Art Spiegelmans „Maus“. Der Holocaust in der Welt des Comics

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Zeitzeugenberichte, Lyrik, Romane – es gibt viele Werke, die sich mit den katastrophalen Ereignissen rund um den Holocaust auseinandersetzen. Doch der Holocaust im Comic? Diesen ungewöhnlichen Zugang wählte Art Spiegelman, dessen Graphic Novel „Maus“ rund um die Erinnerungen seines jüdischen Vaters der Comicwelt ihren allerersten Pulitzer-Preis einbrachte. Dieses Buch blickt hinter die Entstehungskulissen des hochgelobten Werks und erläutert seine ungewöhnliche Darstellungsweise von Geschichte. Daneben wird am Beispiel „Maus“ gezeigt, wie man das Medium des Comics im Geschichtsunterricht integrieren kann. Aus dem Inhalt: Comic-Analyse und Hintergründe; Funktionen des Komischen in „Maus“; Die Tiermetaphern – „Maus“ als Fabel; Comics und ihr Einsatz im Geschichtsunterricht
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3.7
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Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Sep 27, 2013
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Pages
189
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ISBN
9783656505594
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Language
German
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Genres
Language Arts & Disciplines / Linguistics / General
Literary Collections / American / General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Französisch - Literatur, Werke, Note: 16 Punkte , Université de Lyon 2, Veranstaltung: Récit de voyage au féminin, Sprache: Deutsch, Abstract: Quand nous lisons et analysons des récits de voyage, il y a un aspect qui saute aux yeux et qui nous semble le plus important et le plus frappant de ce genre: c’est la rencontre du voyageur avec l’autre, la confrontation avec l’altérité et par conséquent la redécouverte de soi-même. Le voyageur subit souvent une métamorphose pendant son voyage et il exprime cette expérience existentielle en écrivant son récit de voyage. Et spécialement pour les femmes, le voyage qui était un domaine masculin jusqu’au début du XXe siècle, est un espace libre, hors de la société restrictive et devient ainsi la possibilité de franchir les frontières de leur rôle féminin et de se redéfinir. Nous remarquons que les récits de voyage au féminin mettent plus l’accent que les récits de voyage au masculin sur la question de l’identité et observent plus les femmes étrangères, l’autre féminin. Flora Tristan qui voyage au Pérou entre avril 1833 et juillet 1834 dresse dans son récit de voyage Pérégrinations d’une paria, paru en 1837, des multiples portraits des femmes étrangères. Le regard de Flora Tristan sur l’autre femme et sa manière de percevoir la féminité sont important pour l’initiation de la jeune voyageuse. Cela devient évident quand nous considérons son portrait de la señora Gamarra qui forme le véritable point culminant de son récit de voyage. Ce qui frappe c’est que nous ne trouvons aucune étude critique qui se consacre exclusivement à ce portrait bien que la narratrice elle-même souligne son importance en lui consacrant tout le dernier chapitre de son récit. Donc, il est temps d’éclaircir ce manque dans la recherche sur Flora Tristan. Ce dossier a pour but d’analyser en détail le portrait de la señora Gamarra dans les Pérégrinations d’une paria sous l’aspect de la différence entre le regard féminin et masculin. Dans une première partie nous considérerons le regard sur la señora Gamarra dans des études historiques pour savoir de quelle femme il s’agit et quelle valeur Tristan lui donne. Puis, dans une deuxième partie, nous examinerons le regard féminin sur la señora Gamarra à partir de la structure du portrait de Tristan. Cette étude nous mènera à une comparaison des regards masculins contemporains sur cette femme, avant tout avec celui de Lavandais dans son récit de voyage Scènes et récits de voyage dans les républiques de l’Amérique du sud. La dernière partie propose de réfléchir aux causes d’une perception différente de la señora Gamarra par Tristan et Lavandais.