Der Vampir als Element der Literaturgeschichte: Literaturwissenschaftliche Untersuchung zur schwarzromantischen Vampirmotivik

Diplomica Verlag
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Der Vampir ist nicht allein eine bekannte Figur aus dem Volksglauben und damit grauer Vorzeit, sondern hat die Jahrhunderte berdauert. Als angsteinfl”áendes Monster, erotisches Ungeheuer oder auch bleiche Gestalt, die seine Opfer z„hnefletschend verfolgt, wandelt die Gestalt des blutsaugenden Wiederg„ngers heute durch Kinofilme, Gruselgeschichten, TV-Spots und PC-Games. Dieses Werk soll der Faszination des Vampirmythos auf den Grund gehen. Hierzu wird seine Historie von Beginn an bis ins 21. Jahrhundert betrachtet. Das Buch vermittelt Einblicke in die verschiedenen Literaturepochen mit Hinblick auf die jeweilige Bedeutung und den Stellenwert der Vampirmotivik. Die verschiedensten Dimensionen und Interpretationen der Vampirfigur, wie etwa die gesellschaftskritische oder sexualpsychologische, sind hier ausreichend dargestellt. Im Zentrum der Betrachtung steht die Romantik als Bltezeit des Vampirs, in der dieser ein spektakul„res Instrument zur Darstellung der Nacht- und Schattenseiten der menschlichen Natur darstellte. Das Element des Vampirischen wird an berhmten Werken, wie Stokers Dracula, Goethes Braut von Korinth, Polidoris Vampyre oder Rices Interview with the Vampire, veranschaulicht. Es wird der Versuch unternommen einen wissenschaftlichen šberblick die gesamten Ausl„ufe des Vampirgenres zu liefern. Unternehmen Sie eine Reise quer durch die Literaturgeschichte auf der Spur einer alten und neuen Figur des Schreckens und Horrors.
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About the author

Rebecca Tille wurde 1987 in Gotha geboren. Ihr Studium der Germanistik und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universit„t Jena schloss die Autorin 2012 erfolgreich ab.
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Additional Information

Publisher
Diplomica Verlag
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Published on
Jul 31, 2013
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Pages
104
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ISBN
9783842882386
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Best For
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Language
German
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Genres
Language Arts & Disciplines / General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Goethes Lyrik, Sprache: Deutsch, Abstract: Während des 18. Jh. fand das Vampirgenre bei den Literaten nur wenig Anklang. „Erst als sich das Jahrhundert seinem Ende zuneigte, fühlten sich die Künstler und Dichter von der Tiefe und Abgründigkeit des Vampirthemas angezogen.“ Es erschien Johann Wolfgang von Goethes Gedicht Die Braut von Korinth (1797). „In Goethes Braut von Korinth plädiert ein reizender weiblicher Vampir für größere religiöse Toleranz und sinnliche Freizügigkeit und droht im Verstocktheitsfall den Ausbruch einer erotischen Epidemie an: ‚Und das junge Volk erliegt der Wut‘.