Hartmann von Aue. Forschungsüberblick und sprachliche Befunderhebung in Hinblick auf Versmaß und rhetorischen Stilfiguren

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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: Sehr gut, Universität Wien, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der gegenwärtigen Sekundärliteratur findet man eine Vielzahl von Arbeiten über Erec’s Minneverhalten, über seine besondere Stellung am Artushof und über die Liebe und Treue seiner Frau Enite. Ebenfalls existieren Arbeiten über Erec’s notwendige Aventiuren, womit seine verloren gegangene Ehre und das Ansehen in der höfischen Gesellschaft wieder hergestellt werden kann. Alles steht unter dem Aspekt, das rechte Maß an minne und êre zu finden, also der Anforderungen der Ritterschaft und der ehelichen Liebe gerecht zu werden. Außerdem wird über die ‚Doppelwegstruktur’, den Übertragungen des höfischen Romans (‚roman courtois’) – der vor allem die Geschichten von König Artus und seiner Tafelrunde (‚maitière de Bretagne’) erzählt –, den ritterlich-höfischen Aspekten sowie über einen Vergleich der deutschen Version mit ihrer altfranzösischen Vorlage diskutiert. Von der Forschung vernachlässigt werden Aspekte der poetisch-rhetorischen Struktur der Hartmann’schen Reimpaarverse im Erec und ebenso dessen Metrik. Nur durch die Auseinandersetzung mit dem kunstsprachlichen und poetischen Charakter kann der Erec aber erst als sprachliches Meisterstück erhoben werden. Während sich für das älteste und wohl sprachlich am besten untersuchteste Werk von Hartmanns Iwein mehrere Beiträge über die Reimdichtung, die rhetorischen Stilfiguren und anderen sprachlichen Aspekten finden lassen, ist im Hinblick auf die sprachkünstlerische Durchformung des Erec erstaunlich wenig Literatur verfügbar. Deshalb habe ich mich in dieser Arbeit auch für eine textimmanente Werkinterpretation, im Hinblick auf Sprache, Form und Stil entschieden, um diese Lücke in der Forschung – zumindest nur ansatzweise – zu füllen. Anhand ausgewählter Textstellen wird die sprachartistische Durchformung analysiert: es wird hinterfragt welche Verstechnik Hartmann anwendet und welche rhetorischen Stilfiguren zum Einsatz kommen. Neben dem sprachlichen Schwerpunkt gebe ich einen kurzen Überblick über den gegenwärtigen Stand der Forschung und den Inhalt des Erec wider. Zum Schluss gelange ich zu der Erkenntnis, dass Hartmanns kunstvolle Sprache, seine reichhaltigen Redefiguren, die ungezwungenen Reime und die melodischen Verse auf einen meisterhaft-poetischen Rhetoriker schließen lassen können.
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Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik, Universität Wien (Institut für Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Deutschen gibt es keine amtlich geregelte Aussprache der Standardvarietät. Es liegt bislang auch keine präskriptive Standardaussprache für das österreichische Deutsch vor, die etwa von einem Minister sanktioniert wäre und deren Aussprache als Zielnorm gilt. Einzig das jüngst veröffentlichte Nachschlagewerk Österreichisches Aussprachewörterbuch (ÖAWB) hält in deskriptiver Weise die tatsächlich vorkommenden Ausspracheformen des österreichischen Sprachraums fest. Ein sehr häufig gebrauchter Begriff zur Beschreibung der österreichischen Standardaussprache ist laut dieser Untersuchung die „dialektale Färbung“. Dieser Umstand legt den Schluss nahe, dass sehr viele eine deskriptive Haltung gegenüber dem Begriff Standard einnehmen und eine der Sprechwirklichkeit nahe kommende Gebrauchsnorm zu beschreiben versuchen. Interessanterweise wird der Dialekt weitaus häufiger als die Umgangssprache als prägendes Element genannt. Das mag darin begründet liegen, dass der Begriff „Dialekt“ ein landläufig bekannter, unscharf definierter Sammelbegriff für vom Standard abweichende Varietäten gebraucht wird, während „Umgangssprache“ ein Fachterminus ist. In der vorliegenden Arbeit werden daher die Ergebnisse der Sprech- und Sprachstandserhebung deskriptiv dargestellt. Die Arbeit deckt auch Unterschiede in der Aussprache auf zwischen Personen, die die längste Zeit in Wien gelebt haben, und jenen, die in anderen Bundesländern aufgewachsen sind. Für bestimmte Wörter lassen sich in Bezug auf das Bundesland (Wien/andere) signifikante Unterschiede erkennen. So weisen Personen aus Wien häufiger eine offene Diphthongaussprache auf und tendieren zu einer gerundeten Diphthongaussprache. Bei Personen aus Wien ist die Aspiration tendenziell weniger vorhanden und Personen aus anderen Bundesländern weisen vermehrt eine starke oder schwache Aspiration bei den Plosiven auf. Bei der Neben- und Endsilbe -ig- tendieren Personen aus Wien häufiger zu plosiver Aussprache.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
Sep 12, 2006
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Pages
20
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ISBN
9783638543965
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Language
German
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Genres
Foreign Language Study / German
Literary Criticism / European / German
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Content Protection
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Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik, Universität Wien (Institut für Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Deutschen gibt es keine amtlich geregelte Aussprache der Standardvarietät. Es liegt bislang auch keine präskriptive Standardaussprache für das österreichische Deutsch vor, die etwa von einem Minister sanktioniert wäre und deren Aussprache als Zielnorm gilt. Einzig das jüngst veröffentlichte Nachschlagewerk Österreichisches Aussprachewörterbuch (ÖAWB) hält in deskriptiver Weise die tatsächlich vorkommenden Ausspracheformen des österreichischen Sprachraums fest. Ein sehr häufig gebrauchter Begriff zur Beschreibung der österreichischen Standardaussprache ist laut dieser Untersuchung die „dialektale Färbung“. Dieser Umstand legt den Schluss nahe, dass sehr viele eine deskriptive Haltung gegenüber dem Begriff Standard einnehmen und eine der Sprechwirklichkeit nahe kommende Gebrauchsnorm zu beschreiben versuchen. Interessanterweise wird der Dialekt weitaus häufiger als die Umgangssprache als prägendes Element genannt. Das mag darin begründet liegen, dass der Begriff „Dialekt“ ein landläufig bekannter, unscharf definierter Sammelbegriff für vom Standard abweichende Varietäten gebraucht wird, während „Umgangssprache“ ein Fachterminus ist. In der vorliegenden Arbeit werden daher die Ergebnisse der Sprech- und Sprachstandserhebung deskriptiv dargestellt. Die Arbeit deckt auch Unterschiede in der Aussprache auf zwischen Personen, die die längste Zeit in Wien gelebt haben, und jenen, die in anderen Bundesländern aufgewachsen sind. Für bestimmte Wörter lassen sich in Bezug auf das Bundesland (Wien/andere) signifikante Unterschiede erkennen. So weisen Personen aus Wien häufiger eine offene Diphthongaussprache auf und tendieren zu einer gerundeten Diphthongaussprache. Bei Personen aus Wien ist die Aspiration tendenziell weniger vorhanden und Personen aus anderen Bundesländern weisen vermehrt eine starke oder schwache Aspiration bei den Plosiven auf. Bei der Neben- und Endsilbe -ig- tendieren Personen aus Wien häufiger zu plosiver Aussprache.
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