Sternstunden der Menschheit (Vollständige Ausgabe)

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"Sternstunden der Menschheit" ist eine Sammlung von zuletzt 14 historischen Miniaturen, verfasst von Stefan Zweig, die von historischen Begebenheiten erzählen, deren Auswirkungen die Geschichte der Menschheit verändert haben. Die Texte sind keine historischen Analysen, sondern novellistisch zugespitzte Erzählungen, in deren Mittelpunkt jeweils eine biografisch überhöhte Person steht. Zweig schreibt erläuternd im Vorwort: "Solche dramatisch geballten, solche schicksalsträchtigen Stunden, in denen eine zeitüberdauernde Entscheidung auf ein einziges Datum, eine einzige Stunde und oft nur eine Minute zusammengedrängt ist, sind selten im Leben eines Einzelnen und selten im Laufe der Geschichte. [...] Ich habe sie so genannt, weil sie leuchtend und unwandelbar wie Sterne die Nacht der Vergänglichkeit überglänzen." Die Sammlung erschien zunächst mit fünf Miniaturen als Nummer 165/2 der Insel-Bücherei im Leipziger Insel Verlag Ende 1927, wo sie in dieser Form noch heute im Verlagsprogramm präsent ist.
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Additional Information

Publisher
BookRix
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Published on
Jun 23, 2017
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Pages
252
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ISBN
9783736850637
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Language
German
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Genres
Fiction / General
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*** NEU: Mit alphabetischem Index ***

Über 8000 Seiten

Mit einem einführenden Aufsatz zu Leben und Werk.

Zweig, zu seinen Lebzeiten einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller weltweit, wird schon früh in viele Sprachen übersetzt. Sein Werk als umfangreich zu beschreiben, grenzte an Untertreibung. Zweig ist ein Multitalent: Lyriker, Erzähler, Dramatiker und Kulturhistoriker.

Stefan Zweig ist ein ebenso wortgewaltiger wie eleganter Erzähler. Vor allem seine Prosa und Biografien ("Joseph Fouché", "Marie Antoinette") finden bis heute ein Publikum. Das Gesamtwerk zeichnet sich durch viele Novellen ("Schachnovelle", "Der Amokläufer") und historisch basierten Erzählungen aus (Tolstoi, Dostojewski, Napoléon, Marie Antoinette, Freud).

Alle wichtigen Werke Zweigs finden sich in dieser Sammlung

'Wissen Sie, daß ich dadurch meine Pension verliere?'
'Ich werde sie Ihnen entschädigen.'
'Sie sind sehr deutlich ... Aber ich will noch mehr Deutlichkeit. Welche Summe haben Sie als Honorar in Aussicht genommen?'
'Zwölftausend Gulden, zahlbar auf Scheck in Amsterdam.'
Ich ... zitterte ... ich zitterte vor Zorn und ... ja auch vor Bewunderung. Alles hatte sie berechnet, die Summe und die Art der Zahlung, durch die ich zur Abreise genötigt war, sie hatte mich eingeschätzt und gekauft, ohne mich zu kennen, hatte über mich verfügt im Vorgefühl ihres Willens. Am liebsten hätte ich ihr ins Gesicht geschlagen ...
[Ausschnitt aus "Der Amokläufer"]

Auszug aus dem ausführlichen Inhaltsverzeichnis:
- Stefan Zweig - Leben und Werk
- Ungeduld des Herzens
- Brennendes Geheimnis
- Der Amokläufer
- Maria Stuart
- Sternstunden der Menschheit
- Jeremias - Eine dramatische Dichtung in neun Bildern
- Drei Dichter ihres Lebens: Casanova - Stendhal - Tolstoi
- Schachnovelle
- Drei Meister: Balzac - Dickens - Dostojewski
- Brasilien - Ein Land der Zukunft
- Der Kampf mit dem Dämon: Hölderlin - Kleist - Nietzsche
- Erstes Erlebnis - Vier Geschichten aus Kinderland
- Marie Antoinette
u.v.m.

'Wissen Sie, daß ich dadurch meine Pension verliere?'
'Ich werde sie Ihnen entschädigen.'
'Sie sind sehr deutlich ... Aber ich will noch mehr Deutlichkeit. Welche Summe haben Sie als Honorar in Aussicht genommen?'
'Zwölftausend Gulden, zahlbar auf Scheck in Amsterdam.'
Ich ... zitterte ... ich zitterte vor Zorn und ... ja auch vor Bewunderung. Alles hatte sie berechnet, die Summe und die Art der Zahlung, durch die ich zur Abreise genötigt war, sie hatte mich eingeschätzt und gekauft, ohne mich zu kennen, hatte über mich verfügt im Vorgefühl ihres Willens. Am liebsten hätte ich ihr ins Gesicht geschlagen ...
[Ausschnitt aus "Der Amokläufer"]

