Indien im Ausnahmezustand 1975-77 - ein autoritäres Regime?

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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Südasienkunde, Südostasienkunde, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Südasien Institut, Abteilung Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Proseminar "Das politische System Indiens", 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das politische System Indiens ist mit mehr als 650 Millionen Wählern die zahlenmäßig größte Demokratie weltweit. Allein dieser Aspekt führt dazu, dass die Untersuchung dieses Systems ein spannendes und lohnendes Thema darstellt. Ein weiterer Punkt findet sich in der gesellschaftlichen Pluralität und der regionalen Vielfalt: aus dieser ergibt sich eine Fülle verschiedener Interessen, die sich in der großen Zahl politischer Parteien und Interessensgruppen widerspiegelt und in diesem Umfang in kaum einem anderen Land vorzufinden ist. Gleichzeitig stellt diese gesellschaftliche Pluralität eine große Herausforderung an die Demokratie dar, nicht zuletzt weil sich aus ihr Probleme wie Armut, Analphabetismus und die Schwierigkeit einer hierarchischen Gesellschaftsordnung ergeben, die der Demokratie häufig Grenzen setzen. 1 Nicht zuletzt deshalb sagen Kritiker seit dem Bestehen der indischen Demokratie ihr Ende voraus, da „eine große Zahl wichtiger Indikatoren des Umfeldes nicht unbedingt als demokratieförderlich angesehen werden können.“ 2 Erschwerend kommt hinzu, dass die „Anfälligkeit nachkolonialer Staaten der ‚Dritten Welt’ für diktatorische Regierungsformen“ 3 bekannt ist, und so sahen viele Wissenschaftler den Beweis für den Untergang der indischen Demokratie, als Indira Gandhi 1975 den Ausnahmezustand 4 ausrief. Doch entgegen aller Skepsis hat sich die indische Demokratie bewährt: „The democratic system in India not only survived [...] the emergency but emerged stronger.“ 5 Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Indien zur Zeit des Ausnahmezustandes von 1975-77 ein autoritäres Regime war. Dazu werde ich in Teil 2 zunächst klären, wie die Möglichkeit des Emergency in der indischen Verfassung geregelt ist, um daraufhin zu beschreiben, wie diese konstitutionelle Grundlage 1975 genutzt wurde, um den Notstand auszurufen. Einen bedeutenden Teil wird die Beschreibung der Emergency-Maßnahmen und deren Auswirkungen einnehmen. Teil 3 behandelt das Kernthema der Arbeit. Zunächst soll durch einen Abriss der politikwissenschaftlichen Debatte über die Herrschaftsformen Demokratie und Autokratie eine wissenschaftliche Grundlage geschaffen werden.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Jan 14, 2005
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Pages
17
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ISBN
9783638338882
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Language
German
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Genres
Social Science / Ethnic Studies / Asian American Studies
Social Science / Ethnic Studies / General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Südasien, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Südasieninstitut), Veranstaltung: Hauptseminar „Staat und Wirtschaft in Südasien – Das Beispiel Indien“, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Schreckensmeldungen aus der Krisenregion Kaschmir nehmen kein Ende. Vor knapp einem Monat, am 1. Mai 2006, berichteten die Nachrichtenagenturen von erneutem Terror muslimischer Extremisten, die in zwei Tagen 35 Hindus erschossen. Es wird gemutmaßt, dass durch die Überfälle die anstehenden Friedensgespräche des indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh mit Kaschmir-Separatisten in Neu-Delhi sabotiert werden sollten. In der Himalajaregion Kaschmir, die zwischen Indien und Pakistan geteilt ist, sind in den letzten Jahren Zehntausende Menschen getötet worden. In der vorliegenden Arbeit soll es weniger darum gehen, den Verlauf des Konfliktes darzustellen, eher soll die Situation der beteiligten Akteure im Spannungsfeld von internationalen und innerstaatlichen Einflüssen analysiert werden. Seit die Staaten Südasiens aus der Kolonialherrschaft in die Unabhängigkeit übergegangen sind, wurden sie zu vollständigen Mitgliedern des internationalen Systems, die wie andere Staaten ihr Nationalinteresse auf internationaler Ebene durchsetzen wollen und dabei von verschiedenen innerstaatlichen Einflüssen wie ihrem regionalen Kontext, der inländischen Politik, der Persönlichkeit ihrer politischen Entscheidungsträger sowie taktischen Antworten auf Spielzüge anderer Akteure beeinflusst werden. „The result has been a fascinating array of conflicts, armed peace, and in some cases international and regional cooperation and diplomatic and commercial reasons.“ Der Konflikt um Kaschmir ist eines der bedeutendsten und zugleich komplexesten Spannungsfelder dieser Region. Zur Diskussion einer möglichen Lösung dieses Konfliktes werde ich in dieser Arbeit zunächst in Kapitel 2 die historische Entwicklung des Kaschmirkonfliktes darstellen. In Kapitel 3 wird das Modell des Two-Level-Game des amerikanischen Politikwissenschaftlers Robert Putnam, das von einer Wechselwirkung zwischen innerstaatlicher Politik und internationalen Beziehungen ausgeht, theoretisch erläutert, um dieses dann in Kapitel 4 auf den Konflikt um Kaschmir unter Berücksichtung der Akteure Pakistan, Indien, China, den USA und der internationalen Staatengemeinschaft anzuwenden. In Kapitel 5 sollen zuletzt verschiedene Möglichkeiten der Konfliktlösung und die Wahrscheinlichkeit eines Zustandekommens in Anbetracht der Akteurskonstellationen beleuchtet werden.
