Papst Gregor VII und dessen Konflikt mit Heinrich IV: Der Gang nach Canossa

GRIN Verlag
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Technische Universität Dresden (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Reich und Kirche im frühen und hohen Mittelalter , Sprache: Deutsch, Abstract: Die Auseinandersetzung zwischen dem deutschen König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. und dessen Höhepunkt, der „Gang nach Canossa“, gehört gewiss zu den bekanntesten Ereignissen des Mittelalters. Immer wieder erhitzte er die Gemüter und regte zu Diskussionen an. Noch heute wird der Konflikt zwischen Gregor und Heinrich oft einfach als Investiturstreit bezeichnet. Doch welche Rolle spielte die Investiturfrage in der Auseinandersetzung bis Canossa tatsächlich? Weder Gregor VII., noch seine Vorgänger waren die Erfinder des so genannten Investiturproblems. Vielmehr begründete es sich in einer Idee, die seit den fünfziger Jahren des 11. Jahrhunderts immer mehr zum Tragen kam. Sie beinhaltete, dass die Verflechtung von geistlicher und weltlicher Rechtsphäre für die Kirchen ein untragbarer Zustand sei. Noch um die Jahrtausendwende hingegen, sah man darin nichts Verbotenes oder gar Anstößiges, denn jeder König bzw. Adlige war der Auffassung auf seinem Grund und Boden Kirchen errichten und bei der Bestellung ihrer Amtsinhaber mitwirken zu können. Vor allem in Burgund, der Normandie und der Bretagne waren es Herzöge und Grafen, die die Investitur betrieben. Eben diese Übertretung des Kirchenrechts, welches seit jeher jedoch deutlich zwischen Laien und Klerikern unterschieden hatte, rief den Widerstand religiöser Fundamentalisten hervor. Doch man muss an diesem Punkt der Entwicklung darauf verweisen, dass dieser Protest keineswegs von der breiten Masse getragen wurde. So stand Bischof Wazo von Lüttich noch relativ isoliert da, wenn er den prinzipiellen Vorrang des Priestertums vor dem Königtum beanspruchte. Dieser geistige Klärungsprozess, welcher sich hier andeutet macht verständlich, dass die Gegensätze unter Gregor VII. so scharf aufeinander prallten, denn er sah die Zeit gekommen, den offenen Bruch zu vollziehen.1 In dieser Hausarbeit sollen der Verlauf des Konflikts zwischen Gregor VII. und Heinrich IV. vom Ende des Jahres 1075 bis zu den Ereignissen von Canossa im Januar 1077, sowie die einzelnen Streitpunkte näher betrachtet werden. Wie lassen sich die Ereignisse erklären und wie begründeten die Protagonisten selbst ihr Handeln? Welche politischen Folgen hatte der „Gang nach Canossa“ und kann man in diesem Zusammenhang von einem Gewinner und einem Verlierer sprechen? Die Beantwortung dieser Fragen, sowie die Bedeutung des „Gangs nach Canossa“ sollen das Ziel dieser Hausarbeit sein.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Oct 19, 2010
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Pages
16
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ISBN
9783640726998
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Language
German
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Genres
History / Europe / General
History / Europe / Medieval
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Examensarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Didaktik, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Institut für Geschichte ), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Anliegen der folgenden Arbeit ist es, die Bedeutung von historischen Orten - wie dem des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen bei Berlin - als außerschulische Lernorte darzustellen. Darüber hinaus soll der Wert eines Gedenkstättenbesuches als wichtiges Element historisch-politischer Bildung herausgearbeitet werden. Der erste Teil der Arbeit versucht demnach eine ausführliche theoretische Abhandlung über außerschulisches Lernen, historisches Lernen sowie über Gedenkstätten und deren Pädagogik zu bieten. Es gilt zum einen Begriffe wie außerschulische Lernorte, historische Lernorte und den der Gedenkstätten zu definieren sowie zu klären und zum anderen auf das methodische Vorgehen und Besonderheiten im Umgang mit diesen einzugehen. Auf diese Weise soll es gelingen die Notwendigkeit des außerschulischen Lernens zu verdeutlichen und im besten Fall dazu zu motivieren einen außerschulischen Lernort wie die Gedenkstätte Sachsenhausen aufzusuchen. Im zweiten Teil der vorliegenden Arbeit soll die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg näher betrachtet werden. Vorausgehen wird eine Darstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers. Im Folgenden soll ein umfassender Überblick über die pädagogische Arbeit in der Gedenkstätte Sachsenhausen gegeben werden, wobei vor allem auf die derzeitigen Arbeitsmittel und Angebote eingegangen werden soll. Gerade weil es gegenwärtig keine aktuelle Übersicht über die Angebote für Schulen gibt, sollen die zusammengetragenen Informationen als Hilfestellung bzw. Orientierung für interessierte Lehrer dienen. Darüber hinaus versucht die Arbeit eine Fülle von Hinweisen, Anregungen und Tipps für die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung eines Gedenkstättenbesuches in Sachsenhausen zur Verfügung zu stellen. Das Aufzeichnen von durchgeführten Projekten der Gedenkstätte Sachsenhausen soll die Arbeit abrunden. [...]