“ Im Vordergrund der Analyse steht die Aufgabe, vampiristische Motive innerhalb des Gedichtes herauszuarbeiten. Die Forschungsliteratur ist sich nicht einig darüber, ob für Goethe beim Verfassen seines Werkes das Vampirthema im Vordergrund stand oder die antike Sage aus dem "Buch der Wunder" Phlegon Aelius von Tralles. Es sollen die zeitgenössischen Vorstellungen des Vampirismus im 18. Jh. vorgestellt werden. Worin besteht der Vampirmythos überhaupt? Der Vampir soll nicht allein eine Darstellung hinsichtlich des Aberglaubens als Nachzehrer oder Wiedergänger erfahren, sondern auch Verwandtschaftsformen wie die Femme fatale u. die Femme fragile werden beleuchtet. Inwiefern gestaltete Goethe sein Vampirmädchen im Vergleich zu den derzeitigen Vorbildern um? Innerhalb dieser Arbeit sollen antike Quellen herangezogen werden, welche Goethe womöglich hinsichtlich seines Werkes beeinflusst haben. Neben Phlegons Gespenstergeschichte könnte sich Goethe ebenso an den mytholog. Lamien orientiert haben. Im Zentrum der Untersuchung steht allerdings die ausführliche Herausarbeitung des Vampirmotivs im Hinblick seiner Funktion in Goethes Ballade. Da die Annahme besteht, dass er in seinem Tagebuch seine Braut von Korinth nicht umsonst als „Vampyrisches Gedicht“ bezeichnete, gilt es vorwiegend das Aussagevolumen des Vampirmythos innerhalb der Goetheschen Ballade einzuschätzen. Zuletzt werden kontrastierende Interpretationsansätze vorgestellt. Der Literaturwissenschaft galt der vampirische Stoff meist als zu trivial und sie kritisierte die geringe künstlerische Dignität. Er musste an etwas Geistiges angeknüpft werden und Goethes Vampirmädchen galt nicht allein als tragische Figur, sondern wurde zum Medium der Goetheschen Gesellschaftskritik instrumentalisiert. Daher scheint es umso interessanter, neuere Deutungen ins Auge zu fassen, welche das Vampirische der Braut ins Zentrum rücken.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Theologisches Institut), Veranstaltung: Religionsgeschichte – Fundamentalismus in den Religionen, Sprache: Deutsch, Abstract: „Wir leben in einer Welt der Kriege, der Gewalt, der Lügen, der persönlichen und sexuellen Unverantwortlichkeit. Es ist eine Welt, in der sich Menschen vor der Atombombe und dem Wahnsinn des Wettrüstens fürchten, und in der die einzigen Nachrichten schlechte Nachrichten zu sein scheinen.“ Allein der katholische Fundamentalismus scheint auf solche komplexen Fragen einfache Antworten zu liefern und sieht sich als „letzten Hort des wahren Glaubens im Kampf gegen eine sündhafte (moderne) Welt“ Seines Erachtens führt er einen kosmischen Kampf gegen das Böse – die Moderne. In der vorliegenden Hausarbeit soll der katholische Fundamentalismus eine eingehende Betrachtung und Untersuchung erfahren. Dies hinsichtlich seiner Entwicklung und Merkmale und ausgehend von seinen historischen Wurzeln bis in das 21. Jahrhundert hinein. Des Weiteren soll seine Leitfigur Marcel Lefebvre in Anbetracht seines begründeten Traditionalismus und seiner Einflüsse vorgestellt werden. Neben Lebebvres Berufung auf die Tradition als solche, entwickelte er eine Erkenntnistheorie, welche die menschliche Vernunft rapide herabsetzt. Es gibt einige Fragen, welche sich hinsichtlich dieser fundamentalistischen Strömung stellen, wie zum Beispiel: Worin liegt der Ursprung des katholischen Traditionalismus ? Welche Ziele verfolgen die katholischen Fundamentalisten im Einzelnen? Existieren in der heutigen Zeit noch solche Fundamentalisten und welchen Einfluss haben sie? Wie viele Untergruppen haben sich herausgebildet? All diese Fragestellungen sollen in der folgenden Arbeit eine Antwort erfahren und eine umfassende Darstellung des katholischen Fundamentalismus komplettieren. Die Ausprägungen des katholischen Fundamentalismus in verschiedene Gruppierungen werden überblicksweise in einer kurzen Form dargestellt. Eine eingehende Betrachtung erfährt die sogenannte Piusbruderschaft sowie das Opus Dei.
