Sociolinguistics / Soziolinguistik

Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft / Handbooks of Linguistics and Communication Science (HSK)

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Die Reihe HANDBÜCHER ZUR SPRACH- UND KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT erschließt einen Wissensbereich, der sowohl die allgemeine Linguistik und die speziellen, philologisch orientierten Sprachwissenschaften als auch diejenigen Wissenschaftsgebiete umfasst, die sich in den letzten Jahrzehnten aus der immer umfangreicher werdenden Forschung über die vielfältigen Erscheinungen des kommunikativen Handelns entwickelt haben.

In der klassischen Disziplin der Sprachwissenschaft erscheint eine Zusammenfassung des Wissensstandes notwendig, um der im Wechsel der Theorien rasch voranschreitenden Forschung eine Bezugsbasis zu geben; in den neuen Wissenschaften können die Handbücher dem Forscher Übersicht geben und Orientierung verschaffen.

Um diese Ziele zu erreichen, wird in der Handbuchreihe, was
· die Vollständigkeit in der Darstellung,
· die Explizitheit in der Begründung,
· die Verlässlichkeit in der Dokumentation von Daten und Ergebnissen und
· die Aktualität im Methodischen
angeht, eine Stufe der Verwirklichung angestrebt, die mit den besten Handbuchkonzeptionen anderer Wissenschaftszweige vergleichbar ist. Alle Herausgeber, die der Reihe und diejenigen der einzelnen Bände, wie auch alle Autoren, die in den Handbüchern ein Thema bearbeiten, tragen dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen. Veröffentlichungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.

Wenngleich als Hauptzweck der Handbuchreihe die angemessene Darstellung des derzeitigen Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Ausschnitten der Sprach- und Kommunikationswissenschaft zu gelten hat, so wird doch bei der Abgrenzung der wissenschaftlichen Bereiche, die jeweils in einem Handbuchband erschlossen werden sollen, keine starre Systematik vorausgesetzt. Die Reihe ist offen; die geschichtliche Entwicklung kann berücksichtigt werden. Diese Konzeption sowie die Notwendigkeit, dass zur gründlichen Vorbereitung jedes Bandes genügend Zeit zur Verfügung steht, führen dazu, dass die ganze Reihe in loser Erscheinungsfolge ihrer Bände vervollständigt werden kann. Jeder Band ist ein in sich abgeschlossenes Werk.

Die Reihenfolge der Handbuchbände stellt keine Gewichtung der Bereiche dar, sondern hat sich durch die Art der Organisation ergeben: der Herausgeber der Reihe bemüht sich, eine Kollegin oder einen Kollegen für die Herausgabe eines Handbuchbandes zu gewinnen. Hat diese/r zugesagt, so ist sie/er in der Wahl der Mitherausgeber und bei der Einladung der Autoren vollkommen frei. Die Herausgeber eines Bandes planen einen Band inhaltlich unabhängig und werden dabei lediglich an bestimmte Prinzipien für den Aufbau und die Abfassung gebunden; nur wo es um die Abgrenzung zu anderen Bänden geht, ist der Reihenherausgeber inhaltlich beteiligt. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit dieser Organisationsform der Hauptzweck dieser Handbuchreihe, nämlich die angemessene Darstellung des derzeitigen Problem- und Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Teilbereichen, am besten verwirklicht werden kann.

Zum Tode von Herbert Ernst Wiegand

Wir trauern um unseren langjährigen Herausgeber Herbert Ernst Wiegand. Die Anfänge der überaus fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Verlagen de Gruyter und Niemeyer reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Ein Herausgeber wie Herr Prof. Wiegand, der vier Jahrzehnte als Herausgeber und auch als Autor dem Haus sehr verbunden war und der die germanistische Linguistik entscheidend geprägt hat, hinterlässt große Fußstapfen und ein so umfangreiches Werk, dass es unmöglich ist, dieses bis ins Detail zu würdigen. Nicht zuletzt deshalb, weil Herbert Ernst Wiegand enorm produktiv war, und viele seiner Aufsätze bereits einen für Monographien üblichen Umfang erreichten. Allein seine Artikel in den verschiedenen internationalen Zeitschriften, Sammelbänden, Buchreihen und Handbüchern umfassen wohl circa 20.000 Seiten.

