Empirische Sozialforschung: Eine Einführung, Ausgabe 2

Springer-Verlag
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Sozialwissenschaftliche Methoden wie Befragungen, Beobachtungen und Inhaltsanalysen kommen in der Marktforschung, bei Studien zur Zeitgeschichte, in der Stadtplanung und in der Kommunikationsforschung zum Einsatz. Erst recht werden sie von Soziologen und empirisch arbeitenden Politikwissenschaftlern benötigt. Egal, ob im Rahmen der Evaluation eines Präventionsprogramms oder für die Erhebung des Gesundheitsverhaltens oder für eine Studie zur sozialen Mobilität, die sichere Handhabung des sozialwissenschaftlichen Instrumentariums ist stets die Voraussetzung, um belastbare Ergebnisse zu erzielen. Das Buch stellt wichtige Informationen für die Anwender und Entwickler dieser Instrumente zur Verfügung. Es behandelt die theoretischen Grundlagen der Methoden, die Schritte bei der Konzipierung und Umsetzung eines Projekts, die vielfältigen Varianten der Datenerhebung, die bei der Auswahl der Untersuchungseinheiten einzusetzenden Methoden ebenso wie die Prinzipien, die bei der Auswertung und Dokumentation der Befunde zu beachten sind. Mithilfe zahlreicher Beispiele gelingt eine besonders anschauliche Darstellung.
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About the author

Prof. Dr. Michael Häder ist Leiter des Lehrstuhls für Methoden der empirischen Sozialforschung am Institut für Soziologie der TU Dresden.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Dec 2, 2009
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Pages
504
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ISBN
9783531921877
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Best For
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Language
German
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Genres
Language Arts & Disciplines / Communication Studies
Political Science / General
Political Science / History & Theory
Psychology / Research & Methodology
Social Science / General
Social Science / Methodology
Social Science / Research
Social Science / Sociology / General
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Michael Häder und Sabine Häder Dieses Buch handelt von der Bevölkerung eines Landes, die sich in freien Wahlen für die Abschaffung der ihr vertrauten Ordnung entschied und für die Übernahme eines völlig anderen Gesellschaftssystems votierte. Die Besonderheit eines solchen Vorgangs, die dabei zu bewältigenden politischen, sozialen, wirtschaftlichen, moralischen und psy chischen Probleme, die zahlreichen Fehleinschätzungen, die damit provozierten positi ven und negativen Überraschungen und schließlich die Unwägbarkeiten des Fortgangs dieses relativ spontan vollzogenen Anschlusses eines Staates an einen anderen bieten eine umfangreiche und interessante Stoffülle. Mit Hilfe der Auswertung empirischer Daten und unter Bezugnahme auf sozialwissenschaftliche Theorien soll versucht wer den, diesen Prozeß zu beschreiben, um ihn schließlich besser verstehen zu können. Das Besondere dieses Buches im Vergleich zu den zahlreichen weiteren Publikatio nen von Forschungsergebnissen über den sozialen Wandel in Ostdeutschland besteht darin, daß hier das sozialwissenschaftliche Studium des Transformationsprozesses auch 1 zum Anlaß genommen wird, um Innovationen auf methodischem Gebiet vorzustellen • So wendet sich dieses Buch sowohl an Leser, die ein Interesse am Wandel der sozialen Situation in Ostdeutschland zwischen 1990 und 1996 haben, als auch an jene Sozialwis senschaftler, die sich für methodisch anspruchsvolle Lösungen oder Designs interessie ren, deren Bedeutung über die Transformationsforschung in Ostdeutschland hinausgeht.
Michael Häder und Sabine Häder Verwendet man als Indikatoren für das Interesse an der Deiphi-Methode die zu die sem Verfahren vorgelegten Publikationen sowie die Anzahl der mit dieser Technik veranstalteten Erhebungen und verfolgt deren Entwicklung, so lassen sich verschie dene Phasen in der Geschichte von Deiphi unterscheiden. Nach einer ersten Etappe der Entwicklung sowie Rezeption dieser Technik in den USA (seit den 60er Jahren) und in anderen Ländern wie z. B. Deutschland (seit den 70er Jahren) folgte eine zweite, die durch relative Ruhe in der Diskussion um und der Anwendung von Dei phi gekennzeichnet war. Dieser Abschnitt reichte bis etwa zum Beginn der 90-er Jahre. Seitdem ist international eine starke Konjunktur bei der Nutzung der Deiphi Technik zu beobachten. Gegenwärtig gewinnt man den Eindruck, dass Deiphi Studien gefragter sind denn je. Neben den nationalen und internationalen Studien zur Technologieentwicklung werden eine Vielzahl kleinerer Projekte veranstaltet, die sich des Deiphi-Ansatzes bedienen. Schaut man sich solche Studien an, so fällt aller dings eine starke methodische Vielfalt bei der Wahl der Designs auf. Diese Großzü gigkeit wird begleitet von einem Mangel an Wissen über die Konsequenzen eines solchen relativ freien Umgangs mit Delphi. Im Interesse einer Vervollkommnung des Ansatzes sind deshalb methodische Arbeiten zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Deiphi angezeigt. Diese können auf die zahlreichen praktischen Anwendungen und Evaluationsexperimente aufbauen, in denen die prinzipielle Leistungsfähigkeit von Deiphi bereits nachgewiesen werden konnte. Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) im März 1999 in Mannheim ein internationales Symposium.
Seit Mitte der 1990-er Jahre ist eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Delphi- Befragungen zu bemerken. So wurde damals zum Beispiel ein gestiegener Be- tungsbedarf für dieses Verfahren am Zentrum für Umfragen, Methoden und Analy- 1 sen in Mannheim (ZUMA) registriert. Auch gegenwärtig erhält der Autor zahlreiche Anfragen, die den Delphi-Ansatz betreffen. Vermehrt sind Delphi-Befragungen beziehungsweise deren Ergebnisse auch Gegenstand der Ausbildung an Universi- ten und Fachhochschulen geworden. Großes Interesse ist an den inzwischen vor- legten Publikationen zu Delphi-Befragungen zu konstatieren. Hier zeichnet sich jedoch insbesondere ein Bedarf an Veröffentlichungen ab, die überblicksartig erk- ren, wie diese Befragungen anzulegen sind. Diese Monographie versucht nun – zum Teil im Sinne eines How-to-do – dieser Erwartung gerecht zu werden. Gegenstand sind außerdem die Erfahrungen im - gang mit Delphi-Befragungen, die aus einer Vielzahl von Studien gewonnen wurden und die auf diesem Weg einem breiteren Interessentenkreis vorgestellt werden s- len. Um das Gewicht des Themas Delphi-Befragungen einleitend noch weiter hera- zuarbeiten, sollen zwei Autoritäten aufgerufen werden: der Wissenschaftsrat, der die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbaus berät sowie der ehemalige Präsident des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung in Berlin und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für - ziologie, Wolfgang Zapf.
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