ADHS. Das Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom aus multiperspektivischer Sichtweise

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Fachhochschule Esslingen Hochschule für Technik Esslingen, Veranstaltung: Störung, Leiden, Anderssein, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS; würde man eine Umfrage starten, würde vermutlich fast jeder schon einmal von dieser Störung gehört haben, ein beachtlicher Teil würde wahrscheinlich sogar erklären können, worum es sich dabei handelt und eine immer noch recht große Anzahl der Befragten, würde einen Betroffenen kennen. Dank der Medien und in jüngster Zeit auch durch die zahlreichen kritischen Diskussionen der Behandlung mit Medikamenten und Büchern, wie „Die Krankheitserfinder“ von Jörg Blech, die sich gerade mit diesen hitzigen Debatten beschäftigen, ist ADHS mittlerweile in aller Munde. Trotzdem rührt meine Motivation mich mit diesem Thema im Zuge meiner Hausarbeit zu beschäftigen nicht daher, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass ich mein Praxissemester im Bereich einer Tagesgruppe für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche absolvieren werde. Einige der dort Betreuten bekamen die Diagnose ADHS, weshalb für mich diese Arbeit nun eine Chance darstellt, mich bereits im Voraus intensiv mit dieser Thematik zu beschäftigen. Die Ansicht, dass man im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe als SozialarbeiterIn häufig mit dieser Störung konfrontiert ist, letztlich auch dadurch, dass sie die mittlerweile am Häufigsten diagnostizierte seelische Störung im Kindes- und Jugendalter darstellt (vgl. Blech 2005, 111), bekräftigt zusätzlich meine Entscheidung für dieses Thema. Ich werde im Laufe meiner Hausarbeit ADHS aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten, um einerseits eine einseitige und eingeschränkte Sichtweise auf die Störung zu vermeiden und andererseits, da ich der Meinung bin, dass diese Multiperspektivität Voraussetzung für eine erfolgreiche Soziale Arbeit ist. An den Anfang meiner Arbeit habe ich eine Fallgeschichte gestellt um dem Leser einen Eindruck der Bemerkbarkeit und der Auswirkungen von ADHS im Alltagsleben, wie auch von der Diagnose und der Therapie zu gewähren. In meinem Hauptteil werde ich mit der medizinisch-biologischen Sichtweise beginnen. Ich habe diese Perspektive an den Anfang gestellt, da es meiner Meinung nach diejenige Sichtweise darstellt, die am meisten Auskunft darüber gibt, was sich hinter dem Begriff ADHS verbirgt. Im weiteren Verlauf werde ich dann spezieller auf die Lebenswelt der Betroffenen, der Angehörigen und der Situation in der Schule eingehen. Im Vordergrund sollen hier die individuellen Gefühle, Gedanken und Probleme, als auch die Bewältigungsmöglichkeiten stehen.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
May 6, 2008
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Pages
30
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ISBN
9783638044257
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Language
German
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Genres
Education / General
Education / Philosophy, Theory & Social Aspects
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Content Protection
This content is DRM protected.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Fachhochschule Esslingen Hochschule für Technik Esslingen, Veranstaltung: Einführung in Theorien der Sozialen Arbeit, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 3 Silvia Staub-Bernasconis Abhandlung über Jane Addams trägt den Titel „Das sanfte Entschwinden einer Nobelpreisträgerin“ (Staub-Bernasconi 1995, 25). Während meiner Materialsuche stieß ich auf einige Schwierigkeiten, da es in der deutschen Literatur nur wenige Autoren gab bzw. gibt, welche sich mit dem Leben und dem Wirken von Jane Addams befassten. Sofort wurde mein Interesse nach dem ‚Warum’ geweckt. Waren ihre Gedanken und Theorien unrealistisch oder ließen sie sich ausschließlich auf den damaligen Kontext bzw. die damalige Zeit beziehen? Sind sie auf unsere aktuelle Situation nicht übertragbar bzw. anwendbar? Auch wenn es etwas mehr Zeit in Anspruch nahm geeignete Literatur ausfindig zu machen, wollte ich Antworten auf diese Fragen finden. Im Seminar „Wissenschaft der Sozialen Arbeit“ wurde das Leben und Wirken Jane