Türkische Frauen in Deutschland. Auf dem Weg in die Moderne?

GRIN Verlag
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 2,15, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Lehrstuhl für Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: In Deutschland leben ca. 3 Millionen Türken. Ein Großteil dieser Türken wurde in den 60er Jahren als wirtschaftliche Nachwuchskraft angeworben, andere wiederum reisten als Familiennachzügler und Asylbewerber ein. Das anfängliche Ziel, nach kurzer Zeit wieder in die Türkei zurückzukehren, wurde für viele Türken zu einer Immigration ohne Rückkehr. Dieser Zustand hat die in Deutschland lebenden Türken nachhaltig beeinflusst, denn westliche Werte und Normen prägen ihre Denk- und Handlungsweise. Insbesondere die Situation der türkischen Frauen hat sich in vielen Bereichen in den letzten Jahren gewandelt. Inwiefern hat sich die Stellung der türkischen Frau in der türkischen Gemeinde in Deutschland gewandelt? Sind türkische Frauen in Deutschland auf dem Weg in die Moderne? Um diese Fragen präzise beantworten zu können, ist es nötig, nicht nur die Situation der türkischen Frau in Deutschland darzustellen, sondern auch rückblickend ihre Situation in der Türkei zu betrachten. Denn ihre dortige Sozialisation prägt die türkische Frau und die nachkommenden Generationen in entscheidendem Maße. Drei weitere Hypothesen sollen anhand der vorliegenden Darstellung überprüft werden: 1. Die türkische Frau vollzog bereits einen Wandel in der Türkei. Der Wandel hat sich durch die Migration und die damit einhergehenden fremdethnischen Einflüsse in Deutschland verstärkt. 2. Dieser Wandel ist in der zweiten Generation türkischer Frauen ausgeprägter, die anders als die Frauen in der ersten Generation mit einer modernen westlichen Orientierung einerseits und einer traditionellen türkischen Orientierung auf der anderen Seite aufwachsen. 3. Trotzallem gelingt es nur einer Minderheit türkischer Frauen sich der modernen Welt anzupassen. Die Mehrheit türkischer Mädchen/ Frauen wendet sich gegen die Moderne, so dass davon ausgegangen werden kann, dass auf der einen Seite eine Rückorientierung stattfindet, bzw. das andererseits eine verdeckte zweite Identität gelebt wird, die sich der modernen Welt anpasst. Faktoren, die einer Orientierung an der modernen Welt entgegenstehen sind sowohl selbstgewollt, als auch traditionell bedingt. Die Bereiche, in denen ein Wandel der türkischen Frau stattgefunden hat, werden näher aufgezeigt und dabei die Ausrichtung im Hinblick auf die Moderne kenntlich gemacht.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Sep 1, 2003
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Pages
99
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ISBN
9783638214643
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Language
German
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Genres
Social Science / Sociology / Marriage & Family
Social Science / Women's Studies
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Benjamin Wellner
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1,0, Fachhochschule Erfurt (Fachbereich Sozialwesen), Veranstaltung: Geschlechterverhältnisse (gender studies) im Kulturenvergleich, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Prostitution wird seit ewigen Zeiten als das „älteste Gewerbe der Zeit“ bezeichnet. Durch jede Form von gesellschaftlichem Zusammenlebens zog sich das Phänomen „käufliche Liebe“. Auch im durchgeplanten System der ehemaligen DDR gab es Bedarf an weiblichen Prostituierten. In der Nachkriegszeit nicht vordergründig moralisch behandelt, änderten sich für sie die Umstände grundlegend mit der Einführung des neuen Strafgesetzbuches 1968 in DDR. Fortan galten die Freudenmädchen strafrechtlich als arbeitsscheu und gingen ihrer eigentlichen Bestimmung - arbeitstätig und Mutter zu sein - nicht nach. Auch das Strafmaß erhöhte sich enorm, womit sich der Staat erhoffte, Prostitution allmählich aus dem Bild der Öffentlichkeit entrücken zu können. Die Erwartung, das Phänomen der »leichten Mädchen« würde in der DDR bald aussterben1, wurde jedoch nicht erfüllt. Zwar reduzierte sich die Medienberichterstattung auf ein Minimum, jedoch gingen die meisten Prostituierten ihrer Tätigkeit in einem heimlicheren Rahmen weiterhin nach. Mit Beginn der 70er Jahre wurden dann zunehmend junge Frauen vom „Ministerium für Staatssicherheit“ (MfS) angeworben. Ihre Aufgabe: Intimbeziehungen zu Personen aus dem „Nichtsozialistischen Ausland“ herzustellen und damit in Kenntnis wichtiger Informationen und intimer Details zu gelangen. Bis zum Ende der DDR entwickelte sich die Prostitution weiter und es etablierten sich „Hochburgen“ wie Leipzig, Rostock oder Ost-Berlin. Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung der DDR-Prostitution und den problematischen Umstand, dass sie in der DDR 1968 zwar strafrechtlich verboten, dennoch über die gesamte Existenz der Deutschen Demokratischen Republik hinweg vom „Ministerium für Sicherheit“ als Mittel der Spionage eingesetzt wurde. Auf theoretischer Grundlage August Bebels basierend, soll auch die Stellung der Prostitution in der sozialistischen Gesellschaft zur Antwortfindung einbezogen werden.
