Robert Hanulak

Robert Hanulak
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin, 28 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der zeitliche Rahmen dieser Analyse umfasst im wesentlichen die Jahre 1919 bis 1934, also den Zeitraum zwischen Entstehung der ersten Fassung und dem Erscheinen der vierten Fassung. Weitere Änderungen des Buches 1961 und 1978 finden hier keine weitere Beachtung, da sie in erster Linie stilistischer Natur sind und keinen unmittelbaren Bezug zur politischen Situation der Jahre haben. Hingegen wird man nicht umhin kommen einige Aspekte aus Jüngers Biographie bis 1919 zu skizzieren, da sein Verhältnis zu Elternhaus und Schule, und insbesondere natürlich das Kriegserlebnis selbst, entscheidenden Einfluss auf sein literarisches und politisches Wirken in der Weimarer Zeit hatte. Schwierig erscheint eine brauchbare Begriffsfindung um Jünger genauer einer Ideenrichtung bzw. einer geistigen Gruppierung zuzuordnen. Der Überbegriff Nationalismus bedarf in Bezug auf Ernst Jüngers spezieller Ausprägung in den 20er Jahren einer stärkeren Differenzierung. Eine einheitliche Terminologie hat sich hier bislang nicht durchgesetzt. Der Begriff „Soldatischer Nationalismus“ erscheint am brauchbarsten um Jüngers frühe Kriegsliteratur zu charakterisieren. Er bezeichnet eine Form des Nationalismus, also des Bewusstseins, welches die Größe und Macht der eigenen Nation als höchsten Wert erachtet, dessen entscheidender Ausgangspunkt und bindendes Element das Kriegserlebnis darstellt, aus dem fast alle politischen und gesellschaftlichen Ideallösungen abgeleitet werden. Hauptgegner war die Weimarer Republik und Ziel die Errichtung einer totalitären Diktatur. In der Literatur werden auch die Begriffe „Neuer Nationalismus“ und „Revolutionärer Nationalismus“ nahezu austauschbar verwendet. Aus solchen Einordnung ergeben sich aber erhebliche Schwierigkeiten hinsichtlich der Definition und Abgrenzung relativ homogener Gruppierungen und Strömungen.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, Veranstaltung: Politische Prozesse im klassischen Athen, 37 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Selbstverständnis wie in der Rezeption der attischen Demokratie spielt das bürger-schaftlich organisierte Gerichtswesen eine zentrale Rolle. Die Befugnis jeden Bürgers seine Interessen vor Gericht zu vertreten und über diese, von der Bürgerschaft entscheiden zu lassen, war unverzichtbarer Bestandteil des demokratischen Staatsbetriebs. „Denn wenn das Volk Herr über den Stimmstein ist, wird es auch Herr über den Staat“ ([Arist.] Ath. pol. 9.1). Der dynamisch anwachsende Bereich des Prozessierens, wie die Angst vor eigennützigem Missbrauch demokratischer Befugnisse vor Gericht und der damit verbundenen Sorge um die Stabilität des Gemeinwesens, haben den Begriff des `Sykophanten ́ etabliert. Eine Bezeichnung, die weit über den Bereich des Gerichtswesens hinausreicht und deren vielfältige Implikationen es schwer möglich machen, eine kurze und genaue Definition zu liefern. Im Allgemeinen versteht man unter dem Sykophanten einen Denunzianten oder Verleumder. Im engeren Sinne eine Figur des manischen, spitzfindigen und skrupellosen Anklägers, der aus gewinnsüchtigen Motiven ungerechtfertigte Prozesse anstrengt bzw. androht und durch rhetorisches Geschick, die schwächere Sache zur stärkeren macht. In jedem Fall eine durchgängig negativ konnotierte Bezeichnung für eine Person, die den Interessen der Gemeinschaft zuwider handelt. Im Folgenden soll dem Sinngehalt dieses Begriffs, seiner Verwendung und Bedeutung innerhalb der athenischen Gesellschaft des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. genauer nachgegangen werden. Dabei verdient seine Herkunft aus der griechischen Komödie und seine enge Verbindung zum Motiv des Sündenbocks (Pharmakos) besondere Beachtung.