An sich war dieser kleine Konzertsaal, der ausschließlich der Kammermusik vorbehalten war, ein ganz unbedeutendes, unkünstlerisches Bauwerk, die frühere Reitschule des Fürsten Liechtenstein, und nur durch eine Holzverschalung völlig prunklos zu musikalischen Zwecken adaptiert. Aber er hatte die Resonanz einer alten Violine, er war den Liebhabern der Musik geheiligte Stätte, weil Chopin und Brahms, Liszt und Rubinstein darin konzertiert, weil viele der berühmten Quartette hier zum ersten Male erklungen. Und nun sollte er einem neuen Zweckbau weichen; es war unfaßbar für uns, die hier unvergeßliche Stunden erlebt. Als die letzten Takte Beethovens verklangen, vom Roséquartett herrlicher als jemals gespielt, verließ keiner seinen Platz. Wir lärmten und applaudierten, einige Frauen schluchzten vor Erregung, niemand wollte es wahrhaben, daß es ein Abschied war. Man verlöschte im Saal die Lichter, um uns zu verjagen. Keiner von den vier- oder fünfhundert der Fanatiker wich von seinem Platz. Eine halbe Stunde, eine Stunde blieben wir, als ob wir es erzwingen könnten durch unsere Gegenwart, daß der alte geheiligte Raum gerettet würde. Und wie haben wir als Studenten mit Petitionen, mit Demonstrationen, mit Aufsätzen darum gekämpft, daß Beethovens Sterbehaus nicht demoliert würde! Jedes dieser historischen Häuser in Wien war wie ein Stück Seele, das man uns aus dem Leibe riß.
[Ausschnitt aus "Die Welt von Gestern - Erinnerungen eines Europäers"]

Null Papier Verlag
www.null-papier.de

Dieses eBook: "Gesammelte Werke (Romane + Gedichte + Erzählungen + Autobiographische Schriften)" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Stefan Zweig (1881-1942) war ein österreichischer Schriftsteller. Inhalt: Jeremias - Eine dramatische Dichtung in neun Bildern Die Liebe der Erika Ewald - Novellen Drei Dichter ihres Lebens (Casanova-Stendhal-Tolstoi) Drei Meister: Balzac - Dickens - Dostojewski Brasilien Der Kampf mit dem Dämon: Hölderlin - Kleist - Nietzsche Erstes Erlebnis - Vier Geschichten aus Kinderland Marie Antoinette Die Heilung durch den Geist: Mesmer - Mary Baker-Eddy - Freud Die Welt von Gestern - Erinnerungen eines Europäers Joseph Fouché - Bildnis eines politischen Menschen Amok - Novellen einer Leidenschaft Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam Maria Stuart Verwirrung der Gefühle Vergessene Träume Die gleich-ungleichen Schwestern Untergang eines Herzens Angst Sternstunden der Menschheit Magellan Amerigo - Die Geschichte eines historischen Irrtums Castellio gegen Calvin Die Ungeduld des Herzens Marceline Desbordes-Valmore - Das Lebensbild einer Dichterin Romain Rolland - Der Mann und das Werk Die frühen Kränze - Gedichte Reiseberichte (Europa, Rußland) Die unsichtbare Sammlung - Novellen Das Buch als Eingang zur Welt Kurze Texte über historische Persönlichkeiten Über Schriftsteller Briefe an Schriftsteller Kurze Texte über Musiker und bildenden Künster/Briefe an Frans Masereel Abschiedsbrief Stefan Zweigs - Declaracão
Der junge Leutnant Anton Hofmiller lernt die gelähmte Adelstochter Edith kennen und entwickelt Gefühle für sie – aber er weiß nicht, ob es sich dabei um Liebe oder Mitleid handelt. Hofmiller macht ihr Hoffnungen auf Liebe und Genesung. Aber aus Angst vor gesellschaftlichem Spott verleugnet er schließlich seine wahren Gefühle, bis die Katastrophe unausweichlich ist.

Zweig, der Meister der Novelle, erweist sich auch in seinem einzigen Roman als ein profunder Schilderer tiefster menschlicher Regungen und Momente.

Grandios ist die Schilderung des peinlichen Momentes, in dem Hofmiller die gelähmte Edith unwissentlich zum Tanz auffordert. Wer hier nicht gerührt ist, hat ein Herz aus Stein.

Aber schon hatte Ilona, Zorn im Blick, ihren Arm befreit, schon läuft sie hinüber. Ich stehe mit gewürgter Kehle, Übelkeit im Mund, an der Schwelle des Salons, der wirbelt und schwirrt und schwatzt mit seinen (mir plötzlich unerträglichen) unbefangen plaudernden, lachenden Menschen, und denke: fünf Minuten noch, und alle wissen von meiner Tölpelei. Fünf Minuten, dann tappen und tasten höhnische, mißbilligende, ironische Blicke von allen Seiten mich an, und morgen läuft, von hundert Lippen zerschmatzt, der Schwatz über meine rohe Ungeschicklichkeit durch die ganze Stadt, frühmorgens schon mit der Milch abgelagert an den Haustüren, dann breitgeschwenkt in den Gesindestuben und weitergetragen in die Kaffeehäuser, die Ämter. Morgen weiß man’s in meinem Regiment.

Null Papier Verlag
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