Ein gesunder Geist in einem geschickten Körper?: Zur Beziehung von Bewegung, Kognition, Sprache und Selbstbild bei 6- und 7-jährigen Kindern. Eine theoretische und empirische Studie

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Inhaltsangabe:Problemstellung: Die vorliegende Untersuchung gilt dem Zusammenhang zwischen Merkmalen der körperlichen Bewegung und psychosozialen Prozessen und Strukturen bei sechs- und siebenjährigen Kindern. Positive Effekte körperlicher Aktivität auf biologische Strukturen und Prozesse sind heute für das Erwachsenenalter wissenschaftlich relativ gut dokumentiert, obwohl die Resultate empirisch-analytischer Untersuchungen immer noch hinter den Wünschen vieler Forscher und Praktiker her hinken. Für den Kinderbereich liegen, wenn auch in viel geringerem Ausmaß, Befunde vor, die die Annahme positiver gesundheitlicher Konsequenzen körperlicher Aktivität teilweise unterstützen. Im Hinblick auf psychosoziale Wirkungen sind die empirischen Resultate zwar spärlicher, für den Erwachsenenbereich kann aber dennoch bereits auf eine Reihe von Übersichtsdarstellungen hingewiesen werden, in denen zum Teil ermutigende Resultate referiert werden. Dabei ist aber nicht zu übersehen, dass bedeutsame Meta-Analysen einem pauschalen und unkritischen Anspruch der Förderung der psychischen Gesundheit durch Sport nicht oder nur bedingt unterstützen. Empirische Befunde zu psychosozialen Wirkungen der Bewegung bei Kindern sind immer noch eher selten. Insbesondere seit der Zeit der Aufklärung und des damit einhergehenden Philanthropismus, wird auch für das Kindesalter immer wieder nachdrücklich auf die große Bedeutung von Körper und Bewegung für die Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisierung hingewiesen, wie einschlägigen historischen Beiträgen zu entnehmen ist. Besondere Aktualität gewinnt das Thema im Zuge der Reformpädagogik am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach einer Periode des Stillstands in der fachlichen und didaktischen Entwicklung während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wird der persönlichkeitsformenden Wirkung von Körper, Bewegung und Sport in neuerer Zeit in der sportpädagogischen und -psychologischen Forschung wieder eine zentrale Stellung eingeräumt. Bewegungsfähigkeiten und -fertigkeiten, kognitives und sprachliches Funktionsniveau sowie Selbstbild sind als bedeutungsvolle Teilkomponenten der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern anzusehen. Gerade die eventuellen Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Objektbereichen der individuellen Entwicklung einer Person werden in der Literatur zwar häufig angesprochen, gehören aber dennoch nicht zu den Gebieten der Entwicklungspsychologie, denen intensive Forschungsbemühungen [...]
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About the author

Thomas Moser (geb. 1960 in Wien) studierte Sportwissenschaften an der Universität Wien (Abschluss Magister der Naturwissenschaften, 1984) und promovierte zum Doktor der Sportwissenschaften im Fach Psychologie an der Deutschen Sporthochschule Köln (2000). Er ist derzeit als Professor an der Hochschule in Vestfold (Norwegen) sowie in einer Teilstelle an der Norwegischen Sporthochschule in Oslo tätig.

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Additional Information

Publisher
diplom.de
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Published on
Feb 26, 2008
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Pages
350
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ISBN
9783836610100
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Best For
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Language
German
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Genres
Sports & Recreation / General
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 Der NSU-Komplex gleicht einem wachsenden Gebirge. Er umfasst inzwischen Millionen Aktenseiten. Jede Woche kommen hunderte neue dazu. Immer noch finden Ermittlungen und Zeugenvernehmungen statt. Zig Untersuchungsausschüsse arbeiten parallel und produzieren Zeugenprotokolle um Zeugenprotokolle und Abschlussberichte wie aktuell den des NRW-Ausschusses mit über 1000 Seiten. Tausende von Zeugen sind auf irgendeine Weise involviert, Namen über Namen. An Dutzenden von Tat- und Ereignisorten spielt sich die Geschichte ab. Der Prozess in München und die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse zählen dazu, immer neue Handlungsebenen ergeben sich. Das Irritierende sind die gegenläufigen Bewegungen: Je mehr man weiß, desto undurchschaubarer wird alles. 

