrhunderts und ist der erste Ich-Roman, der in deutscher Sprache verfasst wurde. Ulrich erlebt als Minnesänger und Ritter in seiner Erzählung vielerlei Abenteuer, die das Publikum zum Mitfühlen und Mitleiden, aber auch zur Teilnahme an gezielter Komik und Ironie einladen. Eine neben der Ich-Erzählung weitere Besonderheit des Romans stellt die für die damalige Zeit einzigartige Vermischung von lyrischer und epischer Form dar. So wird der Minnedienst erstmalig in der deutschen Literatur nicht mehr ausschließlich in der Tradition der Minnelieder als lyrisches Konstrukt in Liedform beschrieben, sondern eine andere, epische Form ergänzend und Lücken füllend integriert, um auf diese Weise das Vorgehen und die Erfahrungen des Helden im Dienst an seiner Herrin beschreiben zu können. Während seines Strebens für den hohen Minnedienst und die ritterlichen Tugenden veranstaltet Ulrich in seinem Frauendienst zwei außergewöhnliche Turnierfahrten: 1227 zieht er in Verkleidung als „Frau Venus“ und um 1240 als legendärer Sagenkönig Artus durch die gesamte Steiermark (Österreich) bis nach Italien. Ziel dieser Arbeit soll es sein, vor allem die erste Reise, die so genannte Venusfahrt, mit Ulrichs Verkleidung als „Frau Venus“ zu beleuchten und dabei insbesondere der Vorstellung der gewählten Kleidung und der offenbaren Gründe für Ulrichs getroffene Kleiderwahl sowie der damaligen Geschlechterrollen, des Begriffes „Cross-Dressing“ und dessen potentiellen Nutzen für die Ausübung des Minnedienstes zu dienen. Alle Angaben zu Strophenzahlen im Frauendienst beziehen sich auf die Ausgabe: Ulrich von Liechtenstein: Frauendienst. 2., durchgesehene und verbesserte Auflage. Hrsg. von Franz Viktor Spechtler. Göppingen 2003.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1.8, Georg-August-Universität Göttingen (Philologisches Seminar), Veranstaltung: Literaturwissenschaftsvorlesung Barock, Sprache: Deutsch, Abstract: Zunächst zur Bedeutung des Emblems: Der Begriff entstammt dem Griechischen (emblema) und kann mit „Eingesetztes“ übersetzt werden. Die bedeutendsten Künstler befassten sich mit Ersinnung und Ausarbeitung von Emblemen (B. Cellini, Leonardo da Vinci). Seit dem „Emblematum liber“ des Andreas Alciatus stand unter dem Bild ein Epigramm (Subscriptio), das Motto und Bild interpretierte. Der Autor stellte dem Leser mit der Deutung des Emblems eine Aufgabe, die seine Bildung herausforderte und gab ihm eine Regel zur Lebensführung. Sinn und Wortschatz der sehr verbreiteten Emblem-Bücher fanden starken Nachhall in der Dichtung, besonders im Barock. So existiert eine Fülle von Emblemen im Barockzeitalter, die verschiedene Aussagen und Thematiken beinhalten. Größtenteils dienen sie der sittlichen und moralischen Belehrung. Aufgrund meiner Fächerkombination Deutsch und Biologie möchte ich anhand dieser Arbeit Natur- und Tierbeschreibungen in der Literatur des Barock näher untersuchen. Schwerpunktmäßig werde ich dabei auf Embleme eingehen, die verschiedene Eigenschaften, welche den Tieren zugeschrieben wurden, verdeutlichen. Es werden dabei folgende Tiere behandelt: Zum einen die wirklich existenten Tiere, zu denen der Löwe und das Krokodil gehören und zum anderen die mystische Tierwelt, vertreten durch das Einhorn.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Biologie - Botanik, Note: 1.6, Georg-August-Universität Göttingen (Biologische Fakultät), Veranstaltung: Botanisches Anfängerpraktikum, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Morphologie der dicotylen Angiospermen-Gattung „Ranunculus“, zu deutsch Hahnenfußgewächse. Die Gattungsbezeichnung „Ranunculus“ ist vom lat. rana = Frosch abgeleitet. Linné wählte diesen Namen, da viele Hahnenfußarten gehäuft in Gemeinschaft von Fröschen in Sümpfen vorkommen. Der deutsche Ausdruck hingegen spielt auf die Form der zerschlitzten Blätter an. Mit Ausnahme von „sceleratus“, was lat. = unheilvoll bedeutet, sind die anderen lateinischen Artnamen als deutsche Übersetzungen durchweg gebräuchlich. Die Familie der Hahnenfußgewächse ist sehr gattungs- sowie artenreich und enthält vor allem eine ganze Reihe wichtiger Giftpflanzen. Je nach Betrachtungsweise (Sammelart, Unterart) entfallen auf die Gattung Ranunculus zwischen 300 und 800 Arten, von denen etwa 70 für Mitteleuropa angegeben werden. Diese hohe Zahl ergibt sich durch die vor einiger Zeit vorgenommene Aufspaltung der vielen Sammelarten. Behandelt werden in dieser Arbeit vor allem die Pflanzen der Gattung, die in Gärten und Parks zu den bekanntesten und auch dekorativsten Pflanzen gehören, wie z.B. Ranunculus acris, der Scharfe Hahnenfuß. Die meisten Hahnenfußgewächse sind Kräuter mit leuchtend gefärbten Blüten, in aktuellem Fall gelb. Diese haben drei verschiedene Arten von Blütenhüllblättern: Kelch-, Kron- und Nektarblätter, die in manchen Floren auch unter der Bezeichnung „Honigblätter“ geführt werden. In meiner Arbeit ziehe ich jedoch aus Gründen der Präzision die Bezeichnung „Nektarblätter“ vor. Sie umgeben zahlreiche Staubblätter und viele Fruchtblätter, die zu einer mehrsamigen Balgfrucht oder einsamigen Nussfrüchten auswachsen. Ein weiteres typisches Kennzeichen der Familie sind die zerteilten, wechselständigen Laubblätter. Blatt, Blüte und Frucht weichen bei einigen Hahnenfußgewächsen von der Norm ab, worauf bei der Einzelbesprechung der Arten hingewiesen wird. Betrachtet man die Ranunculaceaen unter dem Gesichtspunkt der Wirkstoffe, fällt eine größere Anzahl von Gattungen auf, deren Arten das sogenannte Protoanemonin im Saft enthalten. Insbesondere werden die giftigen Arten Ranunculus ficária, Ranunculus ácris, Ranunculus bulbósus, Ranunculus flámmula und Ranunculus scelerátus sowie die Arten Ranunculus répens, Ranunculus aurícomus und Ranunculus lanuginósus behandelt, wobei auf die morphologischen Merkmale, die Wirkung der Giftstoffe sowie deren Verwendung in der Heilkunde und das Vorkommen der Arten genauer eingegangen wird.
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