Tagebuch Wilhelm von Humboldts von seiner Reise nach Norddeutschland im Jahre 1796

Emil Felber
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Publisher
Emil Felber
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Published on
Dec 31, 1894
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Pages
163
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Language
German
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Seit über hundert Jahren wartet eine interessierte Öffentlichkeit auf eine umfassende, kritische, kommentierte Edition der Briefe Wilhelm von Humboldts. Die lange Reihe prominenter Akteure der Goethe-Zeit (bzw. der Napoleonischen Ära), die zu den Briefpartnern dieses Staatsmannes, Bildungsreformers und Sprachforschers zählen, sowie die Vielfalt der Themen – neben den bereits genannten sind dies vor allem Philosophie, Literatur, Philologie, bildende Kunst, Politik, diplomatische Korrespondenz, Geschichte – und nicht zuletzt die literarischen Qualitäten der Brieftexte selbst machen dieses umfangreiche Briefcorpus zu einem der bedeutendsten der Epoche: ein Zeitgemälde auf höchstem Niveau. Die Ausgabe wird in drei Abteilungen erscheinen: I. Jugendbriefe, Brautzeit, erste Ehejahre (1781–1802) II. Amtszeit (1802–1819) III. Altersmuße (1820–1835). Die I. Abteilung wird fünf Bände umfassen. Band 1 beginnt mit Briefen des 13-jährigen Knaben; erster Schwerpunkt ist die Reihe schwärmerischer Briefe an Henriette Herz und weitere Mitglieder der „Verbindung“, einer Vereinigung zur gegenseitigen moralischen Vervollkommnung, die Humboldt bis zur Verlobung mit Karoline von Dacheröden intensiv beschäftigte; danach stehen die Briefe an die Braut im Vordergrund. Außerdem spielen die Briefe an Georg Forster und Friedrich Heinrich Jacobi eine wichtige Rolle; auch die später umfangreiche Korrespondenz mit Carl Gustaf von Brinkman beginnt bereits in dieser Periode. Mit der Eheschließung im Juni 1791 wird der Band abgeschlossen. Der Band enthält 198 Briefe, davon 21 bisher ungedruckte.
Wilhelm von Humboldt hat sich nicht im eigentlichen Sinne als Philosoph verstanden; seine Forschungen, wie die auf den Feldern der Bildung und Sprache, führten ihn indes immer wieder auf philosophisches Terrain: Oberflächlich betrachtet scheint sein Denken noch der Philosophie Kants verhaftet zu sein, bei genauerem Hinhören zeigt es sich jedoch als unbefangener Entwurf, der viele unzureichende Positionen seiner Zeit hinter sich lässt. Es sind Gedanken über die Sprache und das Sprechen des Menschen, die zum einen die Merkwürdigkeit dieses Phänomens in den Blick bringen, zum anderen in ihm das Wesentliche des Menschseins überhaupt sehen. Humboldt entdeckt eine rätselhafte Zwischenstellung der Sprache zwischen Subjektivität und Objektivität, zwischen Unverfügbarkeit und Gemachtheit durch den Menschen. »Sie bedienen sich ihrer, ohne zu wissen, wie sie dieselbe gebildet haben.« Das Sprechen verleiht dem Menschen die Möglichkeit seines Denkens auch »in abgeschlossener Einsamkeit«: Der klingende Laut, der von uns ausgesprochene Gedanke, dringt in unser Gehör zurück, das Sprechen eines Subjekts wird für es selber zum Objekt, ohne die Sphäre der Subjektivität zu verlassen. Humboldts Abhandlung weist bis weit ins zwanzigste Jahrhundert voraus: Hier finden sich eine Art Dialektik des Verstehens und Nicht-Verstehens sowie fundamentale Einsichten zur Weiterentwicklung der Hermeneutik; nicht zuletzt sind auch Grundzüge des Heideggerschen Sprachgeschehens in diesem Text präfiguriert.
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