Das mädchen von Treppi ; und, Marion

H. Holt
Loading...

Additional Information

Publisher
H. Holt
Read more
Published on
Dec 31, 1894
Read more
Pages
88
Read more
Read more
Best For
Read more
Language
German
Read more
Content Protection
This content is DRM free.
Read more

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
*** Neue Deutsche Rechtschreibung ***

Paul Johann Ludwig von Heyse (15.03.1830–02.04.1914) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer. Neben vielen Gedichten schuf er rund 180 Novellen, acht Romane und 68 Dramen. Heyse ist bekannt für die „Breite seiner Produktion“. Der einflussreiche Münchner „Dichterfürst“ unterhielt zahlreiche – nicht nur literarische – Freundschaften und war auch als Gastgeber über die Grenzen seiner Münchner Heimat hinaus berühmt.

1890 glaubte Theodor Fontane, dass Heyse seiner Ära den Namen „geben würde und ein Heysesches Zeitalter“ dem Goethes folgen würde. Als erster deutscher Belletristikautor erhielt Heyse 1910 den Nobelpreis für Literatur.

Auf all das erwiderte er nicht mehr, als schon die Erminia mir gesagt hatte: Ihr seid nicht klug, Fra Angelico, – und fuhr dabei fort, die kleinen Schrauben und Stifte an seinem Gewehr zu putzen, und den blauen Rauch seiner Cigarre durch den blonden Schnurrbart qualmen zu lassen. Ich verließ ihn endlich, mehr noch über Seine tückische Kaltblütigkeit, als über die Sache selbst erbost, und sah ihn vor dem andern Mittag nicht wieder. Da kam er in mein Zimmer, einen Brief in der Hand, der, wie er sagte, seine schleunige Abreise nötig mache; ich möchte ihm, da die Post heute nicht mehr ging, mein Wägelchen leihen. Nichts tat ich lieber als das, ließ mir auch nicht merken, dass ich an den Brief nicht sonderlich glaubte, sondern bildete mir vielmehr was darauf ein, dass ich durch meine Beredsamkeit ihn dahin gebracht hätte, uns zu verlassen und die unselige Liebesgeschichte noch bei Zeiten abzuschneiden. Also gab ich ihm meinen Burschen mit, da ich selbst keine Zeit hatte, ihn nach Rom zu kutschieren, und wir schieden als die besten Freunde.

Null Papier Verlag
www.null-papier.de
*** Neue Deutsche Rechtschreibung ***

Paul Johann Ludwig von Heyse (15.03.1830–02.04.1914) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer. Neben vielen Gedichten schuf er rund 180 Novellen, acht Romane und 68 Dramen. Heyse ist bekannt für die „Breite seiner Produktion“. Der einflussreiche Münchner „Dichterfürst“ unterhielt zahlreiche – nicht nur literarische – Freundschaften und war auch als Gastgeber über die Grenzen seiner Münchner Heimat hinaus berühmt.

1890 glaubte Theodor Fontane, dass Heyse seiner Ära den Namen „geben würde und ein Heysesches Zeitalter“ dem Goethes folgen würde. Als erster deutscher Belletristikautor erhielt Heyse 1910 den Nobelpreis für Literatur.

Ein Gewirr wunderlicher Stimmen drang uns entgegen, zugleich ein unfeiner Mischgeruch der verschiedensten gebrauten und gebrannten Getränke, der uns fast den Atem benahm. Links vom Eingang war ein schwerfälliger Schenktisch aufschlagen, hinter dem eine blasse Frau mit dunklen und lose aufgedeckten Haaren saß, einen Säugling an der offenen Brust. Sie starrte teilnahmslos in ein Glas mit rotem Wein, das vor ihr stand und aus dem sie von Zeit zu Zeit trank. Auf den Gestellen an der Wand hinter ihr sah man verschiedenartige Flaschen, deren Inhalt in allen Farben spielte. Ein Spinnrad lehnte im Winkel, eine gelbe Katze schlief auf dem Fußgestell und hielt einen herausgezupften Faden im Traume fest. Auch die Frau schien halb zu schlafen. Wenigstens sah sie uns Eintretende mit einem zerstreuten, ungastlichen Blicke an, nickte kaum mit dem Kopf und machte sich mit dem Kinde zu tun, das die Brust verloren.

Null Papier Verlag
www.null-papier.de
©2018 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google|Location: United StatesLanguage: English (United States)
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.