Unterrichtsentwurf aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Lehrprobenentwurf liefert eine Unterrichtsreihe zum Thema "Beschreiben" für eine 7. Klasse im Fach Deutsch und eine ausführlich geplante Unterrichtsstunde, in welcher die Vorgangs-, Gegenstands- und Personenbeschreibung im spielerischen Sinne wiederholend systematisiert, geübt und gesichert wird. Die Stunde wird durch einen selbst produzierten Kurzfilm (Regiebuch S.Anhang) eingeleitet, in diesem rufen drei ausgewählte Schüler, die als Polizeihauptkommissare auftreten, Zeugen auf, die bei der Aufklärung von drei Straftaten helfen sollen. Daran schließt sich eine Partnerarbeit an, bei welcher die anderen Sch+ler als Zeugen, den Täter (Person), das Diebesgut (Gegenstand) und den Tathergang (fiktiver Vorgang) beschreiben. Im nächsten Schritt bündelt die Gruppe, welche zuvor aus 3 Paaren bestand, die Ergebnisse zu einem Zeugenbericht. Dieser wird den Ermittlern anschließend vorgestellt und sie befragen die Zeugen zu fehlenden Informationen, um anschließend die Zeugen und das Diebesgut identifizieren zu können. In der Arbeit ist neben einer beispielhaften Begründungsanalyse der Lerngruppe, eine umfassende didaktisch-methodische Begründung (Lernziele, Lehrplanbegründung) sowie eine tabellarische Verlaufsplanung der Stunde zu finden. Der Anhang stellt das gesamte benötigte Material zur Durchführung der Stunde bereit (Sitzplan, Stundenfahrplan für die Schüler, alle Arbeits- und Materialblätter für die Zeugen und Ermittler, Hilfskarten und Rollenkarten).
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Eilhart von Oberg, ‘Tristrant und Isalde‘, Sprache: Deutsch, Abstract: In Eilharts von Oberg Tristan-Dichtung stellt sich die Frage, wie eine ausschließliche Liebe wie des Helden Tristrant zu Isalde, der rechtmäßigen Ehefrau Markes, innerhalb des Gefüges höfischer Verhaltensnormen und entgegen der sozialen Gesellschaftsordnung überhaupt funktionieren kann. Thema der vorliegenden Hausarbeit soll es sein, den Konflikt von Liebe und höfischer Gesellschaft im Tristrant und Isalde Eilharts von Oberg eingehend zu untersuchen. Begonnen wird mit der Analyse des Verhältnisses von Liebe und Verrat. Isoliert betrachtet mag die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten ein harmonisches Bild aufweisen, doch mit der Geschichte sind ebenso unlösbar Betrug und Verrat verbunden. Die wohl moralisch verwerflichste Tat stellt Isaldes Mordanschlag auf ihre Dienerin und Vertraute, Brangene dar. Des Weiteren gilt es die höfischen Normen und Ideale im Kontext der Liebe zu skizzieren. Im Roman wird häufig darauf aufmerksam gemacht, dass Tristrant und Isalde höfische Eigenschaften und Tugenden besonders herausragend repräsentieren. Doch was ist mit dem Ehebruch, der bereits in der Hochzeitsnacht begann? Erhebt der Autor die Ehebrecher und Verräter etwa zu Trägern gesellschaftlicher Ideale? Monika Schausten behauptete, dass Tristrant und Isalde in ihrer eigenen, von ihrer Liebe bestimmten Welt leben. Sie stellte diese Welt der Liebenden der Welt des Hofes gegenüber. Ob diese beiden Welten sich gegenseitig durchdringen oder welche Konsequenzen sich aus einer möglichen wechselseitigen Wirkung ergeben könnten, soll im letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit analysiert werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Sprachtheoretische Probleme, Sprache: Deutsch, Abstract: „Sprechende Tiere bevölkern nicht nur Märchen und Fabeln.