Hochschulbildung nach Bologna: Das Ende der humboldtschen Universitätsidee?

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Essay aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2,0, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Institut für politische Theorie), Veranstaltung: Seminar: Politische Ideen, Sprache: Deutsch, Abstract: „Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.“ Angesichts der Reformwut der vergangenen Jahre im Bildungssektor scheint dieser Ausspruch von Friedrich Nietzsche eine bisher unerreichte Brisanz für den europäischen Hochschulraum zu bekommen. Die Reformbemühungen, welche ihren vorläufigen Gipfel im Bolognaprozess fanden, bedeuten für viele Verantwortungsträger an den Universitäten eine immer weiter voranschreitende Aufgabe des Bildungsideals, welches Wilhelm von Humboldt bereits im frühen 19. Jahrhundert für die deutsche Bildungslandschaft formuliert hatte und welches seitdem weltweit als angesehenes Modell von diversen Bildungsträgern adaptiert wurde. Es gilt also zu prüfen, ob dieser Prozess zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes tatsächlich das Ende der klassischen Universität in Europa bedeutet.
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Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Nov 2, 2009
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Pages
7
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ISBN
9783640463404
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Language
German
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Genres
Political Science / History & Theory
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut / Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit ), Veranstaltung: Seminar: Die historische Entwicklung von Staatlichkeit bis ca. 1800, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Aufgrund der Vielzahl an sich häufig wandelnden Institutionen, deren Grundlagen, Träger und Kompetenzen ist es äußerst schwierig, eine befriedigende Darstellung der Rechtspflege im römisch-deutschen König- und Kaiserreich zu erstellen, ohne den Rahmen einer solchen Arbeit zu sprengen. Da es meiner Meinung nach jedoch von größter Wichtigkeit ist, die jahrhundertealten und seit dem frühen Mittelalter gewachsenen Strukturen aufzuzeigen, um so die Tragweite des Wandels in der deutschen Rechtslandschaft bis in die Neuzeit hinein voll zu erfassen, habe ich mich bewusst entschieden, zum Ausgangspunkt dieser Arbeit diejenigen Strukturen und Prinzipien zu machen, welche seit der Zeit Karls des Großen im Reich bestand hatten. Ausgehend davon skizziere ich die Entwicklungen der Gerichtsverfassung des Reiches vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um aufzuzeigen, wie immer mehr exklusive richterliche Kompetenzen dem Monarchen durch die erstarkenden Reichsstände entzogen wurden. Ich möchte hier bewusst den Schwerpunkt auf die Organe der ordentlichen Reichsgerichtsbarkeit legen, da diese aufgrund der hervorragenden Quellenlage zu den am Besten erforschten Facetten der Rechtspflege im alten Reich zählen und eine Darstellung landesherrlicher Gerichtsbarkeit aufgrund der Fülle unterschiedlicher Institutionen in diesem Rahmen nur äußerst oberflächlich und ungenau erfolgen könnte. Der zweite Schwerpunkt dieser Arbeit liegt neben der ordentlichen Reichsgerichtsbarkeit auf der Rechtspflege der Patrimonialgerichte, welche sich bis zum Ende des alten Reiches zur wichtigsten Form privater Rechtsprechung entwickelt hatten. Da noch im Jahre 1800 ca. 80 Prozent der Gesamtbevölkerung der deutschen Staaten auf dem Lande lebten und von diesen Menschen die meisten vor jenen Gerichten ihr Recht zu suchen hatten, hat wohl keine andere Art von Gerichtshof den rechtlichen Alltag der Deutschen im Zeitalter der Staatenbildungen stärker geprägt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände, Note: 2,0, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Institut für Politikwissenschaft, Professur für Innenpolitik und Vergleichende Regierungslehre), Veranstaltung: Sommermodularbeit im Rahmen des Bachelorstudiums, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts und der Auflösung des Ost-West-Konflikts, in welchem jahrzehntelang nur die jeweiligen Arsenale an Atomwaffen und somit das Gleichgewicht des Schreckens, also die Furcht vor gegenseitiger totaler Vernichtung für Stabilität garantieren und einen neuen