Benjamin Nelson und Talcott Parsons: Zwei Ansätze zur Beschreibung der gesellschaftlichen Rationalisierung

GRIN Verlag
Free sample

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 2,0, Universität Rostock (Institut für SOziologie und Demographie), Veranstaltung: Gesellschaftliche Rationalisierung, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Renaissance stellt in der westlichen Ideengeschichte eine wichtige Epoche dar. Mit ihr setzt der Beginn der politischen Neuzeit ein, in der antikes griechisches Denken wieder entdeckt wird. Der Mensch befreit sich zunehmend aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, er rückt immer weiter in den Mittelpunkt der Welt und das Politische gerät immer mehr in den Vordergrund, indem es sich durch die Säkularisierung zunehmend von dem Religiösen distanziert. Doch wie und vor allem auf welche Art und Weise sind diese Entwicklungen zustande gekommen? Wie nähert man sich der Thematik der Modernisierung am sinnvollsten, wenn man den Prozess einer gesellschaftlichen Entwicklung untersuchen will? Welche Prozesse oder Ereignisse führten zu der zunehmenden Rationalisierung ganzer Gesellschaften? Dies sind nur einige Fragen, die sich Soziologen bereits seit einigen Jahrzehnten stellen und zu beantworten versuchen. Während der Ursachensuche sind unterschiedliche Erklärungsansätze entstanden, die anhand verschiedener Anknüpfungspunkte versuchen darzustellen, wie und mit welchen Begleitprozessen sich Gesellschaften entwickelt haben. Es ist feststellbar, dass sich viele Autoren auf unterschiedliche Weise an die vergleichende Analyse historischer Wandlungen annähern (vgl. Bendix in Zapf 1971, S. 177). Im Zuge der vorliegenden Arbeit sollen zwei Ansatzpunkte vorgestellt werden, um zum einen ihre Vor- und Nachteile und zum anderen ihre gemeinsamen oder auch unterschiedlichen Bezugspunkte im Hinblick auf die Thematik der gesellschaftlichen Rationalisierung aufzeigen zu können. Dazu sollen hier die Ausarbeitungen von Benjamin Nelson und Talcott Parsons genutzt werden, die sich hinsichtlich ihrer Ausführungen fundamental unterscheiden. Während Nelson eine vergleichende historische Analyse der Zivilisationsmuster und interzivilisatorischen Begegnungen in Anlehnung an Joseph Needham und Max Weber anstrebt, versucht Parsons eine allgemeine Analyse der Strukturen vorzunehmen, indem er sich an evolutionären Universalien orientiert, die zur Klassifikation verschiedener Entwicklungsstufen von Gesellschaften dienen.
Read more

Reviews

Loading...

Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
Read more
Published on
Jan 11, 2008
Read more
Pages
18
Read more
ISBN
9783638890564
Read more
Language
German
Read more
Genres
Social Science / Sociology / General
Read more
Content Protection
This content is DRM protected.
Read more
Read Aloud
Available on Android devices
Read more
Eligible for Family Library

Reading information

Smartphones and Tablets

Install the Google Play Books app for Android and iPad/iPhone. It syncs automatically with your account and allows you to read online or offline wherever you are.

Laptops and Computers

You can read books purchased on Google Play using your computer's web browser.

eReaders and other devices

To read on e-ink devices like the Sony eReader or Barnes & Noble Nook, you'll need to download a file and transfer it to your device. Please follow the detailed Help center instructions to transfer the files to supported eReaders.
Gustave Le Bon
Komplettausgabe
Das meist diskutierte Politikwerk seiner Zeit. Auch heute noch missverstanden, umgedeutet, fehlinterpretiert und missbraucht.
Unsterblich in seinem verlegerischen Eifer wurde der französische Arzt Gustave Le Bon (1841-1931) durch ein Buch „Die Psychologie der Massen“ – Siegmund Freud und Max Weber zählten zu seinen Bewunderern. Aber auch Hitler und Göbbels sollen sich hier ihre Blaupausen zur Manipulation der Massen verschafft haben.
Le Bon kämpft mit den Waffen der Freiheit: Aufklärung und Intellekt - gegen die Barbarei der Masse, die, einmal auf den Weg gebracht, nichts aufhalten kann. Er beklagt den „außerordentlichen geistigen Tiefstand der Massen“, ihre Triebhaftigkeit, ihren Hass, ihre Wankelmütigkeit, ihre Manipulierbarkeit.
Die Politik als Theater, als Schauspiel, als emotionale Inszenierung war Le Bon zuwider. Als radikaler Demokrat, liberaler Freigeist, als Mensch der Vernunft musste Le Bon an den Auswüchsen der Jahrhundertwende 19/20 verzweifeln: Kriege, Massenpsychosen, Aberglauben, Rassenwahn allenthalben.
Prophetisch waren seine (nun über 100 Jahre alten) Worte zu den Massenmedien: „… Welches Blatt wäre heute reich genug, seinen Schriftleitern eigne Meinungen gestatten zu können? Und welches Gewicht könnten diese Meinungen bei Lesern haben, die nur unterrichtet oder unterhalten werden wollen und hinter jeder Empfehlung Berechnung wittern?...“ – Hört man daraus nicht das „Lügenpresse“-Grölen in Dresden?
Kein Buch zur politischen Welt war jemals so zeitlos.

Die Schar der Menschenschlächter umfasste ungefähr dreihundert Mitglieder und zeigte vollkommen die Grundform einer ungleichartigen Masse. Abgesehen von einer ganz geringen Anzahl gewerbsmäßiger Bettler, bestand sie namentlich aus Händlern und Handwerkern aller Art, aus Schustern, Schlossern, Perückenmachern, Maurern, Angestellten, Dienstmännern usw. Unter dem Einfluss der empfangenen Suggestion sind sie, wie der obenerwähnte Koch, völlig überzeugt davon, eine vaterländische Pflicht zu erfüllen. Sie üben ein doppeltes Amt aus, das des Richters und das des Henkers, und halten sich in keiner Weise für Verbrecher.

Null Papier Verlag
www.null-papier.de

©2018 GoogleSite Terms of ServicePrivacyDevelopersArtistsAbout Google
By purchasing this item, you are transacting with Google Payments and agreeing to the Google Payments Terms of Service and Privacy Notice.