Opferstrukturen in Max Frischs "Andorra"

· GRIN Verlag
۳٫۰
۱ مرور
ای-کتاب
28
صفحه‌ها
واجد شرایط

درباره این ای-کتاب

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: In literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Andorra ist ist oftmals die Rede vom „Selbstbildnis“. In der Tat ist Andris Leidensweg von Bildnissen in mehrfacher Hinsicht geprägt. Die Literaturwissenschaft hat sich in den 50 Jahren seit der Uraufführung ausführlich mit den Selbst- und Fremdbildnissen der Andorraner und Andris auseinandergesetzt, woraus unterschiedliche Einschätzungen resultierten. Zentral ist aber auch der Opferbegriff, der sich als problematisch herausstellt. Er kann einen breiten Bereich umfassen. Wie der Theologischen Realenzyklopädie zu entnehmen ist, finden sich zunächst semantische Abweichungen in verschiedenen Sprachen. Während beim Wort „opfern“ im Deutschen eher an „Verlust, Verzicht, Aufgeben, Abgeben“ gedacht wird, ist im englischen und im französischen Wort „sacrifice“ das Heilige noch enthalten (lat.: sacer: heilig). Im Deutschen wird dem Wort also eine profanere Bedeutung zugemessen, als im Englischen und Französischen, wo das Transzendente noch deutlich mitschwingt. Der Ursprung des Wortes ist in letzteren beiden Sprachen noch nicht verfälscht. Sie verweisen auf die heiligen Rituale, die mit Opfern einher gehen. Heute wird der Begriff „Opfer“ vermehrt ohne bewussten Zusammenhang zum Heiligen benutzt. Dabei wird lediglich der profane Tod eines Menschen berücksichtigt, ohne nach einem Sinnbezug zu Höherem zu suchen. Welchen Opferbegriff Frisch verfolgte, soll eine Untersuchung des von selbigem in Andorra klären. Die bisherigen Untersuchungen haben zumeist nur auf einen undeutlichen Opferbegriff zurückgegriffen, wobei nicht deutlich wurde, ob und inwiefern ein Sinnbezug zu Höherem hergestellt wird. Nicht immer gelang es, einen sinnvollen Zugang zum Stück zu erschließen. Das ist etwa bei Gerd Alfred Petermanns Aufsatz zu Andorra der Fall, in dem er schlussfolgert, dass das Stück „als Ganzes zum plakativen Weihespiel“ verkommt. Dieses fatale Fazit stellt nicht nur den Wert des Stücks in Frage, sondern ebenso den Aussagegehalt vieler weiterer Andorra-Untersuchungen. Ob das Stück tatsächlich unweigerlich „ins Leere stößt“, wird anhand weiterer Lesarten, die den Opferbegriff einbeziehen, überprüft.

رتبه‌بندی‌ها و مرورها

۳٫۰
۱ مرور

رده‌بندی این کتاب الکترونیک

نظرات خود را به ما بگویید.

اطلاعات مطالعه

تلفن هوشمند و رایانه لوحی
برنامه «کتاب‌های Google Play» را برای Android و iPad/iPhone بارگیری کنید. به‌طور خودکار با حسابتان همگام‌سازی می‌شود و به شما امکان می‌دهد هر کجا که هستید به‌صورت آنلاین یا آفلاین بخوانید.
رایانه کیفی و رایانه
با استفاده از مرورگر وب رایانه‌تان می‌توانید به کتاب‌های صوتی خریداری‌شده در Google Play گوش دهید.
eReaderها و دستگاه‌های دیگر
برای خواندن در دستگاه‌های جوهر الکترونیکی مانند کتاب‌خوان‌های الکترونیکی Kobo، باید فایل مدنظرتان را بارگیری و به دستگاه منتقل کنید. برای انتقال فایل به کتاب‌خوان‌های الکترونیکی پشتیبانی‌شده، دستورالعمل‌های کامل مرکز راهنمایی را دنبال کنید.