Politikwissenschaft: Band 2: Ergebnisse und Wirkungen der Politik

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„Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele von den Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst. “ Mit diesem Ausspruch hatte Otto von Bismarck bereits im Jahre 1884 Wissenschaftler eindringlich davor gewarnt, sich üb- haupt mit praktischer Politik zu befassen. Die arcana imperii, die Geheimnisse des Regierens, sollten offensichtlich den kritischen Augen der Wissenschaft v- borgen bleiben. Die Entwicklung der Wissenschaften und einer kritischen - fentlichkeit sind aber seit langem über diese Warnung zu Recht hinweggeg- gen. Dennoch hat sich ein Dilemma immer wieder aufgetan: der Widerspruch zwischen dem Erkenntnisinteresse der Wissenschaften und dem Handlungsin- resse der praktischen Politik. Im Sinne Immanuel Kants geht die Politikwiss- schaft davon aus, dass auch die Frage nach dem politischen Handeln sowohl bei der Prüfung der Ziele als auch der Mittel der Politik Geboten praktischer V- nunft unterworfen ist. Bei der Interpretation der Ziele politischer Handlungs- tionen und der Wirkungen der Politik kann sie in der Tradition aufklärerischen Denken einen bescheidenen Beitrag zur Beantwortung der kantischen Frage zu leisten versuchen: „Was soll ich tun?“ Wer nach „Ergebnissen und Wirkungen der Politik“ fragt, begibt sich auf - ne lange Reise durch unwegsames Gelände. Doch die Politikwissenschaft steht nicht nur vor der Aufgabe, „Entscheidungen und Strukturen der Politik“ – so der Titel des ersten Bandes dieses Lehrwerks – nachzuzeichnen und zu erklären, sondern auch die Frage zu beantworten, wieweit die Politik ihre Ziele verwi- licht und wie sich die Umsetzung politischer Programme auf die Lebenssituation der Bevölkerung auswirkt.
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About the author

Professor Dr. Paul Kevenhörster lehrt am Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster.
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Additional Information

Publisher
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Published on
Oct 12, 2007
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Pages
392
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ISBN
9783531900353
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Best For
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Language
German
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Genres
Political Science / General
Political Science / History & Theory
Social Science / General
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Die folgende Untersuchung befaBt sich mit den politischen Entscheidungsprozessen in einer GroBstadt, die aus der ter ritorialen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen 1975 hervor gegangen ist. Dabei richtet sich das Interesse vor allem auf die Bezirksvertretungen, die mit dieser Neugliederung einge richtet wurden. Deren Wirkungsweise wurde bisher fast aus schlieBlich unter juristischer Fragestellung angegangen. Unsere Untersuchung fragt demgegenuber nach der EinfluBnahme der Bezirksvertretungen auf den politischen ProzeB, nach den Bedingungen und Formen dieser EinfluBnahme und ihren politi schen Konsequenzen. Dieses Untersuchungsziel ware ohne die Aufgeschlossenheit und Kooperationsbereitschaft von Rat und Verwaltung einer GroBstadt nicht zu verwirklichen gewesen. Wir sind daher dem Rat und der Verwaltung der Stadt Hamm, insbesondere dem fruh heren Oberburgermeister Dr. Gunter Rinsche, dem neuen Ober burgermeister Werner Figgen und dem Oberstadtdirektor Dr. Walter Fiehe fur die tatkraftige Unterstutzung unserer Un tersuchung, das groBzugige Verstandnis fur Schwierigkeiten der Umsetzung der einzelnen Untersuchungsschritte und die Aufgeschlossenheit fur die Fragestellungen des Untersuchungs konzepts zu groBem Dank verpflichtet. Danken mochten wir ins besondere dem Dezernenten fur Stadtbezirksangelegenheiten, Herrn Dr: Dr. Masannek, dem Sozialdezernenten, Herrn Stadali, sowie dem Leiter des Hauptamtes, Herrn Forsmann, auf deren fachkundigen Rat wir in jeder Untersuchung3phase bauen konnten. Ebenso danken wir Herrn Heyer und Frau Poppendick (Fachbereichsverwaltung), die uns uber manche organisato rische Schwierigkeiten hinweggeholfen haben. Unser Dank gilt ferner Prof. Dr. Herbert Kuhr, Priv.-Doz. Dr. Franz Lehner, Prof. Dr. Dietrich Thranhardt, Priv.-Doz. Dr. H- bert Uppendahl, Dipl.-Soz. Willi Burklin, Peter Federer M.A.