Auch als Kooperationspartner war Herbert Ernst Wiegand hoch geschätzt und hat über die Jahre Projekte mit vielen namhaften Kollegen und Kolleginnen angestoßen und verfolgt. Zu den wichtigsten Herausgeberschaften zählt seine mit 2699 Seiten in vier Bänden erschienene „Internationale Bibliographie zur germanistischen Lexikographie und Wörterbuchforschung". Hinzu kommen Wiegands vielfältige Tätigkeiten im Rahmen der von ihm initiierten und mitinitiierten Publikationen: die „Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft" (HSK), die „Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft" (WSK), das „Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" (WLWF), das internationale Jahrbuch „Lexicographica" und die angeschlossene Reihe „Lexicographica Series Maior", die „Zeitschrift für germanistische Linguistik" sowie die „Reihe Germanistische Linguistik".

Darüber hinaus war Herbert Ernst Wiegand ein engagierter Wissenschaftsorganisator, der zahlreiche Kolloquien, Workshops und Konferenzen organisierte und initiativ ins Leben rief, wie z.B. das „Lexikographische Kolloquium" in Heidelberg, das „Internationalen Kopenhagener Kolloquium" sowie das internationale „Kolloquium zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" in Osteuropa.

Für sein Engagement und seine unermüdliche Tätigkeit wurde er mehrfach mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet: im Jahre 1996 an der „Aarhus School of Business" (Dänemark), im Jahre 2000 an der Universität Sofia (Bulgarien) und im Jahre 2006 an der Universität Stellenbosch (Südafrika).

Wir haben Herrn Prof. Wiegand sehr geschätzt. Er war geradlinig, arbeitete unermüdlich und außerordentlich diszipliniert, manchmal bis zur Erschöpfung, und scheute sich nicht, sich auch mit schwierigen und unangenehmen Angelegenheiten auseinanderzusetzen. Er hatte einen kritischen, wachen Geist und war energiegeladen und unerschrocken, was große Projekte und Publikationen anging. Er war überhaupt als Mensch sehr aktiv, auch im ganz wörtlichen Sinne: Er liebte den Sport, insbesondere Tennis und Skifahren, und wusste die schönen Seiten des Lebens zu schätzen. Er züchtete Rosen, liebte gute Weine, die Sonne und das Leben selbst.

Herbert Ernst Wiegand hat nicht nur der Lexikographie, sondern auch der germanistischen Linguistik unzählige wertvolle Impulse gegeben und seine vitale Präsenz im Miteinander wird uns sehr fehlen.

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About the author

Ulrich Ammon ,Universität Duisburg-Essen, Germany.

Norbert Dittmar ,Freie Universität Berlin, Germany.

Klaus J. Mattheier ,Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Germany.

Peter Trudgill, Université de Fribourg, Switzerland/ University of East Anglia, Great Britain.

