Der Umgang mit Behinderten im Nationalsozialismus

GRIN Verlag
Free sample

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund (Sondererziehung und Rehabilitation bei Behinderungen), Veranstaltung: Über den Umgang mit behinderten Menschen in verschiedenen Epochen, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit soll auf einen Zeitpunkt der Geschichte eingegangen werden, zu dem der Umgang mit behinderten Menschen ein extremes Ausmaß an Unmenschlichkeit angenommen hat. Gemeint ist die nationalsozialistische Herrschaft zwischen 1933 und 1945. Diese zeichnet sich wie kaum ein Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte durch massenhafte Sterilisationen und Ermordungen Behinderter aus. Dabei kamen weit mehr als 100 000 Menschen ums Leben. Hier soll in erster Linie der Frage nachgegangen werden, wie es möglich war in kürzester Zeit diese Form des Umgangs mit Behinderten zu etablieren und zahlreiche Menschen zu finden, die sich widerstandslos und oftmals bereitwillig an der Praxis des Mordens beteiligt haben. Dazu ist es notwendig zunächst den ideologischen und den gesellschaftshistorischen Hintergrund bis hinein ins Ende des 19. Jahrhunderts genau zu beleuchten, um von dort auf allgemein verbreitete Sichtweisen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zu schließen. Nach der Klärung der Hintergründe werden Entwicklungen während der nationalsozialistischen Herrschaft beschrieben.
Read more

Reviews

Loading...

Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
Read more
Published on
May 31, 2004
Read more
Pages
15
Read more
ISBN
9783638279642
Read more
Language
German
Read more
Genres
History / Europe / Germany
History / Modern / 20th Century
Read more
Content Protection
This content is DRM protected.
Read more
Read Aloud
Available on Android devices
Read more
Eligible for Family Library

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
Sandra Kleine
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1,0, Technische Universität Dortmund, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nicht nur Familien allgemein haben eine starke Aufwertung erfahren, sondern vor allem auch Familien behinderter Kinder. Dies macht sich seit den siebziger Jahren in einer Abkehr von der Heimerziehung bemerkbar. In einer mehrdimensionalen Sicht wird vor allem die Verbindung und Einheitlichkeit verschiedener Lebensbereiche gesehen, so dass therapeutische Maßnahmen nur als effektiv gelten, wenn das soziale Umfeld miteinbezogen wird und Familien dadurch eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Behinderungsproblemen erhalten haben. Durch diese Aufwertung werden an die Familien hohe Anforderungen gestellt. Diese beziehen sich nicht nur auf einen hohen zeitlichen und finanziellen Bedarf, sondern z.T. auch auf den Einsatz der Eltern als Kotherapeuten und damit auf eine Professionalisierung ihrer Rolle. Viele Forscher sehen Familien hier vor große Anpassungsprobleme gestellt und betonen vor allem die Instabilität moderner Kleinfamilien. Ein behindertes Kind könne dabei zu Krisen bis hin zu Auflösungserscheinungen führen. Neben einer solchen Desorganisation wird zudem die Gefahr der Desintegration und somit mögliche Schwierigkeiten im außerfamiliären Verhältnis gesehen. In der vorliegenden Arbeit soll nun festgestellt werden, welche Schwierigkeiten und welche positiven Aspekte diese Veränderungen mit sich bringen. Dabei sollen zunächst allgemeine Aspekte bezüglich historischem Wandel und Kennzeichen von Familien beschrieben werden. Daraufhin gehe ich auf Rollenanforderungen an Eltern und Kinder ein und beziehe mich dabei sowohl auf die Ansprüche der Gesellschaft, als auch auf die Erwartungen der Eltern und beschreibe daraufhin, inwiefern Familien mit einem behinderten Kind diese erfüllen können. Zum Schluss sollen Vorschläge gemacht werden, wie mögliche Probleme gemindert werden können.