Weltmacht Japan? Die wachsende globale Bedeutung des fernostIichen Tech nologiestaates wirft die Frage nach den Perspektiven der japanischen Aufien politik auf. Ob diese Politik die grofien wirtschaftlichen und politischen Poten tiale des Landes zielstrebig nutzt oder sich in innenpolitischen Krisen und au fienpolitischen AnpassungsmanOvern verzettelt - davon hiingt die internationale Stellung Japans nach dem Ende des Ost-West-Konflikts abo Die damit zusammenhiingenden Fragen, die in Japan nach dem Golfkrieg einge hend erortert werden, stehen im Mittelpunkt der folgenden Untersuchung. Mein Dank gilt an erster Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die dieses Forschungsprojekt gefordert und mir die entsprechenden Reise-und Sachmittel zur VerfUgung gestellt hat. Den Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern Beate Ando, Kathrin Haaf, Andreas Gobel und Kirsten de Gui met bin ich fUr die Auswertung von Dokumenten, Zeitschriften und Zeitungen zu grofiem Dank verpflichtet. Die Forschungsaufenthalte in Japan in den Jah ren 1989 bis 1992, auf denen der folgende Bericht beruht, worden aufierdem durch eine Einladung des United Nations Center for Regional Development (UNCRD) in Nagoya als Visiting Research Fellow im September und Oktober 1989, eine Gastprofessur an der Nihon University Tokyo mit Untersmtzung der Japan Society for the Promotion of Science und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes im September und Oktober 1990 und eine Reisebeihilfe der Westfiilischen Wilhelms-Universitiit Miinster ermoglicht, die das Forschungs vorhaben auch durch die Gewiihrung eines Forschungsfreisemesters unter smtzt hat.
Das IK-Projekt ZEITÖKONOMIE IM MANAGEMENT wurde mit Mitteln des Landesamtes für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gef6rdert. Ziel dieser Pi lot-Studie ist eine erste Analyse des Zeithaushalts von Fuhrungs krtlften in Wirtschaft, Wisssenschaft und Politik. Neben den Mitarbeitern des Instituts für Kommunikationsplanung haben an der Planung und Durchfüh rung der Untersuchung durch ihren Rat oder aktive Mitafbeit Herr Hans Buchholz, Congena-Gesellschaft für Planung u. Organisation mbH, Herr Priv.-Dozent Dr. G. Brinkmann, Universität zu K61n, Herr Dipl.-Ing. Winfried Männecke, Deutsche Treuhand-Unternehmensberatg., Frau Dipl.-Pol., Dipl.-Psych. Gisela Rentrop, Freie Universität Berl in und Herr Ingolf Scola, Handelsschule St. Gallen mitgewirkt. Die Feldarbeit wurde in Zusammenarbeit mit der Congena Gesellschaft für Planung und Organisation mbH durchgeführt, der wir auch zahlreiche Hin weise für die Interpretation des Erhebungsmaterials verdanken. Für die Bereit schaft zur Zusammenarbeit und die Unterstützung der Untersuchung hat das I K zu danken. Bonn, 7. Juli 1972 Dr. P. Kevenhc;rster Wulf Schc;nbohm M.A. 1. Das Problem der ZeitökonOmie 1.1. Fragestellung Unabdingbare Voraussetzung effizienter Fuhrungsttltigkeit ist eine Analyse des Zeitaufwandes der Teilaktivittlten (1). Nur durch eine solche Analyse ist der Grad der Zeitökonomie, d.h. die Relation von zeitlichem Aufwand zum "Ertrag" der FUhrungsttltigkeiten vor dem Hintergrund der von Führungskrtlften auszuUbenden Funktionen zu ermitteln.
Das Verhältnis von Politik und Verwaltung steht nach wie vor im aktuellen politiktheoretischen Forschungsinteresse. Es konzentriert sich auf die Fragen, die mit der Sicherung der Handlungsfähigkeit des Staates nach der Jahrtau sendwende zusammenhängen. Die Eigendynamik hochkomplexer sozialer Wirklichkeiten führt zunehmend zu der Einsicht, daß das politisch-admini strative System nicht als monolithischer Block begriffen werden kann, der als staatliches Gesamtgefüge lediglich auf die gesellschaftlichen Herausforde rungen reagiert. Bei dem Verhältnis von Politik und Verwaltung handelt es sich um ausdifferenzierte plurale Teilsysteme, die sich nur bei idealtypischer Betrachtungsweise untereinander und gegenüber anderen gesellschaftlichen Akteuren in einem ausgewogenen Kompetenz-, Macht- und Entscheidungs geflecht befinden. Eine Analyse sozialer Wirklichkeiten führt dagegen sehr schnell zu dem Befund, daß sowohl innerhalb des politisch-administrativen Systems symbiotische Beziehungen zwischen Politik und Verwaltungen vor herrschen als auch Verflechtungen beider mit ihrem gesellschaftlichen Um feld bestehen. Nicht selten vereinigen gerade Verwaltungen in diesen sym biotischen Netzen eine Fülle von Entscheidungskompetenzen auf sich. Ten denziell scheinen solche Kooperations- bzw. Kollaborationsmuster der Preis für Politikfähigkeit schlechthin zu sein. Die damit einhergehende Gefährdung demokratisch legitimierter, rationaler Entscheidungsprozesse stellt die Pol i tikwissenschaft vor eine permanente Herausforderung: die Erarbeitung ver waltungssteuernder Programme als Instrumente der politischen Führung. Al lerdings werden diese Programmentwürfe nur dann erfolgversprechend sein, wenn sie die historisch bedingten, reduzierten arbeitsteiligen Formen der Akteure im politisch-administrativen System berücksichtigen und als Bau steine in eine noch zu entwickelnde kooperative Verwaltungspolitik einfügen. Die folgenden Beiträge nehmen Fragen auf, die im wissenschaftlichen Werdegang von Gerhard W.