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Additional Information

Publisher
Walter de Gruyter
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Published on
Jul 14, 2008
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Pages
891
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ISBN
9783110199871
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Best For
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Language
English
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Genres
Language Arts & Disciplines / Linguistics / General
Language Arts & Disciplines / Linguistics / Historical & Comparative
Language Arts & Disciplines / Linguistics / Sociolinguistics
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Content Protection
This content is DRM protected.
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During the past 20 years the investigation into meaning of natural languages has emerged into one of the most active disciplines in theoretical linguistics. The different traditions of linguistics, philosophy of language and philosophical logic converged in the paradigm of truth conditional semantics, which now plays a central role in the cognitive sciences. From empirical research in particular languages more principal questions arise of how the speaker succeeds in expressing particular types of meaning by use of formal combination of signs. The theories developed to cope with the question assume that for a hearer, the meaning of a complex expression must be "computable", and therefore, modern theoretical semantics uses formal algebraic methods to construct the meaning compositionally in view of syntactic structur. Furthermore, meaning need to be "anchored" in the experience available to hearer. In order to deal with this, theoretical semantics extensivly uses the concept of truth conditions, which roughly explain how a world must be structured in order to be matched by certain linguistic expressions. Semantic analyses are complemented by context theory and the theory of speech acts. Thus, linguistic meaning must be related to human cognitive capacities, and therefore, theoretical semantics is tightly connected with philosophical logic as well as cognitive sciences in general. The aim of this handbook is to represent the body of theoretical knowledge which has evolved in the international research of the last two decades. Some of the theories can now be termed "classical" in that they belong to the commonly accepted base of theoretical semantics. Other theories are still disputed, and there areproblems still to be solved - as normal in a more developed science. The authors, who are leading experts in the field of semantics, try to balance the accepted and the questionable results. It goes without saying that each author hold a particular position in this respect. Some articles are written in English, some in German. Since semantics is considered to be a subfield of linguistics, the articles are arranged due to linguistic points of view. In the first 5 chapters (comprising 15 articles) the common principles of semantics are presented: ontological foundations of semantics, composition of meaning, problems of use (context, speech acts, and lexical base of meaning. The next 5 chapters (comprising 25 articles) are concerned with semantic phenomena, theories and problems which are specific for a particular class of linguistic expressions. These are arranged according to parts of speech: nouns, functional categories, verbs, adjectives and so on.This division does not reflect a theoretical position by itself, however it allows one to recognize problems connected with one another. Some more general questions are discussed in more than one article, in different perspective and vicinity. The Handbook is complemented by a service article on formal methods in semantics, followed by a comprehensive bibliography including about 1700 entries, and both a subject and a name index. This handbook is indispensable for all research in linguistics and neighboring disciplines (philosophy of language, cognitive sciences). Some of the articles can serve as basic literature for classes of advanced students.
Die Reihe HANDBÜCHER ZUR SPRACH- UND KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT erschließt einen Wissensbereich, der sowohl die allgemeine Linguistik und die speziellen, philologisch orientierten Sprachwissenschaften als auch diejenigen Wissenschaftsgebiete umfasst, die sich in den letzten Jahrzehnten aus der immer umfangreicher werdenden Forschung über die vielfältigen Erscheinungen des kommunikativen Handelns entwickelt haben.

In der klassischen Disziplin der Sprachwissenschaft erscheint eine Zusammenfassung des Wissensstandes notwendig, um der im Wechsel der Theorien rasch voranschreitenden Forschung eine Bezugsbasis zu geben; in den neuen Wissenschaften können die Handbücher dem Forscher Übersicht geben und Orientierung verschaffen.

Um diese Ziele zu erreichen, wird in der Handbuchreihe, was
· die Vollständigkeit in der Darstellung,
· die Explizitheit in der Begründung,
· die Verlässlichkeit in der Dokumentation von Daten und Ergebnissen und
· die Aktualität im Methodischen
angeht, eine Stufe der Verwirklichung angestrebt, die mit den besten Handbuchkonzeptionen anderer Wissenschaftszweige vergleichbar ist. Alle Herausgeber, die der Reihe und diejenigen der einzelnen Bände, wie auch alle Autoren, die in den Handbüchern ein Thema bearbeiten, tragen dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen. Veröffentlichungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.

Wenngleich als Hauptzweck der Handbuchreihe die angemessene Darstellung des derzeitigen Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Ausschnitten der Sprach- und Kommunikationswissenschaft zu gelten hat, so wird doch bei der Abgrenzung der wissenschaftlichen Bereiche, die jeweils in einem Handbuchband erschlossen werden sollen, keine starre Systematik vorausgesetzt. Die Reihe ist offen; die geschichtliche Entwicklung kann berücksichtigt werden. Diese Konzeption sowie die Notwendigkeit, dass zur gründlichen Vorbereitung jedes Bandes genügend Zeit zur Verfügung steht, führen dazu, dass die ganze Reihe in loser Erscheinungsfolge ihrer Bände vervollständigt werden kann. Jeder Band ist ein in sich abgeschlossenes Werk.

Die Reihenfolge der Handbuchbände stellt keine Gewichtung der Bereiche dar, sondern hat sich durch die Art der Organisation ergeben: der Herausgeber der Reihe bemüht sich, eine Kollegin oder einen Kollegen für die Herausgabe eines Handbuchbandes zu gewinnen. Hat diese/r zugesagt, so ist sie/er in der Wahl der Mitherausgeber und bei der Einladung der Autoren vollkommen frei. Die Herausgeber eines Bandes planen einen Band inhaltlich unabhängig und werden dabei lediglich an bestimmte Prinzipien für den Aufbau und die Abfassung gebunden; nur wo es um die Abgrenzung zu anderen Bänden geht, ist der Reihenherausgeber inhaltlich beteiligt. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit dieser Organisationsform der Hauptzweck dieser Handbuchreihe, nämlich die angemessene Darstellung des derzeitigen Problem- und Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Teilbereichen, am besten verwirklicht werden kann.

