Differenzierte Integration in der Europäischen Union - Von Maastricht bis Nizza

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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,0 , Universität Hamburg (Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Europäische Integration & Europäische Institutionen, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Vorhaben, die ursprünglich sechs Mitgliedsländer umfassende Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) mit dem Beitritt vorwiegend strukturschwacher Staaten Mittel-und Osteuropas auf eine Europäische Union (EU) von bis zu 30 Mitgliedern und mehr zu vergrößern, wirft nicht nur die vielerorts zu vernehmende Frage auf, ob der europäische Staatenbund mit seinen Entscheidungsverfahren und -mechanismen handlungsfähig bleiben wird. Zweifelhaft erscheint auch, ob künftig alle Mitgliedstaaten den Gesamtumfang der Rechte und Pflichten wahrnehmen bzw. leisten können, die sich aus der zunehmenden Integration ergeben. Einen möglichen Ausweg aus dem beständig wachsenden Widerspruch zwischen zunehmender Heterogenität in der EU und einer weiteren Vertiefung der europäischen Integration bietet ein Sonderweg, von dem die Europäische Gemeinschaft (EG) erstmalig bei den schwierigen Verhandlungen zur Sozialpolitik in Maastricht 1992 Gebrauch gemacht hat. Die neoliberale britische Regierung unter Thatcher war derzeit nicht bereit eine gemeinschaftliche Sozialpolitik mitzutragen, und gefährdete damit eine substantielle Erweiterung der Union. Aus diesem Grund wurde in Maastricht einer so genannten europäischen Pioniergruppe das gemeinschaftliche Handlungsinstrumentarium zur Verfügung gestellt, um eine partielle Integration in der Sozialpolitik voranzutreiben, und dem zurückbleibenden Mitgliedstaat die Option eingeräumt, sich zu einem späteren Zeitpunkt den Entwicklungen anzuschließen. Nach diesem Vorbild wurde seither in verschiedenen Politikbereichen der Europäischen Union eine Integration verschiedener Abstufungen geschaffen. Ziel dieser Untersuchung ist, anhand der bisherigen Anwendung und Weiterentwicklungen der Differenzierungsinstrumente die Chancen und Probleme zu veranschaulichen, die sich aus einem Europa verschiedener Geschwindigkeiten ergeben. In Ansätzen werden die historischen Bezugspunkte und Perspektiven der Regierungen dargestellt, die zu verschiedenen Integrationsabstufungen führten, sowie die diesbezüglichen Bestimmungen, die Eingang in die Europäischen Verträge (EuV) fanden.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Dec 4, 2006
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Pages
19
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ISBN
9783638576659
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Language
German
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Genres
Political Science / General
Political Science / International Relations / General
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Content Protection
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Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1,0, Universität Hamburg (Institut für Geschichtswissenschaft), Veranstaltung: Einführung in die Neuere Geschichte , 0 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Michael R. Marrus, heutzutage Dekan der School of Graduate Studies in Toronto und Mitglied der Kanadischen Royal Historical Society, gilt als ein renommierter Historiker unserer Zeit. Gemeinsam mit Robert Paxton hat er im Jahr 1981 das Buch „Vichy France and the Jews“ veröffentlicht, die erste große Untersuchung über die Verfolgung der Juden in Vichy - Frankreich zwischen 1940 und 1944. Bekannt geworden ist Marrus als Experte auf dem Gebiet der Holocaust-Forschung mit einer mehrbändigen kommentierten Dokumentensammlung, sowie einer Vielzahl viel beachteter Veröffentlichungen. Das Buch „The Unwanted“, erschienen 1985 bei Oxford Univ. Press, ist die erste umfassende Untersuchung der Flüchtlingsbewegungen des 20. Jahrhunderts in Europa und der politischen Entwicklungen mit denen sie korrespondierten. Vierzehn Jahre nach dem Erscheinen der Erstausgabe wurde dieses Standardwerk über die Geschichte der europäischen Flüchtlinge im Jahr 1999 erstmals auch in deutscher Sprache unter dem Titel „Die Unerwünschten - Europäische Flüchtlinge im 20. Jahrhundert“ im Verlag Schwarze Risse/Rote Strasse/Libertäre Assoziation herausgegeben. Mit gutem Grund fragen die Verleger in einem redaktionellen Leitartikel am Anfang des Buches, wieso keiner der großen Verlage dieses Buch, das vielleicht wie kein anderes in den Debatten zur Flüchtlingspolitik eine Rolle hätte spielen können, übersetzte und publizierte. Es lässt sich nur mutmaßen, dass die traditionell nationalstaatlich orientierte Themenauswahl der Geschichtswissenschaft der Grund sein könnte, da es sich bei der Flüchtlingsfrage um ein Kapitel der Geschichte handelt, das in der politischen Kultur Deutschlands bestenfalls als Randnotiz auftaucht. Marrus stellt die in vielerlei Hinsicht vergessenen Flüchtlinge ins Zentrum des historischen Geschehens und behandelt in fünf Kapiteln die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, den Krieg und die Nansen-Ära, die von Faschismus und Nazismus ausgelösten Flüchtlingsbewegungen und die Nachkriegszeit. Die Perspektive ist umfassend gesamteuropäisch und bezieht die Periode vor dem Ersten Weltkrieg genauso ein wie die des Kalten Krieges.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Universität Hamburg (Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Rationalität und Kontingenz in der Policy-Analyse, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Zufall ist das, womit man nicht rechnen kann. Er geschieht, ohne dass sich bestimmen lässt, warum. Die launische Göttin Fortuna gehört deshalb noch immer zum festen Bestand menschlicher Wirklichkeitszuschreibung. Auch für die politische Theorie bleibt der Zufall dunkel, weil sie offenbar jeglichen Ansatz zur Bestimmung dessen entbehrt, was beliebig eintritt und sich keiner Rationalisierung beugt. Nichtsdestotrotz und gerade weil der Zufall sämtliche Geschicke des Menschengeschlechts mitbestimmt, versuchen seit geraumer Zeit berufene Geister den Zufall - der einem Gutteil der Lehrmeinungen zufolge Teilmenge der Kontingenz ist - theoretisch auch innerhalb politischer Entscheidungsprozesse dingfest zu machen. Einen der jüngsten Versuche, die bisherigen Erkenntnisse - aus verschiedensten Jahrhunderten und Wissenschaftszweigen - über Kontingenzen für systematische Policy-Analysen in einem umfassenden Politikmodell zu vereinen, stellt Friedbert Rübs Multiple-Streams-Ansatz dar. Um jedoch nachvollziehen zu können unter welchen Bedingungen sich Zufälligkeiten in Wandlungsprozessen auswirken, wird zunächst die Kategorie des Zufalls als ein Ereigniselement und die Kategorie der Kontingenz als Strukturen zugrunde liegendes Element von Wirklichkeit näher bestimmt. Im Anschluss daran werden die Wechselwirkungen von Zufall und Kontingenz anhand einiger Ereignisse um den Berliner Mauerfall 1989 beispielhaft verdeutlicht und ansatzweise die strukturellen Bedingungen untersucht, die den damaligen Ereignissen zugrunde lagen. Anschließend werden die systemischen Bedingungen, die politischen Entscheidungsprozessen zugrunde liegen unter Zuhilfenahme des bereits erwähnten Multiple-Streams-Ansatz dargestellt. Die Schlussbetrachtung ist einigen Überlegungen zum Erkenntnishorizont dieses Ansatzes gewidmet. Am Beginn dieser Arbeit steht eine bildhafte Annäherung an die Begrifflichkeit der Kontingenz.
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