Profiling als Werbestrategie. Persuasion Profiling im Marketing

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media, Note: 2,0, FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule (Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie), Sprache: Deutsch, Abstract: „Informationen als der Rohstoff des 21. Jahrhunderts versprechen Erkenntnis- und Marktanteilgewinne“ (Degeling, o.J., S.1). Das Unternehmen Facebook Inc., zu dem auch das soziale Netzwerk Facebook, der Messenger-Dienst WhatsApp und die Video & Fotosharing-App Instagram gehören, baut sein Geschäftsmodell hauptsächlich auf Bannerwerbung auf und verzeichnete 2015 einen Werbeumsatz von 17,08 Mrd. USD, der 96,5% der Erlöse ausmachte. Mit einer Umsatzrendite von 20,57% erzielt Facebook eine drei Mal so hohe Rendite wie der Durchschnitt des deutschen Mittelstandes 20121. Der Fotograf Oliviero Toscani bezeichnet Werbung als ein lächelndes Aas, und der Autor Herbert Werner nennt sie sogar ein Millionengrab. Schon Henry Ford spöttelte, dass die Hälfte seiner Werbeausgaben herausgeworfenes Geld sei; er wisse nur nicht, welche Hälfte. Wieso nutzen dennoch so viele Anbieter Facebook als Werbefläche? Und wie kann es möglich sein, dass ein Unternehmen allein durch Werbeeinnahmen zu einem Global Player heranwachsen konnte, der nach dem Börsengang 2012, im NASDAQ neben Apple und Google, als Top Holding in den Portfolien der leistungsstärksten Exchange-Traded Funds gelistet wird? Die Antwort darauf sind personalisierte Daten, die in Rohform als Big Data gehandelt werden. Im Hinblick auf die hohe Wettbewerbsdichte und das multioptionale Konsumentenverhalten steht die Markenkommunikation vor neuen Herausforderungen. Unter einem neuen Blickwinkel kommunikationspolitischer Einflussnahme auf konsumentenspezifische Entscheidungsprozesse rückt ein altes Konstrukt der Philosophie in den Mittelpunkt dieser Arbeit. Dafür werden aktivierende und kognitive Determinanten des Menschen sowie dessen Umwelteinflüsse betrachtet, die in psychologischen Prozessmodellen beschrieben werden. Diese Modelle wurden aus empirischen Erkenntnissen der Persuasions- und Medienwirkforschung entwickelt. Im Kontext wirtschaftsgeschichtlicher Entwicklung sowie kommunikativer, philosophischer und informationstechnischer Aspekte werden Forschungsergebnisse vorgestellt und in ein praktisches Beispiel überführt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es einen umfassenden Überblick über die recht komplexe Thematik der Persuasion zu geben die mithilfe der Methoden des Profiling als Werbestrategie zum Persuasion Profiling abgeleitet werden kann.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Oct 25, 2016
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Pages
21
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ISBN
9783668327436
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Best For
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Language
German
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Genres
Business & Economics / Advertising & Promotion
Business & Economics / Marketing / General
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Nina Hesse
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: 1,3, FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule (Wirtschaftspsychologie), Veranstaltung: Sozialpsychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Schon das Johannesevangelium, eines der zentralen Werke des christlichen Glaubens, verwendet eine Kommunikationstechnik, die nach heutigem Verständnis der Persuasion zugeordnet werden kann, und die aus rein linguistischer Betrachtung heraus, sich durch die gesamte Schöpfungsgeschichte zieht. Die Frage ob und wie Menschen zu beeinflussen sind ist vermutlich eine der ältesten, wenn nicht gar so alt wie der Mensch selbst. Doch die historisch datierbaren Anfänge der Persuasion reichen, über die biblische Geschichte hinaus, bis in das Altertum zurück und lassen sich – wie auch die der meisten Wissenschaften – in der Philosophie finden. So sagte schon Aristoteles, dass es drei Arten der Überzeugung gibt. Die erste hängt vom Charakter des Sprechers ab, die zweite von seiner Begabung, die Zuhörer in einen von ihm gewünschten geistigen Zustand zu versetzen, und die dritte vom Beweis oder scheinbaren Beweis, der durch die Worte selbst gegeben wird. Bereits vor Aristoteles systematischer Darstellung der Redekunst kursierten entsprechende Handbücher, welche die Praxis lehrten. Zunehmend entwuchsen auch ideologische Konflikte zwischen den Vertretern der verschiedenen Denkströmungen. Der platonische Dialog beleuchtet das Motiv der Rede, hervorgehend aus den unterschiedlichen Auffassungen des sittlich sokratischen Individualismus zu der relativistischen Sicht der Sophisten. Während das sokratische Postulat gilt, durch die Rede zur Wahrheit hinzuführen, legitimieren die Sophisten die „Überredung mit der Ansicht, dass eine Wahrheit nicht existiere oder wenn, nicht erkennbar sei.“ (Duthel, 2013, S. 71). Nach sophistischem Verständnis geht es bei der Rede nur um die Überredungskraft, selbst wenn die Person von falschen oder widersprüchlichen Inhalten überzeugt werden soll. Die nachfolgende Arbeit orientiert sich an einigen der wichtigsten Erkenntnissen empirischer Persuasionsforschung des 20. Jahrhunderts. Der Begriffsdefinition folgt eine Einführung zur Einstellungsbildung und deren Modulation. Als Gegenstand werden Berichte zahlreicher Experimente US-amerikanischer Sozialpsychologen herangezogen, die als Yale-Ansatz zur Einstellungsänderung in der Wissenschaft Verbreitung finden. Um ein besseres Verständnis darüber zu erlangen, in welchen verschiedenen Modalitäten persuasive Kommunikation abläuft, werden im abschließenden Teil dieser Arbeit Informationsverarbeitungsmodelle vorgestellt, die auf einen konkreten Marketingkontext angewandt werden.