Zum Tode von Herbert Ernst Wiegand

Wir trauern um unseren langjährigen Herausgeber Herbert Ernst Wiegand. Die Anfänge der überaus fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Verlagen de Gruyter und Niemeyer reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Ein Herausgeber wie Herr Prof. Wiegand, der vier Jahrzehnte als Herausgeber und auch als Autor dem Haus sehr verbunden war und der die germanistische Linguistik entscheidend geprägt hat, hinterlässt große Fußstapfen und ein so umfangreiches Werk, dass es unmöglich ist, dieses bis ins Detail zu würdigen. Nicht zuletzt deshalb, weil Herbert Ernst Wiegand enorm produktiv war, und viele seiner Aufsätze bereits einen für Monographien üblichen Umfang erreichten. Allein seine Artikel in den verschiedenen internationalen Zeitschriften, Sammelbänden, Buchreihen und Handbüchern umfassen wohl circa 20.000 Seiten.

Auch als Kooperationspartner war Herbert Ernst Wiegand hoch geschätzt und hat über die Jahre Projekte mit vielen namhaften Kollegen und Kolleginnen angestoßen und verfolgt. Zu den wichtigsten Herausgeberschaften zählt seine mit 2699 Seiten in vier Bänden erschienene „Internationale Bibliographie zur germanistischen Lexikographie und Wörterbuchforschung". Hinzu kommen Wiegands vielfältige Tätigkeiten im Rahmen der von ihm initiierten und mitinitiierten Publikationen: die „Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft" (HSK), die „Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft" (WSK), das „Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" (WLWF), das internationale Jahrbuch „Lexicographica" und die angeschlossene Reihe „Lexicographica Series Maior", die „Zeitschrift für germanistische Linguistik" sowie die „Reihe Germanistische Linguistik".

Darüber hinaus war Herbert Ernst Wiegand ein engagierter Wissenschaftsorganisator, der zahlreiche Kolloquien, Workshops und Konferenzen organisierte und initiativ ins Leben rief, wie z.B. das „Lexikographische Kolloquium" in Heidelberg, das „Internationalen Kopenhagener Kolloquium" sowie das internationale „Kolloquium zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" in Osteuropa.

Für sein Engagement und seine unermüdliche Tätigkeit wurde er mehrfach mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet: im Jahre 1996 an der „Aarhus School of Business" (Dänemark), im Jahre 2000 an der Universität Sofia (Bulgarien) und im Jahre 2006 an der Universität Stellenbosch (Südafrika).

Wir haben Herrn Prof. Wiegand sehr geschätzt. Er war geradlinig, arbeitete unermüdlich und außerordentlich diszipliniert, manchmal bis zur Erschöpfung, und scheute sich nicht, sich auch mit schwierigen und unangenehmen Angelegenheiten auseinanderzusetzen. Er hatte einen kritischen, wachen Geist und war energiegeladen und unerschrocken, was große Projekte und Publikationen anging. Er war überhaupt als Mensch sehr aktiv, auch im ganz wörtlichen Sinne: Er liebte den Sport, insbesondere Tennis und Skifahren, und wusste die schönen Seiten des Lebens zu schätzen. Er züchtete Rosen, liebte gute Weine, die Sonne und das Leben selbst.

Herbert Ernst Wiegand hat nicht nur der Lexikographie, sondern auch der germanistischen Linguistik unzählige wertvolle Impulse gegeben und seine vitale Präsenz im Miteinander wird uns sehr fehlen.

