Magdalena - Frau oder Geliebte Jesu?: Kritische Würdigung von Dan Browns "Sakrileg"

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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1,7, Universität Münster (Katholisch-Theologische Fakultät), Veranstaltung: Maria aus Magdala. Profile und Wandlungen ihrer Gestalt in Bibel, Apokryphen, Kunst- und Glaubensgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Dan Browns Bestseller „The Da-Vinci-Code: Sakrileg“ erregt das Interesse der Gesellschaft wie kaum ein anderer Roman in der jüngeren Vergangenheit. Das öffentliche Echo bewegt sich dabei zwischen extremen Gegenpolen. Hier die Verfechter des seit Jahren traditionellen, in kirchlichen Parametern denkenden Glaubens, die sich empört über die durch den Roman verbreiteten Thesen gegen jede Art von Verbreitung des selben aussprechen, dort eine breite Masse begeisterter Leser, die durch die scheinbare Dichte der Argumentation des Autors und die geradezu revolutionär anmutende These über eine die Weltgeschichte manipulierende Verschwörung auf der höchsten Ebene fasziniert und elektrisiert ist. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht dabei das durch den Roman propagierte Bild der Maria Magdalena und seine Konsequenzen für die moderne Gesellschaft. Um sich angemessen mit diesem Bild auseinandersetzen zu können, ist es im Folgenden unabdingbar, zunächst Dan Browns in Bruchteilen servierte Version um die Blutlinie Jesu aus der Romanhandlung zu filtern, um sie anschließend für die hier relevante Fragestellung neu zu konstruieren. Dieses „Faktenbündel“ muss im Anschluss seine historische Faktizität beweisen. Seit Erscheinen des Romans muss sich der Autor mit dem Vorwurf des pseudo-wissenschaftlichen Arbeitens auseinander setzen. Auch diese Arbeit soll die Argumentation Browns analysieren und bewerten, jedoch sollte man dabei nicht außer Acht lassen, dass das Buch explizit als Roman und nicht als Sachbuch publiziert wurde. Dass das öffentliche Echo dennoch ein Ausmaß von solchen Dimensionen angenommen hat, führt unweigerlich zu einem weiteren Aspekt, der in diesem Zusammenhang erörtert werden muss: Die Konsequenzen und vielleicht auch Verdienste, die man dem Werk zuschreiben muss. Es bleibt also die Frage, warum ein Buch, welches dem eigenen Anspruch nach eine fiktive Handlung geschmückt mit historischen Tatsachen wiedergibt, eine solche Stellung im öffentlichen Interesse einnimmt. Welche Aussagen genau wirken hier auf welche Weise? Ist es möglich, dass Dan Brown mit seinem Roman vielen bisher der breiten Masse unbekannten Fakten zu neuer oder erstmaliger Popularität verholfen hat? Im Rahmen einer kritischen Würdigung werden diese Aspekte den Fokus dieser Arbeit ausmachen.

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