Vergleichende elektromyographische Messungen bei Patienten mit einer Nervus Plexus Läsion

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Inhaltsangabe:Einleitung: Das Vorhandensein von elektrischen Strömen in menschlichen und tierischen Körpern wurde schon relativ früh erkannt. Doch erst 1912 gelang es PIPER als Erstem auf diesem Gebiet, die Willküraktivitäten von verschiedenen Muskeln verzerrungsfrei abzuleiten. Dies galt als die Geburtsstunde der Elektromyographie, welche von nun an v.a. in der wissenschaftlichen Forschung Beachtung fand. Bis zur Veröffentlichung bedeutsamer klinischer Publikationen verging eine überschaubare Zeit. In den darauf folgenden Jahren etablierte sie sich allmählich als Diagnoseverfahren neurogener und muskulärer Erkrankungen. Heutzutage werden zu diesem Zweck größtenteils Nadelelektroden verwendet. Dabei kann durch das invasive Einführen der Nadelelektrode in die Muskulatur die jeweilige elektrische Reizung mit verschiedenen Parametern aufgezeichnet werden. Neben dieser Art von Elektroden existieren Oberflächenelektroden, die über der Muskulatur auf der Haut platziert werden. Durch sie ist es möglich, die algebraische Summe der Aktionspotenziale zu erfassen. Der Genauigkeit und hohen Differenzierungsmöglichkeit der Nadel EMG steht der geringe Kostenaufwand und die einfache Handhabung der Oberflächen EMG gegenüber. Deswegen wird Letztere v.a. im Hochleistungstrainings- und vereinzelt im Rehabilitationsbereich genutzt. Dennoch hat sie sich noch nicht vollständig etablieren können. Eine neurogene Erkrankung, die mit Hilfe der EMG diagnostiziert werden kann, ist die Läsion des Nervus Plexus brachialis. Im 20. Jahrhundert galten Schusswunden im 1. und 2. Weltkrieg als der häufigste Auslöser dieser Erkrankung. Heutzutage sind es hauptsächlich Traumata bei motorisierten Unfällen mit dem Zweirad. Jährlich wird von insgesamt ca. 1000 - 1500 Plexus - Läsionen in Deutschland ausgegangen. Die Behandlung dieser Erkrankung gestaltet sich oft als langwierig und komplex, da erschwerte anatomische Gegebenheiten vorliegen und sie häufig Bestandteil eines Polytraumas mit schweren Begleitverletzungen ist. Aus diesem Grund und dem individuell unterschiedlichen klinischen Bild existiert kein einheitliches Behandlungskonzept. Dementsprechend existieren zahlreiche Diskussionen über die optimale Therapieart, da zudem die Effektivität eines jeden Verfahrens schlecht prognostizierbar ist. In der hier vorliegenden Arbeit soll die Auswirkung eines solchen operativen Verfahrens mittels Oberflächen - EMG - Messungen herausgestellt werden. Dazu werden zwei Probanden mit einer [...]
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Publisher
diplom.de
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Published on
Apr 26, 2011
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Pages
70
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ISBN
9783842813748
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Best For
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Language
German
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Genres
Medical / Clinical Medicine
Medical / Sports Medicine
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Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland zwischen 1000 und 1500 Nervus Plexus L„sionen. Diese werden v.a. durch Motorradunf„lle verursachte Traumata hervorgerufen. Die Auswirkungen sind oft schwerwiegend und reichen von Funktionsausf„llen mehrerer Gelenke und sensiblen und motorischen St”rungen bis hin zu vollst„ndigen L„hmungen der betroffenen oberen Extremit„t. Die Therapie und Rehabilitation gestaltet sich langwierig und komplex. Zudem fehlt es sowohl seitens operativer als auch konservativer Therapien an einheitlichen Behandlungskonzepten. Darber hinaus zeigt sich die Verlaufsbeobachtung nach erfolgter Intervention im klinischen und rehabilitativen Alltag sehr defizit„r. In der vorliegenden Studie wird die Auswirkung einer Muskel-Sehnen-Transplantation bei einer Nervus Plexus L„sion untersucht und hinterfragt, inwieweit eine solche Transplantation die neuromuskul„re Ansteuerung des M. biceps brachii verbessert. Der Untersuchung dienen zwei Personen mit einer Nervus Plexus L„sion als Probandengut. Die eine Person wurde pr„operativ, ohne sekund„re Ersatzoperation, die andere postoperativ, nach einem freien funktionellen Muskeltransfer des M. gracilis dexter als M. biceps-Ersatz untersucht. Als Untersuchungsverfahren w„hlte der Autor die Elektromyographie mittels Oberfl„chenelektroden. Die Messungen erfolgten standardisiert unter weitestgehender Einhaltung der Richtlinien der SENIAM group. Die ermittelten Werte wurden unter Betrachtung der Parameter maximale Amplitude, Integral, Root Mean Square und mittlere Amplitude verglichen. Zudem erfolgte eine šberprfung auf Normalverteilung, Signifikanz und Reliabilit„t. Der Fokus der Studie liegt auf dem Vergleich von gesunder und betroffener Armseite - sowohl innerhalb als auch zwischen den Probanden.
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