Scheinselbständigkeit als Flucht aus der gesetzlichen Sozialversicherung: Problematik und Lösungsansätze

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Inhaltsangabe:Einleitung: Kurz nach dem Regierungswechsel im Oktober 1998 wurde die Problematik der Scheinselbständigkeit höchst aktuell und ist seitdem Titelthema in einer Vielzahl von Zeitungen, Zeitschriften und Veröffentlichungen. Grund dafür ist das 'Gesetz zu Korrekturen in der Sozialversicherung und zur Sicherung der Arbeitnehmerrechte', welches der Bundesrat im Dezember 1998 verabschiedet hat. Die Regierung hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, die Scheinselbständigkeit zu bekämpfen. Man erhofft sich, die mit dieser Problematik verbundene Abwälzung der sozialen Risiken der Scheinselbständigen auf die Allgemeinheit zu verhindern. Die vorliegende Arbeit befaßt sich u.a. mit dieser Neuregelung und dessen Folgen. Gang der Untersuchung: Begonnen wird mit einer für diese Arbeit grundlegenden Definition des Begriffs "Scheinselbständigkeit". Anschließend sollen mit Hilfe von statistischen Erkenntnissen, welche sich mit dem Aufkommen der Scheinselbständigkeit befassen oder mit ihr in Verbindung stehen, grundlegende Zusammenhänge erläutert werden. Da sich diese Arbeit hauptsächlich mit der Behandlung der Scheinselbständigkeit in der Sozialversicherung beschäftigt, folgen im nächsten Abschnitt die entsprechenden Auswirkungen für die betroffenen Personen in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung. Die eigentliche Problematik liegt rechtlich gesehen in der Schwierigkeit, abhängig Beschäftigte und Selbständige voneinander abzugrenzen und dafür geeignete Kriterien zu finden. Deshalb werden im Anschluß verschiedene Kriterienmodelle, die einer solchen Abgrenzung dienen sollen, beschrieben. Auf eine Auflistung der Arbeitsformen, in denen Scheinselbständigkeit am häufigsten auftritt, folgen ausgewählte Praxisfälle, welche insbesondere die Problematik veranschaulichen sollen. Es stellt sich nun die Frage, aus welchen Gründen einerseits die Auftraggeber und andererseits die Auftragnehmer in der Grauzone zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit tätig werden. Diese Motivationen werden anschließend erörtert. Bevor die aktuelle gesetzliche Regelung behandelt wird, sollen die bisher eingebrachten Gesetzentwürfe, die zu einer Lösung der Scheinselbständigenproblematik führen sollten, kurz dargestellt werden. Ziel dieser Diplomarbeit war es stets, auf sachlicher Ebene Grundsätze, sowie verschiedene Fallgestaltungen zum Thema Scheinselbständigkeit darzustellen. Aufgrund der Aktualität der gesetzlichen [...]
