Das Neue Spiel: Strategien für die Welt nach dem digitalen Kontrollverlust

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Seit dem Fall Snowden ist es offensichtlich: Wir haben die Kontrolle verloren. Das gilt für alle – für Regierungen, Unternehmen, Individuen. Im täglich weiter anschwellenden Datenstrom, in den sich die Welt verwandelt hat, wird kopiert, geklaut, geschnüffelt, systematisch überwacht. Wie sollen wir damit umgehen?


Michael Seemann plädiert dafür, den Kontrollverlust zu akzeptieren und uns mit seinen Mechanismen vertraut zu machen. Wenn wir schwimmen lernen, anstatt uns der übermächtigen Welle entgegenzustemmen, kann sie uns nicht umwerfen.


In seinem Buch fasst Seemann zusammen, was wir dafür wissen müssen. Und er macht konkrete Vorschläge für eine Gesellschaft, in der Ordnung, Wissen und Macht nicht mehr funktionieren werden wie gewohnt. Wer „Das neue Spiel“ gelesen hat, versteht die komplexen Diskurse, die das digitale Zeitalter mit sich bringt, und erkennt dessen Potenzial – im Guten, wie auch im Schlechten.

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About the author

 Michael Seemann, im Netz bekannt als @mspro, ist Kulturwissenschaftler, Netztheoretiker, Blogger, Dozent und Autor. Er betreibt einen populären Podcast zu Netzpolitik und Weltgeschehen (wir.muessenreden.de) und schreibt seit 2010 darüber, dass wir die Kontrolle über unsere Daten verloren haben (ctrl-verlust.net). Seine Artikel erschienen unter anderem in ZEIT Online, SPIEGEL Online, SPEX, dem Kulturmagazin DU.


Das neue Spiel entsteht selbst nach den neuen Spielregeln. Über Crowdfunding mehr als erfolgreich vorfinanziert, zeigt es die Kraft von Vernetzung und Vertrauen; den Fortgang des Projekts macht der Autor laufend auf seinem Blog mspr0.de transparent.

