Zeitverdichtung als Herzstück eines neuen Kapitalismus. Jerome Bindés "Die Tyrannei der Dringlichkeit"

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Essay aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 10, Justus-Liebig-Universität Gießen, Sprache: Deutsch, Abstract: Nur wer "mit der Zeit geht", wie es sprichwörtlich heißt, kann am Markt bestehen und den wirtschaftlichen Konkurrenzkampf überleben. Lagen zwischen bedeutenden Erfindungen in der Vergangenheit noch mehrere hundert Jahre, erscheinen nun Smartphones, Touchdisplays und internetfähige Geräte mit hunderten von Apps nahezu im Minutentakt und Überschwemmen den Markt nicht nur mit Innovation, sondern zeigen wie sehr die Gesellschaft unter einer Tyrannei einer immer rasanter werdenden Zeit steht. Dies hat nicht nur Folgen für die Zukunft, die zeitlich nicht mehr der Gegenwart entspricht, wie von Newton im 17. Jahrhundert in seinem Prinzip der Reversibilität vermutet, sondern auch für unsere Gegenwart, in der die Bedürfnisse nach Neuerung immer weiter steigen, wohlwissend, dass ständige Innovation unmöglich ist und die Forderung nach anhaltenderen Neuerungen nicht auf Dauer erfüllt werden kann.
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Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Feb 4, 2015
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Pages
6
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ISBN
9783656890737
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Best For
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Language
German
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Genres
Social Science / Demography
Social Science / Research
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 14, Justus-Liebig-Universität Gießen, Veranstaltung: Einführung in das Studiengebiet Sprache, Sprache: Deutsch, Abstract: "Die Utopie einer vollkommenen Sprache hat nicht nur die europäische Kultur umgetrieben." Gleich im ersten Satz seines Resümees über die langjährige Entwicklung der Suche nach einer idealen Sprache zeigt der italienische Schriftsteller und Semiotiker Umberto Eco seine tiefe Skepsis gegenüber dem Traum vieler Sprachwissenschaftler und Philosophen. Dennoch lässt sich die Frage stellen, warum jegliches Projekt einer Idealsprache, sei es nun durch die Suche nach einer adamitischen Ursprache oder die Schaffung eines neuen Kommunikationsmittels, zum Scheitern verurteilt war und ob es nicht doch eine weltumfassende Sprache geben könne, die nicht nur als Welthilfssprache dient, sondern andere Sprachen überflüssig werden lässt. Schließlich hat es auch die wohl bekannteste Plansprache, das Esperanto, zu einer angesehenen Sprecherzahl gebracht, darunter Linguisten, Naturwissenschaftler und philosophische Fürsprecher, die trotz aller Skepsis gegenüber der Vorstellung einer Universalsprache zugeben müssen, dass "das Esperanto funktioniert." (Antoine Meillet, vgl. Umberto Eco: Die Suche nach der vollkommenen Sprache, S. 330). Zur Beantwortung dieser zentralen Frage der Sprachtheorie, die sich ebenso auf philosophische wie auf politische Diskussionen ausgewirkt hat und die von unzähligen Linguisten und Philosophen vom antiken Griechenland bis in die Moderne bearbeitet wurde, werde ich mich im Folgenden mit dem Werk „Die Suche nach der vollkommenen Sprache“ von Umberto Eco beschäftigen und die zentralen Grundgedanken wiedergeben, wobei ich der skeptischen Haltung Ecos besondere Bedeutung zukommen lasse. Im Zuge seiner Beschäftigung mit den Welthilfssprachen werde ich mich auch genauer mit dem ebenfalls im Werk enthaltenen Esperanto beschäftigen und dessen Konstruktionsprinzipien und Abgrenzung von den Universalsprachen kurz darstellen. Abschließen werde ich mit einer kurzen Stellungnahme zu Ecos Argumentation und den Verbreitungsmöglichkeiten einer Universalsprache im Allgemeinen.
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