So voll Hunger nach Leben, dass ich mich umbringen könnte: Geschichten

BookRix GmbH & Company KG
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14 Geschichten aus dem wirklichen Leben. Geschichten vom Hunger nach Liebe, vom Hunger nach Sex, vom Hunger nach Erfolg, vom Hunger nach Betäubung, vom Hunger nach Bildung, vom Hunger nach Anerkennung, vom Hunger nach Sinn, vom Hunger nach Weisheit, vom Hunger nach Erlösung und vom Hunger. 13 Geschichten über Menschen, die dem Autor einmal begegnet sind, und eine über das Geschichtenschreiben.
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Additional Information

Publisher
BookRix GmbH & Company KG
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Published on
Oct 11, 2013
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Pages
130
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ISBN
9783730954539
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Language
German
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Genres
Fiction / General
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Ein erfolgloser Künstler überfällt Menschen und tätowiert sie gegen ihren Willen. Seine Opfer werden Kultobjekte des Kunstmarkts. * Aus dem Text: F: Fanden Sie das Urteil gerecht? A: Ob es gerecht war, kann ich bis heute nicht sagen. Aus einem gewissen Blickwinkel heraus war es sicherlich verständlich. Ich habe verstanden, dass die Richter nicht anders urteilen konnten, ja. Ich bin wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung in 28 Fällen zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, wovon man mir fünf Jahre erlassen hat wegen guter Führung. Objektiv gesehen war es das wohl, Freiheitsberaubung und so weiter. Objektiv gesehen waren das diese Delikte. Aber subjektiv, muss ich sagen, subjektiv habe ich das getan, was jeder Künstler tut: Ich bin meiner inneren Stimme gefolgt. Ich habe getan, was ich tun musste. F: Sie haben Menschen gegen ihren Willen tätowiert. A: Ja. F: Sie haben sie überfallen, betäubt, in ein Versteck verschleppt und sie dort gefangen gehalten, bis die Tätowierung fertig war. A: Ja. F: Das Gericht hat diese Taten als Verbrechen angesehen, nicht als Kunst. A: Ja. Das war in der Kunstgeschichte schon oft so. Künstler sind wegen Verstoß gegen die guten Sitten verurteilt worden, wegen Gotteslästerung, Majestätsbeleidigung, Wehrkraftzersetzung, wegen konterrevolutionärer Umtriebe... Man hat Künstler auf dem Scheiterhaufen verbrannt, ins KZ gesteckt, in die Irrenanstalt... * Die Erzählung erschien zuerst in "Driesch. Zeitschrift für Literatur und Kultur".
Ist der Mensch von Natur aus friedlich oder kriegerisch? Was ist "natürlich": Konkurrenz oder Zusammenarbeit? Welche Gesellschaftsordnungen setzen sich durch? Sind Kriege Konflikte, die auch anders gelöst werden könnten, oder sind gewaltsame Kämpfe unausweichlich? Können Kriege abgeschafft werden? Wie müssten Gesellschaften organisiert sein, die ohne Krieg auskommen? Biologische und kulturelle Evolution bringen beides hervor: Konkurrenz und Kooperation. Das Menschenwesen ist von Natur aus weder friedlich noch kriegerisch. Es wird beherrscht von dem Drang, etwas zu bewirken. In der kulturellen Evolution setzten sich nicht diejenigen Gemeinwesen durch, die den meisten Menschen das beste Leben ermöglichten, sondern diejenigen, die den Fortschritt der Arbeitsproduktivität am effektivsten gewährleisteten. Die meisten Kriege sind nicht Konflikte, die entweder so oder so, entweder friedlich oder gewaltsam gelöst werden können: Menschliche Gemeinwesen können auf Grund ihrer inneren Struktur territorial oder expansiv sein. Konflikte zwischen territorialen Gemeinwesen sind endlich und lösbar. Bei expansiven Gemeinwesen ist Krieg Resultat ihrer inneren Struktur. Die Abschaffung des Krieges kann nicht gelingen ohne Vereinbarungen über die Struktur der Gemeinwesen. Eine nicht expansive Gesellschaft hört auf, Überschüsse zu produzieren um noch mehr Überschüsse zu produzieren sondern nutzt den Fortschritt, um immer mehr Menschen für Tätigkeiten der sozialen Fürsorge für einander freizusetzen. Keine Gesellschaft des Verzichts, sondern eine wahre Luxusgesellschaft.
Wie funktionieren Krieg und Frieden? Diese Geschichten für die Friedenserziehung wurden 2000 bei Beltz & Gelberg erstveröffentlicht, Im Druck erschienen sie weiters auf Koreanisch, Persisch und Arabisch. Im Internet können sie in mehr als 30 Sprachen gelesen werden. Diese eBook Ausgabe enthält zu den ursprünglich 15 noch 11 weitere Geschichten. Das Buch erschien auf der Auswahlliste für den Gustav Heinemann Friedenspreis. Martin Auer, 1951 in Wien geboren, hat mehr als 45 Bücher in verschiedenen Verlagen veröffentlicht und ist unter anderem drei Mal mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet worden. "Mir scheint, dass es nicht genügt, den Kindern zu erzählen, dass Krieg schrecklich und Frieden viel schöner ist", meint der Autor. "Um künftige Kriege zu vermeiden müssen sich 7 Milliarden Menschen - und bald werden es 8 und 9 Milliarden sein - auf neue Formen des Wirtschaftens und des Zusammenlebens einigen. Nicht mehr die ständige Steigerung der Produktivität darf das Ziel sein - mit immer weniger Arbeit immer mehr zu erzeugen; nicht der Austausch von Dingen darf der Hauptinhalt zwischenmenschlichen Handelns sein; die Tatsache, dass die Dinge mit immer weniger Arbeit hergestellt werden können, darf nicht dazu führen, dass immer mehr Dinge hergestellt werden, sondern dass die Menschen die freiwerdende Zeit dazu benutzen können, soziale ("Dienst"-)Leistungen miteinander auszutauschen: Kunst, Unterhaltung, Pflege, Heilung, Unterricht, Forschung, Sport, Philosophie...
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