Addams mittels einer Präsentation bereits grob angerissen. Es erschien mir auf den ersten Blick nicht so als ob ihre Theorie unrealistisch, abstrakt und nicht mehr zeitgemäß wäre. Ändert sich dieser erste Eindruck bei genauerem hinsehen oder was könnte sonst verantwortlich dafür sein, dass Jane Addams hierzulande kaum bekannt ist? Diese Frage war ausschlaggebend und weckte mein Interesse, mich durch meine Hausarbeit intensiv mit der Frau aus dem amerikanischen Bundesstaat Illinois zu befassen. Sowohl ihre Arbeit in Hull House, als auch ihre Theorie stellt eine Reaktion auf die Situation in Chicago zur Zeit der Industrialisierung dar und ist somit stark durch den historischen Kontext geprägt worden. Auf Grund dessen werde ich mich zu Beginn mit der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Lage im damaligen Amerika befassen, um danach genauer auf die Person Jane Addams einzugehen, die in diesen Kontext hineingeboren wurde. In ihrer Biographie möchte ich zahlreiche Ereignisse bzw. Wegbereiter aufzeigen, die sich später für ihr soziales und pazifistisches Engagement und letztlich für die Entwicklung ihrer Theorie als ausschlaggebend herausstellen werden. Mir ist es wichtig, sowohl den historischen Kontext als auch ihre Biographie nicht nur anzureißen, sondern mich detaillierter damit zu befassen, da ich diese beiden Punkte als Ursache für ihr späteres Wirken betrachte. Ich bin der Ansicht, dass man ihre Tätigkeit, sei es im sozialen, politischen oder pazifistischen Bereich nur dann wirklich verstehen kann, wenn man sich zuvor mit der geschichtlichen Situation und ihrem Leben auseinandergesetzt hat.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen (Fakultät für Soziale Arbeit und Gesundheit), Veranstaltung: Theorien in der Sozialen Arbeit, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Sozialen Arbeit wird zur theoretischen Begründung der praktischen Arbeit häufig das Wort „systemisch“ gebraucht. Es ist die Rede von „systemischer Beratung“, „systemischer Therapie“ und „systemischem Arbeiten“. Dabei wird Bezug genommen auf Systemtheorien. Diese theoretische Beschreibung der menschlichen Realität anhand der gegenseitigen Beeinflussung von Systemen wird von einem ihrer bekanntesten Vertreter, Niklas Luhmann, sehr komplex geschildert, abstrahiert und ist nicht ganz einfach zu verstehen. In dieser Arbeit wird sehr anschaulich und in einfachen Bildern und Worten Luhmanns Systemtheorie veranschaulicht und begreifbar gemacht. Es wird erklärt, was genau Systemtheorie ausdrücken soll und wie sich das Wissen darüber auf die Soziale Arbeit anwenden lässt. Im ersten Teil dieser Arbeit wird die Bedeutung dieser Theorie und deren geschichtlicher Ursprung geklärt. Im zweiten Kapitel geht es um Niklas Luhmann, einen der wichtigsten Autoren auf dem Gebiet der Systemtheorie. Die Autoren setzen sich ausführlich mit den Grundgedanken und Grundbegriffen seiner Theorie auseinander. Dabei werden möglichst viele praktische Anwendungsbeispiele beschrieben und an Bildbeispielen verdeutlicht, damit die Übertragbarkeit seiner Theorie auf die Praxis einfacher wird. Im dritten Kapitel geht es um die konkrete Umsetzung von Luhmanns Systemtheorie in der heutigen Sozialen Arbeit.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,3, Hochschule Esslingen, Veranstaltung: Sozialpolitik, soziale Ungleichheit und Soziale Arbeit, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zehn Prozent, der in Deutschland lebenden Kinder, sind von Armut betroffen. Das brachte die internationale UNICEF-Vergleichsstudie „Child Poverty in Rich Countries 2005“ ans Licht. Die relative Kinderarmut hierzulande stieg zwischen 1990 und 2001 um 2,7 Prozentpunkte und wächst somit rasanter als in den meisten anderen Industriestaaten (vgl. UNICEF, 2005, 1). Bereits unsere frühere Bundesministerin Renate Schmidt war zu Recht der Ansicht, dass „„Kinderarmut eines der drängendsten und gravierendsten Probleme unserer Zeit ist““ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2004). Und auch die Studie der Arbeiterwohlfahrt, die so genannte AWO-ISS-Studie, macht deutlich, dass Kinderarmut längst nicht mehr nur Kinder von Alleinerziehenden, Arbeitslosen oder Migranten treffen kann, sondern, dass sie allgegenwärtig ist. Für mich besonders erschreckend ist die Tatsache, dass Kinder, diejenige Bevölkerungsgruppe