Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft: Beiträge zur politischen Kommunikationskultur

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About the author

Dr. Ulrich Sarcinelli ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, Abt. Landau und Leiter des Frank-Loeb-Instituts Landau an der Universität.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Mar 9, 2013
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Pages
479
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ISBN
9783322873200
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Best For
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Language
German
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Genres
Political Science / General
Political Science / History & Theory
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In den letzten J ahren ist das Thema der wechselseitigen Beziehungen zwischen Bürgem und Parteien immer mehr in den Mittelpunkt eines breiten Interesses gerückt. Daher wendet sich dieser Band nicht nur an den Kreis der politischen Bildner, sondem darüber hinaus an die groBe Mehrheit politisch interessierter Leser. Im Mittelpunkt dieses Sammelbandes stehen drei Problembereiche, die aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Per spektiven beleuchtet werden: - Die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben sind zahlreicher und schwieriger geworden. Zwischen dem ProblembewuBtsein vieler Bürger und dem der Parteirepräsentanten bestehen deutliche Unterschiede. Der Wahloptimismus der Parteien geht am Zukunftspessimismus einer groBen Gruppe von Wählem (und Nicht-Wählem) vorbei und erhöht die Unsicherheit, ob die Parteien die richtigen Antworten auf die wachsenden Probleme werden finden können. Das Ansehen der Parteien als zuständige und qualifizierte Problemlöser scheint zu sinken. - In den letzten Jahren ist der Wille zur politischen Teilnahme und auch die Qualifikation dazu in der Bevölkerung erheblich gewachsen, andererseits haben sich wichtige Entscheidungsebenen innerhalb der Parteien nach "oben" und in Expertengremien verlagert, so daB sich die EinfluBchancen "von unten" zumindest in der subjektiven Einschätzung verringert haben. Dies führt zu einer verstärkten Beachtung anderer Teilnahmeformen an Politik, die als kritisches Korrektiv verstanden werden wollen, zum Teil aber auch als grundlegende Alternative zu den Parteien.
Die Studie ist im Zusammenhang mit dem von den Professoren Dr. Heino Kaack und Dr. Reinhold Roth geleiteten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt "Parteiensystem und Legitimation des politischen Systems" entstanden. Sie wurde im Sommersemester 1984 vom Gemeinsamen Ausschuß der Fachbereiche an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz als Habilitations schrift angenommen. Diverse andere Forschungsvorhaben verzögerten die Uberarbeitung bis in die zweite Hälfte des Jahres 1986. Auf diese Weise bot der Wahlkampffür die Bundestagswal1l1987 erneut zahlreiche Anschauungsbeispiele für die Fähigkeit politischer Akteure, symbolische Politik zu betreiben. Auch wenn sich die Themen, die personellen und parteipolitischen Konstellationen von denen des Bundestagswahljahres 1980 auf den sich der empirische Teil der Studie bezieht, erheblich unterschieden, so zeigten doch die kommunikativen Auseinander seztungen, daß die analysierten zentralen Merkmale politischer Symbolik und die Strategien symbolischer Politik relativ situationsunabhängig sind und größtenteils auch in anderen zeitlichen Kontexten Gültigkeit haben. Zwar verantwortet der Autor den Inhalt der Studie selbstverständlich allein. Es ist jedoch mehr als die Wahrnehmung eines akademischen Brauchs, an dieser Stelle einer Reihe von Personen, die in unterschiedlicher Weise am Fortgang der Arbeit Anteil hatten, Dank zu sagen. Herr Prof. Dr. Heino Kaack hat die Studie nicht nur mit initiiert und durch vielfältige kritische Anregungen begleitet, sondern auch durch den zeitlichen Spielraum, den er mir als seinem langjährigen Mitarbeiter gelassen hat, gefördert. Meinen Kollegen, vor allem aber meinem Freund Dr. Edwin Czerwick, ist für die nie limitierte Bereitschaft zu Diskussion und Kritik in besonderer Weise zu danken.