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Amerikanistik - Literatur, Note: 2,0, Universität Mannheim, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der weltberühmte Roman "The Great Gatsby" wurde von Francis Scott Fitzgerald geschrieben und ist 1925 erschienen. Er wird gemeinhin als Fitzgeralds Meisterwerk bezeichnet, obwohl er sich nach seiner Veröffentlichung zunächst nur mäßig verkaufte. In dem Roman werden die Ereignisse eines Sommers im Leben von Nick Carraway erzählt, einem jungen Mann aus dem amerikanischen Mittleren Westen, der nach seinem Umzug an die Ostküste die Bekanntschaft des schwerreichen Jay Gatsby macht und in dessen glamouröse Welt hineingezogen wird. Es gibt zahlreiche Werke, die sich mit verschiedensten Aspekten dieses Romans beschäftigen. Einige behandeln die Frage, wie stark der Einfluss von Fitzgeralds eigenem Leben auf den Roman war; andere versuchen, die verschiedenen Leitmotive des Romans zu interpretieren und wieder andere beschäftigen sich mit der Frage, inwieweit die Handlung des Romans auch in heutigen Zeiten noch aktuell ist. Ein Aspekt wird in vielen dieser Arbeiten erwähnt – der "American dream". Ich möchte in dieser Hausarbeit zeigen, wie das Phänomen des "American dream" in The Great Gatsby dargestellt wird und was das Besondere am persönlichen "American dream" der Hauptfigur Jay Gatsby ist. Zunächst werde ich einen kurzen Abriss der Biografie des Autors F. S. Fitzgerald geben und mich dann mit der Figur Jay Gatsby befassen. Danach werde ich das Konzept des "American dream" vorstellen und im Anschluss daran die Besonderheit des "Gatsby-schen" Traums erläutern. Ich möchte aufzeigen, dass der Leser des Romans gerade durch Gatsbys unerschütterlichen Glauben an seinen Traum und durch seine Fähigkeit, zu hoffen, dazu gebracht wird, Sympathie mit Gatsby zu empfinden und sein Scheitern (und das seines Traums) zu bedauern.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Hauptseminar Vertiefungs- und Erweiterungskrise der EU?, Sprache: Deutsch, Abstract: Als ein wesentliches Indiz dafür, dass sich die EU in der Krise befindet, wird oft die Lähmung der deutsch-französischen Beziehungen angeführt. Seit der Gründung der EU hat diese spezifische Form der bilateralen Kooperation die „Motorfunktion im europäischen Integrationsprozess“ (Woyke 2000: 9) übernommen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit von Frankreich und Deutschland sowie die gemeinsamen Initiativen haben die Gestalt der heutigen EU entscheidend beeinflusst.Im Osterweiterungsprozess jedoch wurde die Partnerschaft durch Interessendivergenzen, Konflikte und beidseitige Provokationen empfindlich auf die Probe gestellt. Hieraus ergibt sich die Frage, inwiefern sich das deutsch-französische Tandem während der Osterweiterung als ‚Motor der Europäischen Integration’ bewährt und sich seine Rolle nach der Osterweiterung verändert hat. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb anhand entscheidender Phasen des Osterweiterungsprozesses im Kontext des Spannungsverhältnisses von Vertiefungs-und/oder Erweiterungsdebatte die Interessen, Perzeptionen und Erwartungen Frankreichs und Deutschlands und die daraus resultierenden Konflikte zu analysieren. Die Untersuchung orientiert sich dabei an folgenden Leitfragen: 1. Welche Konvergenzen und Divergenzen bezüglich der Osterweiterung gab es zwischen Deutschland und Frankreich? 2. Gab es gemeinsame Initiativen und Strategien für die Osterweiterung? 3. Hat sich das deutsch-französische Tandem als dynamisierender Motor oder blockierendes Hindernis in der Realisierung der Osterweiterung erwiesen? Zur Erörterung der Fragestellung sollen anhand der Orientierungsphase (1989-1993), der Konkretisierungsphase (1994-1998)und der Verhandlungsphase (1999-2002) der Osterweiterung jeweils die Interessen und Perzeptionen Frankreichs und Deutschlands auf Divergenzen und Konvergenzen hin analysiert werden. In einem zweiten Schritt wird nach gemeinsamen Initiativen, Strategien und Konzepten für die Osterweiterung zu fragen sein. Abschließend soll auf die veränderte Rolle des Tandems und die Herausforderungen dieser spezifischen Partnerschaft in einem erweiterten Europa eingegangen werden. Vor dem Hintergrund der geleisteten, historischen Retrospektive soll zudem im Fazit eine Einschätzung bezüglich der aktuellen Divergenzen und Zukunftsaussichten der deutsch-französischen Kooperation gewagt werden. Befindet sich das Traumpaar in einer ‚Ehekrise’?
Masterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Anglistik - Literatur, Note: 2,1, Ruhr-Universität Bochum (Englisches Seminar), Veranstaltung: Masterarbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Harry Potter Reihe von J.K. Rowling hat zweifellos die Lesegewohnheiten von Jugendlichen rund um die Welt beeinflusst und auch viele Erwachsene haben sich von den Romanen in den Bann ziehen lassen. Es wurden spezielle Ausgaben für Erwachsene herausgegeben, die durch ein anderes Cover nicht so sehr an ein Kinderbuch erinnern. Buchläden haben bei Erscheinen der neuen Bände sogar Sonderöffnungszeiten eingerichtet, um dem Anrang der begeisterten Leserschaft Herr zu werden, Postboten haben am Erscheinungsdatum Sonderschichten in der Postzustellung auf sich nehmen müssen um sicherzustellen, dass Buchvorbestellungen bei Onlinehändlern die Leser am Erscheinungstag erreichen. Neben den Büchern ist eine große Merchandise-Maschinerie angelaufen, es gibt die Möglichkeit Poster, Tassen, Briefpapier, Taschen sowie Bettwäsche zu erwerben; insgesamt zählt man 400 verschiedene Artikel mit dem Harry Potter Konterfei.1 Zahlreiche Fanforen lassen sich im Internet finden, in denen sich die Nutzer über die Romane, aber auch die Verfilmungen, austauschen. Seit Beginn des Hype werden die Bücher auch verfilmt und sind in der geschriebenen Form in 61 Sprachen übersetzt worden, darunter exotische Sprachen wie Isländisch und Afrikaans. Inzwischen rangieren die Harry Potter Romane auf Platz drei der Allzeit-Bestsellerliste mit 250 Millionen verkauften Büchern. Stephen Brown spricht in seinem Businessweek Artikel von einem Verkaufsrang direkt nach der Bibel. Aber worauf beruht dieser Erfolg? Die Antwort ist nicht ganz einfach und beruht meiner Meinung nach auf mehreren Faktoren. Der Hauptfaktor ist, wie ich meine, vor allem die Kombination aus der realen Welt der Leser mit einer fantastischen, irrealen und unbekannten Welt voller Zauberkraft, Symbolen und Mythen, aber auch übermenschlichen Fähigkeiten. Die sieben Harry Potter Bände folgen dem Zauberlehrling Harry Potter durch seine Schulzeit auf der Zauberschule Hogwarts, einer der angesehensten Schulen in der Zauberwelt, und zeigen seinen Kampf gegen die dunkle Macht des Lord Voldemort und dessen Anhängern. Dieser hat Jahre zuvor in einem Kampf Harrys Eltern getötet und das Baby Harry mit einer Narbe für sein Leben gezeichnet. Harry Potter ist dadurch der einzige Zauberer, der einen Angriff von Lord Voldemort – ein Name den man in der Zauberwelt nicht aussprechen darf – überlebt hat.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, Veranstaltung: Seminar im HS: Politische Rhetorik, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Sportpalastrede soll in der vorliegenden Arbeit im Gegensatz zu den existierenden Studien, die meist nach der Ursache ihrer immensen Wirkung fragen, auf ihre Funktion analysiert werden. Dabei wird zu zeigen sein, dass Goebbels nicht Persuasion im Sinne des Überzeugens des vor Ort präsenten Publikums intendiert. Auch die Kategorien von ‚Überreden’ oder ‚Überwältigen’ sind bei Goebbels Rede nicht vordergründig relevant, weil sie gar nicht primär auf das Publikum vor Ort abzielt. Dieses wird lediglich benutzt, um zum einen machtpolitische Ziele nach Innen durchzusetzen, d.h. vor allem die von Goebbels bereits seit 1941 geforderten Maßnahmen zur totalen Kriegführung gegenüber der NS-Führung und Hitler konsequent durchführen zu können. Zum anderen versucht Goebbels außenpolitische Weichenstellungen vorzunehmen, um einen möglichen Zweifrontenkrieg gegen Deutschland zu verhindern. Dies soll im Folgenden mit Hilfe einer funktionsorientierten Analyse der Rede belegt werden, die linguistisch-stilistische Elemente nur aufgreift, wenn sie die Topoi und Adressaten markieren und damit auf die Funktion verweisen. Dazu soll zunächst ein Überblick über die Forschung zur politischen Rhetorik und zur Funktion der Rede im NS gegeben werden, um die Schwierigkeiten im Umgang mit NS-Reden und die hier gewählte Methode plausibel zu machen. Nach einer institutionellen Kontextualisierung der Sportpalastrede wird ihre außen- und innenpolitische Funktion zu erörtern sein. Zum Schluß der Arbeit soll auf die Problematik der Akklamation als Simulation einer demokratischen Volksabstimmung zur Legitimierung des ‚totalen Kriegs’ eingegangen werden.