Tobias Gesella
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Psychologie - Persönlichkeitspsychologie, Note: 1,7, FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule, Veranstaltung: Psychologische Diagnostik, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Ausarbeitung befasst sich insbesondere mit dem derzeit erfolgreichsten Testverfahren NEO-PI-R zur Erfassung von den Persönlichkeitsmerkmalen der BIG Five. Die geschichtliche Entstehung der BIG Five und des NEO-PI-R werden ebenfalls angesprochen. Einen weiteren Schwerpunkt dieser Ausarbeitung stellen die 10 Gütekriterien zu diagnostischen Testverfahren dar, mit denen der NEO-PI-R als wissenschaftlicher Test beurteilt werden kann. Zum Schluss wird auf einen ausführlichen wirtschaftlichen Nutzen eingegangen und ein kurzer Vergleich zu ähnlichen Testverfahren aufgestellt. Im Zeitalter des Virtual Man ist das Wissen über die Charaktere einzelner Menschen und die Verhaltensvorhersage so wichtig geworden wie noch nie zuvor. Besonders im wirtschaftlichen Bereich, um fachgerechtes Personal anzuwerben, es zu führen, zu entwickeln und an das Unternehmen zu binden. Bereits im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Industrialisierung, wurde die menschliche Beziehung zu den Arbeitern als ein wichtiger Produktionsfaktor erkannt. Nach dem ersten Weltkrieg stellte sich eine zunehmende Arbeitsunlust aufgrund von Geldentwertung und Perspektivlosigkeit der Arbeiter ein. Die damaligen Unternehmer waren gezwungen ihre Arbeiter nicht als bloße, austauschbare, Produktionsfaktoren anzusehen, sondern diese menschlich zu behandeln und eine, auf die jeweiligen Bedürfnisse, abgestimmte Führung zu praktizieren. Die neuen Erkenntnisse über die soziale Orientierung des Menschen haben nicht zuletzt dazu beigetragen, dass diese Phase als die Zeit des Social Man bezeichnet wird. Die bislang eindimensionale Betrachtung der Bedürfnisse der Arbeiter weicht den wachsenden Herausforderungen eines modernen Marktes. Feste Arbeitsplätze und -zeiten verschwinden zunehmend und im Zuge der Globalisierung werden Firmen internationaler. Doch wie kann gewährleisten werden, dass dieses Zusammenspiel zwischen selbstständig agierenden Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen ideal funktioniert? Schließlich ist jeder Mensch so einzigartig wie sein eigener Fingerabdruck. Um diese Persönlichkeitseigenschaften in Erfahrung zu bringen, greifen Psychologen wohl am häufigsten auf Daten aus Selbstauskünften zurück. Niemand weiß so viel über eine Person, wie die Person selbst, daher werden die Probanden zu Ihren Befindlichkeiten, Einstellungen, Einschätzungen und Meinungen befragt.