Sandra Kleine
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit wird das Thema Bilderbücher im Hinblick auf seine pädagogische Funktion und Bedeutung umrissen. Das Bilderbuch ist ein Gegenstand von vielen, der in der Literaturwissenschaft behandelt wird. Wenn man jedoch lediglich seine literaturpädagogische Bedeutung besonders in Bezug auf Erstleser betrachtet, wird ihm meiner Meinung nach nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Das Bilderbuch kann bereits im Kindergarten und in der Grundschule erste Weichen für späteres Leseverhalten und Lesemotivation stellen. Darüber hinaus verbirgt es auch ein nicht zu geringes Sachwissen. Es bietet Gesprächsstoff und Anlaß für Diskussionen. Gleichzeitig fördert es zahlreiche Aspekte der kindlichen Entwicklung. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Bilderbuchs für Kindergarten und Schule in Bezug auf seine unterschiedlichen Förderungsmöglichkeiten und seine besondere Kindgemäßheit habe ich mich dazu entschieden den Schwerpunkt der Arbeit auf die Herauskristallisierung der pädagogisch-funktionalen und der entwicklungspsychologisch relevanten Aspekte von Bilderbüchern zu legen. Es folgt zunächst ein kurzer Abriß über Merkmale und Formen heutiger Bilderbücher. Darauf folgt der pädagogisch-funktionale Aspekt, wobei ich den Ertrag des Bilderbuchs bezogen auf die Punkte umweltzeigende und umweltklärende Funktion, Unterstützung der geistigen Entwicklung, erziehende Funktion, literaturpädagogische Funktion und schließlich Ausprägung des ästhetischen Empfindens herausarbeite. Zuletzt wird die Stellung des Bilderbuchs in der Entwicklung des Kindes beschrieben. Es soll dargestellt werden, wie Kinder in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen mit Büchern umgehen, welche Fähigkeiten sie bereits besitzen und wo spezielle Förderungsmöglichkeiten bestehen. Den Schwerpunkt in der überaus facettenreichen Entwicklung habe ich dabei auf die Kleinstkindentwicklung, auf die Bilderfassung, die Sprachentwicklung, die Identitätsbildung und die Zuwendung zum Realismus gelegt.
Sandra Kleine
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit und unter welchen Bedingungen Verfahren der unterstützen Kommunikation bei globaler Aphasie sinnvoll eingesetzt werden können. Die Geschichte der Aphasieforschung ist sehr eng mit dem nonverbalen Verhalten von Aphasikern verknüpft. Die Kompetenz dazu war häufig Ausgangspunkt, um die Struktur und Qualität einer zentralen Sprachstörung zu definieren, wobei sich verschiedene Theorien über die Zusammenhänge herausbildeten. Seit den 1950er Jahren werden nonverbale Verfahren bei Aphasien eingesetzt, auch heute sind sie Bestandteil sprachtherapeutischer Bemühungen, insbesondere bei schweren Aphasien. Hintergrund ist die hier vorzufindende extreme Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit, sowie Erfahrungen der Therapieresistenz, so dass die Suche nach alternativen Kommunikationsmöglichkeiten eine logische Konsequenz ist. In der Literatur ist diese Thematik jedoch nur sehr spärlich repräsentiert. Möglicherweise ist die Anwendung der Verfahren in Deutschland noch unüblich. In den USA und England finden sie jedoch bereits eine breitere Anwendung. Wahrscheinlich ist die unterstützte Kommunikation in Deutschland noch ein eher angstbesetztes Feld für TherapeutInnen, da es eine kaum noch zu überblickende Vielzahl an Systemen gibt, die genaue Funktion nonverbaler Verfahren jedoch oftmals unklar ist, ebenso die Indikationsstellung. Aber auch die eigene Unvertrautheit mit dem Medium und die schlechte Repräsentanz in der Literatur, dem Mangel an Ansätzen und konkreten Vorschlägen dürften eine Rolle spielen. In der vorliegenden Arbeit sollen zumindest einige dieser Punkte genauer beleuchtet werden. Zunächst werden Grundlagen zum Erscheinungsbild globaler Aphasien und zur Situation, in der sich diese Menschen befinden, gelegt. Daraufhin soll die unterstützte Kommunikation in den Rahmen der Aphasietherapie eingeordnet werden. Im Anschluss daran soll diskutiert werden, ob nonverbale Verfahren bei Aphasien grundsätzlich einsetzbar sind, oder ob das Störungsbild dies unmöglich macht, welche allgemeinen Voraussetzungen Aphasiker dafür benötigen und welchen Ansprüchen die Verfahren genügen müssen. Danach werden die gebräuchlichsten Verfahren vorgestellt, systematisiert und ihre Indikationsstellung hinsichtlich globaler Aphasie bewertet.
