Euronotes und Euro Commercial Paper als Finanzinnovationen: Vom RUF zum ECP

Springer-Verlag
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Unter den zahlreichen Finanzinnovationen, die den Trend zur Securitization auf den inter nationalen Finanzmärkten in den letzten Jahren verstärkt haben, nehmen Euronote-Fazili täten und Euro Commercial Paper-Programme eine herausragende Stellung ein. Die Entwick lung der Volumina beider Finanzierungsinstrumente zeigt allerdings eine deutliche Abnahme der Euronote-Fazilitäten, bei denen Kreditinstitute in der Regel dem Emittenten eine "Standby"--Oder "Backup"-Linie einräumen, zugunsten von Euro Commercial Paper Programmen, bei denen die Banken nur noch reine Vermittlungstätigkeiten ausüben oder Kreditnehmer sogar ohne die Einschaltung von Kreditinstituten zu Vertragspartnern werden. Vor diesem Hintergrund unternimmt der Verfasser der vorliegenden Arbeit eine umfassende Analyse der Chancen und Risiken von Euronote-Fazilitäten und Euro Commercial Paper Programmen. Von den rechtlichen und wirtschaftlichen Unterschieden dieser beiden Finan zierungsinstrumente ausgehend, analysiert er die Interessenlage von Emittenten, Banken und Investoren und vermag unter Verwendung finanzierungstheoretischer Erkenntnisse aufzuzeigen, daß im Gegensatz zu Euronote-Fazilitäten, die infolge einer inkonsequenten Rollenverteilung zwischen Kapitalmarkt und Finanzintermediären eine für alle Beteiligten gleichermaßen vorteilhafte Aufteilung der vorhandenen Chancen und Risiken verhindern, Euro Commercial Paper-Programme einen fairen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen der Marktteilnehmer erlauben. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend, erörtert der Verfasser bankaufsichtliche Möglichkeiten zur Begrenzung von Risiken aus underwriting commitments und untersucht abschließend das Phänomen der Disintermediation und seiner Folgen für die Risikoverteilung zwischen Banken und Nichtbanken.
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Additional Information

Publisher
Springer-Verlag
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Published on
Jul 2, 2013
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Pages
248
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ISBN
9783663134343
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Best For
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Language
German
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Genres
Business & Economics / Economics / General
Business & Economics / Public Finance
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Es heißt Eulen nach Athen tragen, wenn man feststellt, daß in unseren Tagen die Geschäftspolitik der Betriebswirtschaften in hohem Maße durch die Be steuerung beeinflußt und gelenkt wird. Das gilt auen für die Kreditinstitute, obwohl die bankbetriebliche Forschung und Lehre die Einwirkungen der Besteuerung auf die Geschäftspolitik der Betriebswirtschaften des Kreditwesens bisher nur wenig beachtete. Um so mehr Aufmerksamkeit mußten die Kreditinstitute selbst den Fragen der Besteuerung widmen. Sie wurden und werden nicht müde in ihren Ver suchen, durch Eingaben ihrer Verbände an die Finanzverwaltung und Einflu߭ nahme auf die Gesetzgebung bankbetrieblichen Notwendigkeiten beim Vollzug und Erlaß der Steuergesetze und der zugehörigen Durchführungsverordnungen und Verwaltungsanweisungen Geltung zu verschaffen. Sie bilden dabei nicht immer eine Einheitsfront. Ein kompliziertes System von steuerlichen Be günstigungen für verschiedene Arten von Kreditinstituten und Bankgeschäften hat dazu geführt, daß die nichtbegünstigten oder weniger stark begünstigten Banken versuchen, die gleichen Möglichkeiten der Steuerersparnis zu erlangen wie diejenigen Kreditinstitute, die die größten Begünstigungen genießen. In dieser Arbeit sollen die Art und das Ausmaß untersucht werden, in der die Kreditinstitute der Einkommensteuer bzw. der Körperschaftsteuer unterliegen. Diese beiden Steuerarten habe ich auf Anregung meines verehrten Lehrers, Herrn Prof. Dr. Karl Friedrich Hagenmüller, ausgewählt, weil diese Steuern angesichts der relativ geringen Bedeutung der Umsatzsteuer im Kreditgewerbe zweifellos die Hauptkomponente der Steuerlast der Banken darstellen.
Zu den erfolgreichsten Finanzinnovationen der letzten Jahre gehOren zweifellos die unter dem Begriff der Financial Swaps zusammengefaBten Zins- undWahrungs swaps, die sich nicht nur dauerhaft an den intemationalen Finanzmarkten etablieren, sondem -im Vergleich zu anderen Finanzinnovationen -in jfingster Zeit auch die groBten Zuwachsraten verzeichnen konnten. Die Kreditinstitute erkannten die vielniltigen Verwendungsmoglichkeiten von Financial Swaps sehr rasch und haben an ihrer Verbreitung daher einen erheblichen Anteil. Wahrend die Banken anfangs vorwiegend als Vermittler zwischen potentiellen Swap-Parteien auftraten, setzen sie neuerdings in zunehmendem MaBe Financial Swaps auch im Eigen geschaft zur integrierten Rentabilitats-und Risikosteuerung ihrer Geschaftstatigkeit ein. In diesem Zusammenhang wird in der vorliegenden Arbeit eine umfassende Analyse der Chancen und Risiken von Financial Swaps sowie der Moglichkeiten und Grenzen ihres Einsatzes im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements von Kredit instituten untemommen. Ausgehend von der Entstehung der Finanzinnovationen als Folge von Veranderungen im operativen Umfeld der Banken beschaftigt sich der Verfasser einfiihrend mit den theoretischen Grundlagen von Swap-Transaktionen, die sich letztlich auf Ricardos Theorem der komparativen Kosten zuruckfiihren lassen. Der Darstellung der Funktionsweise der verschiedenen Swap-Arten und der Charakterisierung der Swap-Parteien aus dem Nichtbanken- und Bankenbereich folgt eine umfangreiche und sehr informative Untersuchung fiber die Einsatz moglichkeiten von Financial Swaps zur Steuerung des bilanzwirksamen und bilanz unwirksamen Bankgeschafts. Aus Grunden der Dbersichtlichkeit werden dabei Risiko- und Rentabilitatsmanagement zunachst getrennt analysiert und erst nach einer eingehenden Auseinandersetzung mit dem den Swap-Transaktionen selbst innewohnenden Risikopotential schlieBlich die Vor- und Nachteile von Financial Swaps in einer zusammenfassenden Wertung einander gegenfibergestellt.
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