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Sonstiges, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Das Unsichtbare, 59 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Mikroskop vermag als Werkzeug wissenschaftlicher Erkenntnis und medialer Täuschung, gleichzeitig Realitäten und Illusionen zu erzeugen und verkörpert damit die frühneuzeitlichen Umbrüche und Widersprüche im besonderen Maße. Untersuchungsobjekt stellt hier im Schwerpunkt der instrumentelle Blick auf die `kleine Welt ́, also die Vergrößerung des Unscheinbaren, Nahen und oftmals Lebendigen durch die frühe Mikroskopie im 17. Jahrhundert dar und weniger die Entwicklung der physikalischen Optik, die Anwendungen von Camera obscura, Laterna magica oder die `großen ́ Entdeckungen der Astronomie durch die Teleskopie. Es soll dabei im Folgenden wesentlich um eine Untersuchung der Brüche und Überschneidungen, der Fehleinschätzungen, Verzögerungen und Rückschritte, des Unzeitgemäßen und Transitorischen in der Entwicklung dieser Epoche und ihrem Verhältnis zur optischen Technik gehen. Also um die äußerst ambivalenten und verzweigten Einflüsse optischer Linsen und ihres Vergrößerungseffekts auf das Selbstverständnis der Epoche. So scheinen gerade die Irrtümer und Täuschungen, die sich nicht problemlos in eine Fortschrittsgeschichte einschreiben lassen, den neuen Wissenschaften und dem neuen Denken entscheidende Impulse geliefert, sie zumindest stark geprägt zu haben. Optische Linsen als technische Objekte stehen hier in den Funktionen der (Wahrnehmungs-) Prothese, des (Erkenntnis- oder auch Täuschungs-) Instruments und gleichzeitig als Symbol, Metapher und Modell innerhalb unterschiedlicher kultureller Praktiken und Vorstellungen.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtungsobjekt dieser Untersuchung sind die theoretischen Standpunkte Lenins und Kautskys in Bezug auf die bevorstehende bzw. sich vollziehende `proletarische Revolution ́ (bzw. auch `sozialer ́ oder `sozialistischer ́ Revolution), deren Vorraussetzungen, Methoden und Taktiken, auch im Verhältnis zum bestehenden Staat, sowie deren Ziele und Perspektiven insbesondere im Hinblick auf den zukünftigen Staat. Der Betrachtungszeitraum soll im wesentlichen die Jahre 1910 bis 1918 umfassen, im Schwerpunkt die Positionen Lenins in den Schriften „Staat und Revolution“ und „Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky“, wie Kautskys „Die Diktatur des Proletariats“ (jeweils 1917/18). Als gemeinsamer Ausgangpunkt, der sich auseinanderentwickelnden Theorien ist außerdem Kautskys Schrift „Der Weg zur Macht“ von 1909 von grundlegendem Interesse. Es geht im Folgenden letztlich um die Analyse zentraler Begriffe des Marxismus, um ihre konkrete Bestimmung und Transformation bei Lenin und Kautsky und den daraus resultierenden praktisch-politischen Aufgabenstellungen. Die Theorien Lenins und Kautskys werden jedoch in der Gegenüberstellung als eigenständige Konzeptionen behandelt, die auf Marx und Engels nur da Bezug nehmen, wo sie die jeweilige Tendenz bestätigen und helfen den eigenen Standpunkt untermauern. Es geht also nicht darum wer Marx `richtiger ́ interpretiert, sondern wie sich die marxistische Theorie am Beispiel von Lenin und Kautsky aufspaltet und kontroverse Positionen bezüglich der proletarischen Revolution bilden. Konkret soll gefragt werden: - Was versteht man unter einer `proletarischen Revolution ́; welche Vorraussetzungen verlangt; welche Methoden verwendet sie; kann eine Revolution `gemacht ́ werden? - Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem `Staat ́; wie geht man mit dem gegenwärtigen Staat um; wie sieht der zukünftige Staat aus? - Was versteht man unter der `Diktatur des Proletariats ́; was versteht man in diesem Zusammenhang unter Diktatur generell, was unter Demokratie; welche Methode, Staats- bzw. Regierungsform ist der anderen vorzuziehen?
