Der Hexer von Hymal, Buch III: Eine Reise in den Süden: Fantasy Made in Germany

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Die Fortsetzung des Fantasy-Epos.

Drei Gefährten, drei Anliegen, ein Ziel: Zundaj, die Hauptstadt des Reichs. Schon in Terys geht so einiges schief. Doch die Weiterreise von dort entpuppt sich als Albtraum, in dem so manch einer seiner Gefährten sein wahres Gesicht zeigt.

Die große Stadt heißt sie dann nur widerwillig willkommen. Werden wenigstens die Magier des Ordens Nikko gewogen sein? Oder erwartet ihn dort gar eine ganz böse Überraschung?

Nach dem Abendmahl, das aus fremdartig gewürztem Fleisch mit seltsamen Beilagen bestanden hatte, war der Fürstensohn dann schnell auf sein Zimmer verschwunden. Nikko wollte es ihm zwar gleichtun, war aber noch mit seinem Essen beschäftigt.

»Seid doch nicht so ein Spielverderber, junger Zauberer«, lachte Danuwil und hielt den Jungen an der Schulter fest, als dieser sich dann ebenfalls zurückziehen wollte.

»Leistet mir doch Gesellschaft, nach all den Strapazen«, bat er den Novizen und schüttete beiden reichlich Wein ein. »Das ist ein guter Tropfen, wie fast alle Tropfen gut sind, hier im sonnigen Süden.«

Nikko wollte zwar lieber schnell ins Bett, fühlte sich dem Adligen jedoch verpflichtet. Hatte dieser ihnen doch die Unterkunft in dieser Nacht erst möglich gemacht. Ansonsten wäre ihnen ja nichts anderes übrig geblieben, als draußen bei den Hungerleidern im Dreck zu schlafen.

»Nun gut«, lächelte der junge Zauberer. »Ein Glas kann ja nicht schaden.«

»Ganz genau«, lachte der Edelmann.

Bald schon gesellte sich die Maid, mit der Danuwil vorhin gesprochen hatte, dazu und bezirzte den Adligen.

»Seid Ihr Euch sicher, junger Freund, dass Ihr heute ganz allein nächtigen wollt?«, neckte der Edelmann den Jungen ohne ihn dabei anzuschauen. Seine Augen klebten im üppigen Ausschnitt der Dame, wo auch schon seine Finger zugange waren.

»Oh, der Kleine will allein schlafen?«, tat die Dirne enttäuscht. »Was für eine Verschwendung.«

»In der Tat«, grinste Danuwil und knetete der Frau gierig die entblößten Brüste. »Habt Ihr nicht eine kleine Gespielin für meinen jungen Freund?«

»Aber sicher doch«, lachte das Weib. »Katyla!«

Nikko hatte jetzt schon das zweite Glas Rotwein geleert, das der Adlige immer wieder bis zum Rand nachfüllte. In seiner Nervosität hatte er die geplante Zurückhaltung schnell vergessen.

»Arina?«, knickste ein Fräulein höflich.

»Kümmre dich um den Kleinen da«, befahl Danuwils Dirne und leckte dem Adligen dann das Ohrläppchen.

»Sehr wohl«, willigte diese ein und setzte sich schamlos auf Nikkos Schoß.

Der junge Zauberer war wie gelähmt, als das junge Fräulein mit blondem Haar und grünen Augen ihm zärtlich den Kopf tätschelte. Da half nur noch ein weiteres Glas Wein, das der Junge schnell hinunterkippte. Als ihre Hand dann in seinen Schritt glitt, war noch ein Glas fällig. Erst ihre Zunge in seinem Mund ließ ihn den Wein vergessen.

»Wir sehen uns dann zum Frühstück«, hörte er Danuwil nur noch lachen, als die Maid den jetzt völlig betrunkenen Novizen die Treppe hinauf hinter sich herzog.