Japan hat in den letzten beiden Jahrzehnten vor allem wegen seines hohen Wirtschaftswachstums, seines großen Außenhandels und seiner raschen sozialen Umwälzungen viel Beachtung erfahren. Fragen nach den innen politischen Voraussetzungen dieser Entwicklung traten demgegenüber deutlich in den Hintergrund. Gerade die Interdependenz zwischen der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung des japanischen Regierungssystems ist in Europa - im Gegensatz zu den Vereinigten Staa ten - bisher ebenso wenig beachtet worden wie die Abweichung des poli tischen Systems in Japan vom allgemeinen Typus parlamentarischer Re gierungsweise. Die Schlußf olgerungen, die sich hieraus für die Funktions fähigkeit der japanischen Demokratie ergeben, stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit. Diese Untersuchung hätte ohne vielfache Hilfe nicht durchgeführt werden können. Zunächst möchte ich den Hochschullehrern, Politikern und Be amten danken, die mich während meines Japan-Aufenthaltes, der mir durch Stipendien der japanischen Regierung und des Deutschen Akademi schen Austauschdienstes (DAAD) ermöglicht worden war, mit Rat und Tat unterstützt haben, insbesondere den Herren Akiyama, Furuya, Ya mamotound Sugekawa von der Wahlabteilung des Ministeriums für Selbst verwaltung in Tokio. Wertvolle Anregungen und Informationen verdanke ich auch den Profes soren Dr. Georg Tagami und Dr. Aritsune Katsuta von der Hitotsubashi Universität in Tokio, den Professoren Klaus Luhmer, Ken Ori, Johannes Siemes und J oseph Pittau von der Sophia-Universität in Tokio, Herrn Prof. Tadashi Yoshimura (Tokei-Universität, Tokio) und Herrn Dr. Karl F. Zahl von der Deutschen Botschaft in Tokio. Außerdem bin ich den Politikern und Beamten zu Dank verpflichtet, die mir in Interviews Auskünfte über die politische Struktur ihrer Partei bzw.
Die folgende Untersuchung befaBt sich mit den politischen Entscheidungsprozessen in einer GroBstadt, die aus der ter ritorialen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen 1975 hervor gegangen ist. Dabei richtet sich das Interesse vor allem auf die Bezirksvertretungen, die mit dieser Neugliederung einge richtet wurden. Deren Wirkungsweise wurde bisher fast aus schlieBlich unter juristischer Fragestellung angegangen. Unsere Untersuchung fragt demgegenuber nach der EinfluBnahme der Bezirksvertretungen auf den politischen ProzeB, nach den Bedingungen und Formen dieser EinfluBnahme und ihren politi schen Konsequenzen. Dieses Untersuchungsziel ware ohne die Aufgeschlossenheit und Kooperationsbereitschaft von Rat und Verwaltung einer GroBstadt nicht zu verwirklichen gewesen. Wir sind daher dem Rat und der Verwaltung der Stadt Hamm, insbesondere dem fruh heren Oberburgermeister Dr. Gunter Rinsche, dem neuen Ober burgermeister Werner Figgen und dem Oberstadtdirektor Dr. Walter Fiehe fur die tatkraftige Unterstutzung unserer Un tersuchung, das groBzugige Verstandnis fur Schwierigkeiten der Umsetzung der einzelnen Untersuchungsschritte und die Aufgeschlossenheit fur die Fragestellungen des Untersuchungs konzepts zu groBem Dank verpflichtet. Danken mochten wir ins besondere dem Dezernenten fur Stadtbezirksangelegenheiten, Herrn Dr: Dr. Masannek, dem Sozialdezernenten, Herrn Stadali, sowie dem Leiter des Hauptamtes, Herrn Forsmann, auf deren fachkundigen Rat wir in jeder Untersuchung3phase bauen konnten. Ebenso danken wir Herrn Heyer und Frau Poppendick (Fachbereichsverwaltung), die uns uber manche organisato rische Schwierigkeiten hinweggeholfen haben. Unser Dank gilt ferner Prof. Dr. Herbert Kuhr, Priv.-Doz. Dr. Franz Lehner, Prof. Dr. Dietrich Thranhardt, Priv.-Doz. Dr. H- bert Uppendahl, Dipl.-Soz. Willi Burklin, Peter Federer M.A.
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