Weltkrieg verhindern konnten, regte sich bei vielen Staatsmännern der westlichen Welt eine neue Hoffnung auf künftige friedliche Lösung von Konflikten. Es herrschte der Glaube, dass es nun möglich sei, auch im globalen Rahmen Differenzen schnell und friedlich mit Hilfe der internationalen Institutionen, die schon während des Kalten Krieges die Zusammenarbeit der westlichen Staaten bestimmt hatten, beizulegen. Vor diesem Hintergrund eröffnete der Neorealist John J. Mearsheimer in der Fachwelt eine Debatte darüber, ob und in welchem Maße in der nun veränderten Weltordnung künftig internationale Institutionen eine Rolle in der Sicherheitspolitik spielen würden. Mit einem viel beachteten Beitrag in der Fachzeitschrift „International Security“ bemüht sich Mearsheimer von der Theorie des Realismus ausgehend nachzuweisen, dass auch in der nun herrschenden Lage einzig die „Ballance of Power“, also eine stabile Machtverteilung, für Frieden und Stabilität im internationalen System garantieren könne. Um dies zu belegen versucht er, einen totalitären Geltungsanspruch des Realismus zu beweisen, in dem er die -seiner Meinung nach- logischen Fehler institutionalistischer Theorien aufzeigt. In Folge dessen meldeten sich bald darauf ebenfalls in „International Security“ Anhänger der von ihm kritisierten Theorien zu Wort, um die Fehler in Mearsheimers Analyse darzustellen und den Geltungsanspruch der eigenen Theorien zu belegen. Robert O. Keohane und Lisa L. Martin bemühten sich, die Sichtweise der Theorie des liberalen Institutionalismus auf die Sicherheitspolitik darzustellen und gleichzeitig die Mäkel in Mearsheimers eigenen Annahmen hervorzuheben. Für die Anhänger der Theorie der kollektiven Sicherheit ergriffen Charles A. Kupchan und Clifford A. Kupchan das Wort, während für die Kritische Theorie der Konstruktivist Alexander Wendt Position bezog. Mit dieser Arbeit möchte ich die Debatte von 1994/95 nachzeichnen und die Positionen der Beteiligten darstellen. Im Anschluss versuche ich kurz, die vorgebrachten Argumente und Ansichten anhand eines aktuellen Beispiels auf ihre Erklärungsfähigkeit gegenüber der empirischen Wirklichkeit zu prüfen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Sonstige Staaten, Note: 2,7, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Institut für Theologie und Ethik), Veranstaltung: Militärische Berufsethik, Sprache: Deutsch, Abstract: Einen ethikfreien Raum gibt es nicht. Wo immer Menschen aufeinander treffen und in Interaktion treten, werden auch die unterschiedlichen Einstellungen und Wertvorstellungen der Menschen zu Tage und in Diskurs treten. So entwickelt jede Gruppe von Menschen einen für sie als verbindlich geltenden Normen- und Wertekanon. So wundert es nicht, dass auch Armeen ihre eigenen Normen entwickelt haben, was denn für den Soldaten als moralisch richtig, als tugendhaft und erstrebenswert, als Richtschnur für sein Handeln gilt. Angesichts der Tatsache, dass Streitkräfte das größte Gewaltpotential innerhalb einer Gesellschaft darstellen und im Atomzeitalter eine Zerstörungskraft entfalten können, die ganze Landstriche nachhaltig vernichten und unbewohnbar machen können, ist eine verantwortungsvolle militärische Berufsethik für die Armee, aber auch für jeden einzelnen Soldaten unabdingbar. Diese ethischen Forderungen und Herausforderungen treffen jeden Soldaten gleichermaßen, doch besonders für die militärischen Vorgesetzten ist ein entwickeltes Ethos und moralische Gefestigtheit und Reflektiertheit von unbedingter Notwendigkeit. Denn immerhin sind sie die Verantwortungsträger in allen militärischen Ebenen, sie befehlen, wer, wann, wo und wie bekämpft werden soll und entscheiden so direkt über den Einsatz verheerender Waffen und Kampfmittel, über Leben und Tod. Gerade wegen dieser Entscheidungsbefugnis über gewaltige Ressourcen, und Menschenleben und die potentiell katastrophalen Folgen seiner Entscheidungen, Taten aber auch seiner Untätigkeit, trägt ein jeder militärische Vorgesetzte eine besondere ethische Verantwortung gegenüber seinen Kameraden, dem Staat und Gesellschaft, der natürlichen Umwelt, seinen Mitmenschen und künftigen Generationen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände, Note: 2,0, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Institut für Politikwissenschaft, Professur für Innenpolitik und Vergleichende Regierungslehre), Veranstaltung: Sommermodularbeit