Behinderung als Praxis: Biographische Zugänge zu Lebensentwürfen von Menschen mit 'geistiger Behinderung'

transcript Verlag

Welche Alltagspraxen führen dazu, dass sich behinderte Identitäten ausbilden? Durch die Dokumentation der 16 Lebensgeschichten und -entwürfe von Menschen mit 'geistiger Behinderung' geht Hendrik Trescher der Frage nach, wie diese ihren Alltag erfahren. Er legt dar, wie diese Menschen in ihrem Lebenslauf immer wieder an Diskursteilhabebarrieren stoßen und so letztlich behindert werden. Wie komplex und gleichsam radikal wirkmächtig solche Barrieren sein können, zeigt er u.a. durch Aufdecken der Zusammenhänge zwischen Behinderung und der Funktionslogik von Hilfestrukturen, die - häufig auch in ihrer Ausprägung als pädagogische Protektorate - letztlich selbst behindernd wirken.
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About the author

Hendrik Trescher (Prof. Dr. phil. habil.) ist Soziologe und Pädagoge und vertritt die Professur für Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Forschungsgebiete sind Inklusionsforschung, politische Partizipation von Menschen mit Behinderung, Pädagogik bei kognitiven Beeinträchtigungen, Methoden qualitativer Sozialforschung, Disability Studies sowie Subjekt- und Diskursforschung. 2016 erhielt er den Forschungspreis der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft zur Förderung der Forschung für Menschen mit geistiger Behinderung für das Buch »Inklusion«.
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Additional Information

Publisher
transcript Verlag
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Published on
Apr 30, 2017
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Pages
296
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ISBN
9783839439715
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Best For
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Language
German
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Genres
Political Science / Public Policy / Social Services & Welfare
Social Science / General
Social Science / People with Disabilities
Social Science / Social Classes & Economic Disparity
Social Science / Sociology / General
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Der vorliegende Versuch war ursprünglich Teil einer nicht zur Veröffentlichung bestimmten Festschrift aus Anlaß des 65. Ge burtstages meines verehrten Lehrers, des Göttinger Ordinarius für Philosophie Josef König, am 24. Februar 1958. Der Aufsatz er schien dann in zwei Teilen in den Heften 2 und 3 des 10. Jahrgan ges der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Dem Westdeutschen Verlag bin ich für die Bereitschaft zu Dank verpflichtet, einen unveränderten Abdruck dieser Fassung nun mehr gesondert herauszubringen. Thema und Absicht der Überlegungen zur Gestalt des homo sociologicus ist die Suche nach einer Elementarkategorie für die eigenständig soziologische Analyse der Probleme des sozialen HandeIns. Wenn Durkheims »soziale Tatsachen« mehr sind als eine Fiktion, dann muß es möglich sein, diese mit der ganzen Strenge erfahrungswissenschaftlicher Methodik zu beschreiben und in bestimmten Problemzusammenhängen zu erklären. Für solche Beschreibung und Erklärung nun ist nach der These des folgenden Essays die Kategorie der sozialen Rolle zentral. Diese Kategorie ist in jüngerer Zeit insbesondere in der englischen Eth nologie und amerikanischen Soziologie entwickelt worden: inso fern erfullt mein Essay für einen kleinen Bereich den in Deutsch land noch immer dringlichen Auftrag der Rezeption. Der Begriff der Rolle läßt indes in seiner gegenwärtig international akzeptier ten Ausprägung noch manche Frage offen; insofern liegt meine Absicht in seiner Verfeinerung und Weiterführung.
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