darstellen, die am häufigsten von der Armut bedroht ist (vgl. Arbeiterwohlfahrt, 2000, 1-2). Auf Grund dessen möchte ich mich im Rahmen meiner Arbeit intensiv mit der „Infantilisierung der Armut“ beschäftigen. Wichtig ist mir hierbei, auch aktuelle Erkenntnisse zu beleuchten. Zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit der Thematik warfen sich mir zahlreiche Fragen auf. Da Kinderarmut ein sehr weitläufiges Problem darstellt und um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, werde ich mich ausschließlich mit der Begrifflichkeit der Armut, den Ursachen der Kinderarmut und den sozialpolitischen Maßnahmen befassen. Diese Einschränkung soll nicht bedeuten, dass ich die Erörterung der Lebensbedingungen, die Konsequenzen für die Kinder und die Möglichkeiten der sozialen Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen als weniger bedeutsam betrachte. Doch angesichts des Regierungswandels erschien es mir als äußerst interessant, mich im Rahmen meiner Arbeit auch damit zu befassen, ob und inwieweit die neue Regierung zur Bekämpfung der Kinderarmut beiträgt und welche Maßnahmen sie hierzu ergreift. Im Laufe meiner Arbeit werde ich mich mit folgenden Gesichtspunkten auseinandersetzen: Lässt sich Armut allgemein definieren? Was bedeutet absolute und relative Armut? Welche Ursachen sind ausschlaggebende Gründe für die Kinderarmut? Was kann der Sozialstaat dagegen tun? Welche aktuellen Maßnahmen zur Bewältigung ergreift die neue Regierung?
Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 2, Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main, 32 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Das Thema „Der Umgang und die Bedeutung von Medien für türkische Jugendliche in Deutschland“ habe ich gewählt, da sich mein Interesse im Bereich türkische Medienlandschaft insbesondere die Vertretung dieses Landes und seiner Gesellschaft im World Wide Web in der letzten Zeit enorm gesteigert hat. Seitdem mein Bruder und ich einen Amiga 500 als Kind besaßen, war dies der Anfang, mich für Computer (Spiele) zu interessieren. Das Fernsehen stand auf meiner Beschäftigungsliste auf dem zweiten Platz. Ich erkannte, dass Medien und ihr dazugehöriger Einfluss auf den einzelnen Menschen mich sehr faszinierten. Als Kind bemerkte ich ganz deutlich, dass es mehrere Wege und Möglichkeiten gab, den einzelnen Bürger mit der jeweiligen Information zu bedienen, die er gerade brauchte: Nachrichten im Fernsehen, Musik im Radio, regionales aus der Zeitung oder eben wie es in meinem Fall war Spiele am Computer. Wie informierte sich allerdings eine türkische Durchschnittsfamilie (Vater, Mutter, zwei Kinder) er Arbeiter, sie Hausfrau, beide verstehen die Sprache ihrer Kinder nicht. Die vorliegende Arbeit spiegelt die Auseinandersetzung der Migranten, die als Gastarbeiter in den 60er nach Deutschland kamen bis hin zu den zweiten und dritten Generation in Deutschland lebender Türken mit den sogenannten „neuen Medien“ wider. Hierzu zählen Printmedien, Hörfunk und Fernsehen bis hin zum Internet. Für türkische Familien gab es jahrelang nichts wichtigeres, als vierzig Minuten lang „Köln-Radio“ zu hören. Seit 1964 bietet der WDR Köln Nachrichten und Informationen speziell für in Deutschland lebende Ausländer in der jeweiligen Sprache. „Die Sendung (...) war für die türkischen >Gastarbeiter
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Fachhochschule Esslingen Hochschule für Technik Esslingen, Veranstaltung: Einführung in Theorien der Sozialen Arbeit, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 3 Silvia Staub-Bernasconis Abhandlung über Jane Addams trägt den Titel „Das sanfte Entschwinden einer Nobelpreisträgerin“ (Staub-Bernasconi 1995, 25). Während meiner Materialsuche stieß ich auf einige Schwierigkeiten, da es in der deutschen Literatur nur wenige Autoren gab bzw. gibt, welche sich mit dem Leben und dem Wirken von Jane Addams befassten. Sofort wurde mein Interesse nach dem ‚Warum’ geweckt. Waren ihre Gedanken und Theorien unrealistisch oder ließen sie sich ausschließlich auf den damaligen Kontext bzw. die damalige Zeit beziehen? Sind sie auf unsere aktuelle Situation nicht übertragbar bzw. anwendbar? Auch wenn es etwas mehr Zeit in Anspruch nahm geeignete Literatur ausfindig zu machen, wollte ich Antworten auf diese Fragen finden. Im Seminar „Wissenschaft