kratischer Institutionen zu Gunsten direkter Ansprache des Medienpublikums. Die institutionell vermittelte Legitimation scheint an Gewicht zu verlieren, w- rend die Medien und das Mediale in den Vordergrund treten. Diesen Eindruck vermittelt zumindest das medienöffentliche Erscheinungsbild von Politik. Kein Zweifel also, dass die Legitimationsempfindlichkeit von Politik zunimmt. Nun hat sich die politische Kommunikationsforschung in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland unter anderem auch mit diesen Fragen beschäftigt. Sie wurde zu einem hoch produktiven Forschungszweig innerhalb der Publiz- tik- und Kommunikationswissenschaft, der politischen Soziologie und auch der Politikwissenschaft. Dabei sind im Zuge einer überwiegend sozialwissenschaft- chen Orientierung die Grenzen zwischen diesen Disziplinen fließend geworden. Die notwendige interdisziplinäre Ausrichtung hat einerseits zu Erkenntnisfo- schritten geführt. Sie hat andererseits aber auch begünstigt, dass spezifisch po- tikwissenschaftliche Fragen nicht immer mit Nachdruck gestellt wurden. Mag dies bis zu einem gewissen Grade die Folge einer Konzentration auf das medi- öffentliche Politikbild sein, so erscheint es gerechtfertigt, in diesem Buch umso mehr auf die politischen und demokratietheoretischen Problemstellungen in Verbindung mit den institutionellen Kontexten des politischen Systems in Deutschland zu achten. Denn der vielfach vermittelte Eindruck, politische Kommunikation folge kontextunabhängig einer einheitlichen Logik, täuscht über die unterschiedlichen Spielräume, institutionellen Bedingungen und Handlun- korridore hinweg, über die politische Akteure in der politischen Kommunikation und unter konkreten politischen Bedingungen verfügen.
Die Studie ist im Zusammenhang mit dem von den Professoren Dr. Heino Kaack und Dr. Reinhold Roth geleiteten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt "Parteiensystem und Legitimation des politischen Systems" entstanden. Sie wurde im Sommersemester 1984 vom Gemeinsamen Ausschuß der Fachbereiche an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz als Habilitations schrift angenommen. Diverse andere Forschungsvorhaben verzögerten die Uberarbeitung bis in die zweite Hälfte des Jahres 1986. Auf diese Weise bot der Wahlkampffür die Bundestagswal1l1987 erneut zahlreiche Anschauungsbeispiele für die Fähigkeit politischer Akteure, symbolische Politik zu betreiben. Auch wenn sich die Themen, die personellen und parteipolitischen Konstellationen von denen des Bundestagswahljahres 1980 auf den sich der empirische Teil der Studie bezieht, erheblich unterschieden, so zeigten doch die kommunikativen Auseinander seztungen, daß die analysierten zentralen Merkmale politischer Symbolik und die Strategien symbolischer Politik relativ situationsunabhängig sind und größtenteils auch in anderen zeitlichen Kontexten Gültigkeit haben. Zwar verantwortet der Autor den Inhalt der Studie selbstverständlich allein. Es ist jedoch mehr als die Wahrnehmung eines akademischen Brauchs, an dieser Stelle einer Reihe von Personen, die in unterschiedlicher Weise am Fortgang der Arbeit Anteil hatten, Dank zu sagen. Herr Prof. Dr. Heino Kaack hat die Studie nicht nur mit initiiert und durch vielfältige kritische Anregungen begleitet, sondern auch durch den zeitlichen Spielraum, den er mir als seinem langjährigen Mitarbeiter gelassen hat, gefördert. Meinen Kollegen, vor allem aber meinem Freund Dr. Edwin Czerwick, ist für die nie limitierte Bereitschaft zu Diskussion und Kritik in besonderer Weise zu danken.
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