Iris Lindstädt
Inhaltsangabe: Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ABBILDUNGSVERZEICHNIS TABELLENVERZEICHNIS VERZEICHNIS DER ANHÄNGE KAPITEL I EINFÜHRUNG 1.PROBLEMSTELLUNG UND THEMATISCHE ABGRENZUNG 2.GRUNDSÄTZLICHE VORGEHENSWEISE 3.BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN KAPITEL II DER DEUTSCHE TELEKOMMUNIKATIONSMARKT 1.DIE ÖFFNUNG DES DEUTSCHEN TELEKOMMUNIKATIONSMARKTES 1.1.EUROPÄISCHE RAHMENBEDINGUNGEN 1.2.DIE WICHTIGSTEN DEREGULIERUNGSSCHRITTE UND IHRE FOLGEN 1.3.DIE PRIVATISIERUNG DER DEUTSCHEN TELEKOM AG 1.4.LIZENZEN 2.MERKMALE DES DEUTSCHEN TELEKOMMUNIKATIONSMARKTES 2.1.MARKTSEGMENTE 2.1.1.TELEKOMMUNIKATIONSAUSRÜSTUNG 2.1.2.TELEKOMMUNIKATIONSNETZBETRIEB 2.1.3.TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEGESCHÄFT 2.2.WACHSTUMSENTWICKLUNG UND PROGNOSEN UND ERSTE EINGRENZUNG DES UNTERSUCHUNGSGEGENSTANDES 3.DIENSTE IM TELEKOMMUNIKATIONSMARKT 3.1.GRUNDEINTEILUNG DER TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTE 3.2.GESCHÄFTSFELDER IM TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEGESCHÄFT 3.2.1.TELEFONDIENST 3.2.1.1.TRADITIONELLE FESTNETZTELEFONIE 3.2.1.2.CALL-BACK-TELEFONIE 3.2.2.MOBILE KOMMUNIKATION 3.2.2.1.MOBILE TELEFONIE 3.2.2.2.FUNKRUF, DATEN- UND BÜNDELFUNK 3.2.3.DATENÜBERTRAGUNG 3.2.4.MEHRWERTDIENSTE 3.2.5.SONSTIGE TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTE 3.2.5.1.SYSTEMLÖSUNGEN UND HÖHERWERTIGE TELEKOMMUNIKATIONSANWENDUNGEN 3.2.5.2.ANDERE, HIER AUSGEGRENZTE TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTE KAPITEL III DIE WETTBEWERBSSITUATION IM TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEGESCHÄFT IN DEUTSCHLAND 1.DEFINITION: BRANCHENSTRUKTURANALYSE UND ENDGÜLTIGE EINGRENZUNG DES UNTERSUCHUNGSGEGENSTANDES 2.DER GRAD DER RIVALITÄT UNTER DEN KONKURRENTEN 2.1.WETTBEWERB IM TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEGESCHÄFT 2.2.VORSTELLUNG DER WETTBEWERBER 2.2.1.KLASSIFIZIERUNGSMERKMALE 2.2.2.DER EHEMALIGE MONOPOLIST 2.2.3.INDUSTRIELLE HERKUNFTSFELDER DER WETTBEWERBER 2.2.3.1.VERSORGUNGS- UND INFRASTRUKTURUNTERNEHMEN 2.2.3.2.AUSLÄNDISCHE TELEKOMMUNIKATIONSUNTERNEHMEN 2.2.3.3.SPEZIALISIERTE NETZBETREIBER UND ANBIETER VON TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEN 2.2.3.4.EDV-ANBIETER UND DIENSTLEISTER 2.2.4.STRATEGISCHE ANBIETERGRUPPEN DER WETTBEWERBER 2.2.4.1.NATIONALE VOLLSORTIMENTER 2.2.4.2.REGIONALE VOLLSORTIMENTER UND CITY CARRIER 2.2.4.3.FOKUSSIERTE METROPOLITAN AREA NETWORK-ANBIETER 2.2.4.4.MOBILITÄTSORIENTIERTE ANBIETER 2.2.4.5.SERVICE PROVIDER 2.2.4.6.SONSTIGE TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEANBIETER 2.3.DIE HETEROGENITÄT DER WETTBEWERBER 2.4.KOSTEN UND KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN 2.5.STRATEGISCHE EINSÄTZE UND AUSTRITTSBARRIEREN 2.6.WEITERE [...]