“ Dass sich Tiere untereinander verständigen, ist dem Menschen längst bekannt und seit einigen Jahrzehnten versucht er bereits die geheimen Mitteilungen der Tiersprache zu entschlüsseln. Jedoch basiert die Tiersprache nicht wie die menschliche Sprache auf dem vokalisierten Wort, sondern verläuft in den meisten Fällen stumm beziehungsweise für den Menschen nicht wahrnehmbar. Trotz dessen findet im Tierreich definitiv eine Verständigung statt. Worin unterscheidet sich aber diese Kommunikation von der menschlichen? Der Biologe J.A. Bierens de Haan behauptet, der prinzipielle Unterschied sei, „daß die ‚Tiersprache‘ im Gegensatz zu der menschlichen nichts mitteilen will [...]. Menschensprache kann darum als ‚allozentrisch‘, Tiersprache dagegen als ‚egozentrisch‘ bezeichnet werden.“ Während das menschliche Kommunikationssystem von der Anthroposemiotik untersucht wird, analysiert die Zoosemiotik den Zeichengebrauch der Tiere. Die anfängliche Aufgabe der vorliegenden Hausarbeit soll es sein, die Zoosemiotik hinsichtlich ihrer Geschichte und Systematik vorzustellen. Die Teilgebiete der Zoosemiotik gliedern sich in die Syntaktik, Semantik und Pragmatik. Innerhalb dieser Arbeit werden die Semantik, welche sich mit der Bedeutung animalischer Zeichen und deren Objektrelation befasst, und Pragmatik, die Faktoren, Voraussetzungen und Wirkungen des tierischen Zeichengebrauchs untersucht, eingehend erläutert. Beispielsweise werden innerhalb der Zoopragmatik nicht nur die Kommunikationsformen unterschieden, sondern auch die verschiedenen Übertragungskanäle. Des Weiteren soll die Zoosemiose anhand ausgewählter Beispiele veranschaulicht werden. Hierzu werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Kommunikationsformen der Honigbienen, Vögel und Frösche vorgestellt. Charles Hockett, ein amerikanischer Linguist, entwickelte 1963 ein Modell der Bestimmungsmerkmale der Sprache, in dem er versucht, die Besonderheiten der menschlichen Sprache im Vergleich zur Zoosemiose zu charakterisieren. Sein Modell soll in dieser Arbeit das abschließende Kapitel bilden und dazu dienen, einen Vergleich zwischen der Sprache der Menschen und der Sprache der Tiere zu ziehen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Kants Kritik der praktischen Vernunft, Sprache: Deutsch, Abstract: Immanunel Kant formulierte für seinen moralischen Gottesbeweis in der Kritik der praktischen Vernunft Postulate, wobei er von einer grundlegenden Differenz von Pflicht und Neigung ausgeht. Doch der nach Glückseligkeit strebende Mensch kann diese nur erreichen oder sich ihrer erst einmal als würdig erweisen, wenn er diese Gegensätze vereinen kann. Das erste Postulat der praktischen Vernunft umfasst daher die Willensfreiheit, da der Mensch frei sein muss, um Neigung und Pflicht überhaupt vereinen zu können. Der Mensch handelt als Vernunftwesen aus Achtung vor dem Gesetz und damit gemäß des kategorischen Imperativs, der ihm moralische Vollkommenheit gebietet. Doch im irdischen Leben ist diese nicht erlangbar, wodurch der Mensch es nicht auf Dauer erreichen kann Neigung und Pflicht zu vereinen. Daher muss ein Leben über den Tod hinaus möglich sein, das die Unsterblichkeit der Seele postuliert. Das dritte Postulat Kants umfasst die Existenz Gottes und stellt den zentralen Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Hausarbeit dar. Denn erst Gott stellt die Verbindung von Glückseligkeit und Moralität her, womit das höchste Gut, wonach der Mensch strebt, erreicht werden kann. Demnach bildet es die Transzendenz, welche den klassischen Gottesbeweisen fehlt. Doch wie setzt sich der moralische Gottesbeweis in der Dialektik der Kritik der praktischen Vernunft im Konkreten zusammen und wovon ist er abhängig? Einführend in die Untersuchung des kantischen Gottesbegriffs