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Französisch - Literatur, Werke, Note: 16 Punkte , Université de Lyon 2, Veranstaltung: Récit de voyage au féminin, Sprache: Deutsch, Abstract: Quand nous lisons et analysons des récits de voyage, il y a un aspect qui saute aux yeux et qui nous semble le plus important et le plus frappant de ce genre: c’est la rencontre du voyageur avec l’autre, la confrontation avec l’altérité et par conséquent la redécouverte de soi-même. Le voyageur subit souvent une métamorphose pendant son voyage et il exprime cette expérience existentielle en écrivant son récit de voyage. Et spécialement pour les femmes, le voyage qui était un domaine masculin jusqu’au début du XXe siècle, est un espace libre, hors de la société restrictive et devient ainsi la possibilité de franchir les frontières de leur rôle féminin et de se redéfinir. Nous remarquons que les récits de voyage au féminin mettent plus l’accent que les récits de voyage au masculin sur la question de l’identité et observent plus les femmes étrangères, l’autre féminin. Flora Tristan qui voyage au Pérou entre avril 1833 et juillet 1834 dresse dans son récit de voyage Pérégrinations d’une paria, paru en 1837, des multiples portraits des femmes étrangères. Le regard de Flora Tristan sur l’autre femme et sa manière de percevoir la féminité sont important pour l’initiation de la jeune voyageuse. Cela devient évident quand nous considérons son portrait de la señora Gamarra qui forme le véritable point culminant de son récit de voyage. Ce qui frappe c’est que nous ne trouvons aucune étude critique qui se consacre exclusivement à ce portrait bien que la narratrice elle-même souligne son importance en lui consacrant tout le dernier chapitre de son récit. Donc, il est temps d’éclaircir ce manque dans la recherche sur Flora Tristan. Ce dossier a pour but d’analyser en détail le portrait de la señora Gamarra dans les Pérégrinations d’une paria sous l’aspect de la différence entre le regard féminin et masculin. Dans une première partie nous considérerons le regard sur la señora Gamarra dans des études historiques pour savoir de quelle femme il s’agit et quelle valeur Tristan lui donne. Puis, dans une deuxième partie, nous examinerons le regard féminin sur la señora Gamarra à partir de la structure du portrait de Tristan. Cette étude nous mènera à une comparaison des regards masculins contemporains sur cette femme, avant tout avec celui de Lavandais dans son récit de voyage Scènes et récits de voyage dans les républiques de l’Amérique du sud. La dernière partie propose de réfléchir aux causes d’une perception différente de la señora Gamarra par Tristan et Lavandais.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, Veranstaltung: Hauptseminar: Novellistik im 19. Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Abstract: „Mich beschleicht nämlich schon seit einiger Zeit das Gefühl, daß die Novelliererei zu einer allgemeinen Nivelliererei geworden sei, einer Sintflut, in der herumzuplätschern kein Vergnügen und bald auch keine Ehre mehr sei.“[1] Kritisch äußert sich Gottfried Keller zur Novellistik des 19. Jahrhunderts, die zu diesem Zeitpunkt bereits ihren ästhetischen und marktwirtschaftlichen Höhepunkt erreicht hat. Neben dem Roman hat sich die Novelle zwischen 1850 und 1890 im deutschsprachigen Raum zur dominierenden literarischen Gattung entwickelt, wobei es zur Differenzierung in künstlerisch anspruchsvolle, in den literarischen Kanon eingegangene Novellen und in jene von Keller kritisierte, triviale und massenpopuläre Novellen kam. Während zahlreiche deutsche Autoren im 19. Jahrhundert die Novelle zur anspruchsvollsten Gattung, die den Rang des Dramas eingenommen habe, emporstilisierten, empfand Heinrich von Kleist die Hinwendung zur Novellistik als Degradierung seiner künstlerischen Fähigkeit und nicht wie Keller als Ehre: „[S]ich vom Drama zur Erzählung herablassen zu müssen, [habe] ihn grenzenlos gedemütigt.“[2] Tatsächlich entstehen Kleists Erzählungen in einer Zeit, in der, im Gegensatz zum poetischen Realismus, die Novelle als Gattung gegenüber dem Drama gering geschätzt wird. Die Bedeutung und Stellung Kleists innerhalb der Novellengeschichte ist dementsprechend umstritten. Während Heyse trotz lobender Erwähnung Kleists in Tieck den Begründer der modernen Novelle sieht,[3] postuliert Freund, dass „mit den 1810 und 1811 in zwei Bänden erschienenen Erzählungen von Heinrich von Kleist [...] die Geschichte der modernen deutschen Novelle ein[setzt].“[4] Aust wiederum verweist darauf, dass Kleist den Novellenbegriff stets vermieden hat und das ursprüngliche Vorhaben, die Sammlung unter dem Titel ‚Moralische Erzählungen’ herauszugeben, nicht Kleists Nähe zur Tradition der Cervantschen Novellistik andeute sondern „die radikale Form seiner Abrechnung mit ihr [...].“[5] Samuel geht demgegenüber davon aus, dass Kleist sich bewusst „in die Tradition eben der europäischen Novelle [stellt]“[6] und Greiner sieht in Goethes Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter den zentralen Bezugstext Kleistscher Novellen.[7]
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