Verschwommen schien sein Blick und torklig sein Gang. Letztlich erreichten sie ein Zimmer, wo ihm die junge Dame ein weiteres Glas reichte, das er willig entgegennahm, um sich dann zu ihr aufs Bett zu setzen. Genug Mut getankt, traute er sich nun, ihr in den Ausschnitt zu gehen. So wie er es bei Danuwil gesehen hatte.

Nachdem Nikko für einen Augenblick die Augen hatte schließen müssen, um des Drehens in seinem Kopf Herr zu werden, war die Maid nun völlig nackt und lag auf dem Bett. Mit dem Zeigefinger lockte sie, er kam. Neben ihr liegend drehte sich dann wieder alles. Er war jetzt unglaublich müde und wollte nur kurz die Augen ausruhen.


ISBN 978-3-95418-264-0 (Kindle)
ISBN 978-3-95418-265-7 (Epub)
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Publisher
Null Papier Frisch
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Published on
Jan 20, 2013
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Pages
204
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ISBN
9783954182657
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Language
German
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Genres
Fiction / Action & Adventure
Fiction / Fantasy / General
Fiction / Thrillers / Suspense
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Die Fortsetzung des Fantasy-Epos.

Nikkos Ausbildung geht sehr gut voran. Bald schon steht sogar die Prüfung zum Adepten an. Auch erzählt sein neuer Meister viel und gerne, so dass der Junge so einiges erfährt. Doch immer mehr kristallisiert sich der Arkane Orden als Bedrohung heraus. Dann auch noch eine plötzliche Vorladung! Was kann das bloß bedeuten?

Für Fydal und Danuwil entwickelt sich hingegen alles prächtig. Vom König mit neuen Ämtern beschenkt, zieht es die beiden jedoch schon bald in die Ferne. Nikko muss hingegen in Zundaj bleiben. Wird er sie je wiedersehen?

»Ich muss Euch nachträglich zur bestandenen Prüfung gratulieren, Adept Nikko«, meinte Salih mit einem gequälten Lächeln. »Doch sind wir nicht hier, um Höflichkeiten auszutauschen.«

»Wir haben Euch hierher zitiert, damit Ihr uns einige Fragen beantworten könnt«, fuhr er mit bitterernster Stimme fort. »Fragen, die sich auf Angelegenheiten beziehen, die Ihr uns schon bei unserem ersten Gespräch hättet offenlegen sollen!«

»Seid Euch im Klaren, dass Euer Schicksal auf Messers Schneide steht, Adept«, drohte Meister Gilhatán. »Noch ist es nicht zu spät für Euch. Der Orden kann Gnade walten lassen, wenn Ihr sie Euch verdient.«

Nikko konnte sich schon vorstellen, worauf die Herren hinaus wollten. Sie wollten, dass er Peryndor verriet! Doch war das Angebot der Gnade denn wirklich ernst gemeint?

»Dann stellt bitte Eure Fragen, Meister«, schluckte Nikko, der sich noch lange nicht entschieden hatte, ob er Peryndor ans Messer liefern sollte. Der Alte würde sich zwar zu verteidigen wissen. Aber er hatte ihm ein Heim geboten, ihn ausgebildet. Vor allem aber hatte er ihm die Lehrzeit bei Xanthúal erspart.

»Nun gut«, sprach Sahil. »Warum hatte Meister Thorodos dieses Bergdorf so plötzlich verlassen?«

Jetzt musste er sich entscheiden. Die Wahrheit sprechen, die unweigerlich den Verrat Peryndors aufdecken würde. Oder die Lüge riskieren. Nein, er konnte den Alten nicht verraten!

»Das weiß ich nicht«, log er daher dreist. »Thorodos hat solche Dinge nie mit mir besprochen.«

Viel hatte sich geändert seit er hier das erste Mal saß. Diesmal konnte der Junge erkennen, wie sie ihn mental zu lesen versuchten. Er lernte dabei sogar neue Muster, die wohl Lügen offenbaren konnten. Hoffentlich hielten Peryndors Schmuckstücke, was sie versprachen.