soll nicht allein das höchste Gut definiert werden, sondern ebenso eine Erläuterung hinsichtlich der Antinomie der praktischen Vernunft sowie ihrer Auflösung mit Hilfe des Gottespostulats vorgenommen werden. Nach einer umfangreichen Analyse des Postulats der Existenz Gottes hinsichtlich seiner Entwicklung und besonderen Merkmale, soll des Weiteren Bezug auf die Positionen der griechischen Schulen genommen werden, welche ebenfalls in Kants Dialektik Erwähnung finden. Es stellt sich die Frage, ob Gott auch von ihnen als Bedingung der Möglichkeit des höchsten Guts postuliert wird. Des Weiteren findet sich in dem Kapitel zum Gottespostulat in der Kritik der praktischen Vernunft Kants Auslegung der christlichen Lehre in Form eines Reich Gottes. Diese Interpretation nach der Lehre des Christentums soll ebenfalls in der vorliegenden Arbeit diskutiert werden. Abschließend gilt es zu beweisen, warum das Gebot, das höchste Gut zu befördern, für Kants Postulat Gottes solch eine wesentliche Rolle spielt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Arthur Schopenhauer, Sprache: Deutsch, Abstract: „Es ist gleich, ob wir aus einem Palast oder Kerker die untergehende Sonne betrachten, ob das schauende Auge einem König oder einem Bettler angehört.“ Laut Arthur Schopenhauers Lehre kann dementsprechend jeder Mensch zur Betrachtung der Welt eine ästhetische Haltung einnehmen, die zur teleologischen Erkenntnis führt. Schönheit stellt für den Philosophen nicht, wie annehmbar wäre, den Endzweck dar, sondern bildet lediglich einen Nebeneffekt der Kunst. Sein ästhetisches Programm, welches den Hauptgegenstand dieser Hausarbeit darstellt, vollzieht den Vorgang der willensfreien Erkenntnis auf der subjektiven Seite und den der Ideenerkenntnis auf der objektiven Seite nach. Zu Beginn der Untersuchung soll die ästhetische Kontemplation als vom Willen befreites Erkennen eine Erläuterung erfahren, wobei hinzukommend das Gefühl des Erhabenen vom Schönen unterschieden und dargestellt werden soll. Weiterhin soll damit zusammenhängend Schopenhauers Ideenlehre präsentiert werden, welche eng an die platonische Ideenerkenntnis angelehnt ist. Neben der Unterscheidung zwischen Idee und Begriff, soll die ästhetische Funktion der Ideen, welche sich in der Kunst fundiert, demonstriert werden. Die Kunst als Erkenntnisart von Ideen stellt laut Schopenhauer das Werk eines Genius dar, denn er allein kann „rein erkennendes Subjekt“ sein und bildet somit einen starken Kontrast zum gewöhnlichen Menschen, der bloß eine „Fabrikware der Natur“ ist. Somit soll der Typus des Genies nach Schopenhauers Verständnis eine gesonderte Betrachtung erhalten. Arthur Schopenhauer entwickelte ein hierarchisches Stufenreich der Künste, dementsprechend in der vorliegenden Hausarbeit die Theorien einzelner Kunstgattungen vorgestellt werden sollen. Hier sollen die Architektur, die Poesie und die Musik betrachtet werden. Letztere nimmt eine isolierte Stellung ein, da sie nicht wie die übrigen Künste das Abbild der Ideen, sondern des Willens selbst darstellt. Arthur Schopenhauers Ästhetik löst die Behauptung aus, dass sie der Kunst ein erlösendes Ziel gebe, da sie den „Schaffenden wie den Betrachtenden von der Schwere des Erdendaseins, vom Willen und seinen Qualen“ befreie. Schopenhauer postuliert eine Erlösung durch die streng objektive Betrachtung von Natur und Kunst, womit er sein philosophisches Grundpathos - die „Befreiung der Erkenntnis von der Herrschaft des Willens“ – stützt. Doch ist eine endgültige Aufhebung des Leidens durch die Ästhetik tatsächlich möglich?
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