Wie aber wurden diese Filme hergestellt? In welchem Verhältnis standen institutionelle Vorgaben und individuelle Handlungsräume im Filmstudio? Welche Kontinuitäten und Brüche prägten das Dokumentarfilmschaffen in den 1980er Jahren und über das Ende der DDR hinaus? Und schließlich: Wie viel von alledem spiegelt sich in den Produktionen wider?
Diesen Fragen geht Sinja Gerdes mit einem neuen Forschungsansatz nach, der die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Institution DEFA, den entstandenen Filmen und den beteiligten Filmschaffenden untersucht und die vielschichtigen Strukturen, welche jede Produktion von der ersten Idee bis zur Auslieferung formten, erhellt.
Sinja Gerdes studierte in Leipzig und Jena Geschichte. An der Ludwig-Maximilians-Universität München schloss sie 2023 ihre Promotion zum DEFA-Dokumentarfilm ab.