Esther Rumohr
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1,3, Universität Bielefeld, Veranstaltung: Was ist Gender? Einführung in Gendertheorien, Sprache: Deutsch, Abstract: Geschlecht ist eines der bedeutsamsten Merkmale unserer Gesellschaft. Die Zweigeschlechtlichkeit wird dabei als selbstverständlich angesehen, so dass jeder Mensch als entweder männlich oder weiblich erkannt werden muss und auch dementsprechend interagiert. Vor einiger Zeit konnte ich eine Situation beobachten, in der ein Mädchen zu ihrem Bruder sagte: "Du darfst hier nicht aufs Klo. Das Klo ist nur für Mädchen". Diese Situation zeigt, wie wir von klein auf lernen, dass es Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die von den Interagierenden eingehalten werden müssen. Das Mädchen weiß bereits das es getrennte Toiletten für das jeweilige Geschlecht gibt und auch ihr Bruder muss diese "incorrigible proposition" (Kessler & McKenna 1987, 4) beachten. Um die Selbstverständlichkeit von Geschlecht offen legen zu können, wurde für diese Arbeit der ethnomethodologische 'Doing Gender'-Ansatz gewählt. Im ersten Theorieteil wird zunächst die Ethnomethodologie vorgestellt, welche sich mit alltäglichem Wissen und der Erzeugung von sozialer Realität in der Interaktion beschäftigt. Aus Sicht des ethnomethodologischen 'Doing Gender'-Ansatzes ist Geschlecht ein soziales Konstrukt, welches immer wieder in der Interaktion hergestellt wird. Es geht dabei um die Frage, wie jemand in der Interaktion als männlich oder weiblich erkannt wird. Dieser Ansatz wird im zweiten Theorieteil näher beleuchtet. Olivia Jones, eine DragQueen aus Hamburg, ist in den letzten Jahren immer bekannter in Deutschland geworden. Dieses Fallbeispiel ist interessant, da die DragQueen trotz weiblichen Merkmalen von der Gesellschaft als klar männlich angesehen wird. Es soll in dieser Arbeit darum gehen, wie Travestiekünstler agieren, um als sowohl männlich, als auch weiblich von ihrer Umwelt wahrgenommen zu werden. Diese Praktiken zur Herstellung von Geschlecht sollen am Beispiel von Olivia Jones gezeigt werden. Zu diesem Zweck wurde ein Interview mit ihr und einer Moderatorin transkribiert, welches im dritten Kapitel analysiert wird. Es wurde bewusst darauf verzichtet soziologisches Vorwissen über DragQueens vorzustellen, da es ein Anspruch der Ethnomethodologie ist, dass man als Wissenschaftler ein im Alltag handelndes Individuum ist und sich somit zunächst vom Gegenstand entfernen sollte um Alltagsroutinen erkennen zu können (Bergmann 1988, 31). Zu viel Vorwissen würde somit die Analyse verfälschen. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Analyse noch einmal zusammengefasst.
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