Die Krise in der Frühen Neuzeit

Vandenhoeck & Ruprecht
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Die Auffassung, dass gesellschaftliche Entwicklungen maßgeblich durch Krisen geprägt werden und dass die Wiederkehr von Krisen eine konstitutive Dimension von Geschichte ist, ist kennzeichnend für die Selbstwahrnehmung moderner Gesellschaften. Diese in hohem Maße kontingente Entwicklung zeichnen die Beiträge dieses Bandes nach. Sie situieren die ›Erfindung der Krise‹ als Form der gesellschaftlichen Selbstwahrnehmung innerhalb unterschiedlicher historischer Kontexte und spüren der Anwendung und Verbreitung von Krisendispositiven in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Konstellationen innerhalb von West-, Mittel-, Süd- und Osteuropa nach. Hierdurch trägt der Band bei zu einer konsequenten Historisierung von Krise bei.
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About the author

Dr. Günther Lottes ist Leiter des Forschungszentrums Europäische Aufklärung in Potsdam und Professor für Kulturgeschichte an der Universität Potsdam.

Dr. Justus Nipperdey ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität des Saarlandes.

Prof. Dr. Dirk Niefanger lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg.

Prof. Dr. Marian Füssel hat den Lehrstuhl für Frühe Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Wissensgeschichte an der Universität Göttingen inne.

Dr. André Krischer ist Juniorprofessor für die Geschichte Großbritanniens und des Commonwealth an der Universität Münster.

Prof. Dr. Rudolf Schlögl ist Ordinarius der Neueren Geschichte an der Universität Konstanz und Sprecher des Exzellenzclusters 16 »Kulturelle Grundlagen von Integration«.

Dr. Philip R. Hoffmann-Rehnitz ist Geschäftsführer und wissenschaftlicher Koordinator des Sonderforschungsbereichs 1150 »Kulturen des Entscheidens« an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Eva Wiebel ist seit 2010 als wissenschaftliche Lektorin in Konstanz tätig. Vorher war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 485 »Norm und Symbol. Die kulturelle Dimension sozialer und politischer Integration« an der Universität Konstanz.

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Additional Information

Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht
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Published on
Apr 18, 2016
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Pages
399
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ISBN
9783647367286
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Language
German
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Genres
History / Europe / Renaissance
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Der um 1500 am kurpfälzischen Hof zu Heidelberg angefertigte dt. Malagis bietet ein kurioses Stück Literatur, welches hier erstmals einer umfassenden Untersuchung unterzogen wird. Die bunte Erzählwelt und der Perspektivenreichtum des Textes erscheinen besonders geeignet, verschiedene, untereinander verschränkte Phänomene spätmittelalterlichen Erzählens gezielt in den Blick zu nehmen, und sie zugleich auf ihre Wechselwirkungen mit Prozessen historischer Sinn- und Bedeutungsgenese hin zu befragen: So werden einerseits im Rückgriff auf tradierte Erzählmuster (i.e. repetitive Szenengestaltung, mehrsträngige Handlungsführung) Möglichkeiten strukturorientierten Erzählens ausgenutzt, um die Vielfalt der Textwelt erkennbar zu machen und handlungsrelevante Differenzierungen in sie einzuführen, andererseits können im Spiel der Reprisen verschiedene Handlungsoptionen abgesetzt dargestellt und so einer Beurteilung zugeführt werden. Gezeigt wird dies im analytischen Zugriff von zwei Seiten her: Oszillierend zwischen textnah gehaltenen Szeneninterpretationen, anhand derer textspezifische Semantisierungsprozesse verfolgt werden können, und der Fokussierung diverser Strategien narrativer Organisation mündet die Analyse in eine thick description der Erzählwelt des dt. Malagis und der in ihr waltenden Logiken. Die Studie erschließt den konstitutiven Zusammenhang von Erzählinhalt und narrativer Gestaltung und verdeutlicht, wie die Problem(lösungs)konstellationen des Textes einem auf Dynamik und Dialogisierung angelegten Selbstbeschreibungsmodell fürstlicher Herrschaftsträger fundamental zuarbeiten.
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