Die Internationale Politische Ökonomie des Risikos: Eine Analyse am Beispiel der Diskussion um die Reformierung der Finanzmärkte

Springer-Verlag
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für Sophie und Jakob 1. 1 Einleitung 7 Vorwort Am Beginn dieser Arbeit stand eine Unzufriedenheit darüber, wie die Asienkrise und die darauf einsetzenden Turbulenzen innerhalb der Wirtschaftswissenschaften und der Inter- tionalen Beziehungen diskutiert wurden. Obwohl ich dieses Gefühl zuerst nicht greifen konnte, schließlich fehlte mir als Ökonom das politikwissenschaftliche Vokabular, erschien mir die gesamte Debatte um die Reformierung der Finanzmärkte als zu kurz gegriffen. Der Versuch, die Politik am Staat festzumachen und gleichzeitig die Quelle der Instabilität in einer asymmetrischen Informationslage zu verorten ist doch so trivial wie falsch. Dennoch hat die Idee der asymmetrischen Information die Diskussion nachhaltig geprägt. Ohne die dadurch implizierten Bemühungen zu erhöhter Transparenz und weniger Korruption in Abrede stellen zu wollen, stellt sich doch die Frage, ob eine Welt vollkommener Trans- renz sowohl möglich oder auch nur erstrebenswert ist. Die Arbeit versucht aber nicht eine alternative Lösung für die Probleme der Finanzmärkte zu entwerfen, sondern fragt im - genteil nach den disziplinären Strukturen und Grenzen dieser Diskussion: wieso wird Ins- bilität in genau dieser Art und Weise konzipiert? Dieses Buch versteht sich demnach nicht als eine Beobachtung erster, sondern zweiter Ordnung. Das heißt ich versuche nicht unm- telbar praxisrelevantes Wissen zu produzieren, sondern vielmehr zu beobachten, wie ha- lungspraktisches Wissen, zum Beispiel durch die Verwendung einer spezifisch ökono- schen Risikosemantik, möglich wird.
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About the author

Oliver Kessler ist wissenschaftlicher Angesteller an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
May 13, 2008
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Pages
250
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ISBN
9783531909141
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Best For
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Language
German
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Genres
Business & Economics / Labor
Social Science / Sociology / General
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Der vorliegende Versuch war ursprünglich Teil einer nicht zur Veröffentlichung bestimmten Festschrift aus Anlaß des 65. Ge burtstages meines verehrten Lehrers, des Göttinger Ordinarius für Philosophie Josef König, am 24. Februar 1958. Der Aufsatz er schien dann in zwei Teilen in den Heften 2 und 3 des 10. Jahrgan ges der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Dem Westdeutschen Verlag bin ich für die Bereitschaft zu Dank verpflichtet, einen unveränderten Abdruck dieser Fassung nun mehr gesondert herauszubringen. Thema und Absicht der Überlegungen zur Gestalt des homo sociologicus ist die Suche nach einer Elementarkategorie für die eigenständig soziologische Analyse der Probleme des sozialen HandeIns. Wenn Durkheims »soziale Tatsachen« mehr sind als eine Fiktion, dann muß es möglich sein, diese mit der ganzen Strenge erfahrungswissenschaftlicher Methodik zu beschreiben und in bestimmten Problemzusammenhängen zu erklären. Für solche Beschreibung und Erklärung nun ist nach der These des folgenden Essays die Kategorie der sozialen Rolle zentral. Diese Kategorie ist in jüngerer Zeit insbesondere in der englischen Eth nologie und amerikanischen Soziologie entwickelt worden: inso fern erfullt mein Essay für einen kleinen Bereich den in Deutsch land noch immer dringlichen Auftrag der Rezeption. Der Begriff der Rolle läßt indes in seiner gegenwärtig international akzeptier ten Ausprägung noch manche Frage offen; insofern liegt meine Absicht in seiner Verfeinerung und Weiterführung.
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