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Additional Information

Publisher
iRights.Media
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Published on
Oct 11, 2014
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Pages
250
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ISBN
9783944362212
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Features
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Language
English
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Genres
Political Science / General
Social Science / Media Studies
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Content Protection
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Michael Seemann
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2,0, Universität Lüneburg (Sprache und Kommunikation), Veranstaltung: Einführung in die Kulturphilophie, Sprache: Deutsch, Abstract: Als ich mich für den Text „Ökonomisches Kapital – Kulturelles Kapital – Soziales Kapital“ als Grundlage meiner Hausarbeit entschied, war der Grund meiner Entscheidung vor allem das Interesse an neuen Blickwinkeln für die Intentionen hinter den menschlichen Handlungen. Schließlich sind es das alltägliche Leben und die alltäglichen Erfahrungen, die unser Weltbild nachhaltig beeinflussen. Zum anderen begeisterte mich der metaphysische Aspekt des Modells. Manche Theorien und Modelle aus Physik, Chemie oder gar der Wirtschaftswissenschaften finden unverhofft auch bei fachfremden Phänomenen eine sinnvolle Anwendung. Es sind immer die allgegenwärtigen, universal einsetzbaren Erkenntnisse, welche die abstrakte und teilweise bizarre Welt der Wissenschaft auf ein übersichtliches Maß an systematischen Zusammenhängen strukturieren. So auch die Theorie der drei Kapitalarten von Bourdieu. Sie scheint die sozialen Machtstrukturen in der Gesellschaft zu entlarven. Die Grundlage meiner Hausarbeit soll deshalb der Aufsatz: „Ökonomisches Kapital – Kulturelles Kapital – Soziales Kapital“ sein. Ich werde zunächst die Aussage der Theorie zusammengefasst wiedergeben. Darüber hinaus werde ich Bourdieu’s weitergehende Überlegung aufnehmen, die Machtverhältnisse der Kapitalarten in unserer Zeit zu analysieren. Aufgrund dessen werde ich dann dazu übergehen die Frage nach einer gesellschaftlichen Entwicklung bezüglich der Kapitalarten aufzuwerfen. Dieses soll im besonderen auf unsere heutige Zeit, die charakterisiert werden kann, als den Umbruch zur Informationsgesellschaft, bezogen werden. Hier werde ich ausschließlich meine eigenen Gedanken ausführen. Zuletzt gehe ich auch noch in Bezug auf meine Überlegungen auf den Wiederstreit Modern - Postmodern ein und werde die Schwierigkeiten erörtern, diese Begriffe auf unsere heutige Zeit anzuwenden.
Michael Seemann
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 2,0, Universität Lüneburg (Sprache und Kommunikation), Veranstaltung: Rhetorik und Philosophie, Sprache: Deutsch, Abstract: Ich werde meine Hausarbeit mit einem kurzen Abriss der Philosophie Nietzsches beginnen, um dessen Hauptgedanken in groben Zügen nachzuzeichnen. Im Hauptteil werde ich nah an dem zu behandelnden Text: „Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“ arbeiten, aber auch andere wichtige Schriften mit einbeziehen. Zum Schluss versuche ich, Nietzsche eine Position innerhalb der Rhetorik und Philosophie Debatte zu entlocken. Friedrich Nietzsche als Philosoph im herkömmlichen Sinn zu verstehen, wäre ein Fehler. Nietzsches Philosophie nicht als Philosophie ernst zu nehmen ein noch viel größerer. Als studierter Philologe war es eigentlich seine Profession sich mit altertümlichen Schriften zu befassen. Durch die ständige Konfrontation mit der Philosophie der Antike und den christlichen Schriften geriet er aber der Philosophie naturgemäß sehr nah. Erst die Schriften Schopenhauers weckten in ihm endgültig das Interesse für die Philosophie. Schopenhauer, selbst ein Außenseiter in der Welt der Philosophie, wurde zu einem Vorbild für Nietzsche. So kann man ihn zunächst als geistiges Kind Schopenhauers einordnen.1 Zum anderen war aber auch der berühmte Komponist