»Ich kann keinen Willen zur Täuschung erkennen«, gab Meister Gilhatán seufzend zu. »Der Adept scheint wahr zu sprechen, obwohl ich ihm kaum glauben kann.«

»Der Bengel lügt, dass sich die Balken biegen!«, bellte Xanthúal. »Vergessen wir nicht, dass er mit einem Meister dreizehnten Grades paktiert. Wer weiß, wie dieser die dreiste Lüge kaschiert!«

»Vielleicht habt Ihr Recht, Meister Xanthúal«, grinste Sahil. »Aber es gibt ja noch andere Wege, die Wahrheit aufzudecken.«

»Es wäre mir eine Ehre«, lachte Xanthúal mit Feuer in den Augen.

»Dem Adepten sei noch eine letzte, wirklich allerletzte Möglichkeit gegeben, den ganzen Verrat aufzudecken«, ging Gilhatán unerwartet dazwischen. »Also?«

Jetzt wurde es wohl richtig ernst. Doch was, wenn sie nur blufften?

»Ich weiß wirklich nichts«, hechelte Nikko und versuchte, sich einige Tränen aus den Augen zu quetschen.

»Genug jetzt«, schüttelte Sahil den Kopf und sagte eiskalt: »Meister Xanthúal, der Verräter gehört ganz Euch. Wenn er alles gestanden hat, dann… lasst die Leiche verschwinden!«

»Wie Ihr wünscht«, nickte Xanthúal und drehte sich dann grinsend zu Nikko. »Wir beide werden jetzt richtig viel Spaß haben!«

ISBN 978-3-95418-278-7 (Kindle)
ISBN 978-3-95418-279-4 (Epub)
ISBN 978-3-95418-280-0 (PDF)

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Vom großen Heerwurm abgedrängt, führt Tristan seine Gruppe in den Norden. Die Zollfeste ist gefallen, alle Gebiete westlich der Leue verloren und der Rückweg vom Feind versperrt. Was bleibt, ist der lange Marsch durch die Kutten und die sorgenvolle Frage nach Shachin.

Ob Zufall oder nicht, das tragische Schicksal der Schattenkriegerin klärt sich überraschend schnell. Der Preis dafür jedoch ist hoch, und droht Tristans Ordnung in ihren Grundfesten zu erschüttern. Wiedermal wird offenbar, dass nicht alle sind, was sie vorgeben zu sein. Verrat und Ketzerei halten Einzug in die Gruppe, und stellen Tristan schon bald vor eine schwierige Entscheidung.

Der Feind indes ist nicht untätig und treibt die Überlebenden von Schwarzenfels direkt in die Arme der Reisegruppe. Fortan ziehen sie gemeinsam durch die Kutten und machen dabei unbeabsichtigt längst vergessene Kräfte auf sich aufmerksam. Uralte Mächte schicken sich an, aus der Verbannung zurückzukehren und Jahrhunderte alte Fehler zu korrigieren.

EINE ALTE MACHT ist die fünfte Erzählung der »Tore nach Thulien«, mit der wir euch in die phantastische, glaubwürdige und erwachsene Welt von Thulien entführen möchten. In den drei Buchreihen Wilderland, Leuenburg und Schlachtgesänge geben wir euch die Möglichkeit, aktiv an der Entstehung der Geschichten und dem Ausbau der Welt teilzuhaben. Wir schreiben Geschichten … und ihr könnt mitmachen! Wie genau das funktioniert, und noch weit mehr, erfahrt ihr auf unserer Website.

Ein plötzliches Sirren ließ ihn aufmerken. Es hob sich deutlich vom übrigen Kampflärm ab. Sofort zog er den Kopf ein, lugte einen Moment später aber doch vorsichtig zwischen den Zinnen der Brustwehr nach unten. Er hatte einen Verdacht und wollte ihn bestätigt wissen.
Etwas flog heran und prallte mit metallischem Klirren am Stein ab.

Matruk zuckte zusammen, zwang sich aber, weiter das Feld vor der Burg auszuspähen. Suchend flackerten seine Augen hin und her, und blieben am Ende auf seltsam konstruierten Gebilden liegen.

1. Auflage, ISBN 978-3-95418-443-9
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