Grundlagen der Politikwissenschaft: Ein Wegweiser, Ausgabe 2

Springer-Verlag
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Dieses Buch vermittelt ein Profil der Disziplin Politikwissenschaft und skizziert einen Grundriß des Faches. Es macht das Wechselverhältnis zwischen Politik und (Politik-) Wissenschaft anschaulich, stellt Politikwissenschaft als eine Sozialwissenschaft in den engen Austausch mit Nachbarwissenschaften und arbeitet dabei das Spezifische der Politikwissenschaft heraus. Dargestellt wird die Entwicklung des Faches Politikwissenschaft in Deutschland mit dem Schwerpunkt Bundesrepublik, und es werden Wurzeln aus dem 19. Jahrhundert und davor gezeigt. Der systematische Überblick wird aufgelockert durch die Wiedergabe einer Diskussion zwischen vier Fachvertretern über Rolle und Auftrag der Politikwissenschaft sowie durch 20 kurze Porträts von profilierten Professoren der Politikwissenschaft.
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About the author

Dr. Ulrich von Alemann, Professor für Politikwissenschaft am Sozialwissenschaftlichen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Jul 1, 2013
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Pages
161
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ISBN
9783663102212
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Best For
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Language
German
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Genres
Political Science / General
Political Science / History & Theory
Social Science / General
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Am Ende dieses ersten Teils haben wir ein beträchtliches Pensum absolviert. Das erste Kapitel brachte uns den Einstieg in das Thema durch politische Kon troversen aus der Zeitungsberichterstattung. Der Streit um das Tempolimit von 100 km/h auf Bundesautobahnen, die internen Probleme auf einem Gewerk schaftsjugendkongreß sowie die Protestaktionen der Zahnarztverbände gegen über der Konzertierten Aktion im Gesundheitsweseil dienten als Illustrationen des alltäglichen Stoffes der lnteressenpolitik. Lesen Sie doch diese Fallbeispiele jetzt nach Kenntnis des Stoffes dieses Textes noch einmal nach. Sie werden er staunt sein, daß Sie die Einzelheiten der Fälle nun mit ganz anderen Augen be trachten werden. An diesen Einstieg in das Thema schlossen sich drei große weitere Schritte an. Der erste war die Definition unseres Gegenstandes. Das Kapitel begann mit einer Warnung, sich von Definitionen nicht allzuviel über das , ,Wesen" des For schungsgegenstandes zu versprechen. Erinnern Sie sich noch an den Unter schied zwischen "Nominaldefinition" und "Realdefinition"? Wrr hatten uns für die Nominaldefinition entschieden und im folgenden zunächst getrennt die Begriffe "Interesse" und "Organisation" näher in Augenschein genommen. Abschließend zum definitorischen Teil wurde dann versucht, die , ,organisierten Interessen" einzugrenzen als "freiwillig gebildete, soziale Einheiten mit be stimmten Zielen und arbeitsteiliger Gliederung (Organisationen), die indivi duelle, materielle und ideelle Interessen ihrer Mitglieder im Sinne von Bedürf nissen, Nutzen und Rechtfertigung zu verwirklichen suchen".
Über Frieden wird nachgedacht, seit es Zivilisationen und organisierte Gemein wesen gibt, doch gerade in jüngster Zeit hat der Diskurs über den Frieden und seine Bedingungen eine neue Dringlichkeit erhalten - die Kriegsereignisse im ehemaligen Jugoslawien und im Kaukasus, aber auch die erschreckenden Zeichen ökologischen Unfriedens, ob am Amazonas oder in Schön berg, seien nur als Beispiele genannt. Insofern braucht ein Kurs über Begriff und Probleme des Friedens aus politikwissenschaftlicher Sicht nicht nur keine besondere Rechtfertigung, sondern darf mit Fug und Recht als notwendig betrachtet werden, gerade auch als Bestandteil der Reihe "Grundwissen Politik". Reinhard Meyers hat sich seinem Gegenstand in einer Weise genähert, die sowohl der Vielschichtigkeit und Breite des diskutierten Stoffes Rechnung trägt als auch dem Bedürfnis der Leserinnen und Leser -zumal Studierenden -nach Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung. In seiner Originalfassung hat sich der dieser Buchveröffentlichung zugrundeliegende Kurs der FernUniversität einen festen Platz im Curriculum der Politikwissenschaft erobert. Bei der Produktion des Fernstudienkurses als auch der vorliegenden Buchfassung haben der Verfasser und auf Seiten der FernUniversität Ingeborg Voss vom Lehrgebiet Politikwissenschaft sowie Wolfgang Reichardt vom Lehrgebiet Internationale PolitikIV ergleichende Politikwissenschaft konstruktiv und, wie wir meinen, erfolgreich zusammengearbeitet. Dafür sei den Beteiligten an dieser Stelle gedankt. Dem vorliegenden Band sei eine kritische, aber wohlwollende Resonanz und den Leserinnen und Lesern eine ertragreiche Lektüre gewünscht.
Die Europäische Union ist zu einem festen Bestandteil in unserem politi schen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben geworden. Die fort schreitende europäische Integration betrifft nicht nur die nationalstaatliehe, sondern in besonderem Maße auch die regionale Ebene. Europapolitik ist schon lange keine Außenpolitik des Bundes mehr. Das Politikfeld Europa hat in den vergangenen Jahren in den deutschen Ländern einen erheblichen Be deutungsanstieg erfahren. Die Länder setzen sich heute aktiv für die Berück sichtigung ihrer Interessen und für eine Stärkung ihrer Rolle im europäischen Haus ein. Nordrhein-Westfalen nimmt dabei als die bevölkerungsreichste Region und im geografischen Zentrum Europas gelegen eine zentrale Stellung ein. Diese wird durch seine Wirtschaftskraft und seine gut ausgebaute Hoch schullandschaft unterstrichen. Die Landesregierung hat ihre Europafähigkeit in den letzten Jahren deutlich gesteigert: Die Landesvertretung in Brüssel wurde personell aufgestockt und neu organisiert, jedes Ministerium verfügt über ein Europareferat, die Landesregierung nimmt bei ausgewählten wichtigen Themen bereits im Vorfeld offizieller Vorlagen der Europäischen Kommission pro-aktiv Einfluss. Die Maßnahmen zur Stärkung der Europafähigkeit der Landesregierung sind weitgehend abgeschlossen. Das geschaffene Potenzial muss nun intelligent und effektiv wirksam werden. Über die Obersten Landesbehörden hinaus gibt es bei den Behörden und öffentlichen Einrichtungen des Landes, aber auch bei den gesellschaftlichen Gruppen, eine Vielzahl von kompetenten Akteuren, die auf der europäischen Bühne aktiv sind.
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