Faszination Wolfsburg 1938-2012: Ausgabe 2

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Anhand von vier Studien, die einen Zeitraum von nahezu 50 Jahren umfassen, werden Geschichte und Probleme der Volkswagenstadt Wolfsburg anschaulich dargestellt. Auf der Basis einmaligen empirischen Materials wird ein Überblick über die städtebaulichen und sozialen Probleme einer Stadtneugründung gegeben. Von besonderem Interesse ist hierbei die monostrukturelle Prägung der Lebensbedingungen und der stadtentwicklungspolitischen Perspektiven durch das VW-Werk.
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About the author

Dr. Ulfert Herlyn und Dr. Wulf Tessin waren Professoren für Planungsbezogene Soziologie am Institut für Freiraumentwicklung der Fakultät für Architektur und Landschaft an der Leibniz Universität Hannover.

Dr. Annette Harth und Priv.Doz. Dr. Gitta Scheller sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in der Abteilung Planungs- und Architektursoziologie am Institut für Theorie und Geschichte der Architektur an der Leibniz Universität Hannover.

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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Sep 3, 2012
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Pages
188
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ISBN
9783531186658
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Language
German
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Genres
Social Science / Anthropology / Cultural & Social
Social Science / General
Social Science / Sociology / General
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Es gibt unübersehbar viele Bücher über Städte und ihre Entwicklung - dar unter auch mehrere über Wolfs burg. Warum sollten wir ein weiteres hinzufü gen? Verschiedene Gründe sprechen dafür. Sie hängen zum einen mit Beson derheiten der Stadt Wolfs burg und zum anderen mit von uns verfügbaren Forschungsergebnissen zusammen. Ein erster und vielleicht der wichtigste Grund für ein Buch über Wolfs burg ist die Tatsache, daß es sich bei Wolfsburg um eine der wenigen Stadt gründungen in Deutschland im 20. Jahrhundert handelt. Bekanntlich sind die meisten Städte zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert entstanden. Fast alle haben daher eine z. T. stolze, häufig wechselhafte, aber auf jeden Fall eine lange Geschichte, und das heißt, daß sich sehr verschiedene historische Epo chen in der jeweiligen Stadtorganisation und Stadtgestalt niedergeschlagen haben. In einer neuen Stadt wie Wolfsburg hingegen, die erst seit 60 Jahren exi stiert, kann sich die städtebauliche Gestalt der Moderne auf dem Hintergrund der jeweiligen Leitbilder ungehindert verwirklichen (vgl. Kautt 1988). In den verschiedenen Phasen der Stadtentwicklung wurden unterschiedliche Pla nungskonzepte verfolgt: das "Gartenstadtmodell", die "gegliederte und auf gelockerte Stadt" und das Konzept "Urbanität durch Dichte". "Die Sonder stellung Wolfsburgs definiert sich ( . . . ) zu einem wesentlichen Teil durch die paradigmatische Ausprägung städtebaulicher Leitbilder des 20. Jahrhunderts, die hier in einer Dichte und stilistischen Geschlossenheit im Stadtgebiet ab lesbar sind, wie das wohl sonst in Deutschland nur selten der Fall ist" (Reichold 1998: 8).
Ulfert H erlyn 1 Zur Aneignung von Raum im Lebensverlauf 1. Zur Vernachlässigung der räumlichen Dimension in der 7 Soziologie des Lebenslaufes 2. Zur sozialen Dimension des Raumes 9 3. Raumerfahrungen im Lebensverlauf 13 3. 1 Raumerfahrungen in der Kindheitsphase 16 3. 2 Raumerfahrungen in der Jugendphase 18 3. 3 Raumerfahrungen in der Phase der Erwerbsfahigkeit 20 von Erwachsenen 22 3. 4 Raumerfahrungen in der Altenphase 4. Raumerfahrung und lebensgeschichtliche Kontinuität 25 5. Retrospektive Lebenslaufanalysen als Methode 27 I. Gruppenspezifische Raumerfahrungen 35 H elga Zeiher Organisation des Lebensraums bei Großstadtkindern - 35 Einheitlichkeit oder Verinselung? 1. Räume für Kinder 35 2. Räume der Kinder 38 3. Muster der Organisation des Lebensraums 41 42 3. 1 Aktive Verinselung 3. 2 Passive Verinselung 44 3. 3 Institutionelle Einschließung 46 3. 4 Institutionell zentrierte Einheitlichkeit 47 3. 5 Soziales Abseits 49 4. Organisation des Lebensraums und soziale Integration 50 4. 1 Einheitlichkeit: soziale Integration im Medium Raum 50 4. 2 Verinselung: soziale Integration im Medium Zeit 52 Laszlo A. Vaskovics Soziale Folgen der Segregation alter Menschen in der Stadt 59 1. Problemzusammenhang, theoretische Fragestellungen, Hypothesen 59 2. Ausmaß und Entwicklung der Segregation alter Menschen 62 3. Soziale Folgen 67 4. Versuch einer Erklärung 73 Arno Giesbrecht Vom Leben auf der Straße - 81 Raumprobleme und Raumerfahrungen von Nichtseßhaften - 1. Einleitung 81 2. Nichtseßhaftigkeitkeit als Form von Armut 81 3. Stabilität und Wandel der sozialen Aktionsräume Nichtseßhafter 83 4. Raumprobleme im Alltag alleinstehender Wohnungsloser 85 4.
Die zwOlf Monate, die zwischen dem Erstarken der Wende-Bewegung im Herbst 1989 und dem Vereinigungstermin im Oktober 1990 lagen, lassen sich nicht mit normalen ZeitmaBstaben messen. In ihnen erfolgte eine der artige Beschleunigung und Intensivierung des politischen Lebens, daB die ablaufenden Geschehnisse problem los den Stoff fUr fUnf oder noch mehr, Normaljahre" abgeben konnten. Viele iiber Jahrzehnte hinweg passive Personen machten vollig neue Er fahrungen kollektiven politischen Handelns und erreichten voriibergehend z. T. eine erstaunliche Fahigkeit. sich auszudriicken und politische Interessen zu formulieren. Ais unverriickbar geltende politische Herrschaftsstrukturen brachen praktisch tiber Nacht vollig in sich zusammen, was die Regimegeg ner fast allzu schnell in die Verlegenheit sttirzte, sie durch neue Strukturen zu ersetzen. DaB diese neuen Strukturen letztlich yom attraktiven Erfolgs modell der Bundesrepublik durch Beitritt tibemommen wurden, war auf Mehrheitsentscheidung gegriindet. Den im Vergleich hierzu unsicheren und wenig schltissigen Altemativkonzeptionen einer demokratisierten DDR wurde von den Wahlem eine Absage erteilt. Je klarer es im Lauf des Jahres wurde, daB die Entscheidung zugunsten des, Modells BRD" fallen wiirde, desto starker gingen die politischen Basisaktivitaten zuriick und politisches Handeln wurde wieder weitgehend an gewahlte Gremien delegiert. Dieses verhilltnismliBig schnelle Einmiinden in den Alltag reprasentativer Demo kratien stellt neben der Gewaltfreiheit der Aktionen zur Wende eines der bemerkenswertesten Daten des Wendegeschehens dar. Das rasante Tempo fundamentaler politischer Entscheidungen drangte das Handwerk bedachtiger Folgenabschatzung in den Hintergrund, und der Aussicht auf die Teilnahme am westlichen Konsumniveau wurden manche Bedenken tiber die Zukunft der wirtschaftlichen Grundlagen geopfert.
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