Tagebuch Wilhelm von Humboldts von seiner Reise nach Norddeutschland im Jahre 1796

Emil Felber
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Publisher
Emil Felber
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Published on
Dec 31, 1894
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Pages
163
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Language
German
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Den zeitlichen Rahmen dieses Bandes bilden zwei Abreisen aus Jena. Anfang Juli 1795 tritt Humboldt eine Reise nach Berlin an, die zwar nur für wenige Wochen geplant war, die sich aber zu einem Aufenthalt von rund 16 Monaten ausdehnte, weil er bei der Ankunft die Mutter todkrank vorfand. Der Band schließt mit der Abreise Humboldts von dort im Juni 1797, dem Antritt einer lange geplanten Reise über Dresden und Wien nach Italien, die aber kriegsbedingt von Wien nach Paris führte.

Der Mittelpunkt des Bandes ist aber nicht etwa Berlin, von wo die Mehrzahl der Briefe abgeschickt wurde, sondern Jena, wohin sehr viele adressiert waren. Die Briefe, die Humboldt an seinen Freund Schiller aus Berlin und Tegel schrieb, bilden eine schriftliche Fortsetzung jener Gespräche philosophischen und literarischen Inhalts, die die beiden bis zu Humboldts Abreise so gut wie täglich geführt hatten. Das überragende Thema dieser Episteln war in den ersten Wochen der Druck von Schillers „Musenalmanach auf das Jahr 1796" beim Berliner Verleger Unger, den Humboldt zu überwachen hatte.

Ein weiteres Hauptthema war die Rezeption von Schillers seit Januar 1795 erscheinenden Zeitschrift „Die Horen" beim Berliner Publikum. Eine längere Reise durch Norddeutschland wird im Spätsommer 1796 dazwischen geschoben, bei der er in Eutin mit Johann Heinrich Voss Bekanntschaft schließt und in Hamburg den alten Freund Friedrich Heinrich Jacobi wiedersieht. Diese Korrespondenz lebt jetzt wieder auf. Eine weitere Korrespondenz, die mit dem Hallenser Gräzisten Friedrich August Wolf, wird fortgesetzt.

Der Band enthält darüber hinaus eine Reihe bisher ungedruckter Briefe an den Berliner Verleger Vieweg. Humboldts Freund Friedrich Gentz, dessen „Deutsche Monatsschrift" bei Vieweg erschien, hatte Bankrott gemacht, und diese Briefe bezeugen den verzweifelten Versuch Humboldts und weiterer Freunde, dessen finanziellen Ruin abzuwenden. Der Band schließt mit einer Reihe z. T. sehr interessanter Briefe an seine Frau Karoline aus der Zeit unmittelbar vor dem Aufbruch zur vermeintlichen Italienreise.

Preußischer Staatsmann, Schulreformer, Philosoph und Sprachforscher - Wilhelm von Humboldt (1767-1835) wirkte auf vielen Gebieten. Seine liberalen, dem Neuhumanismus verpflichteten Ideen führten zu weit reichenden Veränderungen im preußischen Bildungswesen. Auf ihn gehen u. a. die Gründung der Berliner (später Humboldt-) Universität sowie des Humanistischen Gymnasiums zurück. Sie stehen ganz im Zeichen eines universalen Bildungsideals, das die Freilegung aller individuellen Kräfte v. a. durch die Beschäftigung mit der antiken Literatur sowie mit dem Medium Sprache, aber auch in der Auseinandersetzung mit anderen Wissenschaften, zum Ziel hat. Selbst mehrere europäische Sprachen beherrschend, galt von Humboldts größte Aufmerksamkeit der analytischen Erforschung sämtlicher Sprachen der Welt.

Die von 1903 bis 1936 von der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften durch Albert Leitzmann, Bruno Gebhardt und Wilhelm Richter herausgegebene 17-bändige Ausgabe der Gesammelten Schriften Wilhelm von Humboldts stellt bis heute die bedeutendste Humboldt-Werkedition dar. Nach wie vor vereinigt sie als Einzige die u. a. aus dem handschriftlichen Nachlass stammenden, breit gefächerten Arbeiten des großen Denkers. Sie werden, thematisch und chronologisch geordnet, in vier Abteilungen präsentiert: Werke (u. a. literarische, sprachwissenschaftliche, philosophische Abhandlungen), politische Denkschriften, Tagebücher und politische Briefe.

Das 17 Bände umfassende Set kann geschlossen bezogen werden, aber auch die Lieferung von Einzelbänden ist jetzt erstmals möglich.

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