Sandra Kleine
Examensarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,0, Technische Universität Dortmund (Sprach- und Literaturwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Erwerb des Lesens und des Schreibens wird in neuerer Zeit als Denkentwicklung verstanden, während derer Einsichten in Funktion und Aufbau unseres Schriftsystems gemacht werden müssen. Fehler werden dabei als Notwendigkeit betrachtet, die den Entwicklungsstand eines Kindes bzw. sein Wissen über unser Schriftsystem offenbaren. Diese Betrachtungsweise der Schriftsprachentwicklung hatte eine ganz bestimmte Sichtweise von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten zur Folge. Die Entwicklung der Schüler mit Problemen beim Schriftspracherwerb verläuft danach lediglich zeitlich verzögert, aber in der gleichen Form wie die der Kinder, die das Lesen und Schreiben ohne Schwierigkeiten erwerben. Aus der heutigen Sichtweise von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten entstehen weitreichende Konsequenzen für die betroffenen Kinder. Sie werden bestimmten Stufen in der Entwicklung zugeordnet und Fördermaßnahmen orientieren sich am normalen Fortgang und beschränken sich auf die Entfaltung schriftsprachlicher Fähigkeiten gemäß der Zone der nächsten Entwicklung. Die Frage, die sich nun ergibt, ist, ob die Form der Erfassung lese-rechtschreib-schwacher Kinder in Stufenmodellen sinnvoll ist und ob die Entwicklung dieser Kinder mit der von Kindern ohne Schwierigkeiten vergleichbar ist. Zu Beginn dieser Arbeit soll die Entstehung dieses Ansatzes vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute beschrieben werden. Dabei möchte ich ihr vorausgehende Konzepte, das Legastheniekonzept und den prozeßorientierten Ansatz, in ihrer Brauchbarkeit zur Erfassung von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bewerten. Im Folgenden soll deutlich werden, daß die derzeitige Sichtweise der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten der Komplexität des Phänomens nicht gerecht wird, daß vor allem eine sozialpsychologische Sichtweise der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten nötig ist, um das Problem adäquat zu erfassen. Die aus den Untersuchungen hervorgehenden Merkmale der Kinder werden deshalb in ein entsprechendes Modell eingeordnet. Aus den vorliegenden Untersuchungsergebnissen und der im dritten Kapitel dargestellten differenzierten Sichtweise von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten entstehen Konsequenzen, die sich überwiegend auf Interventionsverfahren und die weitere Forschung beziehen. Diese werden zum Schluss dargestellt.
Sandra Kleine
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1,0, Technische Universität Dortmund, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nicht nur Familien allgemein haben eine starke Aufwertung erfahren, sondern vor allem auch Familien behinderter Kinder. Dies macht sich seit den siebziger Jahren in einer Abkehr von der Heimerziehung bemerkbar. In einer mehrdimensionalen Sicht wird vor allem die Verbindung und Einheitlichkeit verschiedener Lebensbereiche gesehen, so dass therapeutische Maßnahmen nur als effektiv gelten, wenn das soziale Umfeld miteinbezogen wird und Familien dadurch eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Behinderungsproblemen erhalten haben. Durch diese Aufwertung werden an die Familien hohe Anforderungen gestellt. Diese beziehen sich nicht nur auf einen hohen zeitlichen und finanziellen Bedarf, sondern z.T. auch auf den Einsatz der Eltern als Kotherapeuten und damit auf eine Professionalisierung ihrer Rolle. Viele Forscher sehen Familien hier vor große Anpassungsprobleme gestellt und betonen vor allem die Instabilität moderner Kleinfamilien. Ein behindertes Kind könne dabei zu Krisen bis hin zu Auflösungserscheinungen führen. Neben einer solchen Desorganisation wird zudem die Gefahr der Desintegration und somit mögliche Schwierigkeiten im außerfamiliären Verhältnis gesehen. In der vorliegenden Arbeit soll nun festgestellt werden, welche Schwierigkeiten und welche positiven Aspekte diese Veränderungen mit sich bringen. Dabei sollen zunächst allgemeine Aspekte bezüglich historischem Wandel und Kennzeichen von Familien beschrieben werden. Daraufhin gehe ich auf Rollenanforderungen an Eltern und Kinder ein und beziehe mich dabei sowohl auf die Ansprüche der Gesellschaft, als auch auf die Erwartungen der Eltern und beschreibe daraufhin, inwiefern Familien mit einem behinderten Kind diese erfüllen können. Zum Schluss sollen Vorschläge gemacht werden, wie mögliche Probleme gemindert werden können.
