Spannungsfeld Atmosphäre: Atmosphäre im Spielfilm

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Inhaltsangabe:Einleitung: Das Medium Film sowie seine Genres sind mittlerweile über hundert Jahre alt. Entsprechend umfangreich ist der bis dato entstandene Kanon an Forschungsliteratur, der unterschiedlichste Blickwinkel von Filmtheoretikern/Filmtheoretikerinnen, Medienwissenschaftlern/Medienwissenschaftlerinnen, Philosophen/Philosophinnen und Filmemachern/Filmemacherinnen widerspiegelt. Für die Rezipienten/Rezipientinnen ist Film jedoch ganz schlicht ein Medium, welches Geschichten erzählt und dadurch Emotionen hervorruft. Obgleich die Intention der FilmemacherInnen grundlegend darin besteht, mit den dargestellten Inhalten bestimmte Gefühle bei dem/den ZuschauerInnen zu evozieren, haben sich bisher nur wenige FilmtheoretikerInnen diesem Aspekt des Themas gewidmet, wobei die Tendenz steigend ist. Wie aber werden Emotionen durch die Filmrezeption beim Publikum evoziert? Durch welche Mittel können bestimmte Gefühle hervorgerufen werden? Warum empfindet man Angst während der Rezeption eines Horrorfilms und wieso setzt man sich dieser Angst immer wieder gerne aus? Diese Fragen können durch die Untersuchung von Atmosphären beantwortet werden, die massiven Einfluss auf das Gefühlsleben des/der Rezipienten/Rezipientin ausüben. Verstanden als die gemeinsame Wirklichkeit von Subjekt und Objekt bildet der Begriff der Atmosphäre einen guten Ausgangspunkt für die nähere Betrachtung der Beziehung zwischen dem Medium Film und seinen Rezipienten/Rezipientinnen. Zwar entstehen Atmosphären durch Menschen und Dinge und können sogar bewusst eingesetzt und inszeniert werden, jedoch benötigen sie für ihre vollständige Bestimmung die Empfindung eines Subjektes. Dieser Aspekt impliziert die Wichtigkeit des/der Zuschauers/Zuschauerin im filmischen Kontext, schließlich werden Filme produziert, um vom Publikum gesehen zu werden. Daher liegt der Fokus dieser Arbeit auf den Gestaltungsmöglichkeiten filmischer Atmosphären, durch die Gefühle ganz gezielt beim Publikum evoziert werden können. Die hier gestellte, zentrale Forschungsfrage lautet demnach: Durch welche Mittel kann eine gewünschte künstliche bzw. inszenierte Atmosphäre im filmischen Kontext geschaffen werden? - Welchen Grenzen unterliegen diese Vorgehensweisen jedoch und warum? Aus forschungsökonomischen Gründen müssen die technischen Aspekte und ihre Umsetzungsmöglichkeiten aus Sicht der FilmemacherInnen in Bezug auf die Gestaltung bestimmter filmischer Atmosphären in dieser Arbeit jedoch ausgespart [...]
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Additional Information

Publisher
diplom.de
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Published on
Mar 2, 2011
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Pages
143
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ISBN
9783842811812
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Best For
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Language
German
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Genres
Art / Film & Video
Photography / Techniques / Cinematography & Videography
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Zorica Vilotic
In der vorliegenden Studie wird insbesondere der Frage nachgegangen, durch welche Mittel eine bestimmte kunstliche bzw. inszenierte Atmosphare im filmischen Kontext geschaffen werden kann. Mit dem Ziel, Moglichkeiten und Grenzen dieser Vorgehensweisen nicht nur theoretisch aufzuzeigen, sondern auch praktisch anzuwenden, wird das Genre des Horrorfilms exemplarisch zur Analyse herangezogen. Zunachst wird der Begriff der Atmosphare, in Hinblick auf seine Herkunft, seine Anwendung im alltaglichen Sprachgebrauch sowie seiner Bedeutung in philosophischen und asthetischen Forschungsansatzen, definiert. Unter Einbeziehung der philosophischen Ansatze von Gernot Bohme, Michael Hauskeller und Hermann Schmitz, werden die fur die Entstehung und den Charakter der einzelnen Atmospharen massgeblichen Elemente im Detail untersucht. Ebenso werden unterschiedliche Gestaltungsmoglichkeiten filmischer Atmosphare, die in der Evokation von Gefuhlen bzw. Stimmungen des/der Rezipienten/Rezipientin eine entscheidende Rolle spielen, betrachtet. Der zweite Abschnitt dieser Studie widmet sich der Umsetzung der erzielten Erkenntnisse, indem ausgewahlte Filmbeispiele besprochen werden. Im Mittelpunkt steht dabei die nahere Betrachtung des Horrorfilms, der sich aufgrund der genreimmanenten gewunschten Evokation der Angstemotion, besonders fur die Beweisfuhrung der aufgeworfenen Thesen eignet. Abschliessend werden im Rahmen einer Besprechung des Filmklassikers The Fog'' von John Carpenter, die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefuhrt sowie im Werk der Autorin untersucht und praktisch angewand
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