im Rahmen des Bachelorstudiums, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts und der Auflösung des Ost-West-Konflikts, in welchem jahrzehntelang nur die jeweiligen Arsenale an Atomwaffen und somit das Gleichgewicht des Schreckens, also die Furcht vor gegenseitiger totaler Vernichtung für Stabilität garantieren und einen neuen Weltkrieg verhindern konnten, regte sich bei vielen Staatsmännern der westlichen Welt eine neue Hoffnung auf künftige friedliche Lösung von Konflikten. Es herrschte der Glaube, dass es nun möglich sei, auch im globalen Rahmen Differenzen schnell und friedlich mit Hilfe der internationalen Institutionen, die schon während des Kalten Krieges die Zusammenarbeit der westlichen Staaten bestimmt hatten, beizulegen. Vor diesem Hintergrund eröffnete der Neorealist John J. Mearsheimer in der Fachwelt eine Debatte darüber, ob und in welchem Maße in der nun veränderten Weltordnung künftig internationale Institutionen eine Rolle in der Sicherheitspolitik spielen würden. Mit einem viel beachteten Beitrag in der Fachzeitschrift „International Security“ bemüht sich Mearsheimer von der Theorie des Realismus ausgehend nachzuweisen, dass auch in der nun herrschenden Lage einzig die „Ballance of Power“, also eine stabile Machtverteilung, für Frieden und Stabilität im internationalen System garantieren könne. Um dies zu belegen versucht er, einen totalitären Geltungsanspruch des Realismus zu beweisen, in dem er die -seiner Meinung nach- logischen Fehler institutionalistischer Theorien aufzeigt. In Folge dessen meldeten sich bald darauf ebenfalls in „International Security“ Anhänger der von ihm kritisierten Theorien zu Wort, um die Fehler in Mearsheimers Analyse darzustellen und den Geltungsanspruch der eigenen Theorien zu belegen. Robert O. Keohane und Lisa L. Martin bemühten sich, die Sichtweise der Theorie des liberalen Institutionalismus auf die Sicherheitspolitik darzustellen und gleichzeitig die Mäkel in Mearsheimers eigenen Annahmen hervorzuheben. Für die Anhänger der Theorie der kollektiven Sicherheit ergriffen Charles A. Kupchan und Clifford A. Kupchan das Wort, während für die Kritische Theorie der Konstruktivist Alexander Wendt Position bezog. Mit dieser Arbeit möchte ich die Debatte von 1994/95 nachzeichnen und die Positionen der Beteiligten darstellen. Im Anschluss versuche ich kurz, die vorgebrachten Argumente und Ansichten anhand eines aktuellen Beispiels auf ihre Erklärungsfähigkeit gegenüber der empirischen Wirklichkeit zu prüfen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,7, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut / Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit ), Veranstaltung: Seminar: Die historische Entwicklung von Staatlichkeit bis ca. 1800, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Aufgrund der Vielzahl an sich häufig wandelnden Institutionen, deren Grundlagen, Träger und Kompetenzen ist es äußerst schwierig, eine befriedigende Darstellung der Rechtspflege im römisch-deutschen König- und Kaiserreich zu erstellen, ohne den Rahmen einer solchen Arbeit zu sprengen. Da es meiner Meinung nach jedoch von größter Wichtigkeit ist, die jahrhundertealten und seit dem frühen Mittelalter gewachsenen Strukturen aufzuzeigen, um so die Tragweite des Wandels in der deutschen Rechtslandschaft bis in die Neuzeit hinein voll zu erfassen, habe ich mich bewusst entschieden, zum Ausgangspunkt dieser Arbeit diejenigen Strukturen und Prinzipien zu machen, welche seit der Zeit Karls des Großen im Reich bestand hatten. Ausgehend davon skizziere ich die Entwicklungen der Gerichtsverfassung des Reiches vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um aufzuzeigen, wie immer mehr exklusive richterliche Kompetenzen dem Monarchen durch die erstarkenden Reichsstände entzogen wurden. Ich möchte hier bewusst den Schwerpunkt auf die Organe der ordentlichen Reichsgerichtsbarkeit legen, da diese aufgrund der hervorragenden Quellenlage zu den am Besten erforschten Facetten der Rechtspflege im alten Reich zählen und eine Darstellung landesherrlicher Gerichtsbarkeit aufgrund der Fülle unterschiedlicher Institutionen in diesem Rahmen nur äußerst oberflächlich und ungenau erfolgen könnte. Der zweite Schwerpunkt dieser Arbeit liegt neben der ordentlichen Reichsgerichtsbarkeit auf der Rechtspflege der Patrimonialgerichte, welche sich bis zum Ende des alten Reiches zur wichtigsten