Inhaltsangabe:Einleitung: Die Diplomarbeit entstand als Abschluss meines Magisterstudiums an der Universität Wien im Fach Theaterwissenschaft. Sie befasst sich mit drei für Wien typischen Phänomenen: der österreichischen Kaiserin Elisabeth, dem Musical und dem Tod in Text und Bild. Dass Elisabeth weit mehr ist als die Kitschfigur aus den Sissi-Filmen mit Romy Scheider und Karlheinz Böhm erfährt jeder, der sich in Wien mit der historischen Persönlichkeit beschäftigt und man begegnet ihr in der Hauptstadt auf Schritt und Tritt. Das Musical von Michael Kunze (Buch und Libretto) und Sylvester Levay (Musik) geht dem Mythos Elisabeth nach und stellt die Figur in Beziehung zum Tod. Der Tod als personifizierte Gestalt, dem die Wiener auch noch heute sehr nahe stehen auf dem Wiener Zentralfriedhof liegen mehr Tote als Wien Einwohner hat... Elisabeth hatte am 3. September 1992 im Theater an der Wien Uraufführung und machte von dort aus seinen Weg in die Welt. Für ein Musical zu der Zeit, als Andrew Lloyd Webber die Szene beherrschte, ein ungewöhnliches Unterfangen. Kunze und Levay gaben die Rechte an ihrem Stück frei, ließen sehr unterschiedliche Inszenierungen zu, schrieben sogar neue Songs, je nach Aufführungsort. Die Diplomarbeit befasst sich zum ersten mit dem Genre Musical an sich, von seiner Zeit am New Yorker Broadway über das Londoner Westend bis nach Deutschland und Österreich. Die Enstehungsgeschichte, wie es dazu kam, dass das Stück in Wien und nicht wie ursprünglich geplant am Heilbronner Theater seine Weltpremiere feiern konnte, leitet den Hauptblock ein. Dieser beinhaltet einen Vergleich der literarischen Vorlagen mit dem Libretto Michael Kunze hält sich dabei eng an die Elisabeth-Biografie von Brigitte Hamann. Außerdem werden die einzelnen Rollen, Musik, Kostüme und Bühnenbild (mit vielen Farbfotos!) analysiert. Anhand der einzelnen Inszenierungen (Wien, Japan, Ungarn, Schweden, Niederlande, Deutschland) wird die Entwicklung gezeigt, die das Stück innerhalb von gut zehn Jahren durchgemacht hat. Jede Inszenierung ist auch im Zusammenhang mit dem Ort zu sehen, mit dem Land, dem Theater, der Mentalität der Zuschauer. So gibt es ein Extra-Kapitel zum japanischen Takarazuka-Theater, das nur aus Frauen besteht und wodurch die androgyne Tod-Rolle eine besondere Note erhalten hat. Ein Exkurs beschäftigt sich mit dem Genre Musiktheater speziell in Wien, von den Ausstattungsstücken Emanuel Schikaneders über Cats bis Jekyll & [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Volkskunde), Veranstaltung: Theatralität und Volksschauspiel im Mittelmeerraum, Sprache: Deutsch, Abstract: "El mejor momento de la Semana Santa de Sevilla es cuando, un año mas, puedo abrir los ojos el Domingo de Ramos y en esa mañana se me llena la retina de la luz del cielo de mi tierra hasta que al siguiente domingo cierro los ojos, me voy a dormir y pienso que ya queda menos para el próximo Domingo de Ramos." Geschrieben von "Nazareno de Sevilla", 25. April 2008 Mit diesem Foreneintrag eines Festteilnehmers ließe sich die Bedeutung der spanischen Semana Santa aus Sicht der Akteure überschreiben. Für viele Spanier ist sie ein Höhepunkt des Festjahres, und nicht nur Touristen lassen sich von dem besonderen Zauber einfangen, auch Einheimische sind jedes Jahr aufs Neue von dem außerordentlich theatralischen Brauch ergriffen. Das Phänomen der Semana Santa ist schwer zu beschreiben, ohne die Prozessionen persönlich miterlebt zu haben. Zum einen besteht der wissenschaftliche Anspruch, ein Phänomen gleichsam "von außen" zu betrachten, zum anderen ist ein Verständnis des Festes kaum möglich ohne ein Eintauchen, ein Einlassen darauf. Die spanische Semana Santa ist ein Musterbeispiel für einen "fait social total", bei dem religiöse und profane Ebenen einander berühren, mehr noch, zusammenspielen. Vereinfacht könnte man sie als "religiöses Volksfest" beschreiben. Einzelne Elemente, beispielsweise die Musik, können nicht losgelöst von anderen betrachtet werden, wenn man das Fest verstehen möchte. Im Folgenden soll der nicht ganz einfache Versuch unternommen werden, das Phänomen der Semana Santa im andalusischen Sevilla, einem der bedeutendsten Orte für das Fest, zu betrachten. Dies wird auf einer deskriptiven Ebene geschehen, wobei gleichzeitig versucht werden soll, die Bedeutung des Festes für die Teilnehmer herauszustellen. Ein gesondertes Kapitel gilt der im Falle der spanischen Karwoche außerordentlich wichtigen Musik. Da die Arbeit sich hauptsächlich auf Internetquellen stützt, wird in einem Abschnitt auf die Repräsentation des Festes im Internet eingegangen.
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