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Humboldt-Universität zu Berlin, Veranstaltung: PS Die Perserkriege, 26 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Abwehr der persischen Expansion durch die Griechen im 5. vorchristlichen Jahrhundert erscheint als epochales Ereignis, welches die innergriechische Entwicklung entscheidend bestimmt hat und soziale, politische und kulturelle Kräfte freisetzte, die bis heute das abendländische Denken prägen. Liegen die Wurzeln von Demokratie, Geschichtsschreibung und Theater auch tiefer, so entfalteten sie sich doch erst in der Dynamik der Perserkriege mit seinen Folgen zu ihrer klassischen Form. Diese Auseinandersetzung erst hat so etwas wie eine kulturelle griechische Identität ermöglicht, die ihre stärksten Ausdrücke in den Historien des Herodot, aber auch im besonderen Maße, in der griechischen Tragödie, fand. Aischylos ́ “Die Perser“ ist in diesem Zusammenhang in vielerlei Hinsicht von Relevanz. Ist uns damit nicht nur das älteste vollständig erhaltene Drama überliefert, das gleichzeitig mit der Schlacht bei Salamis ein explizit zeitgeschichtliches Thema behandelte und damit die einzige erhaltene Tragödie nichtmythischen Inhalts darstellt, sondern auch geradezu ein Musterbeispiel für die identitätsstiftende und staatstragende Funktion der griechischen Tragödie in der attischen Polis. Letzteres wird als Hypothese vorangestellt, jedoch im Weiteren genauer zu überprüfen sein. In der vorliegenden Arbeit sollen einzelne Aspekte der „Perser“ hinsichtlich seiner Interpretation und Rezeption untersucht und sein historischen Quellenwert bestimmt werden. Dazu wird einerseits ein Vergleich mit Herodot anzustellen sein und andererseits die Frage nach einer möglichen Parteinahme des Stückes für Themistokles erörtert werden. Darüber hinaus wird versucht eine zeitgeschichtliche Einordnung vorzunehmen, die die kulturelle Praxis der Tragödie allgemein in ihrer Tradition und Funktion für die Polisgemeinschaft genauer bestimmt.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Spätestens seit dem Ende des Zweiten Punischen Krieges befand sich Rom auf dem Weg vom Stadtstaat zum Imperium. Tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen vollzogen sich in nahezu allen Lebensbereichen. Insbesondere in der römischen Oberschicht trat ein zunehmender Einfluss griechisch-hellenistischen Kulturgutes zu Tage, der die Wurzeln römischer Traditionen ergriff. Die Kultur des Ostens fand Einzug in Religion, Literatur, politischer Repräsentationskunst sowie in der Verwendung rein materieller Güter. Die Auswirkungen griechischer Bildung auf die römischen Eliten kann als Vorgang von weltgeschichtlicher Bedeutung angesehen werden, bilden sie doch Grundlagen geistiger Traditionen, die bis heute nachwirken. Die Vermischung griechischen und römischen Gedankenguts hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der abendländischen Kultur. Möglicherweise war diese kulturelle Offenheit Roms auch ein entscheidender Grund für den lang andauernden Erfolg und Zusammenhalt des Imperiums. Unter denen, die sich östlichen Einflüssen öffneten, nahm Scipio Aemilianus eine herausragende Stellung ein. Ihm und seinem Freundeskreis wird entscheidende Bedeutung bei der Rezeption griechischer Kultur eingeräumt. Mit dem Wirken des sogenannten Scipionenkreises fasste die Philosophie entgültig Fuß in Rom, die römische Literatur erhielt entscheidende Impulse und die Herausbildung des römischen Humanitäts-Gedankens als neuem Lebensideal ist eng mit der Tätigkeit dieses Kreises verbunden. Im Folgenden wird zu untersuchen sein, inwieweit dieses Bild des Scipionenkreises der historischen Realität entspricht. Also in welcher Form existierte dieser Kreis und was war seine tatsächliche Bedeutung? Wer waren die Personen, die sich dort zusammenfanden, welche Beziehungen bestanden unter ihnen und welche Rolle spielt Scipio innerhalb dieser Gemeinschaft?
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,6, Humboldt-Universität zu Berlin, Veranstaltung: HS Kulturgeschichte imperialer Herrschaft Österreich-Ungarn, 32 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Parlamente sind in einem doppelten Sinne politische Gebilde. Sie sind einerseits Machtorgane, also aus Wahlen hervorgegangene Vertretungskörperschaften und bilden damit einen wesentlichen Bestandteil im Machtmechanismus des bürgerlichen Staates. Sie sind andererseits in einem rein materiellen Sinne Orte, also Gebäude, in denen politische Auseinandersetzung stattfindet bzw. stattfinden soll. In ihrem materiellen Charakter dienen Parlamente als baulich-räumliche Inszenierungen gesellschaftlicher Machtverhältnisse und es wird an ihnen in der Regel versucht durch Architektur und Gestaltung einen nationalen Stil auszubilden. Parlamente muss man in ihrer Gestaltung und Präsentation als mehr oder weniger bewusste Konstruktionen von Geschichte und Erinnerung verstehen und damit als einen bedeutsamen Teil von nationaler bzw. staatlicher Identitätsbildung. Sie stehen an einer zentralen, öffentlichen Stelle im modernen Staat und dienen zugleich als Bühne wie als Monument politischer Herrschaft und deren Geschichte. Sie sind damit vielschichtige Zeichen im beziehungsreichen Geflecht von Politik, Gesellschaft und Kultur. Ziel dieser Arbeit ist es, dieses Zeichen, seine Entstehung und seine Entwicklung, am Beispiel der beiden `Staatsparlamente ́ Österreich-Ungarns, vor ihrem politischen und kulturellen Hintergrund, zu beschreiben und zu deuten. Hierdurch soll ein Einblick in die Mechanismen von Herrschaftsrepräsentation, der Inszenierung politischer Macht, und in die Versuche der Konstruktion von Staat und Nation, deren Mythen und Imaginationen, unter den besonderen Bedingungen der Habsburger Doppelmonarchie, gegeben werden, wodurch sich eine Vielzahl von Widrigkeiten und Widersprüchen bei der Herausbildung moderner demokratischer Strukturen zeigen, die auch für andere Regionen und Epochen Relevanz besitzen.
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