Der Judenweg: Jüdische Geschichte und Kulturgeschichte aus Sicht der Flurnamenforschung

Vandenhoeck & Ruprecht
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Barbara Rösch bringt erstmals das bislang von der Forschung übersehene Toponym Judenweg und seine sinnverwandten Formen, nämlich die Judenpfade, -gassen, -steige, aber auch die Judenbäume, -brunnen und -steine zum »Sprechen«.Die erstmalige Erforschung jüdischer Alltagsgeschichte aus dem Blickwinkel der Flurnamenforschung bringt neue Erkenntnisse über die Kulturgeschichte des ländlichen, vor allem des bayerisch-fränkischen Judentums vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert ans Licht.Dies betrifft insbesondere Details jüdischen Alltagslebens, Lebensbedingungen und Mobilität, aber auch die Hindernisse, die den jüdischen Landgemeinden beispielsweise auf ihrem Weg zu Märkten und Kunden aber auch zu den Friedhöfen durch die staatlichen Obrigkeiten bereitet worden sind, etwa Ortsbetretungsverbote, erzwungene Ortsumgehungen und spezifische Zollbestimmungen für Juden (Leibzoll, Brautzoll, Totenzoll).Viele Judenwege und sinnverwandte Toponyme erwiesen sich als »Orte des Todes« – dort fanden Pogrome statt, wurden Juden verfolgt, ausgeraubt, sogar ermordet. Die Erinnerung daran besteht vielfach nur durch die mündliche Tradierung dieser Namen.
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About the author

Dr. phil. Barbara Rösch ist Dozentin im Bereich Grundschulpädagogik an der Universität Potsdam und unterrichtet im gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Bereich des Sachunterrichts.

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Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht
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Published on
Sep 16, 2009
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Pages
491
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ISBN
9783647569987
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Best For
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Language
German
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Genres
Religion / Essays
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English summary: This book explores the relationship between Jewish messianic ideas, expectations, and popular movements and Christian apocalypticism in Reformation Germany. German text. German description: Apokalyptisches Denken und messianischer Aktivismus bluhten im 16. Jahrhundert unter Juden und Christen in Europa in auffalliger Parallelitat. Wahrend das Geburtsland der Reformation als Zentrum der endzeitlichen Spekulation unter Protestanten gilt, hat die Geschichte des judischen Messianismus im deutschen Sprachraum weit weniger Aufmerksamkeit gefunden. Mit diesem Buch liegt nun erstmals eine umfassende Untersuchung der judischen Messiaserwartung im Deutschland des 16. Jahrhunderts vor. Judischer Messianismus wird in seinen kulturellen, sozialen und religionsgeschichtlichen Kontext innerhalb der christlichen Umgebungsgesellschaft gesetzt. Im Mittelpunkt steht die Beziehung der judischen Erlosungshoffnung zur zeitgenossischen christlichen Apokalyptik. Mit ihrer Darstellung belegt Rebekka Voss die Vitalitat judischer messianischer Sehnsucht im vormodernen Aschkenas und zeigt vor allem die enge Verflechtung von judischer und christlicher Apokalyptik. Durch die integrative Betrachtung beider Religionsgemeinschaften demonstriert die Autorin, wie Juden und Christen ihre messianischen Anspruche, apokalyptischen Ideen und Bewegungen gegenseitig wahrnahmen, darauf reagierten und wechselseitig beeinflussten. Hebraische Chroniken und deutsche Flugblatter, private Briefe und ethische Erbauungsliteratur, Polemiken und Gerichtsprotokolle, lateinische Bibelkommentare und jiddische Volkslegenden, bildliche Darstellungen und Realia bieten Einblick in ein komplexes judisch-christliches Beziehungsgeflecht messianischer Ideologie und Politik. Der apokalyptische Diskurs ist bemerkenswert fur seine Spannung zwischen der Ablehnung der eschatologischen Position des anderen und der gegenseitigen Verstarkung apokalyptischer Hoffnungen und Angste.
English summary: Hundreds of translations from German into Hebrew were published prior to the establishment of the state of Israel. They include novels, plays, non-fiction, and children's books, as well as numerous poems, short stories and essays that appeared in magazines. The translation project was launched in the late 18th century, and intensified during the following century. The study of the translation project reveals two unique phenomena: the dominance of East European Jews in the translation activity; and the impressive increase in the number of translations from the German during the twelve years of the National Socialist regime. This rise intensified further in the three years that separate World War II and the establishment of the state of Israel (1945-1948). In each of the periods covered, the translations played a specific role. The early translations met the ideas of the Haskala and focused on highbrow prose and poems, Jewish history, and natural sciences. As Zionism took a practical shift and children were perceived as the forerunners of the renewed Hebrew culture, an effort was made to provide them with reading material in Hebrew. And as the Nazis seized power and banned all Jewish culture, translations of German-Jewish writers became prominent. German text. German description: Der aus dem deutschen Kulturraum ausgehende Einfluss auf den Jischuw - die judische Gemeinschaft in Palastina von der ersten organisierten Einwanderung 1882 bis zur Grundung des Staates Israel im Jahr 1948 - war mannigfaltig. Naama Sheffi beschaftigt sich mit einer seiner herausragenden Erscheinungen: der Ubersetzung deutschsprachiger Werke ins Hebraische und deren Rezeption sowie der unmittelbaren Wirkung deutscher Vorbilder auf die Schaffung eines modernhebraischen Literaturkorpus. Den Anfang bildeten bereits im spaten 18. Jahrhundert in Europa die Ubertragung von Werken, die dem Geist der judischen Aufklarung verpflichtet waren. Auch noch vor der Genese des Zionismus als nationalem Projekt intensivierte sich die Ubersetzungstatigkeit ungeachtet des kleinen Leser- und Verlegerkreises sowie zahlreicher technischer Hindernisse. Fast 800 Werke der verschiedensten Genres - Romane, Dramen, Sachbucher, Kinder- und Jugendliteratur - wurden wahrend des untersuchten Zeitraums aus dem Deutschen ins Hebraische ubertragen. Hinzu kommen noch mehrere hundert in Zeitschriften erschienene Gedichte, Prosastucke und Essays. Wesentliche Befunde sind dabei die dominierende Rolle der aus dem Osten Europas stammenden Ubersetzer sowie der sprunghafte Anstieg der Ubertragungen in den Jahren des Nationalsozialismus und sodann in den drei letzten Jahren vor der Staatsgrundung. Die Auswahl der Texte war weitgehend von nationalen Ideologien bestimmt: Anfangs dienten die Ubertragungen weltanschaulich der Haskala, danach der Erneuerung der judischen Nation und der hebraischen Sprache und schliesslich der Bewahrung der im Nationalsozialismus verfemten Literatur vor allem judischer Autoren.
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