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Additional Information

Publisher
diplom.de
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Published on
Nov 23, 1999
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Pages
93
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ISBN
9783832419042
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Best For
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Language
German
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Genres
Business & Economics / Economics / General
Political Science / Public Policy / Economic Policy
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Iliana Hagemeyer
Inhaltsangabe:Einleitung: Die Liberalisierung der Arbeitsmärkte führt zu einer eingeschränkten Kontrolle der Zuwanderung von Arbeitskräften und wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Besonders die Migrationsdebatte der vergangenen Jahrzehnte ist aufgrund zunehmend schlechter Arbeitsmarktbedingungen immer stärker durch eine negative Stimmung geprägt. In Zeiten fortschreitender Globalisierung ist Arbeitsimmigration für die marktwirtschaftliche Ordnung einer Volkswirtschaft jedoch eine wesentliche Erfolgsbedingung und verhilft zur Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt. Dessen ungeachtet führt vermehrte Zuwanderung auch zu Einkommensumverteilung bei inländischen Arbeitskräfte: Während Immigranten und Kapitaleigner meist als Gewinner aus dieser Situation hervorgehen, sind Teile einheimischer Arbeitskräfte die Lohn-Verlierer . Passen sich die Löhne nicht an die durch Immigration bedingte modifizierte Angebots- und Nachfragesituation an, kann dies unter bestimmten Bedingungen zu Substitution und somit steigender Arbeitslosigkeit einheimischer Arbeitnehmer (AN) führen. Durch Immigration können demnach auch negative Wohlfahrtseffekte entstehen. Diese negativen Effekte von Immigration sind umso größer, je geringer der Ausbildungsgrad der Immigranten ist und je stärker der Qualifikationslevel der Immigranten von dem der Einheimischen abweicht. Wanderungsbewegungen von ANn im Niedriglohnbereich wirken sich aufgrund der Konkurrenzsituation vorwiegend nachteilig für niedrig qualifizierte einheimische AN aus. Es kann eine Situation entstehen, in der für diese Arbeiter die Gefahr besteht, durch Immigranten substituiert zu werden. Diese Situation kann zu der Forderung einheimischer Niedrigqualifizierter (NQ) führen, die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu unterbinden oder zumindest stärker zu reglementieren. Insbesondere wenn die Zuwanderungspolitik eines Landes vorwiegend liberal ausgerichtet ist, kann dies zu einer vermehrten Immigration von Arbeitskräften mit geringem Ausbildungslevel führen. Vor dem beschriebenen Hintergrund erscheint die Forderung nach mehr Restriktionen gegenüber der Zuwanderung ausländischer Arbeiter nicht zwingend als irrational. Irlands Immigrationspolitik ist eine der liberalsten in ganz Europa. Seit einigen Jahren sieht sich das Land einer Immigrationssituation gegenüber, die es unter Umständen erfordert, von dieser liberalen Haltung Abstand zu nehmen: Nach jahrzehntelangen Emigrationserfahrungen hat sich [...]
Michail Bakunin
Dieses eBook: "Gott und der Staat (Klassiker des Anarchismus) - Vollständige deutsche Ausgabe" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Gott und der Staat ist eines der bekanntesten Bücher Bakunins und der anarchistischen Bewegung im Allgemeinen. Bakunin beschreibt darin die Folgen der Religion auf die Gesellschaft und versucht, die Nicht-Existenz Gottes zu beweisen. Michail Bakunin (1814-1876) war ein russischer Revolutionär und Anarchist. Er gilt als einer der einflussreichsten Denker, Aktivisten und Organisatoren der anarchistischen Bewegung. Bakunin entwickelte die Idee des kollektivistischen Anarchismus. In der Internationalen Arbeiterassoziation war Bakunin die Hauptfigur der Antiautoritären und mit Generalratsmitglied Karl Marx im Konflikt, was zur Spaltung der Internationale führte und gleichzeitig zur Trennung der anarchistischen Bewegung von der kommunistischen Bewegung und der Sozialdemokratie. Aus dem Buch: "Wenn es dann noch Beziehungen zu den Menschen unterhält, so geschieht das nicht eines moralischen Bedürfnisses wegen, und infolgedessen auch nicht aus Liebe zu ihnen, weil man liebt, was man braucht, und wer einen braucht; der Mensch, welcher sein unendliches und unsterbliches Wesen wiedergefunden hat, bedarf, da er in sich selbst vollkommen ist, niemanden, außer Gott, der durch ein Geheimnis, das nur die Metaphysiker verstehen, eine noch unendlichere Unendlichkeit und eine noch unsterblichere Unsterblichkeit als die der Menschen zu besitzen scheint; von nun an durch die göttliche Allwissenheit und Allmacht getragen, kann das in sich gesammelte und freie Individuum kein Bedürfnis nach anderen Menschen mehr haben. Wenn es also noch fortfährt, mit ihnen Beziehungen zu unterhalten, so kann das nur aus zwei Gründen geschehen."
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