Richard Wagner eines seiner großen Vorbilder. Seine Musik und auch seine Persönlichkeit inspirierten Nietzsche zu vielen seiner Schriften. Er selbst gab den antiken Philosoph Heraklit als sein philosophisches Vorbild an. Alleine schon diese merkwürdige Herangehensweise an die strenge Wissenschaft der Philosophie ließ ihn unter den Philosophen zu einem Einzelkämpfer werden. So hält sich Nietzsche auch an keinerlei anerkannte philosophische Tradition. Dichtend und denkend rollt er seine Weltanschauungen ohne jeglichen wissenschaftlichen Charakter aus. Den Inhalt kann man nicht nur als sehr eigenständig und aus der Rolle fallend bezeichnen, er ist beinahe eine Antiphilosophie. Anti- ist überhaupt ein treffender Ausdruck um das Nietzsche Denken zu charakterisieren. Es richtet sich nicht nur gegen die Metaphysik der bekannten Philosophie, sondern auch gegen das Christentum, den Feminismus, den Sozialismus, die Demokratie, den Intellektualismus, den Nationalismus und den Pessimismus.2 [...] 1 Vgl.: Störig, Hans Joachim, Kleine Weltgeschichte der Philosophie, S. 364 2 Vgl.: Störig, Hans Joachim, Kleine Weltgeschichte der Philosophie, S. 369
Michael Seemann
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,0, Universität Lüneburg (Sprache und Kommunikation), Veranstaltung: Leitbild/Feindbild des Schriftsteller-Intellektuellen, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Literaturgeschichte sind Arbeiten über Benn ohne eine separate Bezugnahme auf sein Bekenntnis zum Nationalsozialismus nicht vorstellbar. Es wird dort versucht zu erklären, zu ergründen, zu verteidigen, zu verurteilen und zu rehabilitieren. Es gibt viele Ansätze, die begreiflich machen sollen, wie ein gefeierter Dichter und Essayist, ein so sensibler und intelligenter Mann auf die plumpe Rhetorik der Nazis hat hereinfallen können. Auch seine intellektuellen Zeitgenossen, allen voran Klaus Mann, beschäftigt diese Frage. Doch seinerzeit, 1933, müssen sie ihn aufgeben. Er steht auf der anderen Seite und scheint für immer verloren. Allgemein wird viel diskutiert zu jener Zeit. Nach dem ersten Weltkrieg sind alle Optionen offen. Alle Menschheitsutopien und Staatsformen erscheinen möglich und warten auf ihre Chance zur Verwirklichung. Auch nach dem Ausruf der Republik kämpft man weiter für den Sozialismus, den Kommunismus, die Anarchie oder sehnt sich zurück nach der Monarchie. Es gilt Rahmen abzustecken, Aufgaben zu definieren, Begriffe mit Bedeutung zu füllen wie zum Beispiel „intellektuell“, „Geistigkeit“. Es regiert die Hingabe an Ideen, Klassen, Wahrheiten, und nicht zu vergessen, die Kunst. Wo ist die Kunst? Vor allem die Schriftsteller melden sich zu Wort. Der Marxismus ist weit verbreitet und die noch junge Soziologie erobert in ihrem Windschatten die Gemüter. Hitzige Debatten über die Aufgabe der Lyrik entbrennen. Ob sie kritisch sein müsse, sich dem System entgegenstellen solle und ob unpolitische Lyrik nicht unterbewusst den Kapitalismus unterstütze. Es ist schwer, in diesem Meer von Erkenntnis den Standort des Intellektuellen auszumachen. Soll er der Wahrheit verpflichtet sein, der Klasse, der Gerechtigkeit oder gar der Partei? Es gibt viele Meinungen, einigen kann man sich nicht. Obwohl er in dieser Debatte in den Zeiten der Weimarer Republik zunächst nicht in Erscheinung tritt, macht Benn vielleicht gerade dadurch seine Position deutlich. Erst nach den Angriffen Ende der zwanziger Jahre und schließlich nach der Machtergreifung Hitlers 1933 arbeitet er seine Position innerhalb dieses Diskurses öffentlich aus. Position ist wohl untertrieben. Eigentlich sind es Positionen. Eine davon, das Bekenntnis zum Nationalsozialismus, treibt eine Schockwelle durch die intellektuellen Schriftsteller. [...]
Michael Seemann
Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,3, Universität Lüneburg (Sprache und Kommunikation), Veranstaltung: Lireratur und Geschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Als Brecht um 1953 die Buckower Elegien schrieb, war er bereits allseits bekannt. Über Nationengrenzen hinweg spielte man seine Stücke und las seine Gedichte. Überall auf der Welt hatte er sich Bewunderer, aber auch Feinde geschaffen. Denn eines steht außer Frage: Brecht war nicht nur ein großer Schriftsteller, sondern auch ein Politikum.1 In einer politisch hochbrisanten Zeit stand er zwischen Ost und West, mitten im Zentrum, dem heißesten Punkt des kalten Krieges, in Berlin und vertrat eine Meinung, die beide Supermächte das Fürchten lehrte: Er rief auf zur Vernunft.2 Brecht schrieb Stücke von solch einer Brisanz, dass seine Person oftmals Thema in beiden deutschen Parlamenten wurde. Darüber hinaus wurde er zu einem politischen Sinnbild.3 Die Frage nach der politischen Gesinnung eines Mitbürgers wurde in weiten Kreisen auf die Frage reduziert: „Wie stehst Du eigentlich zu Brecht?“ Das Wichtigste ist aber: Brecht war Kommunist. Er lebte aus freier Entscheidung in der DDR und arbeitete dort mit einem außerordentlichen Eifer daran, den Sozialismus voranzutreiben. Er schrieb Propagandagedichte und versuchte den Menschen, vor allem den Arbeitern und den Bauern, die sozialistische Idee näher zu bringen. Die Erziehung des Menschen und dessen Aufklärung waren die Motoren seiner unermüdlichen Arbeit. Das alleine stand im Vordergrund für sein Tun und natürlich die Vernunft. Denn über sie versuchte er die Menschen zu erreichen und sie zu überzeugen. Ihm war es wichtig, dass die Menschen einsahen. Er wollte niemanden zwingen, oder gar verblenden. Derart repressive Mittel lagen ihm fern, darüber hinaus hatte er sie auch keinesfalls nötig. Seine Dichtkunst wusste zu beeindrucken, seine Sprache war klar und verständlich, seine Botschaften leicht zu extrahieren, außerdem logisch und vernünftig. [...] 1 Vgl.: Müller, Kreuzzug gegen Brecht, S. 9 u. 2 Vgl.: Müller, Kreuzzug gegen Brecht, S. 7 o. 3 Vgl.: Müller, Kreuzzug gegen Brecht, S. 9
Michael Seemann
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 2,3, Universität Lüneburg (Sprache und Kommunikation), Veranstaltung: Reaktionen auf den 11. September, Sprache: Deutsch, Abstract: Jean Baudrillard gehört sicherlich zu den einflussreichsten, aber auch zu den umstrittensten Theoretikern der Informationsgesellschaft. Nicht nur die Radikalität seiner Thesen, sondern auch seine unwissenschaftliche Herangehensweise werden oft kritisiert.1 Manche sehen in ihm sogar nur einen Scharlatan, der mit seinem mystifizierenden Sprachstil und seiner bestechenden Rhetorik seine Leserschaft in die Irre führt.2 Die Argumente sind berechtigt und haften seinem Werk immer noch den Beigeschmack der Unseriösität an. Ein Thema wurde Baudrillard allerdings wieder nach dem 11. September 2001. Allerdings nicht nur, weil er sich beeilte seine Interpretation der Ereignisse zu publizieren, sondern vielmehr, weil andersherum die Ereignisse Baudrillard’s Theorie eingeholt zu haben scheinen. Auch wenn Diedrich Diedrichsen meint, man müsse nach dem 11. September mit dem „Baudrillardismus“ aufhören3, sehen manche Kommentatoren bereits wenige Tage nach den Anschlägen eben jene Analogien zu Baudrillards Theorien. „Simulation und Inszenierung von Realität sind zentrale Bausteine eines medienreflexiven Diskurses. Ihn brauchen wir wieder, gerade jetzt, wo der Grad des Grauens in so offenbarem Zusammenhang steht zur Berichterstattung. Virilio und Baudrillard zu bedenken bedeutet nicht Fahnenflucht, sondern Bildern nicht vorbehaltlos zu trauen.“4 Der Zusammenhang von Baudrillards Theorien und dem 11. September sind aber noch vielfältiger und noch tiefer als nur der medienkritische Diskurs, den er mit seiner Simulationstheorie losgetreten hatte. Schon seit den 70er Jahren beschäftigte er sich beinah prophetisch mit dem Terrorismus, der Transparenz des Bösen, dem Ereignis, Amerika, der Rolle der Medien und sogar explizit mit den Türmen des World Trade Centers. [...] 1 Vgl.: Bohm, Ralf; Fuder, Dieter: Baudrillard lesen, S. 11 2 Vgl.: Venus, Jochen: Referenzlose Simulation?, S. 8 f 3 Vgl.: Diedrichsen, Diedrich: Das WTC hat es nie gegeben, in TAZ, (06.10.2001) 4 Förster, Jochen: Bilderterror, Krieg ohne Bilder, in: die Welt (12.10.2001)
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