Philosophie des Aphorismus: Kurzer Rede langer Widersinn

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Das Buch bietet eine kurze Geschichte und philosophische Theorie der immer zu kurz kommenden aphoristischen Kurzprosa.

"Sprachkürze gibt Denkweite." (Jean Paul)

"Was der Laie an der Philosophie wichtig findet, ist fast immer aphoristisch." (Erwin Chargaff)

"Ein Haufen aufs Geratewohl hingeschütteter Dinge ist die schönste Weltordnung." (Heraklit von Ephesos)

"Der Witz ist das Prinzip und Organ der Universalphilosophie." em (Fr. Schlegel)

"Der Aphorismus ist nur aus seiner Stellung zwischen Philosophie und Poesie beschreibbar." em (Stefan Fedler)

"Ein lakonisches Volk sind wir nicht." em (Johannes Gross, 1996)

Das fragmentierte Denken in s(pr)achpointierten "Maximen und Reflexionen" bietet rationale Vernunftkritik in konzisen Gedankenexperimenten. Sie philosophieren ohne Argumente, mit Allgemeingültigkeitsanspruch gegen die Allgemeinheit, und die Lebensphilosophie dieser Weltklugheit zielt auf den Witz bei der Ursache, mit nur "impliziten Schlüssen" (Klaus von Welser).

strongEine Philosophie der aphoristischen Mikroprosa liefert die philosophische Selbstreflexion einer ihrer besten literarischen Formen und Masken.

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Additional Information

Publisher
BookRix
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Published on
May 2, 2018
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Pages
91
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ISBN
9783743809529
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Language
German
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Genres
Fiction / Satire
Philosophy / General
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Komplettausgabe
Das meist diskutierte Politikwerk seiner Zeit. Auch heute noch missverstanden, umgedeutet, fehlinterpretiert und missbraucht.
Unsterblich in seinem verlegerischen Eifer wurde der französische Arzt Gustave Le Bon (1841-1931) durch ein Buch „Die Psychologie der Massen“ – Siegmund Freud und Max Weber zählten zu seinen Bewunderern. Aber auch Hitler und Göbbels sollen sich hier ihre Blaupausen zur Manipulation der Massen verschafft haben.
Le Bon kämpft mit den Waffen der Freiheit: Aufklärung und Intellekt - gegen die Barbarei der Masse, die, einmal auf den Weg gebracht, nichts aufhalten kann. Er beklagt den „außerordentlichen geistigen Tiefstand der Massen“, ihre Triebhaftigkeit, ihren Hass, ihre Wankelmütigkeit, ihre Manipulierbarkeit.
Die Politik als Theater, als Schauspiel, als emotionale Inszenierung war Le Bon zuwider. Als radikaler Demokrat, liberaler Freigeist, als Mensch der Vernunft musste Le Bon an den Auswüchsen der Jahrhundertwende 19/20 verzweifeln: Kriege, Massenpsychosen, Aberglauben, Rassenwahn allenthalben.
Prophetisch waren seine (nun über 100 Jahre alten) Worte zu den Massenmedien: „... Welches Blatt wäre heute reich genug, seinen Schriftleitern eigne Meinungen gestatten zu können? Und welches Gewicht könnten diese Meinungen bei Lesern haben, die nur unterrichtet oder unterhalten werden wollen und hinter jeder Empfehlung Berechnung wittern?...“ – Hört man daraus nicht das „Lügenpresse“-Grölen in Dresden?
Kein Buch zur politischen Welt war jemals so zeitlos.

Die Schar der Menschenschlächter umfasste ungefähr dreihundert Mitglieder und zeigte vollkommen die Grundform einer ungleichartigen Masse. Abgesehen von einer ganz geringen Anzahl gewerbsmäßiger Bettler, bestand sie namentlich aus Händlern und Handwerkern aller Art, aus Schustern, Schlossern, Perückenmachern, Maurern, Angestellten, Dienstmännern usw. Unter dem Einfluss der empfangenen Suggestion sind sie, wie der obenerwähnte Koch, völlig überzeugt davon, eine vaterländische Pflicht zu erfüllen. Sie üben ein doppeltes Amt aus, das des Richters und das des Henkers, und halten sich in keiner Weise für Verbrecher.

Null Papier Verlag
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