Sandra Kleine
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit wird das Thema Bilderbücher im Hinblick auf seine pädagogische Funktion und Bedeutung umrissen. Das Bilderbuch ist ein Gegenstand von vielen, der in der Literaturwissenschaft behandelt wird. Wenn man jedoch lediglich seine literaturpädagogische Bedeutung besonders in Bezug auf Erstleser betrachtet, wird ihm meiner Meinung nach nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Das Bilderbuch kann bereits im Kindergarten und in der Grundschule erste Weichen für späteres Leseverhalten und Lesemotivation stellen. Darüber hinaus verbirgt es auch ein nicht zu geringes Sachwissen. Es bietet Gesprächsstoff und Anlaß für Diskussionen. Gleichzeitig fördert es zahlreiche Aspekte der kindlichen Entwicklung. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Bilderbuchs für Kindergarten und Schule in Bezug auf seine unterschiedlichen Förderungsmöglichkeiten und seine besondere Kindgemäßheit habe ich mich dazu entschieden den Schwerpunkt der Arbeit auf die Herauskristallisierung der pädagogisch-funktionalen und der entwicklungspsychologisch relevanten Aspekte von Bilderbüchern zu legen. Es folgt zunächst ein kurzer Abriß über Merkmale und Formen heutiger Bilderbücher. Darauf folgt der pädagogisch-funktionale Aspekt, wobei ich den Ertrag des Bilderbuchs bezogen auf die Punkte umweltzeigende und umweltklärende Funktion, Unterstützung der geistigen Entwicklung, erziehende Funktion, literaturpädagogische Funktion und schließlich Ausprägung des ästhetischen Empfindens herausarbeite. Zuletzt wird die Stellung des Bilderbuchs in der Entwicklung des Kindes beschrieben. Es soll dargestellt werden, wie Kinder in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen mit Büchern umgehen, welche Fähigkeiten sie bereits besitzen und wo spezielle Förderungsmöglichkeiten bestehen. Den Schwerpunkt in der überaus facettenreichen Entwicklung habe ich dabei auf die Kleinstkindentwicklung, auf die Bilderfassung, die Sprachentwicklung, die Identitätsbildung und die Zuwendung zum Realismus gelegt.
