Der Einfluss der Stasi auf Jugendliche in der Schule: Der Alltag von jugendlichen IMs und die Auswirkungen auf ihre Mitschüler

GRIN Verlag
1
Free sample

Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,0, Leuphana Universität Lüneburg (Kulturwissenschaften / Geschichtswissenschaften), Veranstaltung: "Die Kultur des Alltags in der Zeit der deutschen Zweistaatlichkeit", Sprache: Deutsch, Abstract: Das Ministerium für Staatssicherheit gilt heute als Symbol für das unterdrückte und überwachte Leben in der Diktatur des zweiten deutschen Staates. Die Stasi war der verlängerte Arm der Partei, sie sicherte die Macht der SED um jeden Preis. Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 versuchte sie, einen Staat zusammen zu halten, in dem sie ein System der Angst, des gegenseitigen Misstrauens und des Verrats installierte. Schätzungsweise 173.000 inoffizielle Mitarbeiter gab es im Jahr 1989 kurz vor dem Zusammenbruch der DDR. Sie waren angehalten Freunde und Mitmenschen zu überwachen und ihre Geheimnisse, ihre Ängste und Freuden der Stasi preis zu geben. Heute ist das Bedürfnis der gesamtdeutschen Bevölkerung groß, die Verbrechen des MfS zu rekonstruieren und aufzudecken. Über sechs Millionen Anträge auf Akteneinsicht gingen bei der Bundesbehörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen bis heute ein. Bespitzelte sichten ihre Akten, IMs stellen sich ihrer Vergangenheit. 2006 zieht es die Zuschauer ins Kino um „Das Leben der Anderen“ zu sehen. Ein Drama über einen IM und die Familie, die er bespitzelte. Die Verbrechen des Ministeriums für Staatssicherheit umfassten unzählige Facetten der Unmenschlichkeit, betreffen eine nicht definierbare Vielzahl an Personengruppen und waren vielfältig in ihrer Intensität. Moralisch besonders verwerflich und zumindest medial bislang wenig thematisiert ist der Missbrauch von Minderjährigen durch das Ministerium für Staatssicherheit. Zirka 6% aller Inoffiziellen Mitarbeiter waren minderjährig; das entspricht etwa 6.000 bis 10.000 Jungen und Mädchen unter 18 Jahren. Sie bespitzelten ihre Freunde und Klassenkameraden teils freiwillig, oft jedoch unter massivem Druck und unter dem Einsatz von Erpressung. Sie leisteten ihren Beitrag zum Kampf der Stasi, gegen die vermeintlichen Staatsfeinde. Die Folgen waren zerstörte Freundschaften, missbrauchtes Vertrauen und langjährige, beziehungsweise dauerhafte Beeinträchtigungen der psychischen und physischen Gesundheit der Betroffenen. Häufig wurden die Jugendlichen in ihrer Schule angeworben. Ein Raum der für viele neben der FDJ oder anderen Freizeitgestaltungenden am meisten für die Entwicklung intensiver Freundschaften prädestiniert war.
Read more
5.0
1 total
Loading...

Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
Read more
Published on
Apr 11, 2014
Read more
Pages
21
Read more
ISBN
9783656635642
Read more
Read more
Best For
Read more
Language
German
Read more
Genres
History / Europe / General
History / Modern / 20th Century
Read more
Content Protection
This content is DRM protected.
Read more
Eligible for Family Library