der Sozialen Arbeit“ wurde das Leben und Wirken Jane Addams mittels einer Präsentation bereits grob angerissen. Es erschien mir auf den ersten Blick nicht so als ob ihre Theorie unrealistisch, abstrakt und nicht mehr zeitgemäß wäre. Ändert sich dieser erste Eindruck bei genauerem hinsehen oder was könnte sonst verantwortlich dafür sein, dass Jane Addams hierzulande kaum bekannt ist? Diese Frage war ausschlaggebend und weckte mein Interesse, mich durch meine Hausarbeit intensiv mit der Frau aus dem amerikanischen Bundesstaat Illinois zu befassen. Sowohl ihre Arbeit in Hull House, als auch ihre Theorie stellt eine Reaktion auf die Situation in Chicago zur Zeit der Industrialisierung dar und ist somit stark durch den historischen Kontext geprägt worden. Auf Grund dessen werde ich mich zu Beginn mit der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Lage im damaligen Amerika befassen, um danach genauer auf die Person Jane Addams einzugehen, die in diesen Kontext hineingeboren wurde. In ihrer Biographie möchte ich zahlreiche Ereignisse bzw. Wegbereiter aufzeigen, die sich später für ihr soziales und pazifistisches Engagement und letztlich für die Entwicklung ihrer Theorie als ausschlaggebend herausstellen werden. Mir ist es wichtig, sowohl den historischen Kontext als auch ihre Biographie nicht nur anzureißen, sondern mich detaillierter damit zu befassen, da ich diese beiden Punkte als Ursache für ihr späteres Wirken betrachte. Ich bin der Ansicht, dass man ihre Tätigkeit, sei es im sozialen, politischen oder pazifistischen Bereich nur dann wirklich verstehen kann, wenn man sich zuvor mit der geschichtlichen Situation und ihrem Leben auseinandergesetzt hat.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,3, Hochschule Esslingen, Veranstaltung: Sozialpolitik, soziale Ungleichheit und Soziale Arbeit, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zehn Prozent, der in Deutschland lebenden Kinder, sind von Armut betroffen. Das brachte die internationale UNICEF-Vergleichsstudie „Child Poverty in Rich Countries 2005“ ans Licht. Die relative Kinderarmut hierzulande stieg zwischen 1990 und 2001 um 2,7 Prozentpunkte und wächst somit rasanter als in den meisten anderen Industriestaaten (vgl. UNICEF, 2005, 1). Bereits unsere frühere Bundesministerin Renate Schmidt war zu Recht der Ansicht, dass „„Kinderarmut eines der drängendsten und gravierendsten Probleme unserer Zeit ist““ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2004). Und auch die Studie der Arbeiterwohlfahrt, die so genannte AWO-ISS-Studie, macht deutlich, dass Kinderarmut längst nicht mehr nur Kinder von Alleinerziehenden, Arbeitslosen oder Migranten treffen kann, sondern, dass sie allgegenwärtig ist. Für mich besonders erschreckend ist die Tatsache, dass Kinder, diejenige Bevölkerungsgruppe darstellen, die am häufigsten von der Armut bedroht ist (vgl. Arbeiterwohlfahrt, 2000, 1-2). Auf Grund dessen möchte ich mich im Rahmen meiner Arbeit intensiv mit der „Infantilisierung der Armut“ beschäftigen. Wichtig ist mir hierbei, auch aktuelle Erkenntnisse zu beleuchten. Zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit der Thematik warfen sich mir zahlreiche Fragen auf. Da Kinderarmut ein sehr weitläufiges Problem darstellt und um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, werde ich mich ausschließlich mit der Begrifflichkeit der Armut, den Ursachen der Kinderarmut und den sozialpolitischen Maßnahmen befassen. Diese Einschränkung soll nicht bedeuten, dass ich die Erörterung der Lebensbedingungen, die Konsequenzen für die Kinder und die Möglichkeiten der sozialen Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen als weniger bedeutsam betrachte. Doch angesichts des Regierungswandels erschien es mir als äußerst interessant, mich im Rahmen meiner Arbeit auch damit zu befassen, ob und inwieweit die neue Regierung zur Bekämpfung der Kinderarmut beiträgt und welche Maßnahmen sie hierzu ergreift. Im Laufe meiner Arbeit werde ich mich mit folgenden Gesichtspunkten auseinandersetzen: Lässt sich Armut allgemein definieren? Was bedeutet absolute und relative Armut? Welche Ursachen sind ausschlaggebende Gründe für die Kinderarmut? Was kann der Sozialstaat dagegen tun? Welche aktuellen Maßnahmen zur Bewältigung ergreift die neue Regierung?
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