Sandra Kleine
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit und unter welchen Bedingungen Verfahren der unterstützen Kommunikation bei globaler Aphasie sinnvoll eingesetzt werden können. Die Geschichte der Aphasieforschung ist sehr eng mit dem nonverbalen Verhalten von Aphasikern verknüpft. Die Kompetenz dazu war häufig Ausgangspunkt, um die Struktur und Qualität einer zentralen Sprachstörung zu definieren, wobei sich verschiedene Theorien über die Zusammenhänge herausbildeten. Seit den 1950er Jahren werden nonverbale Verfahren bei Aphasien eingesetzt, auch heute sind sie Bestandteil sprachtherapeutischer Bemühungen, insbesondere bei schweren Aphasien. Hintergrund ist die hier vorzufindende extreme Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit, sowie Erfahrungen der Therapieresistenz, so dass die Suche nach alternativen Kommunikationsmöglichkeiten eine logische Konsequenz ist. In der Literatur ist diese Thematik jedoch nur sehr spärlich repräsentiert. Möglicherweise ist die Anwendung der Verfahren in Deutschland noch unüblich. In den USA und England finden sie jedoch bereits eine breitere Anwendung. Wahrscheinlich ist die unterstützte Kommunikation in Deutschland noch ein eher angstbesetztes Feld für TherapeutInnen, da es eine kaum noch zu überblickende Vielzahl an Systemen gibt, die genaue Funktion nonverbaler Verfahren jedoch oftmals unklar ist, ebenso die Indikationsstellung. Aber auch die eigene Unvertrautheit mit dem Medium und die schlechte Repräsentanz in der Literatur, dem Mangel an Ansätzen und konkreten Vorschlägen dürften eine Rolle spielen. In der vorliegenden Arbeit sollen zumindest einige dieser Punkte genauer beleuchtet werden. Zunächst werden Grundlagen zum Erscheinungsbild globaler Aphasien und zur Situation, in der sich diese Menschen befinden, gelegt. Daraufhin soll die unterstützte Kommunikation in den Rahmen der Aphasietherapie eingeordnet werden. Im Anschluss daran soll diskutiert werden, ob nonverbale Verfahren bei Aphasien grundsätzlich einsetzbar sind, oder ob das Störungsbild dies unmöglich macht, welche allgemeinen Voraussetzungen Aphasiker dafür benötigen und welchen Ansprüchen die Verfahren genügen müssen. Danach werden die gebräuchlichsten Verfahren vorgestellt, systematisiert und ihre Indikationsstellung hinsichtlich globaler Aphasie bewertet.
Sandra Kleine
Examensarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 1,0, Technische Universität Dortmund (Sprach- und Literaturwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Erwerb des Lesens und des Schreibens wird in neuerer Zeit als Denkentwicklung verstanden, während derer Einsichten in Funktion und Aufbau unseres Schriftsystems gemacht werden müssen. Fehler werden dabei als Notwendigkeit betrachtet, die den Entwicklungsstand eines Kindes bzw. sein Wissen über unser Schriftsystem offenbaren. Diese Betrachtungsweise der Schriftsprachentwicklung hatte eine ganz bestimmte Sichtweise von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten zur Folge. Die Entwicklung der Schüler mit Problemen beim Schriftspracherwerb verläuft danach lediglich zeitlich verzögert, aber in der gleichen Form wie die der Kinder, die das Lesen und Schreiben ohne Schwierigkeiten erwerben. Aus der heutigen Sichtweise von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten entstehen weitreichende Konsequenzen für die betroffenen Kinder. Sie werden bestimmten Stufen in der Entwicklung zugeordnet und Fördermaßnahmen orientieren sich am normalen Fortgang und beschränken sich auf die Entfaltung schriftsprachlicher Fähigkeiten gemäß der Zone der nächsten Entwicklung. Die Frage, die sich nun ergibt, ist, ob die Form der Erfassung lese-rechtschreib-schwacher Kinder in Stufenmodellen sinnvoll ist und ob die Entwicklung dieser Kinder mit der von Kindern ohne Schwierigkeiten vergleichbar ist. Zu Beginn dieser Arbeit soll die Entstehung dieses Ansatzes vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute beschrieben werden. Dabei möchte ich ihr vorausgehende Konzepte, das Legastheniekonzept und den prozeßorientierten Ansatz, in ihrer Brauchbarkeit zur Erfassung von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bewerten. Im Folgenden soll deutlich werden, daß die derzeitige Sichtweise der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten der Komplexität des Phänomens nicht gerecht wird, daß vor allem eine sozialpsychologische Sichtweise der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten nötig ist, um das Problem adäquat zu erfassen. Die aus den Untersuchungen hervorgehenden Merkmale der Kinder werden deshalb in ein entsprechendes Modell eingeordnet. Aus den vorliegenden Untersuchungsergebnissen und der im dritten Kapitel dargestellten differenzierten Sichtweise von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten entstehen Konsequenzen, die sich überwiegend auf Interventionsverfahren und die weitere Forschung beziehen. Diese werden zum Schluss dargestellt.
©2017 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.