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Forschung und Studien, Note: 1,3, Leuphana Universität Lüneburg (Kulturwissenschaften / Medienkultur und Kommunikatin), Veranstaltung: "Mediale Gewalt ", Sprache: Deutsch, Abstract: Der Film "Eden Lake" aus dem Jahr 2008 ist in vielerlei Hinsicht drastischer als andere gewalthaltige Filme. Freilich, die Brutalität dieser Taten ist nichts was im unübersichtlich großen und vielfältigen Fundus des Horror- oder Gewaltfilms nicht schon da gewesen ist. Erschreckend ist in "Eden Lake" vielmehr die enge Verwurzelung der Gräueltaten in der Realweltlichkeit: eine deprivierte Gruppe Jugendlicher greift zu Gewalt, die schlimmst möglich eskaliert. Das Böse wandelt nicht als mystisch maskierter Psychopath umher sondern bemächtigt sich Kinder und Jugendlicher. Die Gewaltszenen sind kein genüsslich zelebriertes Schauspiel körperlicher Verletzlichkeit sondern voll realistischer, leidstiftender Traurigkeit. Eingerahmt ist dies in eine radikale Milieustudie der ländlichen Unterschicht. "Eden Lake" ist ein stellenweise problematischer Hybrid zwischen Horror- und Problemfilm, der die Grenzen der genretypischen Künstlichkeit oft überschreitet. Ein solcher Film wirft Fragen nach der Legitimität seiner Gewaltdarstellungen auf. Befolgt eine solch enge Verschränkung medialer Gewalt und realweltlicher Thematik die Gesetze des geregelten Tabubruchs? Kann ein Film wie dieser die gesellschaftlich-moralischen Wertmaßstäbe seiner Rezipienten zu Gunsten einer Gewaltaffirmation verschieben oder ist seine Lesart so konzipiert, dass die Rezeption eine Bestätigung der gewaltdomestikativen Normen zur Folge hat?
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,7, Leuphana Universität Lüneburg (Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Nutty Profession. Film und Wissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Beschäftigung mit dem Film in technischer, historischer und kulturell-diskursiver Form flankiert Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften und durchdringt, als konstitutives Herzstück, die genuinen Filmwissenschaften. [...] Dass sich die genannten Disziplinen meist im institutionell tradierten Modus der Schriftlichkeit artikulieren kann, gerade bei der Beschäftigung mit nicht textuellen Formen des Medialen (so zum Beispiel der Film), Erfahrungen der Inkommensurabilität hervorbringen. Der spezifisch-mediale Ausdruck des Films, der sich aus der ihm inhärenten komplexen technischen Verschränkung von Bild und Ton ergibt, ist, so der Filmwissenschaftler Raymond Bellour, im Medium des Textes nur tendenziös und niemals vollständig abbildbar: Das „radikale[...] Unvermögen [...], der Textualität des Filmes gerecht zu werden.“ bringe die Filmanalyse, so Bellour, in eine erkenntnistheoretisch prekäre Situation: „Sie hört nie auf nachzuahmen, zu evozieren, zu beschreiben; sie kann nur aus einer Art grundsätzlicher Verzweiflung heraus immer wieder versuchen, in wilde Konkurrenz mit dem Gegenstand zu treten, den zu verstehen sie sich bemüht. Indem sie ihn wieder und wieder zu fassen sucht, wird sie schließlich zum Ort einer fortwährenden Enteignung.“ Nutzt man Bellours Argumentation als filmtheoretische Prämisse, ergeben sich daraus einige produktive Perspektiven und Fragen bezüglich des Verhältnisses von Film und Filmanalyse. [...] Der textuelle Zugriff auf den Film impliziert epistemische Konsequenzen; er hat eine eigene mediale Spezifität, die mit der des Filmes nicht kohärent ist. Infolgedessen produziert der Text, als am Film hervorgebrachtes Material, eine eigene Form der Erkenntnis über den Film. Der Film wird so in der Filmanalyse auf eine spezifische Form zum wissenschaftlichen Gegenstand formiert. Zwar können Filme, besonders in Zeiten ubiquitär verfügbarer digitaler Ausdrucksmöglichkeiten, auch im Essayfilm oder filmvermittelnden Film analysiert werden, dennoch ereignet sich die wissenschaftliche Filmanalyse und der sich um sie formierende Diskurs meist weiterhin in schriftlicher Form. [...] Vor dem Hintergrund von Bellours Prämisse des „unauffindbaren Textes“ soll, nicht mit defizitärem, sondern positiven Impetus gefragt werden: Welche Form des Wissens entsteht hier? Wie funktioniert die Sequenzgrafik und auf welche Art bezieht sie sich auf den Text? Welches Verhältnis zwischen Film und Filmanalyse impliziert die Sequenzgrafik?
©2018 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google|Location: United StatesLanguage: English (United States)
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.