Die Geschichte des NSU-Mordkomplexes ist die einer doppelten Vertuschung. Zuerst, vor dem 4. November 2011, sollten die Täter nicht gefunden werden. Dann, nach dem Auffliegen des NSU am 4. November 2011, sollen es nur zwei Männer gewesen sein, denen eine Frau geholfen hat. Doch die Erkenntnis nach über fünf Jahren Anstrengungen Dutzender von Anwälten, Journalisten, Abgeordneter und auch einigen wenigen Polizisten, Licht ins Dunkel zu bringen, ist: Die offizielle Version stimmt nicht. So, wie es die Bundesanwaltschaft darstellt, war es nicht. Nur: Wie es war, das kann bisher nicht dargestellt werden. 

In diesem Buch berichten wir über den NSU, über ausgewählte Schauplätze und Schlüsselfälle, offene Fragen, Widersprüchliches und Grundsätzliches. Es sind Beiträge für die ausstehende alternative Narration des "NSU". Sie wurden zum großen Teil bereits auf Telepolis online veröffentlicht und für dieses Buch noch einmal überarbeitet. 

Thomas Moser, Jahrgang 1958, Journalist und Politologe, hat den NSU-Komplex von Anfang an beobachtet und die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse und den Zschäpe-Prozess in München besucht. Er war im Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg Sachverständiger.

This volume constitutes the refereed proceedings of the following 9 international workshops: OTM Academy, OTM Industry Case Studies Program, Cloud and Trusted Computing, C&TC, Enterprise Integration, Interoperability, and Networking, EI2N, Industrial and Business Applications of Semantic Web Technologies, INBAST, Information Systems, om Distributed Environment, ISDE, Methods, Evaluation, Tools and Applications for the Creation and Consumption of Structured Data for the e-Society, META4eS, Mobile and Social Computing for collaborative interactions, MSC, and Ontology Content, OnToContent 2014. These workshops were held as associated events at OTM 2014, the federated conferences "On The Move Towards Meaningful Internet Systems and Ubiquitous Computing", in Amantea, Italy, in October 2014. The 56 full papers presented together with 8 short papers, 6 posters and 5 keynotes were carefully reviewed and selected from a total of 96 submissions. The focus of the workshops were on the following subjects models for interoperable infrastructures, applications, privacy and access control, reliability and performance, cloud and configuration management, interoperability in (System-of-)Systems, distributed information systems applications, architecture and process in distributed information system, distributed information system development and operational environment, ontology is use for eSociety, knowledge management and applications for eSociety, social networks and social services, social and mobile intelligence, and multimodal interaction and collaboration.
 Der NSU-Komplex gleicht einem wachsenden Gebirge. Er umfasst inzwischen Millionen Aktenseiten. Jede Woche kommen hunderte neue dazu. Immer noch finden Ermittlungen und Zeugenvernehmungen statt. Zig Untersuchungsausschüsse arbeiten parallel und produzieren Zeugenprotokolle um Zeugenprotokolle und Abschlussberichte wie aktuell den des NRW-Ausschusses mit über 1000 Seiten. Tausende von Zeugen sind auf irgendeine Weise involviert, Namen über Namen. An Dutzenden von Tat- und Ereignisorten spielt sich die Geschichte ab. Der Prozess in München und die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse zählen dazu, immer neue Handlungsebenen ergeben sich. Das Irritierende sind die gegenläufigen Bewegungen: Je mehr man weiß, desto undurchschaubarer wird alles. 

Die Geschichte des NSU-Mordkomplexes ist die einer doppelten Vertuschung. Zuerst, vor dem 4. November 2011, sollten die Täter nicht gefunden werden. Dann, nach dem Auffliegen des NSU am 4. November 2011, sollen es nur zwei Männer gewesen sein, denen eine Frau geholfen hat. Doch die Erkenntnis nach über fünf Jahren Anstrengungen Dutzender von Anwälten, Journalisten, Abgeordneter und auch einigen wenigen Polizisten, Licht ins Dunkel zu bringen, ist: Die offizielle Version stimmt nicht. So, wie es die Bundesanwaltschaft darstellt, war es nicht. Nur: Wie es war, das kann bisher nicht dargestellt werden. 

In diesem Buch berichten wir über den NSU, über ausgewählte Schauplätze und Schlüsselfälle, offene Fragen, Widersprüchliches und Grundsätzliches. Es sind Beiträge für die ausstehende alternative Narration des "NSU". Sie wurden zum großen Teil bereits auf Telepolis online veröffentlicht und für dieses Buch noch einmal überarbeitet. 

Thomas Moser, Jahrgang 1958, Journalist und Politologe, hat den NSU-Komplex von Anfang an beobachtet und die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse und den Zschäpe-Prozess in München besucht. Er war im Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg Sachverständiger.