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Pädagogik - Schulpädagogik, Note: 2,0, Technische Universität Dresden, Veranstaltung: Gemeinschaftsschulen in Deutschland , Sprache: Deutsch, Abstract: Nicht erst seit den PISA- Studien ist deutlich geworden, dass es mit dem gegenwärtigen, deutschen Schulsystem nicht zum Besten steht. Doch trotz alledem man muss sich vor Augen führen, dass eben diese Studie, welche erstmals 2000 durchgeführt wurde, Anlass gab, die Bildungs- und Schulpolitik in Deutschland wieder stärker ins Bewusstsein der Politiker, aber auch der Bevölkerung zu rücken. Die 15 jährigen deutschen Schüler und Schülerinnen lagen im Jahr 2000 in jedem der drei Bereiche, welche PISA bis dahin erfasste, daher Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft, unter dem OECD- Durchschnitt, was dazu führte, dass in der Folge auch von einem sogenannten „PISA- Schock“ gesprochen wurde. Im Rahmen dieser Diskussion blickten die Medien, wie auch die Wissenschaft verstärkt über die Ländergrenzen hinweg, um dort Ausschau nach möglichen Anregungen zu halten. Nicht nur Finnland, der dreimalige Spitzenreiter bei PISA, sondern auch dessen Nachbarland Schweden, mit seinem Einheitsschulmodell, rückten in das Blickfeld. Schon seit den 60er Jahren nahm Schweden immer wieder an internationalen Schulleistungsstudien teil. Vor allem in den letzten Jahren jedoch, tat sich Schweden durch gute Leistungen hervor. So wurden bei der PISA- Studie 2000 Ergebnisse erzielt, die signifikant über dem OECD- Durchschnitt lagen. Im Folgejahr sicherte sich Schweden bei der Internationalen Grundschul- Lese- Untersuchung (IGLU bzw. PIRLS), welche die Lesekompetenz von 10 jährigen Schülern und Schülerinnen prüft, sogar Platz eins. In diesem Zusammenhang muss man jedoch betonen, dass deutsche Viertklässler, anders als die deutschen 15- Jährigen, bei PISA, im internationalen Vergleich mithalten konnten. Bei IGLU 2001 belegte Deutschland, unter den 35 teilnehmenden Ländern Platz elf. Ausgehend davon rückt die Frage nach der Wichtigkeit des Überganges von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen in den Mittelpunkt. Klaus Klemm, Erziehungswissenschaftler der Universität Essen zieht folgende Schlüsse aus IGLU und PISA: „ Bis zur vierten Klasse läuft es im internationalen Vergleich im Großen und Ganzen normal. Die Schwierigkeiten beginnen mit Klasse fünf.“ In diesem Kontext ist auffallend, dass alle Länder, so auch Schweden, die z.B. bei PISA sehr gut abschnitten, ausschließlich Länder sind, in denen die Schüler bis zum 15. oder 16. Lebensjahr gemeinsam lernen und sich erst dann für unterschiedliche Bildungsgänge entscheiden. Eine frühe Sortierung der Kinder, wie es in Deutschland...
Essay aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: keine, Technische Universität Dresden (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Lebensreform um 1900, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Ausgangspunkt der Gartenstadtbewegung ist in der Tatsache zu finden, dass im Gefolge der Industrialisierung die traditionelle Bürgerstadt immer mehr an Bedeutung verlor. Seit dem zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts war es an der Tagesordnung, dass Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Städte zogen. Dort in der engen, anonymen und planerisch kaum regulierten Stadt suchten sie nach Existenzmöglichkeiten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Folgen, ausgehend von dem enormen Bevölkerungszuwachs, zeigen sollten. Emissionen, die zunehmende Belastung durch Verkehr, fehlende oder unzureichende soziale und sanitären Einrichtungen waren Probleme mit denen die ehemals stolze Bürgerstadt, die nun in eine Massenstadt ausuferte, zu kämpfen hatte. Zwischen 1870 und 1900 verdoppelte bzw. verdreifachte sich in den meisten deutschen Städten die Bevölkerungszahl. Allein in Berlin nahm die Einwohnerzahl zwischen 1898 und 1908 um ca. 90.000 Menschen zu. Doch wer dachte, dass Planer und Architekten zuerst auf die alarmierenden Zustände aufmerksam machten, irrte sich. Es waren Statistiker, Sozialreformer, Mediziner und Hygieniker, die unter anderem mehr öffentliche Plätze mit Bäumen forderten. Ausgehend von der Unzufriedenheit gegenüber der Entwicklung in den Großstädten, entstand schon Mitte des 19. Jahrhunderts eine Suburbanisierungsbewegung. So waren es einige wenige leistungsfähige Villenbesitzer, durch die, die Vorstadtentwicklung ihren Lauf nahm. Sie setzten der „Steinwüste“ das „Grüne“ gegenüber. Ein Reformpaket wurde zuerst von verschiedenen Sozialkritikern, wie dem Berliner Victor Aimé Huber oder dem Engländer Edward Bellamy geschnürt. Allen gemein war die „Versöhnung der sozialen Gegensätze“, denn sie erkannten, dass nicht nur die Leistungsfähigkeit der Arbeiter in Gefahr war, sondern auch die Wehrtüchtigkeit. Einen Ausweg bot schließlich der Engländer Ebenezer Howard (1850-1928) mit seinem 1898 erschienenen Buch „Tomorrow. A Peaceful Path to Real Reform“. Er stellte der „grauen Stadt“ den „blühenden Garten“ gegenüber.
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