Die Bedeutung von Sprache in der Phänomenologie des Geistes

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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,7, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Philosophisches Seminar), 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wird von Hegels Phänomenologie des Geistes gesprochen, so denkt man häufig an das berühmte Kapitel über Herrschaft und Knechtschaft, das „von weltphilosophischer Bedeutung geworden“ (Fink: Grundphänomene: 280) ist. Man mag auch an den Stufenweg denken, den das Bewusstsein hin zum Absoluten durchläuft und dieses philosophische System bewundern oder bezweifeln. Seltener wird daran gedacht, welche Grundvoraussetzungen Hegel macht. Im Folgenden soll nun nachvollzogen werden, wie die Sprache als eine Grundlage der Phänomenologie des Geistes gesehen werden kann. Anhand dreier wichtiger Kapitel der Phänomenologie soll die Bedeutung der Sprache exemplarisch dargelegt werden. Im Kapitel über die sinnliche Gewissheit zeigt sich, dass die Sprache als der Stein betrachtete werden kann, der die ganze Bewegung, „die Bildung des Bewußtseins selbst zur Wissenschaft“ (PhG: 73) ins Rollen bringt. Das Kapitel über Physiognomik und Schädellehre hat ausdrücklich die Sprache zum Gegenstand. Hier wird zudem der soziale, kommunikative Charakter der Arbeit deutlich. Daneben werden einige Parallelen zur sinnlichen Gewissheit erkennbar, was die ‚wahrhaftige’ Natur der Sprache, stets nur ein Allgemeines, nie jedoch ein Gemeintes ausdrücken zu können, angeht. Der letzte zu betrachtende Teil wird der Abschnitt über die Bildung sein, in der Hegel die Sprache als Phänomen schließlich einordnet. Hier nämlich ist das Bewusstsein sprachlich strukturiert, hier endlich tritt sie „in ihrer eigentümlichen Bedeutung“ (PhG: 376) auf „und gilt als Sprache“ (PhG: 376). Wiederum werden Ähnlichkeiten zu den beiden anderen Kapiteln deutlich, wenn der Unterschied zwischen Gemeintem und Gesagtem erneut aufbricht und sich der besondere Charakter der Sprache, das Unterscheiden und Verkehren zeigt.
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Additional Information

Publisher
GRIN Verlag
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Published on
May 9, 2008
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Pages
14
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ISBN
9783638046589
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Language
German
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Genres
Philosophy / General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie - Systematische Theologie, Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Systematische Theologie, Arbeitsbereich Dogmatik und Liturgiewissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar (Sommersemester 2007): Zuspruch und Teilhabe am Leben Gottes – Segen und Segensfeiern im Leben der Menschen, 32 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In allen Kulturen und zu allen Zeiten hat Religion und Glauben eine wichtige Rolle gespielt. Sie ist wesentlicher Bestandteil jeder Kulturgesellschaft, Gesellschaft ohne Religion ist undenkbar. In der folgenden Arbeit werde ich einen Erklärungsansatz für die Omnipräsenz von Religion im menschlichen Leben aufzeigen und auf die Sichtweise des katholischen Christentums, speziell im Hinblick auf das Segensverständnis, eingehen. Den Anfang bildet in Anlehnung an Fink und sein Konzept der Grundphänomene des menschlichen Daseins eine anthropologische Erörterung, die den Menschen maßgeblich durch das Erkennen der eigenen Sterblichkeit charakterisiert sieht. Im Anschluss daran werden exemplarisch einige philosophische Positionen zum Tod vorgestellt. Im Tod sieht sich der Mensch mit einer unvorstellbar fremden Sphäre konfrontiert. Als Seiender schaut er in den Abgrund des Nicht-Seins und ist sich bewusst, dass er sich diesem mit jedem Tag unausweichlich nähert. Die Eigentümlichkeit der menschlichen Existenz liegt genau darin: als Lebender immer auch schon Sterbender zu sein und darum zu wissen. Es ist das Wissen um die eigene Sterblichkeit, das menschliches von anderem, beispielsweise tierischem Sein unterscheidet. Da sich aber das Nichts unserem Verstand radikal entzieht, sich nicht von uns begreifen lässt, bietet nur der Glaube die Möglichkeit, mit dem Nichts oder dem Numinosen, wie es z.B. Tugend hat oder Wiederkehr verstehen, umzugehen und es in unsere Lebenswelt zu integrieren. Religion erscheint so als Lebensweise, die es ermöglicht, sich positiv zu diesem unverständlichen übermächtigen Numinosen zu verhalten. Im Katholizismus geschieht dies im Gebet und Segen. Daher wird der letzte Teil dieser Arbeit schließlich verschiedene Sichtweisen und Arten von Segensfeiern thematisieren und damit verbundene Probleme aufzeigen.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: keine, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Richard Rorty – Politik und Pragmatismus, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem autobiografischen Essay „Wilde Orchideen und Trotzki“ aus dem Jahre 2000 skizziert der amerikanische Philosoph Richard Rorty den Weg seiner denkerischen Entwicklung vom infantilen Trotzkisten über die Platonliebe des Pubertierenden hin zum unorthodoxen Pragmatismus, in dessen Rahmen er heute für ein praxisorientiertes und säkulares Denken eintritt, welches in philosophischer Hinsicht den Objektivismus oder einen Glauben an nicht-weltliche Autoritäten rundweg ablehnt, und sich politisch der, mit dem deutschen Begriff der Sozialdemokratie zu charakterisierenden, Tradition Deweys verpflichtet sieht. Als vorrangigen Grund für die essayistische Retrospektive seines intellektuellen Werdegangs, welche en Gros an die eigenhändig gezogene Lebens- und Werksbilanz Friedrich Nietzsches im „Ecce Homo“ erinnert, gibt Rorty eingangs die Notwendigkeit einer politisch-philosophischen Rechtfertigung und einer damit einhergehenden Erklärung seiner Position an, die, vom intellektuellen Standpunkt her, „von der Rechten und Linken gleich weit entfernt“ sei. Während die konservative Kritik in bezug auf Rortys philosophische Argumente mit Ismen wie „Relativismus“, „Irrationalismus“ und „Dekonstruktivismus“ operiert, seiner „zynischen und nihilistischen Anschauung“ eine Untauglichkeit für die öffentliche demokratische Sprache attestiert und diese im Kampf gegen die Feinde der Demokratie für undienlich hält, so ist auch die Linke vom „Vokabular des Ironikers“ abgestoßen. Rorty, der sich zur solidarischen Initiative und zur Aktionsgebundenheit einer (von ihm) so genannten, bis in die 1960er Jahre existenten, „politischen Linken“ in der Nachfolge Whitmans und Deweys bekennt, subsumiert seine postmodernen sowie –marxistischen Kritiker unter dem Oberbegriff der „kulturellen Linken“ und etikettiert sie vorwurfsvoll mit den Siegeln „kontemplativ“ und „untätig“. Linke Gegner, wie Richard Bernstein, ordnen Rorty – entgegen seinem Selbstverständnis - dem Postmodernismus ironischerweise zu, werfen ihm den „Liberalismus eines kalten Kriegers“ vor, wohingegen Rorty selbst eben jenen vagen Terminus verwendet, um unter anderen den Politdenker und Linguisten Noam Chomsky zu brandmarken, der Amerika von einer faschistischen und korrupten Elite regiert sieht.
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