Die vorliegende Untersuchung beinhaltet einen theoretisch und einen empirisch orientierten Teil. Im theoretischen Teil widmet sich die Studie, nach einem einleitenden historischen berblick zur Thematik, der Beziehung zwischen K rper Bewegung und Psyche aus handlungstheoretischer und psychomotorischer Sicht. Dem K rper werden gleicherma en objektive und subjektive Qualit ten zugeschrieben, er wird nicht nur als der Person zugeh rig verstanden, sondern als eine Teilkomponente aller drei Handlungsdeterminanten, Person, Aufgabe und Umwelt. In deren dynamischer Beziehung kommt dem K rper durch die prozesshaften Elemente Erleben, Wahrnehmen, Verhalten und Handeln eine fundamentale handlungsregulatorische Funktion zu. Im empirischen Teil der Untersuchung wurde an 241 6- und 7-j hrigen Sch lern an vier Grundschulen in Vestfold (Norwegen) durchgef hrt. Sie umfasste 17 motorische Aufgaben, welche die drei Dimensionen Grobmotorik, Feinmotorik und statisches Gleichgewicht abdecken, 3 kognitive Tests (generelle kognitive F higkeiten, Ged chtnis und Konzentration), eine aus vier Subtests bestehende Erfassung der sprachlichen Bewusstheit sowie eine Selbstbildregistrierung, die sich auf die vier Dimensionen kognitiv, sozial, k rperlich und sthetisch bezog. Mit den angewandten empirischen Verfahren konnten die theoretischen Annahmen zum Teil abgebildet werden. Dabei kam die Beziehung zwischen dem motorischen und dem sprachlichen Funktionsbereich am deutlichsten zum Ausdruck. Im kognitiven Bereich variieren die Resultate, die zwischen der Motorik und dem Ged chtnis ist am st rksten, ist f r die generellen kognitiven Fertigkeiten (Progressiver Matrizentest) etwas geringer und f r die Konzentration nicht mehr festzustellen. W hrend f r den sprachlichen Bereich die Grob- und Feinmotorik einen etwa gleich starken Zusammenhang aufweisen, ist die Beziehung mit der Grobmotorik f r den kognitiven Bereich etwas st rker als f r die Feinmotorik. In beiden F llen ist der Zusammenhang mit dem
Is the body a mere container of learning processes? Or can we, in a productive way, develop an approach to learning that includes learning as a bodily phenomenon? The authors all work with the development or refinement of theories of 'learning bodies,' and in this anthology they present the state of the art to anybody with an interest in current scientific discussions about the interplay between body, movement and learning. A full understanding of learning in all its complexity requires that the body is taken into account - regardless of whether we are dealing with the neurological foundations of learning processes, skill acquisition, mental health and illness, aesthetics or the physical setting where the learning takes place. Body, movement and senses (in short: corporeality), provide the necessary experiences for change and development in relation to life-long learning. This anthology presents a range of theoretical approaches to learning; neuroscience, psychiatry, sociology, psychology, phenomenology and pedagogy. By presenting this range of approaches, the anthology raises a central question in the philosophy of science: the need for incorporation of different approaches to achieve further insights. The first section of the book, The Learning Body, concerns the learning process from a psychological, neuroscience and phenomenological point of view. In part two, The Encultured Body, gender and aesthetics will be analysed in relation to the body and the community of practice. The third section, The Educated Body, sheds light on various aspects of the body in educational contexts and different body-related conditions for learning. The anthology is of particular interest to researchers and students of education, development, and psychology, and to those interested in body and movement, both biomedical and the relation to social science and the humanities.
Is the body a mere container of learning processes? Or can we, in a productive way, develop an approach to learning that includes learning as a bodily phenomenon? The authors all work with the development or refinement of theories of 'learning bodies,' and in this anthology they present the state of the art to anybody with an interest in current scientific discussions about the interplay between body, movement and learning. A full understanding of learning in all its complexity requires that the body is taken into account - regardless of whether we are dealing with the neurological foundations of learning processes, skill acquisition, mental health and illness, aesthetics or the physical setting where the learning takes place. Body, movement and senses (in short: corporeality), provide the necessary experiences for change and development in relation to life-long learning. This anthology presents a range of theoretical approaches to learning; neuroscience, psychiatry, sociology, psychology, phenomenology and pedagogy. By presenting this range of approaches, the anthology raises a central question in the philosophy of science: the need for incorporation of different approaches to achieve further insights. The first section of the book, The Learning Body, concerns the learning process from a psychological, neuroscience and phenomenological point of view. In part two, The Encultured Body, gender and aesthetics will be analysed in relation to the body and the community of practice. The third section, The Educated Body, sheds light on various aspects of the body in educational contexts and different body-related conditions for learning. The anthology is of particular interest to researchers and students of education, development, and psychology, and to those interested in body and movement, both biomedical and the relation to social science and the humanities.
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