Die Reihe HANDBÜCHER ZUR SPRACH- UND KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT erschließt einen Wissensbereich, der sowohl die allgemeine Linguistik und die speziellen, philologisch orientierten Sprachwissenschaften als auch diejenigen Wissenschaftsgebiete umfasst, die sich in den letzten Jahrzehnten aus der immer umfangreicher werdenden Forschung über die vielfältigen Erscheinungen des kommunikativen Handelns entwickelt haben. In der klassischen Disziplin der Sprachwissenschaft erscheint eine Zusammenfassung des Wissensstandes notwendig, um der im Wechsel der Theorien rasch voranschreitenden Forschung eine Bezugsbasis zu geben; in den neuen Wissenschaften können die Handbücher dem Forscher Übersicht geben und Orientierung verschaffen. Um diese Ziele zu erreichen, wird in der Handbuchreihe, was· die Vollständigkeit in der Darstellung,· die Explizitheit in der Begründung,· die Verlässlichkeit in der Dokumentation von Daten und Ergebnissen und· die Aktualität im Methodischenangeht, eine Stufe der Verwirklichung angestrebt, die mit den besten Handbuchkonzeptionen anderer Wissenschaftszweige vergleichbar ist. Alle Herausgeber, die der Reihe und diejenigen der einzelnen Bände, wie auch alle Autoren, die in den Handbüchern ein Thema bearbeiten, tragen dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen. Veröffentlichungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Wenngleich als Hauptzweck der Handbuchreihe die angemessene Darstellung des derzeitigen Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Ausschnitten der Sprach- und Kommunikationswissenschaft zu gelten hat, so wird doch bei der Abgrenzung der wissenschaftlichen Bereiche, die jeweils in einem Handbuchband erschlossen werden sollen, keine starre Systematik vorausgesetzt. Die Reihe ist offen; die geschichtliche Entwicklung kann berücksichtigt werden. Diese Konzeption sowie die Notwendigkeit, dass zur gründlichen Vorbereitung jedes Bandes genügend Zeit zur Verfügung steht, führen dazu, dass die ganze Reihe in loser Erscheinungsfolge ihrer Bände vervollständigt werden kann. Jeder Band ist ein in sich abgeschlossenes Werk. Die Reihenfolge der Handbuchbände stellt keine Gewichtung der Bereiche dar, sondern hat sich durch die Art der Organisation ergeben: der Herausgeber der Reihe bemüht sich, eine Kollegin oder einen Kollegen für die Herausgabe eines Handbuchbandes zu gewinnen. Hat diese/r zugesagt, so ist sie/er in der Wahl der Mitherausgeber und bei der Einladung der Autoren vollkommen frei. Die Herausgeber eines Bandes planen einen Band inhaltlich unabhängig und werden dabei lediglich an bestimmte Prinzipien für den Aufbau und die Abfassung gebunden; nur wo es um die Abgrenzung zu anderen Bänden geht, ist der Reihenherausgeber inhaltlich beteiligt. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit dieser Organisationsform der Hauptzweck dieser Handbuchreihe, nämlich die angemessene Darstellung des derzeitigen Problem- und Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Teilbereichen, am besten verwirklicht werden kann.
Statistische und andere quantitative Konzepte, Modelle und Verfahren gewinnen seit nunmehr zwei Jahrzehnten in allen Bereichen der Sprach- und Textwissenschaften und einer Reihe von Nachbardisziplinen sowie Anwendungsgebieten zunehmend Bedeutung und Interesse. Unter der Bezeichnung "Quantitative Linguistik" fasst man alle wissenschaftlichen und technischen Ansätze zusammen, die solche Begriffe und Methoden bei der Analyse von bzw. bei der Arbeit mit Sprache(n), Texten und verwandten Gegenständen anwenden.

Die 71 Beiträge zu diesem Handbuch, die von weltweit anerkannten Fachleuten verfasst wurden, bieten einen breiten und aktuellen Überblick über die wissenschaftstheoretischen Grundlagen, die Geschichte, die Vielfalt der untersuchten Gegenstandsbereiche, über die verwendeten Methoden und Modelle und über bisher gewonnene Resultate und ihre Anwendungen.

Die Artikel sind in 13 Kapitel gegliedert: Im ersten sind Beiträge zu den Grundlagen und zur Geschichte zusammengefasst, 9 weitere Kapitel widmen sich Einzeldarstellungen zu den linguistischen Untersuchungsebenen (von der Phonologie bis zur Pragmatik) sowie zu typologischen, diachronen und geolinguistischen Fragestellungen. Eine Darstellung von wichtigen Modellen, Hypothesen und Gesetzen, von ausgewählten Anwendungsgebieten und Bezügen zu Nachbardisziplinen folgt in zwei eigenen Kapiteln. Den Abschluss bildet ein informativer Beitrag mit Informationen über Publikationsforen, Bibliographien, Großprojekten, Internetlinks etc.