Tobias Gesella
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Psychologie - Persönlichkeitspsychologie, Note: 1,7, FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule, Veranstaltung: Psychologische Diagnostik, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Ausarbeitung befasst sich insbesondere mit dem derzeit erfolgreichsten Testverfahren NEO-PI-R zur Erfassung von den Persönlichkeitsmerkmalen der BIG Five. Die geschichtliche Entstehung der BIG Five und des NEO-PI-R werden ebenfalls angesprochen. Einen weiteren Schwerpunkt dieser Ausarbeitung stellen die 10 Gütekriterien zu diagnostischen Testverfahren dar, mit denen der NEO-PI-R als wissenschaftlicher Test beurteilt werden kann. Zum Schluss wird auf einen ausführlichen wirtschaftlichen Nutzen eingegangen und ein kurzer Vergleich zu ähnlichen Testverfahren aufgestellt. Im Zeitalter des Virtual Man ist das Wissen über die Charaktere einzelner Menschen und die Verhaltensvorhersage so wichtig geworden wie noch nie zuvor. Besonders im wirtschaftlichen Bereich, um fachgerechtes Personal anzuwerben, es zu führen, zu entwickeln und an das Unternehmen zu binden. Bereits im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Industrialisierung, wurde die menschliche Beziehung zu den Arbeitern als ein wichtiger Produktionsfaktor erkannt. Nach dem ersten Weltkrieg stellte sich eine zunehmende Arbeitsunlust aufgrund von Geldentwertung und Perspektivlosigkeit der Arbeiter ein. Die damaligen Unternehmer waren gezwungen ihre Arbeiter nicht als bloße, austauschbare, Produktionsfaktoren anzusehen, sondern diese menschlich zu behandeln und eine, auf die jeweiligen Bedürfnisse, abgestimmte Führung zu praktizieren. Die neuen Erkenntnisse über die soziale Orientierung des Menschen haben nicht zuletzt dazu beigetragen, dass diese Phase als die Zeit des Social Man bezeichnet wird. Die bislang eindimensionale Betrachtung der Bedürfnisse der Arbeiter weicht den wachsenden Herausforderungen eines modernen Marktes. Feste Arbeitsplätze und -zeiten verschwinden zunehmend und im Zuge der Globalisierung werden Firmen internationaler. Doch wie kann gewährleisten werden, dass dieses Zusammenspiel zwischen selbstständig agierenden Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen ideal funktioniert? Schließlich ist jeder Mensch so einzigartig wie sein eigener Fingerabdruck. Um diese Persönlichkeitseigenschaften in Erfahrung zu bringen, greifen Psychologen wohl am häufigsten auf Daten aus Selbstauskünften zurück. Niemand weiß so viel über eine Person, wie die Person selbst, daher werden die Probanden zu Ihren Befindlichkeiten, Einstellungen, Einschätzungen und Meinungen befragt.
Nina Hesse
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: 1,3, FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule (Wirtschaftspsychologie), Veranstaltung: Sozialpsychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Schon das Johannesevangelium, eines der zentralen Werke des christlichen Glaubens, verwendet eine Kommunikationstechnik, die nach heutigem Verständnis der Persuasion zugeordnet werden kann, und die aus rein linguistischer Betrachtung heraus, sich durch die gesamte Schöpfungsgeschichte zieht. Die Frage ob und wie Menschen zu beeinflussen sind ist vermutlich eine der ältesten, wenn nicht gar so alt wie der Mensch selbst. Doch die historisch datierbaren Anfänge der Persuasion reichen, über die biblische Geschichte hinaus, bis in das Altertum zurück und lassen sich – wie auch die der meisten Wissenschaften – in der Philosophie finden. So sagte schon Aristoteles, dass es drei Arten der Überzeugung gibt. Die erste hängt vom Charakter des Sprechers ab, die zweite von seiner Begabung, die Zuhörer in einen von ihm gewünschten geistigen Zustand zu versetzen, und die dritte vom Beweis oder scheinbaren Beweis, der durch die Worte selbst gegeben wird. Bereits vor Aristoteles systematischer Darstellung der Redekunst kursierten entsprechende Handbücher, welche die Praxis lehrten. Zunehmend entwuchsen auch ideologische Konflikte zwischen den Vertretern der verschiedenen Denkströmungen. Der platonische Dialog beleuchtet das Motiv der Rede, hervorgehend aus den unterschiedlichen Auffassungen des sittlich sokratischen Individualismus zu der relativistischen Sicht der Sophisten. Während das sokratische Postulat gilt, durch die Rede zur Wahrheit hinzuführen, legitimieren die Sophisten die „Überredung mit der Ansicht, dass eine Wahrheit nicht existiere oder wenn, nicht erkennbar sei.“ (Duthel, 2013, S. 71). Nach sophistischem Verständnis geht es bei der Rede nur um die Überredungskraft, selbst wenn die Person von falschen oder widersprüchlichen Inhalten überzeugt werden soll. Die nachfolgende Arbeit orientiert sich an einigen der wichtigsten Erkenntnissen empirischer Persuasionsforschung des 20. Jahrhunderts. Der Begriffsdefinition folgt eine Einführung zur Einstellungsbildung und deren Modulation. Als Gegenstand werden Berichte zahlreicher Experimente US-amerikanischer Sozialpsychologen herangezogen, die als Yale-Ansatz zur Einstellungsänderung in der Wissenschaft Verbreitung finden. Um ein besseres Verständnis darüber zu erlangen, in welchen verschiedenen Modalitäten persuasive Kommunikation abläuft, werden im abschließenden Teil dieser Arbeit Informationsverarbeitungsmodelle vorgestellt, die auf einen konkreten Marketingkontext angewandt werden.
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