Form privater Rechtsprechung entwickelt hatten. Da noch im Jahre 1800 ca. 80 Prozent der Gesamtbevölkerung der deutschen Staaten auf dem Lande lebten und von diesen Menschen die meisten vor jenen Gerichten ihr Recht zu suchen hatten, hat wohl keine andere Art von Gerichtshof den rechtlichen Alltag der Deutschen im Zeitalter der Staatenbildungen stärker geprägt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik, Note: 2,3, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: 60 Jahre BRD. Rahmenbedingungen, Entwicklungen und Ergebnisse bundesdeutscher Außenpolitik seit 1949, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff „Ostpolitik“ ist in den Köpfen der deutschen Öffentlichkeit vielerorts mit einem Namen verbunden: Willy Brandt. Seine „Neue Ostpolitik“ wird vielfach als erster Anstoß auf dem Weg zum Ausgleich mit den östlichen Nachbarn der Bundesrepublik und als erster wirklicher Schritt zur Wiedervereinigung Deutschlands gesehen. In diesem Zusammenhang dominiert in der öffentlichen Wahrnehmung gleichfalls die Ansicht, welche die Entspannungspolitik der späten 60er und frühen 70er Jahre als Geniestreich Willy Brandts und als völliges Novum für die bundesrepublikanische Außenpolitik betrachtet. Im Rahmen dieser Arbeit werde ich untersuchen, inwieweit die oft zitierte „Neue Ostpolitik“ der Regierung Brandt/Scheel wirklich neuen Grundsätzen folgte und somit als Bruch mit der bis dato von Seiten der christdemokratischen Kanzler dominierten Ost- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland betrachtet werden kann, oder ob Brandts Ostpolitik nicht vielmehr den damaligen Entwicklungen in der internationalen Politik folgte und lediglich eine konsequente Fortführung erster entspannungspolitischer Maßnahmen war, welche bereits unter der Kanzlerschaft Ludwig Erhards begonnen und innerhalb der Großen Koalition unter Kurt Georg Kiesinger ausgebaut worden waren. Dazu werde ich zunächst die außenpolitische Lage skizzieren, in welche die Bundesrepublik unter Konrad Adenauer geführt worden war, um anschließend auf dieser Basis deren Veränderungen unter den Regierungen Ehrhardt und Kiesinger aufzuzeigen. Danach werde ich die „Neue Ostpolitik“ Brandts bezüglich ihrer grundsätzlichen Ausrichtung und ihrer realpolitischen Maßnahmen untersuchen, um so die Innovativität der Brandt ́schen Politik zu prüfen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Sonstige Staaten, Note: 2,7, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Institut für Theologie und Ethik), Veranstaltung: Militärische Berufsethik, Sprache: Deutsch, Abstract: Einen ethikfreien Raum gibt es nicht. Wo immer Menschen aufeinander treffen und in Interaktion treten, werden auch die unterschiedlichen Einstellungen und Wertvorstellungen der Menschen zu Tage und in Diskurs treten. So entwickelt jede Gruppe von Menschen einen für sie als verbindlich geltenden Normen- und Wertekanon. So wundert es nicht, dass auch Armeen ihre eigenen Normen entwickelt haben, was denn für den Soldaten als moralisch richtig, als tugendhaft und erstrebenswert, als Richtschnur für sein Handeln gilt. Angesichts der Tatsache, dass Streitkräfte das größte Gewaltpotential innerhalb einer Gesellschaft darstellen und im Atomzeitalter eine Zerstörungskraft entfalten können, die ganze Landstriche nachhaltig vernichten und unbewohnbar machen können, ist eine verantwortungsvolle militärische Berufsethik für die Armee, aber auch für jeden einzelnen Soldaten unabdingbar. Diese ethischen Forderungen und Herausforderungen treffen jeden Soldaten gleichermaßen, doch besonders für die militärischen Vorgesetzten ist ein entwickeltes Ethos und moralische Gefestigtheit und Reflektiertheit von unbedingter Notwendigkeit. Denn immerhin sind sie die Verantwortungsträger in allen militärischen Ebenen, sie befehlen, wer, wann, wo und wie bekämpft werden soll und entscheiden so direkt über den Einsatz verheerender Waffen und Kampfmittel, über Leben und Tod. Gerade wegen dieser Entscheidungsbefugnis über gewaltige Ressourcen, und Menschenleben und die potentiell katastrophalen Folgen seiner Entscheidungen, Taten aber auch seiner Untätigkeit, trägt ein jeder militärische Vorgesetzte eine besondere ethische Verantwortung gegenüber seinen Kameraden, dem Staat und Gesellschaft, der natürlichen Umwelt, seinen Mitmenschen und künftigen Generationen.
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