Adressaten des Handbuchs sind neben Forschern, Lehrenden und Studierenden aller Zweige der Sprachwissenschaften einschließlich und der Philologien auch Wissenschaftler benachbarter Fächer, deren theoretische und empirische Forschung sprachwissenschaftliche Fragen berührt (wie Psychologie und Soziologie) bzw. die bewährte Methoden oder Resultate aus der quantitativen Linguistik für die eigenen Fragestellungen nutzbar machen wollen.

During the past 20 years the investigation into meaning of natural languages has emerged into one of the most active disciplines in theoretical linguistics. The different traditions of linguistics, philosophy of language and philosophical logic converged in the paradigm of truth conditional semantics, which now plays a central role in the cognitive sciences. From empirical research in particular languages more principal questions arise of how the speaker succeeds in expressing particular types of meaning by use of formal combination of signs. The theories developed to cope with the question assume that for a hearer, the meaning of a complex expression must be "computable", and therefore, modern theoretical semantics uses formal algebraic methods to construct the meaning compositionally in view of syntactic structur. Furthermore, meaning need to be "anchored" in the experience available to hearer. In order to deal with this, theoretical semantics extensivly uses the concept of truth conditions, which roughly explain how a world must be structured in order to be matched by certain linguistic expressions. Semantic analyses are complemented by context theory and the theory of speech acts. Thus, linguistic meaning must be related to human cognitive capacities, and therefore, theoretical semantics is tightly connected with philosophical logic as well as cognitive sciences in general. The aim of this handbook is to represent the body of theoretical knowledge which has evolved in the international research of the last two decades. Some of the theories can now be termed "classical" in that they belong to the commonly accepted base of theoretical semantics. Other theories are still disputed, and there areproblems still to be solved - as normal in a more developed science. The authors, who are leading experts in the field of semantics, try to balance the accepted and the questionable results. It goes without saying that each author hold a particular position in this respect. Some articles are written in English, some in German. Since semantics is considered to be a subfield of linguistics, the articles are arranged due to linguistic points of view. In the first 5 chapters (comprising 15 articles) the common principles of semantics are presented: ontological foundations of semantics, composition of meaning, problems of use (context, speech acts, and lexical base of meaning. The next 5 chapters (comprising 25 articles) are concerned with semantic phenomena, theories and problems which are specific for a particular class of linguistic expressions. These are arranged according to parts of speech: nouns, functional categories, verbs, adjectives and so on.This division does not reflect a theoretical position by itself, however it allows one to recognize problems connected with one another. Some more general questions are discussed in more than one article, in different perspective and vicinity. The Handbook is complemented by a service article on formal methods in semantics, followed by a comprehensive bibliography including about 1700 entries, and both a subject and a name index. This handbook is indispensable for all research in linguistics and neighboring disciplines (philosophy of language, cognitive sciences). Some of the articles can serve as basic literature for classes of advanced students.
Popular assumptions about gender and communication - famously summed up in the title of the massively influential 1992 bestseller Men Are From Mars, Women Are From Venus - can have unforeseen but far-reaching consequences in many spheres of life, from attitudes to the phenomenon of 'date-rape' to expectations of achievement at school, and potential discrimination in the work-place. In this wide-ranging and thoroughly readable book, Deborah Cameron, Rupert Murdoch Professor of Language and Communication at Oxford University and author of a number of leading texts in the field of language and gender studies, draws on over 30 years of scientific research to explain what we really know and to demonstrate how this is often very different from the accounts we are familiar with from recent popular writing. Ambitious in scope and exceptionally accessible, The Myth of Mars and Venus tells it like it is: widely accepted attitudes from the past and from other cultures are at heart related to assumptions about language and the place of men and women in society; and there is as much similarity and variation within each gender as between men and women, often associated with social roles and relationships. The author goes on to consider the influence of Darwinian theories of natural selection and the notion that girls and boys are socialized during childhood into different ways of using language, before addressing problems of 'miscommunication' surrounding, for example, sex and consent to sex, and women's relative lack of success in work and politics. Arguing that what linguistic differences there are between men and women are driven by the need to construct and project personal meaning and identity, Cameron concludes that we have an urgent need to think about gender in more complex ways than the prevailing myths and stereotypes allow. A compelling and insightful read for anyone with an interest in communication, language, and the sexes.
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